RoSa

Schreiben, das bedeutet für mich, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. In meinen Reisetagebüchern nehme den Leser gern mit auf die Reise und lasse ihn am Tagesablauf, an Stimmungen, Ideen und Begegnungen, Eindrücken teilhaben.
Living in: Löhne, Deutschland
  • Day16

    Heimweg und Fazit

    October 27 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C

    Und hier unsere Fahrt in Daten:
    -gefahrene Kilometer: 1640
    - gesamt Fahrzeit: 22,43 Stunden
    - Dieselverbrauch auf 100 km: 11,6 Liter

    Das waren unsere Stellplätze:
    -Stellplatz in Wipfeld am Main
    -Campingplatz am Pilsensee in Seefeld
    -Camping Burg am Staffelsee in Murnau
    - Stellplatz Kelheim in Kelheim an der Donau
    -Stellplatz Volkach am Main

    Rückfahrt:
    Die Winterzeit hat dafür gesorgt, dass wir heute morgen ziemlich pünktlich den Rückweg starten konnten. Bereits um 9.00 Uhr sind wir unterwegs und haben bereits alle dafür notwendigen Tätigkeiten erledigt. Das Ankoppeln des Hängers gelingt immer schneller, selbst hier auf dem Stellplatz, auf dem die Fahrzeuge doch etwas enger stehen. Wir haben im Vorfeld lange überlegt, ob wir den Roller überhaupt in dieser Jahreszeit mitnehmen sollen. Doch das Wetter hat uns in die Hände gespielt und wir haben viele schöne Fahrten machen können. Während wir bei strahlendem Sonnenschein aufgebrochen sind, wird die Wolkendecke gen Norden immer dichter und zum Schluss ist sie geschlossen. Wir müssen noch einmal tanken. Kurz vor der A7 fahren wir ab und auf einen Autohof. Hier ist der Diesel fast 10 Cent günstiger. Die Dieselkosten verschlingen den größten Teil des Reisebugets. Wenn noch Maut oder Fähren dazu kommen, steigen die Fahrtkosten ziemlich schnell hoch. Bei dieser Tour wollten wir nicht ganz so viele Kilometer machen, wie wir es Frühjahr nach Spanien und im Sommer ins Baltikum gemacht haben. Aber wenn wir Zuhause sind, stehen doch wieder 1640 km mehr auf dem Tacho.
    Die geschlossene Wolkendecke öffnet sich.Der Regen von dem wir zwei Wochen verschont geblieben sind, scheint auf einmal auf die Autobahn zu fallen. Kein schönes Fahren. Erst auf den letzten 50 km wird es wieder besser. Es ist 13.30 Uhr als wir Zuhause vorfahren. Dieses Mal muss das Wohnmobil komplett ausgeräumt werden, denn es geht jetzt ins Winterlager. Erst am 1. März beginnt die Wohnmobil-Saison wieder. Dann aber mit viel Zeit und in Richtung Süden.
    Die zwei Wochen Herbstferien sind wie im Flug vorbeigegangen. Wir haben wieder viel gesehen und erlebt. Nicht zuletzt ist es auch dem traumhaften Wetter zu verdanken, dass uns diese Fahrt recht warm und farbenfroh in Erinnerung bleibt. Michael war wie immer ein souveräner Fahrer, sei es mit dem Wohnmobil oder mit dem Roller und es hat keine gefährlichen oder stressigen Situationen gegeben. So sind wir dankbar, dass auch diese Fahrt ohne Unfall oder anderen Unannehmlichkeiten verlaufen ist und haben nun etwas Zeit, die nächste Fahrt zu planen.
    Bayern als Urlaubsland hat uns super gut gefallen. Wir sind nicht das letzte Mal dagewesen.
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  • Day15

    Abtei Münster Schwarzach und Dettelbach

    October 26 in Germany ⋅ ☀️ 15 °C

    Noch einmal gibt die Sonne alles, um uns einen schönen Herbsttag zu bescheren. Langsam schiebt sie den Dunst vom Main und lässt die Blätter der Bäume golden leuchten. Ein Tag, wie gemacht für eine Radtour durch Felder und Weinberge. Und da sagt mein Mann, er möchte am liebsten heute schon nach Hause fahren. Aber er lässt sich schnell umstimmen. Es wird heute wahrscheinlich der letzte schöne Herbsttag vor Beginn des nasskalten Novemberwetters sein und .....für das nächste Vierteljahr, der letzte Tag im Wohnmobil. Wenn wir Zuhause sind, geht das Womo bis zum März ins Winterlager.
    Nein , diesen letzten Tag müssen wir noch mit allen Sinnen genießen.
    Wir trödeln nach dem Frühstück noch ein wenig herum, bis die Temperaturen zweistellig sind und dann radeln wir Richtung Schwarzach. Das Kloster und die Abtei haben wir gestern bei der Herfahrt schon gesehen. Ein mächtiges Bauwerk, das uns neugierig gemacht hat. Die Radwege sind gut ausgeschildert und wir fahren ein Stück am Mainkanal entlang, bevor wir durch eine Obstbaumallee mit gestifteten Obstbäumen kommen. An einem Bauernhof stehen Tüten mit Walnüssen. Die Tüte für 2 Euro. Da nehmen wir doch gleich 3 Tüten mit. Weihnachten kommt schneller als man denkt. Ein Stückchen weiter kommen wir an einem Apfelbaum vorbei, der voller kleiner, roter Äpfel hängt. Ich fange an zu pflücken. Michael hilft mit. Wunderschöne kleine Dekoäpfel. Als wir an einem Kürbisstand vorbeikommen und ich wieder halte, dieses Mal allerdings nur um zu fotografieren, hat Michael schon die Befürchtung, dass nun auch noch die dicken Kürbisse mit sollen.
    In Schwarzach angekommen, besichtigen wir die Basilika. Nach den vielen Prunkkirchen in Oberbayern ist diese Kirche sehr schlicht, dafür aber riesig groß.
    Als wir weiterfahren, sehen wie die ersten Radler und Ausflügler schon in den Biergärten sitzen. Von Schwarzach geht es weiter nach Dettelbach, ein kleiner, verwinkelter Weinort mit historischem Rathaus. Ganz oben am Stadttor ist ein kleines Café mit schönem Blick hinunter auf den Ort und den Main. Hier kehren wir ein, bevor es die 20 km wieder zurück nach Volkach geht.
    Der Platz ist ziemlich voll geworden. Überall vor den Mobilen sitzen die Menschen in der Sonne. Auch wir holen die Stühle vors Mobil an den Main und lassen uns noch einmal von der Sonne verwöhnen, bis sie untergeht. Ein Spaziergang durch die Stadt, vor dem Rathaus spielt gerade eine Blaskapelle aus Südtirol, beenden diesen wunderschönen letzten Urlaubstag.
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  • Day14

