Entdeckungen auf zwei Rädern
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  • Day9

    Epilog

    August 21 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    So schnell vergingen jetzt also acht Etappen. Acht Etappen, in denen wir von Priwall nach Hof gefahren sind. Wer behauptet, dass wir das nur wegen der Schäufele getan haben - der hat möglicherweise nicht ganz unrecht.

    In 38 Stunden und 18 Minuten netto im Sattel brachte ich 877 Kilometer und 8.877 Höhenmeter hinter mich, also etwas mehr als der Mount Everest hoch ist. Meine Höchstgeschwindigkeit lag bei 70,9 km/h, gern hätte ich auch die Anzahl der Kurbelumdrehungen gewusst, aber da gab mein Messgerät leider nur den Tagesdurchschnitt an.

    Zu Beginn der Tour schrieb ich, dass ich keine Ahnung habe, worauf ich mich einlasse - und genau so ist es gekommen. Mein Vorteil war natürlich, dass ich ein Begleitfahrzeug hatte und bei einem „Joa, könnte ich brauchen“ nicht auf Packmaß oder Gewicht achten musste. Mit Papa lief eh alles super. Wir hatten die gleichen Bedürfnisse, was Unterkunft (sauber und bequemes Bett) und kulinarische Vielfalt (regionale Küche und regionales Bier) angeht und waren sehr schnell in den täglichen Abläufen eingespielt. Aber ansonsten? Funktioniert die Technik? Bis auf den einen Tag, ja. Wird die Old Lady zicken? Nicht ein einziges Mal. Die Panne war meine eigene Doofheit. Hält sich Petrus an den Vertrag? Ich sag mal so… es war alles wie es sein sollte und ich hatte kein Kleidungsstück umsonst mitgenommen. Und spielte überhaupt der Körper mit? Ich glaube, das hat mich am meisten überrascht. Ja, mal müde Beine. Aber kein Muskelkater und keine Krämpfe. An ein kaputtes Knie habe ich nicht einmal einen Gedanken verschwendet. Eher im Gegenteil hatte ich von Tag zu Tag mehr Spaß daran, die Anstiege zu meistern. Das am meisten in Mitleidenschaft gezogene Körperteil der Tour waren hingegen definitiv meine vier Buchstaben.

    Es war ein nicht nur Wettertechnisch unglaublich abwechslungsreicher Trip. Mal platt, mal bergig, mal freundliche Kühe, mal bissige Hunde, mal malerische Landschaften, mal Brandenburg.

    Leider nicht gezählt habe ich die Anzahl der Grenzübertritte zwischen West und Ost. Was mir aber häufig aufgefallen ist, sind die bekannten braunen Unterrichtungstafeln, die auf die ehemalige Teilung unseres Landes hinweisen. Was ich aber bisher nicht wusste ist, dass die genauen Daten auf diesen Schildern individuell für den Tag und die Uhrzeit der jeweiligen Grenzöffnung am entsprechenden Ort angefertigt wurden.

    Wie ist denn nun die Antwort auf die am ersten Tag gestellte Frage? Weiß ich, worauf ich mich eingelassen habe?
    Es war eine Fahrt mit ungewissem Ausgang und für mich immer mal wieder jenseits der Komfortzone. Und am Ende war es somit dann doch genau so, wie am Anfang gedacht.

    Danke Papa, für diese unvergesslich Zeit.
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    Fran zi

    Ich bin sehr stolz auf dich 😘 ☺️

    Viktoria Felicitas

    Du hattest eine Höchstgeschwindigkeit von 70,9 km/h? Ob du behindert bist?!😂 Mega Tour. Mega Leistung. Mega Typ!💯

    David A.

    Stark 💪🏽👍🏽

    4 more comments
     
  • Day8

    Qualität kommt von Quälen

    August 20 in Germany ⋅ 🌙 13 °C

    In meinem Sportler-Dasein habe ich schon viele verdammt talentierte Handballer kennenlernen und mit ihnen zusammenspielen dürfen. Die meisten von ihnen hätten durchaus die Qualität gehabt , höherklassig spielen zu können, es fehlte ihnen schlichtweg der Willen dazu. Wenn man diese Entscheidung für sich trifft, ist das ja auch völlig in Ordnung - worauf ich hinaus möchte: vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht, dass es mir Spaß macht, in eine enge Wurstpelle gezwängt durch die Walachei zu pedalieren. Und vor noch weniger Zeit hätte ich gedacht, dass es mir ebenso Freude bereitet, mich auf genau diese Art Berge hoch zu quälen. All das entwickelte sich mit Willen, Schweiß und vor allem Spaß daran, sich zu fordern. Sei es auf den Stunden alleine auf dem Rad, im Winter auf der Rolle oder bei gemeinsamen Ausfahrten mit Freunden.
    Ja, ich hatte heute Spaß. Direkt hinter Steinach, keine zwei Kilometer, um die Diesellok in Gang zu bringen, begann der erste Anstieg mit einer zweistelligen Prozentzahl. Und auch auf den folgenden knapp 100 Kilometern sah es heute nicht anders aus. Es war eine super abwechslungsreiche und wunderschöne Etappe.

