Alexander Fuchs

Joined October 2015
  • Day31

    Vorschule Down Under? ...

    November 30, 2015 in Australia

    ... Ein Resumee ... Oder was wir im Land, in dem die Menschen mit den Köpfen nach unten rumlaufen alles gelernt haben:

    ... dass Jungs wenn sie älter werden durchaus mehr Dinge dürfen - länger wach bleiben, immer mal ein Spiel auf dem PC spielen... ABER: gleichzeitig sind auch mehr Pflichten damit verbunden, wie abtrocknen, Tisch decken, Aufräumen.

    ... dass es eine Klimaanlage ersetzen kann, wenn man in tropischen Nächten mitsamt seines Badetuches unter die Dusche springt, dieses dann auswringt und sich dann mit dem Badetuch zudeckt. Das senkt die Körpertemperatur für einen Zeitraum von 4-5 h um ein paar Grad und ersetzt für die "Locals" die ggf. nicht vorhandene Aircon (wir haben es nicht ausprobiert, aber es sollen ja in den heißen Zeiten im Dezember/Januar bis zu 55Grad im Landesinneren werden... Da könnte man derart Tricks schon gebrauchen)

    ... dass Wasser in Australien (und einigen anderen Regionen der Erde) so kostbar ist wie ein Schatz

    ... dass es im Englischen unterschiedliche Begriffe für giftig, wenn man etwas anfasst oder gebissen wird - venomous - und giftig , wenn man sich beim Verzehr vergiftet - poisonous - gibt

    ... dass Australier vielleicht einen kleinen Hang zur Soziophobie haben. Denn wie sonst sind so viele Einzelgänger zu erklären, die ihren Lebensmittelpunkt in Gegenden legen wo man 95% der Zeit mutterseelen-allein mit seinem Hund und der Hitze und... vielleicht ein paar Känguruhs ist und es schon ein Ereignis ist, wenn ein Auto auf der 30km entfernten befestigten Straße vorbeirauscht?! Dennoch: wenn man sich dann mal trifft sind sie überaus freundlich, hilfsbereit und unglaublich redseelig und mitteilungsbedürftig - ein perfektes Land zum Ankommen!! ... Und auch wenn man sie vielleicht nur schlecht versteht - sie reden einfach weiter 😂

    ... dass es mehr als 450 verschiedene Arten von Haien gibt, aber nur 4 oder 5 davon sind tatsächlich gefährlich (inwieweit diese Angabe stimmt würde ich nicht testen wollen - aber als Richtwert kann die Aussage nach meiner Meinung durchaus dienen 😂)

    ... dass ein Hai nur etwa 150g Fisch pro Tag benötigt

    ... dass der Hai seine Eier oder seinen Laich im Bauch ausbrütet und nur das stärkste Jungtier überlebt, weil es die anderen alle frisst 😳

    ... dass Korallen Tier, Pflanze und Stein gleichzeitig sind - Tier, weil es lebt; Pflanze, weil es wächst und sich nicht fortbewegt; und Stein, weil es so hart wie Stein ist

    ... dass die hier ansässige Seeschlange das wohl giftigste Tier auf unserem Planeten ist, aber clever genug um nur in ca. 10.000 Bissen 1x eine tödliche Menge Gift abzugeben

    ... dass das so gern gesehene In-die-Luft-Springen der Wale hauptsächlich oder fast ausschließlich von den Jungtieren im September zu sehen ist, da sie noch übermütig genug sind, derart zu spielen

    ... dass der Walhai der größte Fisch der Erde ist und dabei aber, wenn man sein Dasein nicht gerade als Plankton oder Krill fristet, absolut harmlos ist

    ... dass Walhai, Mantarochen und Seegurke aufgrund ihrer Art der Nahrungsaufnahme, wobei sie Krill und Kleinstleben aus dem Meereswasser aufnehmen und den Rest wieder ausspülen helfen, die Ozeane sauber zu halten

    ... dass Meeresschildkröten Seegurken fressen

    ... dass Meeresschildkröten, wenn sie schlafen, bis zu 8h mit ein Mal Luft holen auskommen... wenn sie sich aber bewegen ca. alle 10 min. zum atmen an die Oberfläche kommen

    ... dass Schildkröten-Weibchen 2 bis 3 Mal in der Brutzeit jeweils etwa 50 bis 150 Eier legen, das dafür aber nur alle 2 bis 8 Jahre

    ... dass das Geschlecht der Schildkrötenbabys von der Umgebungs-Temperatur am Nest abhängt - bei unter 29 Grad schlüpfen hauptsächlich Jungs, bei über 29 Grad werden es hauptsächlich Mädels, bei ungefähr 29 Grad ist der Wurf gemischt

    ... dass nur 1 von etwa 1000 Schildkrötenbabys bis ins Erwachsenenalter überlebt und fast immer an ihren Geburtsstrand zum Eierlegen zurückkommt, völlig egal was in den zurückliegenden 25 Jahren an diesem Strand passiert ist

    ... dass Adler ein Revier von einer Größe von etwa 600km überfliegen

    ... dass Adler zwar 2 bis 3 Eier legen, aber letztendlich nur das stärkste der Küken überlebt und die anderen Küken schon im Nest auffrisst - grausame Tierwelt!

