Schreiben, das bedeutet für mich, Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen. In meinen Reisetagebüchern nehme den Leser gern mit auf die Reise und lasse ihn am Tagesablauf, an Stimmungen, Ideen und Begegnungen, Eindrücken teilhaben.
  • Day3

    Etappe 3: Von Celle nach Gifhorn

    July 19 in Germany ⋅ ☁️ 26 °C

    Frühstück gibt es heute um 8.30 Uhr. Es wird in drei Schichten gegessen. 7.30 Uhr finden alle zu früh und erst um 9.30 Uhr zu frühstücken, lässt sich nicht so gut mit den gut 50 Kilometern, die wir heute zu fahren haben, vereinbaren. Und wie ich uns kenne, machen wir locker 70 km daraus.
    Geschlafen habe ich ich nicht besonders gut. Das liegt aber weniger an den Betten, die waren super bequem, als mehr an der Kombination des Reiseproviantes, den wir gestern Abend gemeinsam vernichtet haben. Das Gute daran ist, bis auf 1-2 Wasserflaschen muss niemand mehr zusätzliches Gewicht mit sich schleppen.
    Das Frühstück weckt die Lebensgeister. Mit Maske ist auch Büffet möglich. Nach dem Frühstück werden die Räder ein letztes Mal bepackt. Der Inhaber des Hotel St. Georg hat für jeden eine Tüte mit süßem Reiseproviant gepackt. Wie aufmerksam. Hat er geahnt, in welche Einöde wir heute fahren werden? Aus Platzgründen ;-) verschwindet der Schaumkuss aus der Tüte nicht in meiner Radtasche, sondern in meinem Bauch. Da kann er wenigstens nicht zerdrückt werden.
    Für die letzte Etappe unserer Fahrt hat sich eine Gastradlerin angesagt. Heidrun, früher häufig Teilnehmerin unserer Radtouren und von Löhne nach Hannover verzogen, kommt mit dem Zug dazu. Sabine fährt schon mal zum Bahnhof, um sie abzuholen, während wir noch mit den Packtaschen kämpfen. Aber der Zug hat viel Verspätung und so treffen wir uns erst später an der Pfennigsbrücke an der Aller wieder. Wir anderen nutzen die Zeit bis zur eigentlichen Ankunft des Zuges, um noch einmal durch den Park und am Schloss vorbei zu fahren. Dann geht es zur Allerbrücke, dem vereinbarten Treffpunkt. Wegen der Verspätung suchen wir schon mal den Allerradweg und die Pfennigsbrücke. Endlich sind wir auf dem richtigen Weg und auch Sabine und Heidrun haben sich eingefunden. Die Strecke führt zunächst wunderschön immer entlang des Flusses. Die Sonne scheint und die Temperaturen sind noch angenehm. Ein schönes, autofreies Fahren. Das erste Highligt ist das Dorfgemeinschaftshaus von Bockelkamp nach 10 km. Aber niemand hat so recht Lust, sich das wieder aufgebaute Vierständerhaus von 1759 näher anzuschauen. Es rollt gerade so herrlich. Nach weiteren 3 km kommen wir zum Kloster Wienhausen. Das Kloster Wienhausen – ehemals ein Zisterzinserinnenkloster, heute ein evangelisches Frauenkloster – stammt aus dem 13. Jahrhundert.  Dort im Garten werden die Räder geparkt und das aus rotem Backstein gebaute Kloster besichtigt.
    Ein besonderer Schatz des Klosters ist die Sammlung gotischer Wandteppiche. Die wertvollen Stücke stammen aus der Zeit zwischen 1300 und 1480. Aber Corona bedingt ist das Kloster nicht zu besichtigen . Wir begnügen uns mit einem Spaziergang durch den historischen Dorfkern mit seinen vielen hübschen Fachwerkhäusern. Sehenswert sind unter anderem auch die alte Wassermühle und der Glockenturm.
    Ja, und nach dem Kloster verlieren wir ihn wieder einmal , den Allerradweg und orientieren uns nach den örtlichen Radwegweisern, die leider nicht auf übergeordneten Orte hinweisen. So verfahren wir uns, landen in Lachhausen, wo wir gar nicht hin wollen und müssen dann den ganzen Weg wieder zurückfahren. 10 km Bonus auf den heutigen Tag. Den Zug um 15.30 Uhr ab Gifhorn können wir uns auch abschminken. Was dann folgt sind 20 km über Feld- und Waldwege mit zum Teil schlechtem Untergrund. Radwanderer, die wir unterwegs nach einer Einkehrmöglichkeit fragen, vertrösten uns auf Gifhorn. Inzwischen ist es kurz vor zwei. Die Sonne brennt, wir haben Durst, sind verschwitzt und es sind immer noch fast 20 km bis Gifhorn zu fahren. An einer Schutzhütte im Moor von Langlingen machen wir eine Trink- und Pipipause, noch nicht wissend, dass wir den schlimmsten Teil der Tour noch vor uns haben. Ungefähr 10km durch den Wald über Schotter und Sand. Wer bis jetzt noch nicht ins Schwitzen gekommen ist, der transpiriert spätestens jetzt beim Festhalten des Rades so langsam vor sich hin. Am Ende des Waldes erblicken wir sie, die ersten Häuser von Gifhorn und eine Bank, die leider schon besetzt ist. Und, als wenn wir es nicht mit allen Sinnen gerade erfahren hätten, heißt die Straße, auf der wir uns befinden: "Im Walde". Der Radfahrer auf der Bank macht uns Mut. Nicht mehr weit zu fahren und es kommt der Gasthof