    Als erstes passiere ich heute auf über 700 Metern Höhe den Rennsteig. Der Rennsteig ist ein etwa 170 Kilometer langer Kammweg sowie ein historischer Grenzweg im Thüringer Wald, Thüringer Schiefergebirge und Frankenwald und darüber hinaus der meistbegangene Weitwanderweg Deutschlands.

    Nach einer Kuchenstärkung in Wurzbach nach etwa 40 Kilometern erreichte ich über einige rasante Abfahrten die kleine Stadt Hirschberg, die sich mitten im Ostthüringer Schiefergebirge befindet. Hindurch fließt die Saale, die darüber führende Brücke durfte ich passieren. Erst seit der Wiedervereinigung ist das thüringische Hirschberg wieder mit dem oberfränkischen Untertiefengrün verbunden. Dank der seitdem so genannten „Brücke der Freiheit“.

    Mödlareuth – von den Amerikanern auch „Little Berlin“ genannt. Denn mitten durch Mödlareuth gab es eine Mauer, aber keinen Checkpoint. Über 37 Jahre lang war es auf legale Weise nicht möglich, die Grenze zu überschreiten, um von dem einen in den anderen Ortsteil zu gelangen. Genau auf dieser Grenze ist heute ein „Open Air“-Museum zu besichtigen, in dem die Geschichte rum um die geteilte Stadt erzählt wird.

    Nur etwa fünf Kilometer entfernt liegt der „Drei Freistaaten Stein“. Der Stein markiert das Dreiländereck Bayern, Sachsen und Thüringen und somit den gemeinsamen Punkt der drei Deutschen Bundesländer mit der Bezeichnung „Freistaat“. Seit der Wiedervereinigung ist dieser Punkt erst von allen drei Seiten frei zugänglich und soll heute vor allem an die Zeit der deutsch-deutschen Trennung erinnern.

    Von hieraus waren es keine zwanzig Kilometer mehr bis zum Ziel der gesamten Tour und die restlichen Wellen im Streckenprofil sollten die Vorfreude nur noch steigern - so der Plan. Wenige hundert Meter auf holprigem Untergrund hinter besagten Stein - Papa war bereits vorgefahren - machte sich mein Vorderrad mit einem langgegangenem „Pfffffffffff“ bemerkbar. Und ganz ehrlich - ich wäre fast enttäuscht gewesen, wenn ich Schlauch, Multitool, CO2-Kartusche und Pumpe die ganze Tour umsonst mitgeschleppt hätte. So hatte ich meinen einzigen Platten nach über 850 Kilometern. Der Wechsel klappe tadellos innerhalb weniger Minuten und Hof empfing mich nach der Bitter nötigen Dusche standesgemäß mit Schäufele und lokaler Hopfenkaltschale im Brauereibiergarten.

    Freiheit. Auf unterschiedliche Art ist mir in den letzten Tagen wieder bewusst geworden, wie wichtig das für uns alle, wie auch für jeden individuell ist. Die Freiheit so zu reisen, wie ich es in den letzen Tagen gemacht habe, ist nichts selbstverständliches, sondern muss meiner Meinung nach gepflegt und mit Respekt behandelt werden. Genauso ist es das Gefühl der Freiheit für mich, raus in die Natur zu gehen oder sich auf sein Rad zu schwingen und einfach Spaß am draußen sein zu haben. Was könnte daher passender sein als… „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen.

    Morgen folgt dann die Zusammenfassung der Tour.
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    Annegret Baris

    super Leistung 💪 ich bin sehr stolz auf dich 😙

    Heike Meyer

    Echt krass, diese Tour wir dir sicher in schöner Erinnerung bleiben 🚴🏻‍♂️😉 und dann zur Krönung das Schäufele, Hammer 💪

    David A.

    Cool. Ja, dieses gute Gefühl sich zu „quälen“💪🏽. Die Läufer nennen das glaube ich „Runners High“ 😄…. Die Freude liest man in deinen Texten…habe da auch durchs radeln wieder gefallen dran gefunden…. Auf die nächste Tour 🍻

     
  • Day7

    Zeit für Genuss

    August 19 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Keine Ahnung, warum. Heute lief es einfach. Wir hatten eine airbnb Wohnung, ich hate grossartig geschlafen. Das Frühstück in einer örtlichen Bäckerei war eher so semi, als wir denn endlich nach etlichen grauen Panthern dran kamen. Ich kam noch nicht einmal früh los, erst gegen viertel nach zehn wachte mein Garmin (das heute wieder tadellos funktionierte) fiepend auf. Doch es war alles entspannt, auch wenn das Höhenprofil durchaus einige giftigenAnstiege vorsah.