    ... dass Koalas etwa 80% des Tages verschlafen ... den Rest benötigen sie zum Fressen

    ... dass die Babys von Känguruhs von den Australiern allesamt erstmal "Joey" genannt werden

    ... dass Krokodile unterschieden werden in Salzwasser- und Süßwasserkrokodile... die Freshis, wie sie von den Australiern liebevoll genannt werden, gibt es aber ausschließlich in den Flüssen und Seen Australiens

    ... dass Krokodile Kannibalen sind ... Also wenn die Kollegen hungrig sind und außer einem anderen kleineren Krokodil grad kein anderes Beutetier in der Nähe ist, dann scheuen sie sich auch nicht ihre Artgenossen zu verspeisen

    ... dass ein Krokodil bis zu 3h unter Wasser bleiben kann

    ... dass für das Schlüpfen von männlichen Krokodilen genau 31 Grad sein müssen - bei jedem Grad Differenz werden es Mädchen (und dann heißt es die Frauen wären wählerisch 😄)

    ... dass nur eine von 10.000 bis 15.000 "wilden" Austern eine Perle enthält ... das nennt man dann eine natürliche Perle

    ... dass Perlenschmuck getragen werden muss, da die Feuchtigkeit der Haut wichtig ist für das Material

    ... dass man zwischen echten Perlen und künstlichem Perlenschmuck unterscheiden kann, indem man die Perle an den Zähnen reibt: fühlt sich das Material rauh an, ist es echt, da der Perlenrohstoff und das Zahnmaterial ähnlich aufgebaut sind - fühlt es sich ganz glatt an, ist es industriell hergestellter Schmuck

    ... dass Perlen eigentlich nur eine Art Wucherung des Rohstoffs Perlmutt um einen Fremdkörper herum ist

    ... dass die RoadTrains hierzulande eine Länge von über 50m haben können, in manchen ausgewiesenen Gebieten aber "nur" 36,50m lang sein dürfen😯

    ... dass es ziemlich laaaaaaange dauert, bis ein RoadTrain mit 4 Anhängern einen anderen RoadTrain mit 4 Anhängern bei einer konstanten Geschwindigkeit (von beiden!!) von 105km überholt hat... ist aber kein Problem, weil man ja bis übermorgen sehen kann und Abzweige oder gar Ortschaften nur alle Jubel-Jahre mal vorkommen

    ... dass die Sonne in Australien "ihren Mittagslauf" eben nicht im Süden sondern im Norden nimmt... Jedenfalls haben unsere Berechnungen für möglichst viel Schatten für unseren Stellplatz nie hingehauen 😆

    ... dass die Kiwis in Australien einfach besser schmecken - wieso bloß???? 😂😂😂

    Bleibt zum Schluss nur noch eine Frage offen: die ganzen freundlichen Menschen, die dort leben wo andere Urlaub machen - wo machen die eigentlich Urlaub?????
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day31

    Abenteuer Australien ... leider vorbei

    November 30, 2015 in Australia

    So, die Koffer sind gepackt, die langen Hosen wieder ausgegraben, die festen Schuh wieder an den Füßen, Sonnenbrillen sind auch verstaut - es geht wieder Richtung Heimat.

    Den Vormittag haben wir noch in Perth's Zoo verbracht... aber eigentlich haben wir alle die spektakulären Tiere hier schon viel näher oder gar in natura gesehen! Aber wir genießen noch einmal die Sonne und die Zeit und erinnern uns an all die schönen, spannenden und abenteuerlichen Erlebnisse der letzten Wochen!

    Und dann geht's mit dem Bus wieder zurück zum Flughafen, wo wir nun auf unseren Rückflug warten.