    Und zum Schluss noch einmal Main

    October 25 in Germany ⋅ ⛅ 9 °C

    Bleiben oder fahren? Diese Frage stellten wir uns heute beim Frühstück. Fragen wir einmal die Wetterkarte. Na ja! Nicht gerade berauschend. Können wir das besser haben? Bad Staffelstein? Ne.....Wolken! Würzburg? Wolken! Aber über dem Main sieht es gut aus. Ok! Dann aber dieses Mal direkt nach Volkach. Um 11.00 Uhr sind wir unterwegs und die Sonne begleitet uns. Wir fahren immer entlang der Donau. Bad Abach kommt in Sicht. Auch hier haben wir Radtouren u. a. nach Regensburg gemacht, erinnere ich mich. Michael kann sich nicht erinnern. Da müsse er wohl nicht dabei gewesen sein, so sein Kommentar, als wir am Heinrichturm vorbeifahren. Kurz vor Regensburg geht es auf der A3 Richtung Nürnberg und Würzburg. Unterwegs gibt es Probleme: Der Fahrer kann nicht halten, um Pipi zu machen. Alle Parkplätze voller LKWs. Wir kommen nirgendwo zum Stehen. Auf einem Parkplatz steht sogar ein LKW so in Lauerstellung, daß wir überhaupt nicht an ihm vorbei können. Als dann ein LKW wegfährt, macht er endlich Platz und wir können unser Hinterteil aus der Zufahrt nehmen und den Parkplatz unverrichteter Dinge wieder verlassen. Beim 4. angefahrenen Parkpatz finden wir endlich eine Lücke. Wir sollten mal über eine Pipiline zum WC nachdenken ;-) .
    In Volkach fahren wir ab. Auf dem Stellplatz am Main ist nicht viel los. Wir können uns einen schönen Platz direkt am Fluß aussuchen und haben keine Probleme, Platz für den Hänger zu finden. Mal wieder hält sich die Sonne nicht an ihre Abmachung. Es ist bewölkt. Wir trinken Kaffee und ich mache einen ausgedehnten Spaziergang in, um und durch den Ort. Als ich zum Womo zurückkomme, ist endlich auch die Sonne da. Wie sitzen eine Zeit am Fluss und schauen den Schiffen zu, die vorbei schwimmen. Dann gehen wir in das Einkaufszentrum, das nicht weit entfernt vom Stellplatz angesiedelt ist und besorgen noch fehlende Mitbringsel. Auf dem Rückweg durch die Altstadt kehren wir im Weinlokal gegenüber dem historischen Rathaus ein. Bei einem Glas Frankenwein/Weißbier sitzend beobachten wir nicht nur die untergehende Sonne, die einen rosaroten Himmel zaubert, sondern auch die vorbei eilenden Menschen und Autos. Die Autos sind in den engen Gassen der Altstadt wirklich störend. Es ist fast dunkel, als wir entlang des Mains zum Wohnmobil zurückgehen. Heute gibt es zum Abendbrot Kelheimer Pizza Teil 2.
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  • Day13

    Statt Landshut dann Kelheim a.D.