    " Zum deutschen Heinrich" Wenn wir Glück hätten, wäre vielleicht geöffnet. Wir haben Glück und können uns gegen 15.00 Uhr im Biergarten auf eine Bank fallen lassen. Die Essenszeit haben wir knapp verpasst, aber Bier (alkoholfrei, sonst radeln wir keinen Kilometer mehr) wird uns von einer im Dirndel gekleideten Osteuropäerin serviert. Nach der Erfrischung kann es weitergehen. Sightseeing Gifhorn muss entfallen. Erst einmal den Bahnhof finden und wenigstens den Zug um 16.30 Uhr bekommen. Dann wären wir 19.30 Uhr Zuhause. Wir umrunden Gifhorn weiträumig, bis wir nach vielem Fragen und Suchen (die Hinweisschilder führen alle irgendwann ins Leere oder wir sind nicht mehr konzentriert genug) endlich den Bahnhof finden. Schnell das Niedersachsenticket ziehen. Puh, das war ja eine Sucherei. Aber jetzt haben wir sogar noch knapp 10 Minuten Zeit, bis der Zug fährt. Aber komisch, der Zug steht gar nicht auf dem Fahrplan. Eine kurze Frage an einen der Wartenden und wir erfahren........wir sind auf dem falschen Bahnhof ( Stadtbahnhof). Es gibt noch den 3,5 km entfernten Südbahnhof. Wie die Geisteskranken rasen wir die Braunschweigerstraße hinunter erreichen den Bahnhof mit Müh und Not. Der Zug ist bereits da. Den Fahrstuhl zum Gleis können nicht mehr alle nehmen. Heidrun, Ulrike und Sabine tragen Rad und Gepäck die Treppe hinauf. Der Lokführer hat Mitleid und wartet bis auch Marion und Frederike mit dem Fahrstuhl den Bahnsteig erreichen und in den Zug schieben können. In der Hektik habe ich meine Maske verloren, aber Sabine hat noch Ersatz. Der Zug fährt ab und wir sind drin. Glück gehabt. Der Nächste würde erst in 2 Stunden fahren. Wir haben das Rad-Abteil für uns und können verschnaufen So gut das mit Maske möglich ist. Nach 22 Min. müssen wir in Lehrte umsteigen. Wir verabschieden uns von Heidrun, die bis Hannover Hauptbahnhof weiterfährt. Eine Stunde Aufenthalt auf einem Bahnhof, auf dem der Hund verfroren ist, gilt es nun herumzubringen. Während wir uns eine Bank im Schatten suchen und die Taschen nach Proviantresten durchstöbern, versucht Sabine mit dem Rad im Umfeld des Bahnhofes einen Kaffee zu bekommen. Nach einer halben Stubde kommt sie mit leeren Händen zurück. Die Gegend um den Bahnhof ist genauso trostlos wie der Bahnhof selbst. Endlich kommt unser Zug. Wieder haben wir das Radabteil fast für uns allein. Jetzt können wir ein wenig entspannen. 1 1/2 Stunden haben wir Zeit bis der Zug in Bad Oeynhausen ist. Voe Erschöpfung fallen da einigen gleich die Augen zu. Um 19.18 Uhr sind wir da. Wir verabschieden uns von Ulrike, die von ihrem Mann abgeholt wird. Dann gilt es noch die letzten Steigungen zu nehmen, bis wir Zuhause sind. Etwas geschafft sind wir dann doch. 180 km haben wir von Freitagmittag bis Sonntagmittag geradelt. Alles hat gut geklappt. Dieses Mal haben wir keine großen Reparaturen, keinen Plattfuß und vor allem keinen Sturz erlebt. Das Wetter war super. Die Strecke hatte für unsere Bedürfnisse etwas zuviel Landschaft, und zuviele schwerzubefahrene Feld- und Waldwege. Highlights waren natürlich
    Celle und das Antquitätencafe. Das Reservieren der Lokale im Vorfeld hat Stress herausgenommen. Die Bahnfahrt war dieses Mal bedingt durch den Nahverkehr, bis auf Gifhorn mit dem falschen Bahnhof, auch ziemlich stressfrei und die relativ kurze Anfahrt ließ sich auch mit Maske gut aushalten. Alles in allem eine gelungene, harmonische Tour mit viel Spaß. Mal sehen, wohin uns die nächsteTour führt. Ideen haben wir genug.
    Zum Video: https://youtu.be/6qyLWkxzPQE
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day2