    Im Vorfeld zur Tour und in den ersten Tagen wurde ich einige Male gefragt, warum ich mit der Old Lady fahre und nicht dem Carbon-Hobel die Sporen gebe. Ja klar, da Teil ist eine Waffe. Ich liebe es, damit die Schenkel in der norddeutschen Tiefebene so richtig brennen zu lassen. Am Berg hat es aber eine Übersetzung, die in höheren prozentualen Steigungen für mich nicht so gut geeignet wäre und ich mich heute einige Male bestätigt sah. Vielleicht hätte ich im Vorfeld auch einfach das Ritzelpaket tauschen können… aber: „never change a running System“.

    Mit meinem alten Herren traf ich mich heute tagsüber nicht, er war anderweitig beschäftigt und arbeitete an seinen Fähigkeiten, mit einem Knüppel auf eine kleine Kugel einzuprügeln.

    Von der Rhön startete meine Etappe zunächst in Richtung Süden und striff dabei Oberfranken, bevor es dann in den Thüringer Wald ging. Dabei bleibt es zunächst bei einem lässigen „Auf und Ab“. Es machte so viel Spaß und ich kam so gut voran, dass ich mir erst bei etwa zwei Drittel der Tour kurz vor Coburg eine Leberkäs-Semmel-Pause genehmigte. Die Stärkung war auch nötig, denn zum Ende hin ging es in anspruchsvollen Serpentinen von Tal zu Tal, ehe der Wintersportort Steinach zu meinen Rädern auftauchte und ich mich auf den obligatorischen Recovery-Drink mit Papa freute.

    Der Song ist heute genauso entspannt, wie die ganze Etappe. Es ging insgesamt viel ostwärts und Petrus hatte den Wind nach wie vor in die gleiche Richtung gestellt, sodass ich ihn endlich mal nicht im Gesicht, sondern im Rücken hatte: „Rückenwind“ von Thomas D.
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    Viktoria Felicitas

    …anscheinend lief‘s bei einem deiner Vorgänger nicht so. Wutanfall über die Steigung am Schild ausgelassen?🤔😂

    8/19/21Reply
     
  • Day6

    Grenzen überwinden

    August 18 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Soooooo.
    Wer „so“ sagt, hat Großes vor. Groß im Sinne von 1,98 und zwei Zentnern? Groß im Sinne von über 130 Kilometern? Oder groß wegen fast 2.000 Höhenmetern? Heute war die Kombination daraus geplant, die Königsetappe. Stattdessen waren es heute keine körperlichen Grenzen, die überwunden wurden, sondern selbige im Kopf. Diego mit Biss, Mauer mit 18%, Brandenburg… alles Herausforderungen, die mit Willen und mit Spaß gemeistert wurden. Heute war es dann der technische Knock Out. Nach dem wirklich exzellenten Frühstück schwang ich mich hoch motiviert auf meine Old Lady. Mein Navigationsgerät sprang an - und ging wieder aus. Ok, falschen Knopf gedrückt, also nochmal. Selbiges Ende. An, aus. Neue Installation. Hard Reset. Alles mehrfach, nichts. Nach einer weiteren halben Stunde in der Hotline von Garmin konnte der Support mir ebenfalls nicht weiterhelfen - wenn er auch sehr bemüht war. Inzwischen war es fast halb zwölf, die heutige Etappe war kaum noch zu schaffen, vor allem setzte jetzt noch unerwartet und nicht vorhergesagter Regen ein. Im Hinterkopf hatte ich es schon durchgespielt, aber immer wieder weggeschoben: ich muss mit dem Auto mit. Resignation, Wut (auf was eigentlich?) und Traurigkeit machten sich in mir breit, ich kann doch nicht wirklich aufgeben und mit dem Auto fahren?!!?
    Die Vernunft gewann, die Old Lady wurde im Kofferraum verstaut. Erster Stopp war dann, der Regen lies nicht nach, in Vacha. Die Werrabrücke bei Wacha war während der Trennung eher das Symbol der Uneinheit, denn sie liegt quasi direkt auf der ehemaligen innerdeutschen Grenze und war bis zur Grenzöffnung 1989 gesperrt. Seither heißt sie die „Brücke der Einheit“. Als Stimmungsaufheller gab es noch Cappuccino und Kuchen, ehe wir mit Blick auf die Zeit weiter mit dem Auto nach Point Alpha fuhren. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, die restlichen Etappen mit Handy und Uhr navigieren zu müssen, da piepte das Navi doch noch einmal verheißungsvoll - und ich habe bis jetzt keinen Schimmer, was ich anders gemacht habe als die zig Versuche zuvor, aber es funktionierte auf einmal wieder.

