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  • Day2

    Hafen Dömitz

    May 19 in Germany

    Wir freuen uns noch so unproblematisch einen Platz für die Nacht gefunden zu haben. Dazu noch mit Blick auf den Hafen. Nur mit Internet und Fernsehempfang sieht es schlecht aus. Wunderbar. Ein Abend zum Entschleunigen nach den hektischen Tagen. Also erst einmal Füße hoch und Stille genossen. Dazu brauche ich draußen allerdings eine Decke, denn das Wetter hat noch nicht auf den Ferien- und Urlaubsmodus umgeschaltet. Unter den hohen Bäumen ist es ziemlich schattig und die Optik lässt auch zu wünschen übrig. Aber wir sind ja nicht umsonst unterwegs. Wir, das heißt eigentlich mehr ich, ich will auch noch etwas von der Umgebung sehen. Michael kann ich nur zu einem Gang über den Stellplatz überreden, der gut gefüllt auf zwei Ebenen Wohnmobile beherbergt. Aneinandergereiht wie Perlen auf einer Kette stehen sie hintereinander. Das hat den Vorteil, das alle rechts und links freien Blick haben. Niemand muss die weiße Wand des Nachbarmobils anschauen.
    Hier hat jemand richtig Geld in die Hand genommen und aus einem alten Gebäude im Hafen ein Hotel mit Stellplatz gemacht. Dort im Hotel an der Rezeption habe ich uns bei der Ankunft auch angemeldet. Im Hotel befinden sich die sehr gepflegten Sanitärräume und sogar Waschmaschine und Trockner sind vorhanden.
    Im Außenbereich staune ich über eine Beachanlage mit Pool, die auch den Wohnmobilisten zur Verfügung zu stehen scheint. Heute aber ist hier "Tote Hose". Es ist viel zu kalt . Ich unternehme einen Spaziergang durch den Ort. Gegenüber des Hafens befinden sich diverse Discounter. Eine Schleuse mit einem kleinen Sportboothafen schaue ich mir näher an. Dort am Sportboothafen befindet sich ein weiterer schöner Stellplatz auf einer Wiese. Gegenüber grast eine Schafherde und betreibt Naturschutz. Neben dem Hafen ist ein kleines Gastronomiezentrum. Nur der Pizza/Dönerladen und die Eisdiele haben bereits geöffnet. In den anderen Lokalen und Läden wird noch auf die Saison hin gearbeitet. Im Ort mit seinen historischen Backsteinbauten herrscht vollkommene Ruhe. Die Bürgersteige scheinen hochgeklappt zu sein. Hin und wieder fährt ein Campingfahrzeug durch die engen Straßen auf der Suche nach einem Stellplatz. Ich überquere die Brücke zum Ort und kann auf einem idyllischen Spazierweg wieder zurück zum Hafen gelangen. Die Festung Dömitz muss ich mir ein anderes Mal anschauen, denn es ist inzwischen nach 20 Uhr. Bei all den schönen Eindrücken habe ich das Knurren und Kneifen meines Magen ignoriert, der jetzt unüberhörbar nach Arbeit verlangt. Das kann er schnell haben. Mit leckerem Döner bepackt, kehre ich beschwingt von der derzeitigen Natur, zum Wohnmobil zurück. Das freut nicht nur meinen Magen. Auch wenn vor lauter Beschwingtheit die Döner beim Transport gelitten haben, schmecken sie köstlich. Nach etwas Schreiben und Lesen gehts ab ins Bett. Mal schauen wohin der Weg uns morgen führt.
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