    Ein Abend in Celle

    July 18 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C

    Die Zufahrt zur Altstadt ist eine riesige Baustelle, die es erst einmal zu überqueren gilt. Wir schieben und fahren durch die Altstadt, die an diesem sonnigen Nachmittag gut belebt ist, und bestaunen die vielen schön renovierten Fachwerkhäuser. Aber mit den Rädern und in der Gruppe zwischen den vielen Touristen ist das wenig effektiv. So halten wir ziemlich schnell nach einem Platz unter einem Sonnenschirm eines der Lokale Ausschau. Den finden wir im Schatten der Marienkirche und des alten Rathauses bei einem Italiener. Bei "Spritz" und Weizenbier stoßen wir auf den heutigen Tag an, bevor wir uns auf die Suche nach unserem Hotel in der St. Georgstraße machen. Doris hat im Hotel St.Georg schon in einem Zimmer unser Gepäck deponiert. Sie selbst aber hat sich auf den Heimweg gemacht, weil es ihr nicht so gut ging. Endlich finden wir das etwas versteckt liegende Hotel und können gegen 18.00 Uhr einschecken. Mit Maske und weiteren Corona Maßnahmen dauert alles etwas länger als normal. Auch die Räder müssen abgestellt und abgeschlossen werden. Auf dem Zimmer aber ist so ziemlich meine erste Tat, die nassgeschwitzten Radsachen auszuziehen und unter die Dusche zu springen. Bereits eine knappe Stund später treffen wir uns auf der Terrasse, die hinter unseren Zimmern liegt und die durch die Balkontür im Zimmer von Sabine und Ulrike erreicht werden kann. Doris hat nicht nur das Gepäck angeliefert, sondern auch einige Flaschen Wein, Wasser und Prosecco, von denen wir eine öffnen, um auf den Abend anzustoßen. Dann geht es zu Fuß in die Altstadt. Um 19. 30 Uhr haben wir einen Tisch im Garten des Restaurants San Marino bestellt. Dass es ein sehr gutes und angesagtes Lokal sein muss, bemerken wir an der Schlange, der auf einen freien Platz Wartenden, an denen wir vorbei marschieren können. Es ist wirklich empfehlenswert die Restaurants im Vorfeld zu reservieren, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist. Das erspart eine Menge Stress. So sitzen wir wunderschön in der historischen Kulisse der Fachwerkhäuser und lassen uns ein wirklich gutes Essen schmecken. Nach dem Essen noch ein Bummel durch die Altstadt und dann geht es zurück zum Hotel, aber noch nicht ins Bett. Es ist so ein milder Sommerabend, darum sitze wir noch lange auf "unserer Terrasse" und dezimieren das flüssige und süße Gepäck für den nächsten Tag und versuchen die anderen Gäste, deren Zimmer über uns liegen, möglichst nicht zu stören.Read more