    An dem ehemaligen US-Beobachtungsstützpunkt mitten in der Rhön konnten wir erneut einen richtig guten Eindruck davon gewinnen, wie es hier zu Zeiten des Eisernen Vorhangs aussah. Der komplette Stützpunkt ist ein Museum mit zahlreichen Devotionalien aus der damaligen Zeit. Darüber hinaus zeigten Ausstellungen im „Haus auf der Grenze“ (welches tatsächlich exakt auf und ein Teil der Grenze ist) erneut in bedrückenden Bildern und Geschichten die repressiven Maßnahmen, unter denen die Bewohner an der Grenze gelebt und gelitten haben.

    Die Versuchung war groß, auch den restlichen Weg mit dem Auto zurückzulegen… aber nur kurz. Die Old Lady bekam frische Luft und die restlichen 56 Kilometer wurden abgeradelt. Die durchaus fordernde Fahrt über die weiten Hügel des Mittelgebirges brachte mich reichlich zum schwitzen, belohnte aber auch mit toller Weitsicht. Am Ende des längsten Anstieg des Tages wartete das „Dach der Tour“. Mit seiner Einwohnerzahl von etwas über 1.000 weiß Frankenheim sicher nicht zu beeindrucken. Ganz sicher aber mit seiner Höhe: Der kleine Ort liegt auf rund 760 Meter Höhe und ist somit das höchstgelegene Dorf der Rhön. Schön ist es hier in jedem Fall.
    Gegen 19:45 erreichte ich mit wieder über 1.000 Höhenmetern in den Beinen Ostheim vor der Rhön, dem heutigen Ziel.

    Was soll man an so einem Tag für einen Song wählen… es lief alles nicht so recht wie geplant, es hat mich sehr, sehr viel Überwindung gekostet, einzugestehen, dass die Fahrt mit dem Auto vernünftiger ist. Auf der anderen Seite hätten wir nicht so eine entspannte Zeit für den ausgiebigen Besuch von Point Alpha gehabt.
    „Makin' the Best of a Bad Situation“ von Ray Stevens.
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  • Day5

    Routinearbeit

    August 17 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C

    Die Routine vor und nach dem Radeln hat sich ziemlich schnell eingespielt. Morgens duschen, Frühstück, umziehen, Flaschen füllen, Reifendruck prüfen, los. Abends Recovery-Drink (Bier), duschen, Klamotten waschen, Tagebuch schreiben, essen, auf die Blackroll.
    Das schöne bei dieser Tour ist aber auch das anstrengende, denn Etappe an sich ist anders, jede hat ihre Besonderheiten und du kannst dich auf nichts einstellen: eine ist die längste, die andere mit den meisten Höhenmetern, und heute war es die Etappe mit dem steilsten Anstieg. Die Mauer von Rambach.

    Der Start der Etappe war kühl, erstmals war ich froh, auch Beinlinge und Armlinge dabei zu haben. Die Regenjacke brachte mir gestern kein Glück, deswegen nahm ich sie nicht mit (und bin trocken geblieben). Mein Streckenprofil war heute vor allem von zwei Kulturlandschaften geprägt. Los ging es im durchaus hügeligen Eichsfeld, das sich dem Harz südlich anschließt und mich in Richtung Werratal schickte. Ich verdiente mir einige Höhenmeter, wurde dafür aber auch immer wieder mit tollen Aussichten belohnt. Nach der Pause in Dingelstedt und einem leichten Anstieg, um wieder auf Betriebstemperatur zu kommen, konnte ich ein paar Kilometer schön laufen lassen, dank der Links und rechts nahen Berge hielt sich der Wind in Grenzen und Kurbelumdrehung für Kurbelumdrehung näherte ich mich Rambach bei kilometer 92, „Unser Dorf soll schöner werden-Bundessieger“ 1995.

    Eine letzte Stärkung und dann ging es los. Am Ortsausgang startete die Auffahrt noch leicht. Gleich darauf wurde auf das Ungemach per Schild hingewiesen: 15 % – 1 km. Ein paar Meter später geben die Büsche dann das Bild frei und der Kampf beginnt. Der Puls hämmert, der Rahmen ächzt, die Lungen brennen, die Beine schmerzen und die Arme ziehen kraftvoll am Lenker. Nach 1.000 Metern geht es in eine Kurve, die aber auch nicht wirklich erholsam ist. Aber schon kleine Erleichterungen können ein Segen sein. Es folgt die nächste Kurve, langsam werden die letzten Kraftreserven angezapft.
    Glücklicherweise gehen nun die Steigungswerte etwas zurück. An Getreidefeldern vorbei ziehe ich nochmals kräftig am Lenker und kann an der Kuppe das nahe Ende (der Auffahrt, nicht mein eigenes) erkennen. Papa wartet dort schon mit breitem Grinsen und kaltem Wasser.
    Geschoben habe ich nicht, musste aber dreimal kurz pausieren. Die letzten Tage und die heutige Etappe forderten ihren Tribut.