    Hach... es war soooo scheeen! Und eins steht schon jetz ziemlich fest - es wird wohl nicht der letzte Besuch auf australischem Boden gewesen sein! 😉
    Einen Australien-Begeisterten mehr gibt's auf jeden Fall schon mal! 😎🇦🇺
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  • Day30

    Perth - eine Metropole wie jede andere

    November 29, 2015 in Australia

    Nach einer ruhigen Nacht ohne Mossies und Schwitzi-Britzi in den großen Betten durften wir zunächst ein solides Frühstück im Obergeschoss mit Blick auf den Swan River genießen.
    Dann startete die Großstadterkundungstour. Wir liefen zum Bootsanleger für die Fähren und stolperten nahezu über einen roten Doppeldeckerbus: warum nicht?! ...und schon waren wir zur Hop-on-Hop-off Stadtrundfahrt unterwegs. Mit dem Fahrtwind im Gesicht erkundeten wir die Sehenswürdigkeiten aus der leicht erhabenen Position. Einkaufsstraßen, Casino, Stadion-Großbaustelle, Kings-Park (ein ca. 4 Quadrat-km großer innerstädischer Park mit vielen australischen Baum- und Pflanzenarten), Mix aus Wolkenkratzern und 120 Jahre alten Backsteinbauten.
    Nach einer kurzen Cracker-Käse-Stärkung wurde der Nachmittag verbummelt.
    Zum Abschluss gabs nochmal Burger mit Chips in einem Restaurant, welches wie andere Fastfood-Läden 24h 7 Tage die Woche geöffnet ist.

    Bei einem nachmittäglichen Spaziergang in den mit dem Bus bereits durchfahrenen Park taucht hinter uns plötzlich - sehr zu Leo's Entsetzen - der Weihnachtsmann auf. Ab diesem Moment schaut Leo alle 2 Minuten über die Schultern, ob der alte Mann mit rotem Mantel noch da ist - so richtig geheuer ist ihm das Ganze nicht. Begleitet wird der Besucher aus dem hohen Norden von einer jungen Frau, ebenfalls im Kostüm... jetzt ist mir auch klar wo diese megakurzen Kostümchen für die Weihnachtsmann-Frauen herkommen ... nicht aus den skandinavischen Ländern!! 😆 Auf jeden Fall ist es schon eigenartig bei 30 Grad Weihnachtsschmuck in den Einkaufspassagen und Fensterläden zu bewundern und den Weihnachtsmann zu sehen!

    Und noch eine kurze Geschichte am Rande über "Die weltbeste Ausrede bei ungewollten Trotzreaktionen": nach einem nachmittäglichen Zwischenstopp im Hotel und kurzer Pool-Pause und Wetterbericht-Info im Haus-TV trifft der Plan, noch einmal loszugehen und dafür den Fernseher auszuschalten nicht gerade auf Leo's Wohlwollen. Auf die Frage hin, warum er jetzt eine kleine Trotzrunde beim Schuhe-Anziehen einlegt, kommt als Antwort: "ich ningel gar nicht rum. Ich freu mich nur soo sehr heut abend in einem Restaurant essen zu gehen, dass mir glatt die Tränen kommen!" Da bleiben doch keine weiteren Fragen mehr, oder?!😂
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  • Day29

    Upgrade in den obersten Stock

    November 28, 2015 in Australia

    Der Tag beginnt wie jeder der letzten Tage: mit der Frage, wie wir uns am besten und schnellsten abkühlen können. Der Pool!! Danach geht es heute eher ruhig weiter... Koffer und Rucksack werden neu gepackt, alles nicht mehr Benötigte verschenkt an Gleichgesinnte, Fächer und Taschen, Ecken und Ritzen unseres Obdaches der letzten knapp 4 Wochen ausgeräumt... dann ein letztes Mal in den Pool und ab geht's. In einer Werkstatt unweit des Campingplatzes stellen wir unseren Britzi wieder ab - mit 6.450km mehr auf dem Tacho als vor 4 Wochen! Es folgt der obligatorische Smalltalk mit dem netten Herren, der den Wagen entgegennimmt und uns ein Taxi bestellt und keine halbe Stunde später sind wir auf dem kleinen gemütlichen Flughafen in Broome und warten auf unsere Maschine nach Perth.