    October 24 in Germany ⋅ ☁️ 10 °C

    Gestern Abend haben wir noch länger über den weiteren Verlauf unserer Bayernreise diskutiert. Ich wäre gern noch mit der Zahnradbahn auf den Wendelstein gefahren und hätte eine Nacht auf dem dortigen Parkplatz akzeptiert. Michael möchte schon in Richtung Norden starten. Wir einigen uns auf eine schöne bayerische Stadt, die wir noch nicht kennen, aber mit einem vernünftigen Stellplatz bei dem schönen Wetter. Keinen gemischten Parkplatz, wo die PKWs unter die Markise fahren. Nach langem Hin- und Her soll es dann Landshut sein. Da kann ich ein wenig auf "Eberhofers Spuren" wandeln. Rita Falk lässt grüßen. Wir haben uns daher einen kleinen Campingplatz, ausgesucht, der auf einer Insel in der Isar liegt und recht "schnuckelig"aussieht.
    Um 10.00 Uhr haben wir entsorgt, bezahlt und "tschüss" gesagt und sind " on the road" entlang des Chiemsee und durch Oberbayern. Auf der 299 geht es immer entlang der Alz, einem Fluss, von dem ich noch nie was gehört habe. Dann weiter über Altötting, Vilisburg auf Landshut zu. Je weiter wir nördlich fahren, um so nebliger wird es. Bald hat der Nebel die Sonne ganz verscheucht. Aber am Nachmittag soll sie wiederkommen. Es ist kurz nach 12.00 Uhr, als wir vor der geschlossenen Schranke des wie ausgestorben wirkenden Campingplatzes stehen. Die Rezeption ist geschlossen und ein Schild weist Ankömmlinge darauf hin, dass auch nur zwischen 15.00 Uhr und 18.00 Uhr geöffnet wird. Was nun? Wir schlendern über den kleinen Platz direkt an der Isar. Platz gibt es reichlich, denn außer zwei Wohnmobilen und vielleicht einer Handvoll Dauercampern ist der Platz leer. Wir versuchen bei der Betreiberin, die direkt neben der Rezeption wohnt, uns durch Klopfen, Klingeln und zum Schluß auch durch Telefonieren bemerkbar zu machen. Keine Reaktion. Sollen wir jetzt 3 Stunden vor der geschlossenen Schranke stehen bleiben? Ich klopfe bei den Wohnmobilen und den Dauercampern. Niemand da, der uns mit seiner Karte schon einmal auf den Platz lassen könnte. Da kommt ein älterer Herr mit seinem PKW zurück. Ich spreche ihn an und schildere ihm unsere Situation. Er würde uns gern helfen, aber er hat schon einmal jemanden auf den Platz gelassen und dann großen Ärger bekommen. Die Betreiberin wäre Zuhause und würde das mitbekommen. Sie wären hier sehr streng. Wir wollen den älteren Herren nicht in Gewissenskonflikt bringen. Außerdem ist uns bei dem Verhalten der Betreiberin auch die Lust vergangen, hier zu bleiben. Solch ein Verhalten kann man wirklich nicht verstehen. Während sich überall die kleinen Plätze um Wohnmobile bemühen, scheinen die es hier nicht nötig zu haben. Schade, denn der Platz ist schön gelegen.
    Wir koppeln den Hänger ab und drehen das Wohnmobil vor der Schranke. Und jetzt ? Auf die Schnelle wählen wir Kelheim an der Donau. Die Stadt erfüllt unsere Anforderungen: Sonne, kleines Städtchen, Fluß und einen vernünftigen Stellplatz.
    Eine gute halbe Stunde später sind wir dort und stehen direkt hinter dem Deich zur Donau. Aber Michael meint, dass das nicht der Platz ist, denn er herausgesucht hat. Ist er auch nicht. Wenig später endecken wir den neuen Stellplatz ein kleines Stück dahinter und setzen noch einmal um.
    Leider hat sich die Sonne nicht an die Vereinbarung mit Wetter Online gehalten, um 14. 00 Uhr aufzutauchen. Wahrscheinlich wurde sie von dem hartnäckigen Dunst am Erscheinen gehindert. So sieht man im Verlauf des Nachmittags immer nur kurz einmal ein paar Sonnenstrahlen.
    Irgendwie kommt mir das alles hier sehr bekannt vor, und spätestens beim Bummel durch die Altstadt und entlang der Donau bemerke ich, dass wir hier vor einigen Jahren schon einmal waren und mit dem Fahrrad zum Donaudurchbruch und zum Kloster Weltenburg geradelt sind. Und auch schöne Radtouren bereits an der Altmühl, die an dieser Stelle in die Donau fließt, gemacht haben. Nur mit einem Donau- Schiff sind wir noch nicht gefahren. Beim ausgiebigen Stadtbummel in der Altstadt bemerke ich, dass es viel Leerstand gibt. Das Problem aller kleinen Städte mit großen Einkaufszentren am Stadtrand. Der Drogeriemarkt Müller wirkt mit seinem 70ger Jahre Bau mitten in der Altstadt mit den schönen bunten Häuser, wie ein gestrandetes Ufo, das man an der Kirche festgebunden hat.
    Mit dem Herrn aus dem Lottoladen, in dessen Schaufenster ich interessante Bilder entdecke, komme ich ins Gespräch über Kelheim. Die Bilder sind von seiner Tochter, die Kunst studiert hat und nun in Frankreich lebt.
    Es dämmert schon, als ich zurück zum Wohnmobil komme. Der Platz hat sich noch gut gefüllt.
    Zur Abwechslung wollen wir heute einmal eine Pizza essen, in der Pizzeria im Sportzentrum direkt hinter dem Platz.
    Als wir gegen 19.00 Uhr im Lokal ankommen, ist es rammel voll. Den Grund bemerken wir, als wir unsere Pizzen bekommen: das sind mit Abstand die größten, die wir jemals auf dem Teller hatten und sie schmecken fantastisch. Jeweils die Hälfte davon wandert im Pappkarton verpackt später mit ins Wohnmobil. Die schmecken morgen auch noch.
    Ob wir morgen noch bleiben oder weiterfahren, vertagen wir auf den nächsten Tag und machen es vom Wetter abhängig.
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  • Day12

    Marquardstein- "Schloßherrinnenspezial"