    Die letzen Kilometer waren dann Belohnung pur, eine einzige lange Abfahrt in das heutige Etappenziel Creuzburg in Thüringen.

    Song des Tages: „Ain't no Mountain high enough“ von Marvin Gaye.
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    Katharina Meyer

    Sehr stark 💪🏽

    8/17/21Reply
    Markus Koch

    Hors Catégorie 💪🏻👍🏻

    8/19/21Reply
     
  • Day4

    B.E.R.G.E.

    August 16 in Germany ⋅ ⛅ 12 °C

    Heute gehts also los. Also so richtig. Besonders Erhabene Riesen Geißeln Erdenbewohner. Oder kurz: B.E.R.G.E.

    Neben den heutigen erwarteten Höhenmetern kam eine positive Überraschung hinzu, denn ich musste diese erste Probe der Schwerkraft nicht alleine durchmachen. Franzi hatte gefragt, ob wir nicht gemeinsam über den Harz radeln wollen. Mit Franzi habe ich schon einige abenteuerliche Touren durchstanden, unter anderem eine mit über 220 Kilometer durch das Weserbergland oder die Umrundung des Gardasees im vergangenen Jahr. Wir sind also gut aufeinander eingespielt. Sie ist die Maschine am Berg und ich bin die Diesellok bei Gegenwind.
    Bis Stapelburg, wo sie hinzukam, war aber erst einmal noch etwa die Hälfte der Strecke zu bewältigen und neben dem inzwischen obligatorischen Gegenwind war es auch das wellige Profil, das nicht ohne war. Ich möchte sagen, dass es nicht einen Kilometer mit null Prozent gab. Entweder bergan oder bergab, mehrfach wechselte ich dabei zwischen Sachsen-Anhalt und Niedersachen. Nach einer letzten Stärkung in Ilsenburg ging es dann ab Wernigerode aufwärts nach Schierke. Bei dem Ritt hatte ich noch die Bilder vor Augen, wie die Autos ohne entsprechende Bereifung im Winter einfach abwärts rutschenden - hier fuhren wir grad hoch. Ich meinte noch zu Franzi „Laber mich gern zu, aber erwarte keine Antwort.“ So war es dann auch - ob ich wollte oder nicht. Ich konnte ihr ja nicht wegfahren… ;-) In Schierke war der Großteil geschafft. Es gab noch ein paar Wellen, aber ab Hohegeiß, ein Ortsteil von Braunlage, konnten wir dann rollen lassen - so der Plan. Pünktlich zum Ortsschild öffnete Petrus dann 15 Kilometer vor dem heutigen Etappenziel Bad Sachsa deine Schleusen - und wie. Also die neue Regenjacke übergeworfen und mit den klitschnassen und durch die Fahrtkälte halbsteifen Fingern ständig an den Bremsen abwärts gleitend. Nachdem dann noch auf den letzten Kilometern der Gegenwind hinzukam setzte ein in den Regen gebrülltes „mehr hast du nicht zu bieten, Petrus?!“ noch einmal Kräfte frei. Von 28! auf 11 Grad in 24 Stunden. Eine heisse Dusche von außen und ein Schierker Feuerstein von innen sorgten anschließend wieder für die nötige Wärme.

    Die Geschichte meines Songs des Tages ist heute schnell erzählt. Die knapp 70 Kilometer über den Harz zu fahren mit den ersten richtigen Steigungen und dem Regen am Ende, das ist zu zweit einfach motivierender als alleine. Daher wird es die Titelmelodie der Sitcom Friends: „I‘ll be there for you“ von The Rembrandts.
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    Fran zi

    War ein sehr schöner Tag 😘 🏔

    8/16/21Reply
    Viktoria Felicitas

    Egal was Petrus entscheiden hat - mit diesem strahlenden Colgate-Lächeln von euch beiden konnte der Tag nur gut werden!😁

    8/16/21Reply
    Dirk Baris

    Sometimes dreams are sweet, soft and lazy - sometimes Rock‘n roll. Rock it and roll on! 😘

    8/17/21Reply
     
  • Day3

    Lieber von vorne als von hinten

    August 15 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C

    Ein vertrockneter Dornenbusch wird über die Straße geweht, das heisere Krächzen einer Krähe ertönt… guten Morgen Brandenburg!
    Letzte Nacht riss uns das Gezeter eine Gruppe junger Frauen vor dem Hotel aus dem Schlaf. Sie wurden offensichtlich von der Polizei angehalten und mussten pusten. „Nur 1,8 Promille? Ich habe viel mehr wie du. Hahahaha!“ Brandenburg.