    In Perth angekommen geht's mit dem Bus in die Innenstadt, direkt in die Skyline der Metropole. Unser Hotel ist unmittelbar neben der ConcertHall, in der eine Abendveranstaltung zahlreiche Gäste in dunklen Anzügen und glitzernden Kleidchen zu extrem hohen Schuhen und funkelnden Brillianten versammelt. Im Foyer des Hotels prangt ein riesiger Kronleuchter von der Decke und der Herr hinter dem Tresen teilt uns mit, dass sie unser Zimmer "geupgraded" haben - aus Kapazitätsgründen 😉. Das bedeutet für uns, dass wir nun mit extra ausgewiesenen Fahrstühlen bis in die obersten Stockwerke des 15-Geschossers fahren dürfen, in denen sich die Club Etagen befinden. Dazu erhalten wir nun doch Frühstück, was wir nicht mit gebucht hatten, und einen einzigartigen Blick über die Stadt! Ein Blick in die Preisliste verrät uns, dass wir damit nun zu etwa 30% des Preises hier die beiden letzten Urlaubstage residieren dürfen!! Der Kulturschock könnte größer nicht sein! Auch unterscheidet das Erscheinungsbild massiv von dem Australien, dass wir die letzten 4 Wochen kenne gelernt haben - hier bietet sich uns eine geschäftige, moderne und schnellebige Großstadtszene. Kein roter Staub, keine faszinierenden wilden Tiere, keine Dreckstraßen, auch die Autos sind nicht mehr ausschließlich Pickups... selbst die Temperaturen scheinen dem europäischen Standard angepasst - es sind nur noch etwa 20 Grad und wir ziehen auf dem Weg zum Abendessen etwas Langes über. Das große Abenteuer dieses Urlaubs ist wahrscheinlich im heißen Norden und im Outback geblieben. Heute Nacht gibt es wieder für jeden ein richtiges Bett und reichlich Platz, es ist angenehm temperiert und auch sonst... wird das ein krönender Abschluss des Erlebnisses Australien sein!
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  • Day28

    Von Perlen, Dinos und dem Weg zum Mond

    November 27, 2015 in Australia

    Der letzte Tag mit dem Britzi-Mobil und damit der letzte Tag mit Allrad... Und das nutzen wir auch noch einmal. Für den Vormittag haben wir auf den Wunsch einer einzelnen Dame hin eine Tour auf einer Perlenfarm 30km vor den Toren Broomes gebucht. Hinfahren können wir aufgrund unseres geländegängigen Automobiles auf eigene Kappe... es geht abgesehen von den unbefestigten Strassen durch Wetlands - einen Bereich der mit hohen Fluten und im Rahmen der Regenzeiten überflutet wird und eine Art Mangrovenwald wachsen lässt. Der Weg ist mit roten Scheiben markiert was vermuten lässt, dass er zu bestimmten Zeiten nicht mehr als Weg erkennbar ist. Was uns erwartet ist ein kleines Anwesen, eingebettet in Mangroven, an einer azurblauen Lagune, versehen mit kleinen überdachten Balkonen und Terrassen, Palmen und blühenden Büschen. Ein junger Guide erklärt uns einiges über Austern, die Entstehung von Perlen und die verschiedenen Arten von Perlen. Er zeigt verschiedene Arten und Größen von Perlen und gibt ein Gefühl für die Werte der kostbaren Murmeln, die er durch die Hände der Zuhörer wandern lässt. Das schimmernde Material entlockt immer wieder dem ein oder anderen ein leises Raunen. Im Anschluss bekommen wir auf einem kleinen Boot einen Einblick in die praktischen Arbeiten auf einer Perlenfarm. Der letzte Teil dieser Tour verläuft cleverer Weise in den Verkaufsräumen des eigenen Juweliers... Es werden Musterstücke im Wert von mehreren 10.000 € an "freiwillige" Modelle bestückt. Wir hören, dass Perlenschmuck nicht gemeinsam mit den hauseigenen Diamanten in der Schatulle aufbewahrt werden sollten... damit sie keine Kratzer erhalten (wohl dem, wer solche Probleme hat 😆), dass echte Perlen regelmäßig getragen werden sollten, da sie die Umgebungs- und Hautfeuchtigkeit benötigen und dass sie nach dem Tragen mit einem Brillenputztuch (nur dass die es anders nannten) geputzt werden sollten.
    Nach einem Zwischenstopp im Pool auf dem Campingplatz machen wir uns auf die Suche nach den Spuren der großen Urzeitgiganten. Angeblich kann man am Strand vor den Toren Broome's bei ganz niedrigem Meeresstand Spuren von Dinosauriern in den Felsen sehen... Zum Glück ist dieser Ausflug mit etwas Kletterei über die Klippenfelsen verbunden... auf diese Weise rücken die Fußstapfen ein wenig in den Hintergrund. Mit viel gutem Willen können wir einen Abdruck eines Fußes oder ähnlich erkennen - wobei das für mein Empfinden etwas zu klein wäre. Aber als dann doch recht schnell die Flut die ersten Felsenreihen wieder in Beschlag nimmt "fliehen" wir wie die Piraten vor dem Wasser und sehen die Sonne am Horizont über dem Meer untergehen.
    Sobald der rote Ballon hinter den Wellen verschwunden ist setzen wir uns ins Auto und fahren an die andere Seite der Halbinsel und warten auf den Mond ... denn es ist Vollmond und wenn der mit besonders flacher Ebbe zusammenkommt kann man angeblich mit den aufgehenden Mond im nassen Sand vor dem Strand von Roebuck Bay das Spiegelbild des Mondes glitzern sehen und das soll aussehen, als würde eine Treppe zum Mond hinaufführen... deshalb nennen sie dieses Ereignis "stairway to the moon". Leider ist der Horizont ein wenig verhangen und ein kleines Spiegelbild zeigt sich erst wenn der Mond schon recht weit am Himmel steht. Toll anzusehen ist es allemal!!
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  • Day27