    October 23 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Ein Blick aus dem Womofenster heute morgen und ich sehe ...nix. Nebel hüllt den ganzen Stellplatz und die Berge ein. Also wieder hinein ins Bett mit einem Kaffee und es sich gemütlich gemacht. Man verpasst ja nichts. Eine Stunde später hat die Sonne den Nebel verdrängt. Wir frühstücken draußen, begleitet von zünftiger bayerischer Akkordeonmusik vom Nachbarmobil. So fängt ein Urlaubstag doch wirklich schön an. Nach dem Frühstück drehen wir mit dem Roller eine kleine Runde durch Übersee und schauen uns auch den nicht weit entfernten städtischen Stellplatz von Schmidt an. Auch hier gibt es sehr schöne Plätze. Jedes Mobil hat eine eigene Grünfläche vor der Tür.
    Dann geht es zum Edekamarkt. Es ist schon erstaunlich, was alles in unser Rollercase hineinpasst. Ich habe mich ordentlich mit bayerischen Spezialitäten eingedeckt.
    Nachdem wir unseren Einkauf im Womo verstaut haben, soll es auf eine Radtour gehen. Dazu müssen wir uns erst einmal auf ein Ziel einigen. Ich würde gern entlang des Chiemsees nach Chieming fahren. Michael hat inzwischen genug Seen gesehen und würde lieber entlang der "Tiroler Achen" radeln. Wir nehmen den Weg am Fluß nach Marquardstein, eine landschaftlich schöne Radstrecke, auf der sich der blaugrüne Fluss in immer neuen Bildern zeigt.
    In Marquardstein kehren wir auf der Terrasse des Schloßcafés ein, mit einem tollen Blick auf die vorbei fließende "Tiroler Achen" . Wir genießen die Sonne und lassen uns dazu verleiten, den Schloßherrinnen -Spezial -Windbeutel zu bestellen. Wir hätten uns einen teilen sollen, denn das Riesending ersetzt nicht nur Mittagessen und Kaffeezeit, sondern das Abendbrot gleich mit. Nichts geht mehr, und bevor mir schlecht wird, bleibt ein Rest zurück. Nichts geht mehr...auch nicht mehr wandern zur Burg, die über einen steilen Wanderweg zu erreichen ist. Die Burg ist sowieso in Privatbesitz und man kann sie nicht besichtigen.Wir beschauen sie uns von unten. Das muss reichen. Und versuchen dann durch Radfahren ein wenig "Schloßherrinnenspezial " abzubauen.
    Bei der Rückkehr gibt es noch ein gutes Stündchen Sonne im Liegestuhl, bevor sie hinter dem Berg verschwindet. Michael, der inzwischen den Roller im Hänger verstaut, hat wieder einmal interessierte Wohnmobilisten, denen er die Besonderheiten seines Anhängers erklärt. Ich trotze den heruntergehenden Temperaturen und bleibe auch nach Sonnenuntergang noch draußen, mit dem Erfolg, dass ich irgendwann ziemlich durchgefroren bin. Da hilft nur eine ausgiebige, heiße Dusche, denke ich und schnappe mir Duschzeug und Handtuch. Ich habe Glück, eine der drei Duschen ist frei. Schnell ausgezogen, den Euro in den Automaten gesteckt und eigentlich könnte es mit dem Aufwärmprogramm losgehen. Aber die Münze fällt durch. Beim 2.Versuch bleibt sie dann stecken. Trotz Schlagen und Klopfen auf den Automaten tut sich nichts. Was nun? Dummerweise bin ich meinen eigenen Grundsätzen, mit zwei Münzen zum Duschen zu gehen, heute einmal untreu geworden. Wieder komplett anziehen, um eine neue Münze zu holen? Dann ist die Dusche später besetzt. Also Augen zu und durch. Ich dusche eiskalt. Danach bin ich gut erfrischt und werde später von alleine warm. Wieder eine Epidode für meine Geschichtensammlung: "Unter fremden Duschen."
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  • Day11