    Wer nur wegen der Überschrift diesen Text liest und auf schlüpfrige Geschichten gehofft hat, der.wird leider enttäuscht. Er ist auf die billige „Sex sells“-Masche eines Marketing-Fuzzis hereingefallen. Es geht um Windräder. Am liebsten sehe ich Windräder von vorne. Den ganzen Tag. Für mich bedeutet das: Rückenwind. Dass auch ein Rücken entzücken kann, würde ich bei Windrädern wiederum nicht unterschreiben. Ich muss es wissen, denn ich konnte es mir heute ausgiebig ansehen.

    Brandenburg ließen wir hinter uns, es ging in Richtung Südwesten durch das Wendland und dann einen Großteil des Tages durch die „Wiege Preußens“, wie die Altmark auch genannt wird. Etwa zur Hälfte der Etappe kehrten wir ein und ich habe zum ersten mal „Fette Henne“ gegessen - kein Grillhähnchen, sondern eine Pilzsorte. So gestärkt erreichte ich Heimat - Niedersachsen. Es rollte sich besser, aber auch als ich nur noch 20 Kilometer vor mir hatte, waren nicht einmal die Hälfte der heutigen Höhenmeter geschafft. Das dicke Ende kam… und zwar als ich im Anstieg auf das kleinste Blatt schalten wollte und die Kette absprang. Natürlich gibt es nie einen guten Moment dafür, dass die Kette abspringt, aber im Anstieg ist es einfach saudämlich. Bekanntlich liegen aber Freud und Leid dicht beieinander und als ich die Kuppe schließlich doch erreichte, konnte ich in der Ferne den Gegner des morgigen Tages schon sehen - den Harz.
    Die heutige Etappe war die längste der Tour, wenn auch noch nicht die Königsetappe. Morgen kommen zu den Kilometern dann die Höhenmeter hinzu. Ich bin gespannt, wie meine Beine das finden werden.

    EinhundertfünfzigKilometerGegenwind. Dazu der gefürchtete Tag drei einer Tour: die Beine sind ein bisschen müde, der Körper hat noch nicht so richtig Rhythmus… Wenn auch nicht wortwörtlich, so habe ich doch im übertragenen Sinne heute ziemlich geblutet. Mein Song des Tages ist „Sunday Bloody Sunday“ von U2.
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    Fran zi

    Maschine 💪🏼

    8/15/21Reply
    Annegret Baris

    Ich drück die die Daumen für morgen und begleite dich in Gedanken 😘

    8/15/21Reply
     
  • Day2

    Eine Frage der Perspektive

    August 14 in Germany ⋅ ⛅ 25 °C

    Alles hat mehrere Sichtweisen. Schaue ich von unten auf unser Neues Rathaus in Hannover, erscheint es mir riesig. Fahre ich mit dem Heißluftballon oben rüber, sieht es aus wie aus dem Miniaturwunderland.
    Am vergangenen Wochenende hat sich mein Freund David mit dem Rennrad zerlegt. Unbekannte Strecke, abschüssige Straße, scharfe Kurve - blöde Kombination. Zum Glück gab es weder Leitplanke nich Gegenverkehr und Helm sei dank ist der Kopf heile geblieben, sodass es am Ende „nur“ eine Schultereckgelenksprengung war. David schrieb mir gestern Abend, nachdem er meinem Tagesbericht gelesen hatte „Scheiss auf den Wind. Ich würde jetzt gern mit heftigstem, jemals erlebten Gegenwind fahren.“ An dieser Stelle weiterhin gute Besserung - das machen wir bald wieder zusammen! Ein weitere Nachricht erreichte mich gestern, bei der Mama einer Freundin wurde Leukämie diagnostiziert. Zwei Beispiel, die mir zeigen, wie demütig dankbar ich eigentlich sein sollte, anstatt mich über den Gegenwind aufzuregen. Worüber reden wir hier eigentlich? Am Ende dieser Tour einfach mal bumsegal, ob ich mit 27, 28 oder 29 km/h das Ziel der Etappe erreiche. Diese paar Minuten mehr oder weniger sind so furchtbar unwichtig. Daher gehen heute props raus an Petrus dafür, dass ich Stunde um Stunde trockenen Fußes durch die Norddeutsche Pampa radle.