    Crocodile Dundee

    November 26, 2015 in Australia

    Nach der Empfehlung einer unserer Gastgeberinnen haben wir nach dem Aufstehen und Zusammenpacken noch ein Aquarium an der Kapspitze besucht. Eigentlich wollte Leo gerne Fische füttern. Wir waren überpünktlich und der gemütliche alte Besitzer schloss gerade auf und bastelte am Dieselgenerator.
    Das Aquarium typisch australisch: irgendwo im Nirgendwo, ein Typ, der bestimmt mehrere Jahre nichts anderes gesehen hat, aber sehr freundlich und redseelig, die Aquarien in Schuss, aber auch nur die!
    Er hat uns eine Weile herumgeführt und viel erklärt und dann noch seine Werkstatt zur Schmuckherstellung aus Muscheln gezeigt. Auf einmal fing er an, Leo kleine polierte Muscheln in der Form eines Fisches zu schenken. Auch für Dine war ein Armreif drin. Wir haben noch ein wenig geplaudert, als auch noch eine Kette mit Anhänger heraussprang. Ich fühlte mich genötigt, diese zu bezahlen - was durchaus auch gerechtfertigt ist für das schmucke Schmuckstück!
    Der Typ erzählte, wir wären heute bestimmt die einzigen Besucher. Hier läuft alles schon im Wet-Season-Modus (die Regenzeit steht an bzw im Landesinneren sind die Temperaturen unerträglich heiß)
    Nach dem Rückweg über erneut 80km unbefestigte Straße hatte uns die Zivilisation wieder.
    Noch ein kurzer Besuch im Visitor-Center zur Planung für morgen, dem Einchecken auf dem nächsten CP (musste unbedingt mit Pool sein) und einem Stück zuckersüßer Melone machten wir uns noch auf den Weg in den Malcolm Douglas Wildlife Park.
    Hier werden ca. 400 Krokodile gehalten, hauptsächlich zur Gewinnung für Leder ("für Europa") aber auch viele eingefangene Krokodile genießen ihr Gnadenbrot. Dies kann sich einige Jahre hinziehen. Crocs können bis 100 Jahre alt werden.
    Los ging die Fütterungstour mit 7 Monate alten Babies zum Auf-dem-Arm-halten und einer ausführlichen Erklärung unseres selbstbewußten Guides. Dann sind wir die Gehege der "Salties", Alligatoren, "Freshies" (Süßwasserkrokodile - endemisch in Australien) und der eingefangenen Bestien mit deren Frauen zur Fütterung abgegangen. Ziemlich beeindruckend.
    Zurück am CP haben wir nach einer Runde Pool mit Smalltalk einer Urlauberfamilie aus Melbourne damit begonnen, die Kühltruhe und das Vorratsfach zu leeren, da morgen die Küche kalt bleiben soll. Die noch verschlossene Packung Nudeln wurde an andere Reisende verschenkt.
    Es ist leider abends noch so warm für kurze Hose und auch Frau Fuchs hat seit einigen Tagen die obligatorische abendliche Strickjacke weggepackt. Nur nachts im Camper könnte es ruhig 10 Grad kälter sein. Aber man kann nicht alles haben.
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  • Day26

    Australien ... Land der Soziophobie

    November 25, 2015 in Australia

    Der Mond scheint über der ruhig vor sich hin plätschernden See am Cape Leveque, 200km nordwestlich von Broome, von sternenklarem Himmel über einen menschenleeren rotsandigen CampGround. Das Ende der Welt...