    Herrenchiemsee oder der verrückte Ludwig

    October 22 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    Was ist das? Sonnenschein, obwohl für heute nur Wolken vorausgesagt worden sind?
    Wir können einmal mehr draußen frühstücken. Heute hole ich mal die Brötchen. Da brauche ich nicht weit gehen. Unseren Stoffbeutel mit Namen und der Bestellung habe ich gestern schon in die Hütte am Platz gelegt. Heute morgen sind die bestellten Brötchen drin und die Eier stehen daneben. Hat was vom Nikolaustag ;-) . Wie auch immer, die Brötchen sind lecker und der Service ist so nachhaltig. In der Hütte können sich die Wohnmobilisten auch zusammensetzen. Ein Ofen, wenn benötigt, wärmt und sorgt für die Gemütlichkeit. Die Getränke dazu gibt es gekühlt aus dem Automaten.
    Der Sonnenschein animiert uns, auf Sightseeingtour zu gehen. Fahren wäre die bessere Wortwahl, denn um mit dem Schiff nach Herrenchiemsee zu gelangen, müssen wir erst nach Prien fahren. Im Winterfahrplan ab Oktober legt das Linienschiff nicht mehr in Bernau und Übersee an. Mir dem Roller geht es dann für gut 25 Minuten durch die herrliche Landschaft und wir bekommen auch gleich einen Eindruck von Bernau und einigen anderen kleineren Orten. Inzwischen haben sich Wolken vor die Sonne geschoben. Nicht nur die tolle Optik ist weg, sondern es ist so auch ganz schön kühl auf dem Roller.
    Wieder einmal sind wir ohne Zeit und Raum unterwegs. Schließlich ist Urlaub. Als wir auf den Parkplatz der Anlegestelle fahren, können wir auf einer Anzeige die Abfahrtzeit des nächsten Schiffes ablesen. 12.00 Uhr! Es ist 11.59 Uhr und so sprinten wir zur Anlegestelle. " Wir haben doch noch kein Ticket!", ruft Michael, der hinter mir hertrabt.
    " Egal, die gibt es sicher auch auf dem Schiff", antworte ich und bin schon auf dem Steg, auf dem der Matrose schmunzelnd "Beeilung! Beeilung!", signalisiert.
    Puh, gut dass wir das Schiff noch bekommen haben. Auf das Nächste hätten wir eine Stunde warten müssen. Während wir uns erst einmal verschnaufen, kommt ein elegantes Paar ganz entspannt über die Gangway geschlendert. Das Schiff legt erst 12.05 Uhr ab. Na, so was. " Ma muas d'Schuid a moi bei andan suacha", würde der Bayer sagen.
    Wir können unsere Ticket wirklich an Bord lösen. Hin- und Rückfahrt für zwei Personen 17 Euro. Das Schiff ist voll, aber wir bekommen sogar noch einen Platz draußen. Leider, leider keine Sonne, und so kommt der See und alles Übrige auch etwas grau daher. Die Fahrt dauert keine Viertelstunde, und schon können wir mit vielen anderen das Schiff verlassen. Auf der Insel verteilt sich alles schnell. Lediglich an der Kasse für das Schlossticket gibt es eine kleine Schlange. Das Ticket kostet 8 Euro bei Vorlage des Personalausweises. Juhu! Mein neues Alter zahlt sich zum ersten Mal aus. Einen Euro Ermäßigung für Senioren. Auf dem Ticket steht auch schon der Termin für die Führung: 13.00 Uhr. Ohne Führung- keine Besichtigung. Der Fußmarsch zum Schloss beträgt laut Hinweisschild 25 Min. Jetzt aber zackig. Wir haben bei der Ankunft etwas herum gebummelt und inzwischen ist es schon 12.40 Uhr.
    Ein wunderschöner Spaziergang über die Insel auf dem Winterweg führt uns pünktlich zum Schloss. Wir hätten auch mit der Pferdekutsche fahren können, aber so "seniorig"sind wir nun auch noch nicht. Wie am Flughafen zeigt eine elektronische Tafel die nächste Führung und den dazugehörigen Wartebereich an. Wir haben noch etwas Zeit und können vorher noch die Keramische Abteilung des Schlosses aufsuchen. Im Wartebereich, mit der Eintrittskarte eingecheckt, warten ca. 30 Personen auf die Schlossführerin. Die Führungen erfolgen im 5- Minutentakt. Als Erstes bekommen wir Verhaltensanweisungen: wie Handy aus, Rucksack vor den Bauch, nichts anfassen oder berühren, und leider auch nicht filmen oder fotografieren. Dann geht es in die prachtvolle Empfangshalle und von dort aus in die sogenannten "Versailler Räume", die nach dem Vorbild von Versailles ausgestattet worden sind. Von den insgesamt 70 geplanten Räumen sind nur 20 Räume fertiggestellt worden. Die übrigen befinden sich noch im Rohbau, denn erst ist dem Ludwig das Geld ausgegangen und dann ist er im Starnberger See ertrunken und das, bevor er sein Luxusschloss auch nur annähernd bewohnen konnte. Insgesamt hat er nur 10 Tage im Palast verbracht. Die Pracht der Räume mit dem vielen Gold, dem Marmor, den kostbaren Stoffen und Gemälde sowie den Holzarbeiten, Schnitzereien, der Glas- und Porzellankunst ist wirklich unbeschreiblich. Man muss es einfach einmal gesehen haben. Wenn man sich überlegt, dass dieses nicht das einzige Schloss ist, das Ludwig II. erbauen ließ, Neuschwanstein und Linderhof hat er in seinem kurzen Leben auch noch erschaffen, dann muss König Ludwig II. ganz schön verrückt oder versponnen gewesen sein. Naja, am Ende ist ihm ja das Geld dann ausgegangen. Allein das Schlafgemach im Schloss Herrenchiemsee kostete umgerechnet drei Millionen Euro - obwohl er nie darin schlief. Das Paradeschlafzimmer Ludwigs II. ist der teuerste Raum, der im 19. Jahrhundert eingerichtet wurde. Aber auch die heutigen Bayern sind nicht zimperlich mit dem Geld ausgeben: Der Freistaat ließ sich die Wiederherstellung des fürstlichen Schlafgemaches mehr als eine Viertelmillion Euro kosten. Insgesamt sind in den letzten 15 Jahren rund 33,5 Millionen Euro für Baumaßnahmen auf der Herreninsel investiert worden. Der König Ludwig , oder "Kinni" wie man ihn hier in Bayern auch liebevoll nennt, wird auch heute noch sehr verehrt. Die hohen Restaurierungskosten für seine Traumschlösser scheinen aber eine gute Investition zu sein. Als Tourismusmagneten sind die bayerischen Königsschlösser ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
    Nach einer dreiviertel Stunde sind wir total "overflasht" von so viel Protz, Pracht und Luxus. Nach der Führung, die wirklich sehr informativ und interessant war, setzen wir uns auf eine Bank vor dem Schloss und lassen bei einer Brezel, das Gesehene und Gehörte sacken. Inzwischen ist die Sonne wieder da und der Spaziergang zum Museum Ludwig ist ein schöner Ausgleich. Die Ausstellung im Museum über das Leben des Königs ist sehr interessant und auch die Gemäldegalerie "Maler am Chiemsee", aber irgendwann ist gut. Für heute reicht der Input. Wir gehen zum Anleger zurück und warten auf das Schiff. In Priem schlendern wir durch die Stadt auf der Suche nach etwas bayerischem Essbaren.Liegt es an an der einsetzenden Dämmerung, unserem Hunger oder dem vielen Verkehr, der durch die Straßen rauscht, dass wir Prien trotz der schönen bemalten Häusern nicht viel abgewinnen können? In einem Cafe in der Nähe der Kirche bekommen wir Leberknödelsuppe, "Geröstel" und "Strammen Max". Wir hätten zurückfahren und in Bernau in der Gastwirtschaft: "Zum alten Wirt" einkehren
    sollen! Da hätten wir es etwas besser getroffen. Aber hinterher ist man immer schlauer. Es ist fast 18.30 Uhr und schon dämmerig, als wir mit dem Roller auf den Stellplatz zurückkommen, nach einer recht kühlen Fahrt auf dem Roller.
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  • Day10