    Nach den ersten 20 Kilometer einrollen über den Elbe-Radweg direkt am Deich war wieder eine Fährüberfahrt angesagt, dieses Mal mit der Elbfähre Neuhaus. Ich muss zugeben, dass mir das Spaß macht. So richtig kindlich Spaß.
    Von Norden kommend ging es dann auf der westlichen Seite immer die Elbuferstraße entlang. Und es war welliger als gedacht, mit bis zu 12, 13 Prozent ging es hier hoch und runter, wenn auch immer nur ein paar hundert Meter. Ein schöner Vorgeschmack für die kommenden Tage…

    Dömitz, nach etwa 75 Kilometern, ist ein Highlight entlang dem Elberadweg. Der Hafen ist nicht nur nett anzuschauen, hier gibt es auch zahlreiche Restaurants und Cafés, perfekt für eine Pause mit einem hervorragenden Dömitzer Landkuchen. Neben zahlreicher Relikte aus der Zeit der deutsch-deutschen Teilung ist ein weiteres Highlight die Festung aus dem 16. Jahrhundert.

    Frisch gestärkt konnte ich die letzten 45 Kilometer entspannt angehen. Unser Hotel in der Nähmaschinen-Stadt Wittenberge das „Haus Singer“ hat seinen Namen von selbiger Nähmaschine, die hier vor der deutsch-deutschen Teilung produziert wurde. Wieder was dazugelernt, wenn das mal die eine Million Euro Frage sein sollte. Oder einfach Klugscheißerwissen für Smalltalk.

    Gestern Abend zählten wir die Bundesländer der Tour auf: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, Bayern, Sachsen. Es ist ein Klassiker, eine selffulfilling prophecy oder einfach typisch gewesen: wir haben Brandenburg vergessen. Diesem fast vergessenen Land widme ich meinen heutigen Song des Tages: „Brandenburg“ von Rainald Grebe.
    Übrigens sind auch die Strassenverhältnisse hier sehr… „Brandenburg“.
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    Markus Babel

    Mega Foodporn😍

    8/14/21Reply
    David A.

    Die Überschrift trifft es auf den Punkt. Öfters einfach mal über „die kleinen“ Dinge freuen - Luft, Licht, Geräusche. Dir weiterhin viele bleibende Erinnerungen. Freue mich jetzt schon auf die nächste gemeinsame „Gegenwind Tour“ 😄👍🏽

    8/14/21Reply
     
  • Day1

    Freitag, der 13.

    August 13 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C

    Also eigentlich hatte ich mich mit Petrus auf einen Nichtangriffspakt geeinigt. Bloß hatte ich die Klausel „Wind“ nicht mit in den Vertrag aufgenommen - Anfängerfehler. Aber der Reihe nach…

    Gibt es Schicksal? Glaube ich nicht dran. Habe ich nie. Wenn etwas aus Schicksal geschieht würde Dad für mich persönlich bedeuten, dass ich keinen Einfluss darauf habe, was passiert - und diese Vorstellung missfällt mir. Manchmal gibt es jedoch Situationen oder Momente, deren Bedeutung ich mich nicht entziehen kann und wo ich mich frage: ist das echt nur Zufall? Heute beispielsweise. Auf Freitag den 13. als Unglückstag gebe ich nicht viel… dafür ist genau dieser Tag etwas besonders. Auf den Tag genau vor 60 Jahren wurde mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen. An dem Tag, wo ich meine Tour in eben diese Geschichte starte.

    Eben dieser Start begann sehr entspannt bei strahlendem Sonnenschein über der Ostsee - nämlich mit der Fähr-Überfahrt von Travemünde nach Priwall. Keine zwei Kilometer später war ich schon an der Grenze, das lockere Einrollen begann. Ich musste mich immer wieder zügeln, nicht Vollgas zu geben, wie ich es bei den Tagestouren gern mache. Entsprechend ist mein Körper gepolt: Auge sieht Rennrad, Beine wollen Dampf machen. Fast wie ein junger, wilder Hengst. Oder ein altes Rennpferd. Ok, ein Brauerei-Zosse passt wohl besser. Ein motivierter Zosse.

    Nach 45 Kilometern war bereits die erste Pause eingeplant, am Grenzhus. Das „Grenzhus Schlagsdorf – Informationszentrum innerdeutsche Grenze“ ist die größte und wichtigste museale Einrichtung zur Erinnerung an die innerdeutsche Grenze in Mecklenburg-Vorpommern. Auf beeindruckende und zugleich bedrückende Art vermittelt es in einer Ausstellung und einem Aussengelände über das Leben im Grenzbereich, Fluchtversuche, persönliche Geschichten und zeigt, mit welch perfiden Methoden die Menschen an der Flucht gehindert wurden. Diese Art der Konfrontation mit unserer Geschichte wird mir in den kommenden Tagen noch häufiger begegnen.

    Etwa eineinhalb Stunden später war das Mittagessen in einem Fischrestaurant am Schaalsee geplant. Nun, es ist Ferienzeit… ausgebucht. Also verabredeten wir uns im nächsten Ort für ein Café oder einen Bäcker. Kaffee und Kuchen sorgten augenblicklich für ein wohliges Gefühl in der Magengegend. Dies war auch definitiv vonnöten, denn der eingangs erwähnte Wind mit Böen bis zu 55 km/h kam aus Südwest… und die letzen 40 Kilometer gingen in genau diese Richtung. Danke Petrus. Wir müssen reden.