    Aber von vorn:
    Die Nacht war tropisch warm bei - wenn überhaupt - knapp unter 30 Grad. Unser nicht klimatisiertes Auto lässt wenig Schlaf zu und am Morgen gibt es nur einen sinnvollen Gang um das klebrige schweißgebadete Gefühl loszuwerden: DER POOL! Der ist zwar auch etwa huschelige 28 Grad, aber wie schon einmal festgestellt: im Wasser schwitzen ist irgendwie cooler💦
    Wir verlassen Broome noch einmal und begeben uns auf den Weg zum Cape Leveque. Die ursprüngliche Idee, noch einen Abstecher ins Inland zu machen und doch noch die ersten Regionen der Kimberleys zu erkunden, verwerfen wir doch. Geführte Touren gibt es nur bis Ende Oktober und Anfang Dezember werden die meisten Straßen ohnehin gesperrt... Hitze und die Gefahr von plötzlichen Stürmen und sintflutartigen Regengüssen raten von einem Ausflug eher ab!
    Der Weg zum Cape führt knappe 80km über unbefestigte Straße, von der die vorher befragten Urlauber über ihre Beschaffenheit schlicht und ergreifend "rough" zu sagen übrig haben 😂 Und das Wort ist sowohl in der Übersetzung als auch im Klang genau das, was auf die Straße zutrifft!!
    Auf halber Strecke biegen wir kurz Richtung Küste ab - zur Beagle Bay. Hier finden wir mitten im feuerroten Sand eine blütenweiße kleine katholische Kirche. Drinnen ist die komplette Kirchenausstattung - Altar, Seitenaltäre, Bilder, selbst sie Fensterlaibungen - mit den verschiedensten Muscheln verziert. Sogar die Schalen für Weihwasser an allen Eingängen sind aus großen Muscheln, die ins Mauerwerk eingelassen sind, und darinnen liegen große Muscheln, die aussehen wie Schneckenhäuser und zum Schöpfen von Wasser genutzt werden. Sehr beeindruckend!!
    Es geht weiter Richtung Landspitze... nach dem Abzweig zum Cape dann nur noch über recht tiefen Sand! Am CampGround angekommen können wir aus den vorhandenen Stellplätzen frei wählen... wir sind die einzigen Camper hier. Der Platz besteht, wie alles andere auch, aus rotem Sand, bietet aber reichlich Schatten durch große PaperBarkTrees. Duschen und Toiletten sind genau so, wie man es von dieser verlassenen Gegend erwartet: überall offen und einfach - aber sauber und das Wasser ist nicht salzig!
    Nachdem wir unser Auto platziert haben machen wir uns auf den Weg zum WestStrand... von dem aus wir an einem absolut unberührten, leeren, breiten und faszinierenden Strand entlang rund um die Halbinsel über eine kleine Felskletterpartie vorbei an Krebsen und anderem Krabbelgetier an den Oststrand - der ebenfalls zum CampGround gehört - spazieren. Leider ist der Badestrand aufgrund der Gezeiten einem Felsstrand gewichen... 😏
    Orientiert am Leuchtturm auf dem Cape steigen wir zurück auf die kleine Anhöhe des Campingplatzes vorbei an den bereits mit der Hauptsaison geschlossenen Teilen des Platzes. Wir bestauen die (leider nicht mehr angebotenen) Zelte, die auf Holzpodesten aufgebaut sind und mit Betten und allem möglichen Schnickschnack ausgestattet werden und einen eigenen Balkon aufs Meer hinaus haben. Diese Zelte können an Vorder- und Rückseite bis auf Netze geöffnet werden und bieten mit Sicherheit ein nettes Meereslüftchen und einen geruhsamen Schlaf bei Rauschen der Wellen. ABER: zum einen sind diese Locations bereits abgebaut und zum anderen sind sie mit 275AUS$ quasi beinahe unbezahlbar! Aber toll sind sie bestimmt trotzdem! Naja... wenn wir mal groß sind, wah?! ☺️😉
    Und nun gab's Nudeln mit Tomatensoße auf einer schicken kleinen Holzterrasse vorm Meer bei Sonnenuntergang und absoluter Stille - also fast... Leo's Geschnatter macht auch vor dieser Abgeschiedenheit keinen Halt!!
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  • Day25

    Broome.. Zwei Tage zu früh

    November 24, 2015 in Australia

    Nach weiteren 380km "geradeaus" nahezu ohne weitere Autos - nicht einmal die Roadtrains gibt es westlich von Port Hedland noch - durch die australische Einöde erreichen wir Broome... Zu früh! 😆