    Chiemsee - und ein unerwartetes Treffen

    October 21 in Germany ⋅ ⛅ 9 °C

    Heute geht es weiter. Wir sind pünktlich aufgestanden und so können wir um kurz nach zehn Uhr ins Chiemgau aufbrechen. Zunächst geht es über die Landstraße. Wieder einmal staune ich über die grüne, sanft hügelige Landschaft, die sich bis zu den Bergen ausdehnt . Die Straßen liegen wie graue, gekringelte Fäden darauf. Wir lassen Kochelsee ind Walchensee rechts liegen, die müssen wir uns beim nächsten Bayerntripp ansehen, und steuern auf der 472 auf Bad Tölz zu. Auch ein Ort, der bestimmt Interessantes zu bieten hat. Aber Bad Tölz ist ebenso, wie der nicht weit entfernte Tegernsee heute nicht dran. Es fängt leicht an zu regnen. Kurz vor Irschenberg fahren wir auf die A8, die wir an der Ausfahrt 108 Übersee verlassen. Wir haben den Wohnmobilplatz beim Bauer Steiner ausgewählt, um von hier aus noch 2-3 Tagen den Chiemsee kennenzulernen. Nachdem wir den Fluss "Tiroler Ache" überquert haben, sind wir auch schon bald beim Stellplatz. Der Stellplatz ist erneuert worden und bietet große, gekieste Plätze mit einer kleinen Grünfäche vorm Mobil. Hier brauchen wir den Hänger nicht abzukoppeln, denn der Platz ist groß genug, freuen wir uns ...... Zu früh gefreut! Beim Auffahren sind wir nach den Hinweisschildern gefahren, die da sagten: "Erst anmelden, dann Platzzuweisung. " Also sind wir bis zur Anmeldung gefahren. Die gute Frau Steiner kurze Zeit später bei der Anmeldung : " Haben's scho a Platz?" "Nein, wir sollten uns doch erst anmelden." "Jo mai, das war doch nur fürs Wochenende. Heit is do alles frui." Und wir stehen nun an der Anmeldung und damit leider in einer Sackgasse. Die Zufahrt führt nicht um den Platz wie erwartet. Drehen nicht möglich. Also abhängen. Wohnmobil drehen und Hänger wieder dranhängen. Aber dann fahren wir auf einen Platz in der ersten Reihe. Mit Blick auf das Bergpanorama. Kaum haben wir die Stühle vorm Mobil, fährt ein uns bekanntes Mobil mit Herforder Kennzeichen auf den Platz. Claudia und Willi, Teilnehmer des Löhner Wohnmobil-Stammtisches, die wir bereits in Süd Tirol wähnten, sind noch hier. Sie kommen gerade aus Prien und haben ein defektes Handy ausgetauscht. Eigentlich wollten sie heute morgen schon abgefahren sein.
    Schnell haben wir die Stühle zusammen gestellt und bei einer Tasse Kaffee gibt es viel zu erzählen.
    Es ist schon nach 16.00 Uhr, als die beiden nach Süd Tirol aufbrechen und ich mit meinem Rad die Gegend erkunde. Zunächst fahre ich in den Ort Übersee und besichtige die für das kleine Örtchen mächtige St. Nikolaus Kirche, die wegen ihrer Größe auch der Dom des Achentals genannt wird. Die Kirche soll genauso hoch sein wie der See an dieser Stelle tief ist. Von da aus radle ich einmal durch den Ort und staune über die bemalten Häuser und die Trachtenläden. Sie sind schon sehr traditionsbewusst, die Bayern. Das merke ich einmal mehr. Nachdem ich mich auch über die Nahversorgung, sprich Metzger, Bäcker und Lebensmittelladen informiert habe, radele ich nach Madl am Chiemsee. Auch hier Saisonende. Schiffe an Land und leere Sonnenstühle, in denen heute nur das Laub liegt, wo sonst Herrscharen mit einem Sun Downer den Sonnenuntergang beobachten. Jetzt liegt eine ganz besondere Stimmung über dem See, die ich in einem der leeren Sonnenstühle genieße. Ich fahre auf dem Chiemsee-Radweg weiter und komme entlang der "Tiroler Ache" zurück zum Stellplatz. Das waren dann doch einige Kilometer. Auf dem Rückweg ist die Sonne verschwunden und die Dämmerung setzt ein. Damit gehen auch die Temperaturen herunter. Nur im T-Shirt losgefahren, bin bei der Rückkehr ziemlich durchgefroren. Eine warme Suppe, eine heiße Dusche und ......seit langem mal wieder um 20.00 Uhr im Bett.
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  • Day9