    Mein Song des Tages geht an die unangenehmste Begegnung des Tages: Diego. Diego ist ein Vierbeiner von der Größe eines Labradors, der entweder schon schlechte Erfahrungen mit Radfahrern gemacht hat, meine Haxen zum anbeißen fand oder seine beiden Gassi-Geher beschützen wollte. Die Kids waren jedenfalls genauso erschrocken wie ich als Diego aus dem nichts an meine Wade wollte. Bis auf ein paar Schrammen hat er mich aber nicht erwischt - oder hat er sich die Zähne an der gestählten Muskulatur ausgebissen? Ich werde es nicht mehr erfahren.
    „Who let the dogs out“ von Baha Men.
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    Viktoria Felicitas

    Tarnung aufgeflogen: Man of Steel😉 Drücke die Daumen, dass die Vertragsverhandlungen mit Petrus für die künftigen Tage gut verlaufen.🤞🏻🤞🏻

    8/13/21Reply
    Roman Fricke

    Großartige Tour, großer Respekt! Lass Dir eine Tetanusspritze geben und dich von Petrus nicht unterkriegen. 😜

    8/13/21Reply
    Tine Vogt

    Viel Spaß und ein gutes „Ankommen“ bei dir selbst. 😊

    8/14/21Reply
    Marco Schwake

    Da hast du ja schon deine nächste Tour gespoilert 😎

    8/14/21Reply
     
  • Ob ich mir das gut überlegt habe? Hahaha

    August 12 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Drei Jahre ist es her. Drei Jahre seit meiner letzten Radtour, die ich in einem ähnlichen Umfang bewältigt habe. Auf der einen Seite ist so viel passiert seitdem und auf der anderen Seite war es jetzt mit dem Start in diese Tour gefühlt grad erst gestern. Natürlich kommen Erinnerungen hoch. Ich bin mit meinem Fahrrad unterwegs, starte am Wasser und ende in den Bergen… das wars aber auch schon an Gemeinsamkeiten. Während die erste Tour an Flüssen entlang mit Gepäck am Sattel meines Tourenrades verlief, werde ich in den kommenden Tagen dem Verlauf der ehemaligen innerdeutschen Grenze folgen, was nicht gänzlich ohne Höhenmeter sein wird. Dafür dieses Mal ohne Gepäck und mit dem Rennrad, meiner „Old Lady“.

    Über 40 Jahre lang war Deutschland zweigeteilt. Mitten durch unser schönes Land verlief die 1393 Kilometer lange Grenze von der Ostsee bis ins Vogtland. Eine fünf Kilometer breite Sperrzone, die streng bewacht wurde und nicht umsonst als Todesstreifen“ bezeichnet wurde. Mit dieser Radtour geht es auf Tuchfühlung mit der deutsch-deutschen Geschichte, die ich bis zu meinem zehnten Lebensjahr miterlebt habe. Also gefühlt vor 15 Jahren endete. ;-) Meine Route führt in geplanten acht Etappen von Travemünde aus entlang der ehemaligen Grenze und entlang unzähliger Monumente, die spannende Geschichte(n) erzählen bis nach Hof im Vogtland an der tschechischen Grenze. Vor allem aber führt diese Tour durch die positivste Hinterlassenschaft all dessen: aus dem Todesstreifen wurde ein grünes Band. Wo früher Grenzzäune, Mauern und Minenfelder eine schier unüberwindbare Grenze bildeten, kann sich bis heute die Natur nahezu ungestört entfalten.

    Morgen früh geht es also genau hier los. Neben meiner Old Lady wird auch mein alter Herr mein Begleiter sein. Gemeinsam mit meinem Dad habe ich die Tour geplant und vorbereitet. Wir werden die kulinarisch genussvollen Abende miteinander verbringen und wenn ich mich auf das Rad setze, wird er mit dem Auto vor fahren und vermutlich schon mal Kaffee und Kuchen antesten. Ob ich weiß, was mich in den kommenden Tagen erwartet? Ich habe keinen Schimmer. Es reicht jetzt auch mit der Planung und „was wäre, wenn…“ sondern wird Zeit, dass ich starten kann.
    Read more

    Viktoria Felicitas

    Auf eine wundervolle Reise mit vielen schönen Momenten🙏🏻

    8/12/21Reply
    Katharina Meyer

    Eine gute Reise 🙏🏽 viel Spaß 😊

    8/13/21Reply
    Fran zi

    Viel Spaß 😘 Komm mit vielen tollen Erinnerungen zurück ☺️

    8/13/21Reply
    6 more comments
     

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