    So ist das, wenn man ohne richtig festen Zeitplan über längere Zeit durch die Gegend reist kann es durchaus passieren dass man mit den Daten etwas durcheinander kommt. Eigentlich waren wir der Meinung den Rückflug nach Perth am Freitag zu nehmen und wollten die 2 übrigen Tage in und um Broome verbringen. Ein Blick in die herausgekramten Unterlagen aber verrät dass wir erst am Samstag mit dem Flieger Broome verlassen müssen. Deshalb entscheiden wir kurzerhand, den Campingplatz mit diesem riiiiieeeesigen Pool doch noch mal zu verlassen. Die Idee noch eine Runde in die Kimberleys zu fahren redet uns die Dame an der Touristeninformation aus - zu heiß! Aber wir haben uns ein anderes Ziel gesucht, bevor wir übermorgen dann tatsächlich an der letzten Station unserer Reise - Broome - ankommen.
    Was wir bislang von Broome gesehen haben ist nicht viel: den Pool am Campingplatz, das Einkaufszentrum, Chinatown mit vielen kleinen vergitterten Lädchen und ein Blick auf den Hafen... Und den Flughafen, denn der ist mitten im Ort!!! Und viele viele Aboriginies!
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  • Day24

    Ziel: Eighty Mile Beach

    November 23, 2015, Indian Ocean

    Der Tag beginnt genauso warm und drückend, wie der gestrige endete... Und deshalb ist auch heute der erste Weg der Sprung ins (kühle) Naß!

    Gleich danach geht's wieder auf den Highway - jetzt westwärts. Wir teilen die 600km nach Broome und fahren heute nur etwa die Hälfte.. Zwischenstopp am Eighty Mile Beach. Der Lonely Planet (unser Reiseführer - danke Judith! 😉) verspricht uns hier einen schattigen schönen Campingplatz mit warmen Duschen (braucht kein Mensch bei 4tGrad!😄) und direkt im Anschluß einen tollen weißen Sandstrand... der sich in der Folge über 80 Meilen zwischen Port Hedland und Broome erstreckt.

    Der Highway verläuft im Inland abseits der Küste und durch karge, triste und trockene Steppenlandschaft. Irgendwo zwischendrin fahren wir durch einen Buschbrand mitten hindurch. Das dürre feine Gras steht lichterloh in Flammen und wir fragen uns, warum unmittelbar vor der Regenzeit Vegetation abgebrannt wird. Später berichtet uns ein anderer Reisender daß die Feier höchstwahrscheinlich nicht gelegt wurden sondern durch einen der Blitze des gestrigen Gewitters entfacht wurde. Die Regierung hält es offensichtlich für günstiger die "kleinen" Feuer brennen zu lassen als aufwändige Löscheinsätze zu starten. So oder so... ein ungutes Gefühl ist es allenfalls diese lodernden Landstriche zu durchfahren.
    Der Abzweig zum Campingplatz schickt uns wieder auf eine unbefestigte Straße, auf der wir den Streifen zwischen Highway und Meer durchqueren. Der Platz ist tatsächlich niedlich angelegt und bietet reichlich Bäume für einen schattigen Platz. Die Wärme konnten wir noch nicht abstellen... Entsprechend hocherfreut sind wir über die Feststellung dass die Duschen auch kaltes Wasser bieten, wenn man "kalt" aufdreht - das ist eine Seltenheit!!!
    Nach einem Nachmittag mit Faulenzen und Eisschlecken im Schatten, Muscheln waschen und mit Wasser matschen gibt es heute nach Sonnenuntergang noch eine Nachtwanderung am rauschenden Meer. Dieser Strand ist bekannt für die Schildkröten, die hier in der Zeit zwischen Oktober und April ihre Eier im Sand vergraben. Schon gestern waren wir ja ziemlich fasziniert. Die Flut ist heute hier etwas später und der Strand wesentlich entlegener. Der Mond ist beinahe als Vollmond am Himmel zu bewundern und erhellt uns den Strand und die weiß schäumenden Wellen. So richtig glauben können wir nicht dass wir noch einmal ein solches Glück haben werden... obwohl wir bereits am Nachmittag deutliche Spuren der vergangenen Nächte sehen konnten. Wir setzen uns also an den Strand und schauen aufs Meer ... und warten... ganze 5 Minuten. Höchstens! Da müht sich unmittelbar vor uns aus den Fluten ein dunkler Fleck an den Strand. Wir bleiben ruhig und still (zumindest fast still 😂) sitzen und lassen das behäbige Tier langsam auf uns zukriechen. Ich nahm an, es würde uns als ein Hindernis erkennen und dann irgendwann einmal wenigstens ein klein wenig einlenken... schlussendlich rutschen wir 1m zu Seite und lassen die Schildkröte in einer Armlänge von uns entfernt ihren Weg hin zum Übergang zwischen Düne und Strand nehmen. "Ich kann sie sogar atmen hören" .. das sind Leo's Worte! Da war er mal kurz still 😆
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  • Day23