    Riegsee - Froschsee und Meditationsweg

    October 20 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    Es ist warm. Sehr warm und windig. Föhn sorgt für dieses warme Sommerwetter. Beim Frühstück überlegen wir, ob wir einem Tipp folgen sollen, und mit dem Roller nach Bad Kohlgrub fahren, die Hörnlebahn nehmen und oben auf dem Hörnle wandern. Der Kommentar unseres Platzwirtes dazu ist: "Wenn ihr gern "Stop and Go" auf der Straße mögt, auf dem Wanderweg zum Hörnle im Gänsmarsch mit anderen hintereinander herlaufen und euch an der Hörnlbshn anstellen wollt, dann solltet ihr heute dort hinfahren, wenn am Sonntag die Stadtleute aufs Land hinaus fahren". Als Michael dann noch hörte, dass die Hörnlebahn ein Sessellift ist, die ihn freischwebend nach oben, bringen wird, ist dieser Plan gestorben.
    Stattdessen fahren wir hinaus zum Frosch-und Riegsee, parken den Roller an dem Restaurant "Seestube" und wandern auf dem Meditationsweg am See entlang. Es ist wirklich so still und ruhig hier, dass man ins Meditieren kommen könnte. Hin und wieder lädt eine Bank mit Blick auf den See zur Rast ein. Wunderschön, aber Schilder und Absperrungen erzählen uns von dem Treiben hier in den Sommermonaten. Auf einer Bank vom hiesigen "Verschönerungsverein" gesponsert, machen wir eine Pause. Auf dem See können wir zwei Paddelboote bobachten, die mit dem heftigen Wind zu kämpfen haben. Weiter geht es und wir bekommen Gesellschaft. Mit lautem Glockengeläut machen die Rindviecher darauf aufmerksam, dass wir über ihr Territorium laufen. Am Ende des Seeweges kommen wir zu den "Schwimmenden Insel ". Bei der Verlandung des Sees haben sich Pflanzen ausgesät und die schwimmenden Sedimente befestigt. Nun sind die kleinen Inseln bevorzugtes Wohngebiet für seltene Vögel.
    Auf dem Weg zum Roller geht es über Weiden zurück zum Dorf. Im Kulturhaus ist anlässlich der Kirchweih eine Ausstellung "Alpenländischer Handwerkskunst ", die wir natürlich besuchen. Das halbe Dorf ist im Sonntagsstaat erschienen. Wir staunen nicht schlecht über die in Dirndl gekleideten Frauen und Mädchen und die Männer, ob jung, ob alt, in kurzen Lederhosen und Gamsbart-Hut.
    Auch das Angebot des Kunsthandwerks ist so völlig anders. Hirschhornknöpfe in allen Größen und Formen, Dirndlstoffe, Lederarbeiten usw. Eben alpenländisch.
    Es ist Nachmittag, als wir wieder am Roller sind, und wir suchen die Terrasse der Seestube auf. Eigentlich wollen wir nur einen Kaffee trinken, aber ein Blick in die Karte mit den bayerischen Spezialitäten lässt uns das Mittagessen nachholen oder das Abendessen vorziehen. Wie man es auch sehen will. Vollgefuttert steigen wir später auf den Roller. Über kleine leere Straßen geht es rund um den See. Kurz schauen wir uns den Campingplatz Brugger auf der gegenüberliegenden Seeseite an, dann geht es über Murnau wieder zurück zum Wohnmobil, um die Sonne im Liegestuhl zu nutzen.
    Gegen Abend verschaffe ich mir mit einer fast 10 Kilometer langen Walkingtour am Staffelsee noch etwas Bewegung. Eine sehr schöne Strecke durch den herbstlich gefärbten Wald, immer entlang des Sees, von der ich erst mit einsetzender Dunkelheit zurückkehre.
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  • Day8

    Murnau, Staffelsee und Biergarten Uffing

    October 19 in Germany ⋅ ⛅ 8 °C

    Das kommt davon, wenn wir mal einen Tag vorher verplanen. Nix geht. Von vorn: Gestern haben wir geplant, den hübschen Staffelsee mit dem Rad zu umrunden und dabei Einkehr in dem von allen hier empfohlenen Biergarten in Uffing zu machen. Und was passiert? Wir stehen da mit aufgesattelten Rädern und in einem einiger Maßen zeigbaren Radler- Outfit, -man wundert sich, wie gestylt die Leute heutzutage auf das Rad steigen-, da fängt es doch glatt an zu regnen.
    Regenradeln durch unberührte Natur und durchs Moos ist nicht unbedingt etwas, wozu ich 20 Kilometer lang Lust habe. Außerdem fehlt uns dazu diese super funktionelle Hightech -Bekleidung, die trocken hält und die Geschwindigkeit steigert, weil der Fahrtwind aerodynamisch abgeleitet wird....oder so ähnlich ;-)
    Michael ist mit der schnell entwickelten Alternative, die drei feuchten Regenkilometer bis nach Murnau zu radeln, mehr als einverstanden. So wird aus der Radtour ein ausgedehnter Stadtbummel mit Shopping, Kaffeetrinken, Schloß-, Kirche- und Museumsbesuch und natürlich Leute zu begucken, wenn sie an einem vorbeiflanieren. Und hier sogar in Dirndl und Lederhose. Mangelns fotografierender Japaner übernehme ich das einmal schnell.
    Anstatt den sich bereits breitmachenden Käsespätzle vom gestrigen Abend auch nur annährend durch Bewegung den Kampf anzusagen, nehmen wir sogar noch Kuchen mit zum Wohnmobil. Den Stau am mittleren Ring hilft der bestimmt nicht aufzulösen.
    Am Spätnachmittag kommt dann die Sonne wieder an den bayerischen weiß- blauen Himmel. Und wir starten zur See-Rundfahrt bis nach Uffingen, zunächst in den Ort und zur Kirche, und da die leider geschlossen hat, zum Biergarten am See. Allerdings nicht mit dem Rad, sondern mit dem Roller. Weiter als zum Uffinger Biergarten kommen wir dann nicht, denn da ist richtig etwas los. Blasmusik, leckeres Bier und....Sonne satt überm See. Jegliche Gedanken an eine Weiterfahrt zum Riegsee, wie überlegt, werden verworfen. Wir bleiben bis die Sonne sich verabschiedet und die Musiker ihre Blechinstrumente einpacken. Auf der Rückfahrt bekommen wir noch eine von der untergehenden Sonne rot angestrahlte Bergspitze zu sehen. Das war dann doch noch eine kleine Entschädigung für die entgangene Radtour. Und nun planen wir für morgen nichts und schauen mal, was das Wetter so her gibt.
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  • Day7

    Seehausen/Murnau am Staffelsee

    October 18 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Ein Blick aus dem Wohnmobilfenster am Morgen: "Oh, da sind ja Wolken!" Aber die Option schnell wieder mit einem Kaffee ins kuschelige Bett zu verschwinden, steht heute nicht zur Verfügung."Check out " ist 10.00 Uhr. Also frühstücken, alles an seinen angestammten Platz zurückräumen und dem Wohnmobil wieder die Fahrtauglickeit zurückgeben, sprich vom Wohn- auf den Mobilmodus umschalten. 9.57 Uhr sind wir "On the Road again durch Bayern".
    Aber ganz so weit brauchen wir gar nicht fahren. Zunächst geht es die bekannte Strecke am Pilsensee entlang nach Herrsching. Dort sehen wir auch den Stellplatz, der sich direkt am See auf einer Wiese hinter Herrsching befindet
    Dann können wir auch noch einmal dem Ammersee "Good bye" sagen, bevor es landeinwärts durch Weilheim in Oberbayern geht. Auch in Weilheim gibt es einen Stellplatz, gemischt für Busse und Wohnmobile.
    Über Orte, die ich noch nie gehört habe, wie Hugling, erreichen wir nach nach einer guten Stunde Seedorf am Staffelsee. Beim Campingplatz auf der Halbinsel Burg suchen wir für etwa zwei Tage einen Platz. Die Formalitäten nebst Semmelbestellung sind schnell und unbürokratisch erledigt und die Gebühr von 18 Euro alles inklusiv ist auch mehr als ok.
    Wir können uns selber einen Platz aussuchen, und so machen wir zunächst einen Spaziergang über den Terrassenplatz, bevor wir mit dem Wohnmobil drauffahren. Kurze Zeit später stehen wir mit Seeblick und Nachbarschaftskontakt.
    Wir sind begeistert vom See, vom kleinen, gemütlichen Campingplatz, von der Sonne, die inzwischen wieder mit von der Partie ist und von den vielen Ausflugs-und Beschäftigungsmöglichkeiten, die sich hier bieten.
    Wir sitzen gerade bei einer kleinen Brotzeit vorm Mobil, als eine bekannte Gestalt auftaucht. Christiane, Leiterin der Löhner Jugendkunstschule, mit der ich oft und gern zusammen gearbeitet habe, verbringt genau gegenüber mit ihrem Mann in einem Campingbus ihren Urlaub. Die Welt ist schon klein...manchmal.
    Inzwischen hat Michael mein Rad schon einsatzfähig gemacht und ich starte mit einer Erkundungsradtour durch Seefeld, die mich zum Schiffsanleger führt. Hier legt das Linienboot über den See, trotz Nebensaison noch dreimal am Tag an. Auch Kanus und Paddelboote kann man an dieser Stelle mieten. Ich gönne mir eine kleine Pause auf einer Bank und genieße die Natur an diesem Ort. Aber nicht lange, dann fahre ich bereits in das 3 Kilometer entfernte Murnau. Dazu benutze ich den ausgeschildert Radweg, der auch an einem tollen Ausblick auf den See vorbeiführt. In der Ortsmitte von Murnau bekommt mein Rad einen Parkplatz und danach steht einem ausgedehnten Bummel durch die Stadt nichts mehr im Weg. Fündig geworden, was die Ergänzung der Herbst- und Winterausstattung betrifft und mit leckerem Kuchen im Gepäck, bin ich zur Kaffeezeit pünktlich zurück am Womo, und wir können in der Sonne sitzend mit Seeblick Kaffee trinken.
    Bei meiner Radtour habe ich den Fußweg entlang des Sees entdeckt und kann Michael am späten Nachmittag noch zu einem Spaziergang dort entlang überreden. Man muss das Wetter und die schöne Landschaft ausnutzen. Der Tag ist kurz und es wird schon früh dunkel.
    Gegen Abend wollen wir im Gasthaus des Campingplatzes eine Kleinigkeit essen und sind mehr als erstaunt, als wir gefragt werden, ob wir reserviert haben. Haben wir natürlich nicht .So werden wir an einen mit bereits einem Paar besetzten Tisch geführt. Wir bekommen nicht nur leckere "Käsespatzen" serviert, sondern auch noch nette Unterhaltung dabei. Besser geht es nicht. Das war doch wieder ein prall gefüllter Urlaubstag. An Informationen haben wir von unseren Nachbarn erfahren, dass man mit der Gästekarte, die man beim Einchecken bekommt, kostenlos mit dem Zug nach Oberammergau und Garmisch fahren kann. Ob wir dafür auch noch Zeit finden? Wir werden sehen.
    Der Platz ist übrigens am Abend voll. Nebensaison!
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