    "36 Grad und es wird noch heißer"

    November 22, 2015 in Australia

    39 zeigte die Quecksilbersäule heute an... Aber angefühlt hat es sich wegen stehender Luft wie Mitte/Ende 40Grad. Ich hätte nicht geglaubt daß dieser Moment so wirklich eintreten würde, aber SELBST MIR IST ES HEUTE HIER ZU WARM GEWESEN! (Nadine)
    Nach einer schwülwarmen Nacht geht der erste Weg des Tages in den Pool - wobei von Abkühlung dabei nicht die Rede sein kann! Aber es schwitzt sich einfach angenehmer in Wasser 😂 und es klebt nicht alles so extrem dabei 😆

    Heute steht ohnehin per se nichts auf dem Speise- ähh Reiseplan... daß es dann allerdings soo unproduktiv wird war zuvor nicht abzusehen! Schon 10Uhr morgens freuen wir uns auf eine ausgiebige Einkaufsrunde im ShoppingCenter in der Stadt... denn das ist klimatisiert! Und wir gehen jeden einzelnen Gang ab!! 😂
    Danach bestaunen wir den Hafen, der im Stadtplan extra einen Ort vorsieht von dem aus das Be- und Entladen der großen Schiffe mit Eisenerz über Förderbänder und das Ein- und Ausfahren der Frachter aus dem Hafengelände mit mehreren Lotsen besonders gut beobachtet werden kann. Klingt zwar erstmal doof - ist aber ziemlich beeindruckend für Landratten wie uns. Als uns aber auch hier selbst im Schatten jede einzelne Bewegung zu viel wird und die Schweißperlen ohne jedes Zutun übers Gesicht rinnen entscheiden wir uns noch eine kurze Runde durch das Stadtzentrum und den Südteil des Ortes zu fahren. Ein zweites Einkaufszentrum muss uns eine Verschnaufpause verschaffen und das internationale "goldene M" offeriert das 2.Eis des Tages! Zurück auf dem Campingplatz rettet dann der Sprung in den Pool. Außerdem haben wir das Gefühl eine dicke Schicht aus rotem Staub von der Haut waschen zu müssen.
    Die komplette Stadt wird von einem monotonen Rotton beherrscht... was nicht ohnehin schon in Erdtönen erbaut oder angestrichen ist hat sich im Laufe der Zeit eine rostähnliche Farbe angeeignet! Und die hat man dann auch an Händen, Füßen, im Gesicht und an den Klamotten... egal wohin man greift oder tritt! Passend dazu ist auch in ziemlich jeder der Einfahrten der kleinen Häuser ein großer 4WD-Pickup mit gelben Neonaufklebern zu finden, die die Minenfahrzeuge oder Hafenarbeiter fahren. Die ganze Stadt befindet sich scheinbar in einem System rollender Woche ... und das rund um die Uhr! Und das bemerkenswerteste ist: die Minen- oder Hafenarbeiter tragen komplett lange Kleidung und knöchelhohe feste Arbeitsschuh und Hut - die Jungs müssen zergehen vor Hitze!! Und sie sehen (fast) alle aus wie die Schornsteinfeger... nur halt rot!

    Kurz vor Sonnenuntergang steht dann doch noch ein Punkt auf dem Programm: auf den Rat des Campingplatz-Wartes hin fahren wir wenige Kilometer entfernt an einen Strand. Es ist ziemlich genau zu Sonnenuntergang Flut und angeblich kommen da besonders viele Schildkröten an den Strand um ihre Eier abzulegen und im Sand einzugraben... mitten im Ort und umringt von hunderten Besuchern! Und genau das Spektakel haben wir uns angeschaut! Wie dumm müssen diese Tiere eigentlich sein inmitten von Menschen unmittelbar neben dem wichtigsten Hafen Australiens und eine Steinwurf entfernt von einer Wohnsiedlung ihre Eier mitten auf dem Strand einzugraben ... nicht mal irgendwie in den Dünen oder so! Nein, 15m raus aus dem Wasser, Eier im Sand vergraben, zurück ins Meer! Nach mir die Sintflut!
    Es ist ziemlich beeindruckend zu sehen wie schwerfällig diese riesigen Panzer an Land sind - wo wir doch erst vor ein paar Tage Mühe hatten, sie im Meer so richtig zu Gesicht zu bekommen!

    Für heute Nacht sagt der Wetterbericht die sagenhafte Abkühlung auf 29Grad an. Ich beneide heute alle, die sich in klimatisierten Wohnmobilen erholen können 😄

    Morgen verlassen wir die Zivilisation noch einmal - aber nur für einen letzten Tag am Strand!
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