  • Day2

    Etappe 2: Von Schwarmstedt nach Celle

    July 18 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C

    Um 9.00 Uhr haben wir uns zum Frühstück verabredet. Bevor ich den Frühstücksraum aufsuche, muss ich noch einen Blick auf die schöne Terrasse und auf die Aller werfen. Im Morgenlicht wirkt der Garten mit den Skulpturen und Arrangements geheimnisvoll, romantisch und etwas versponnen und lässt großzügig über die Ecken mit Handlungsbedarf hinweg sehen. Total fasziniert bestaune ich dann den Raum, in dem wir unser Frühstück einnehmen. Antiquitäten, wohin das Auge sieht. Ob Tische, Stühle, das Geschirr von dem wir essen, Spiegel und Bilder an den Wänden, Skulpturen, Decken, Leuchter, alles im Raum, bis auf die Inhaberin sind käuflich zu erwerben. Auf einem Tisch ist das Frühstücksbüffet aufgebaut. Auf Silberetageren, in Bleikristall oder edlem Porzellan werden Salate, Käse,Wurst, Salat usw. stilvoll angeboten. Hier isst wirklich auch das Auge mit. Während wir frühstücken, erzählt uns die Inhaberin die Geschichte ihres Antiquitätencafes, über prominente Gäste, über Hauslesungen und Wohnzimmerkonzerte. Es scheint, als wären wir hier in einer anderen Welt. Man muss sich aber auch ein wenig darauf einlassen. Und so verscheuche ich während des Frühstücks die Gedanken, die sich zum Staubwischen und Saubermachen in den vollgepropften Räumen einstellen. Aber das hier ist ja nicht meine Lebensidee. Das wäre mir von allem "to much". Angefangen schon bei der unendlichen Arbeit, die dieses Anwesen und seine Nutzung als B&B, Cafe, Galerie und Antiquitätenladen von den Besitzern fordert.
    http://www.antiquitaeten-cafe.de/home.html

    Mit Frühstück im Bauch und vielen Informationen über unseren Übernachtungsort packen wir später zusammen für die Weiterfahrt. Vorher werden noch alle leeren Wasserflaschen mit dem levitierten Wasser gefüllt. Der Wasserfilter hängt am Wasserkran in unserer Appartmentküche. Levitiertes Wasser ist energetisches, belebtes, vitalisiertes Wasser und wird zwischen esoterischen Quatsch und Gesundheitsquelle im Internet beschrieben. Der Kaffee zum Frühstück aus diesem Wasser war allerdings wunderbar.
    Heute brauchen wir die Gepäcktaschen nicht mit auf die Fahrt zu nehmen. Wir laden sie in Doris' Auto. Sie wird sie mit ins Hotel St.Georg nach Celle nehmen. Das es sich einfacher mit leichtem Gepäck reist, bemerken wir gleich, als wir uns hinter Schwarmstedt wieder auf dem Aller Radweg befinden. Heute befahren wir das idyllische Aller-Leine-Tal. Es liegt an den südwestlichen Ausläufern der Lübeburger Heide. Der Radweg führt durch eine flache, ländliche Gegend mit Flüssen und Wäldern, Heide und Mooren.  Es geht durch kleine Fachwerkdörfer über Schleusen und Wehre. Sommerlich warm ist es und im Badesee in Essel tummeln sich schon die ersten Badegäste . Am Rand des Sees haben einige Wohnmobile und Zelte ihren Sonnenplatz fürs Wochenende gefunden. Der Aller-Rad-Weg ist auch heute weitgehend autofrei. Der Preis dafür sind unebene, sandige oder geschotterte Feld- und Waldwege. Jetzt wissen wir auch, warum die Strecke als anstrengend und schwer gekennzeichnet ist. Wir kommen zur Allerschleuse bei Marklendorf. Diese Staustufe aus dem Jahre 1915, gebaut mit einem zusätzlichen Wehr und Kraftwerk mit 1000 PS war ausreichend für Schleppzüge bis 165 m Länge. Der Frachtverkehr auf der Aller wurde bereits 1968 eingestellt.
    Wir überqueren die Aller auf einer Drehbrücke und machen eine schöne Pause in Stillenhöffen direkt am Allerarm gegenüber dem Marina Bay Yachtclub.
    Durch den Seitenwechsel verlieren wir den Aller-Radweg aus den Augen und fahren nach örtlichen Radwegweisern bis Wietze. In der Nähe des Erdölmuseums werden wir Zeugen von Freizeitaktivitäten an und auf der Aller. Am Ufer am Schafsbrückenweg wird gegrillt, gebadet und gepaddelt. Wir radeln weiter nach Winsen. Hier wollen wir einkehren. Doch das ist nicht ganz so einfach. Das Cafe im Heimstmuseim hat noch geschlossen, ein anderes keinen Platz für 5 Gäste und Corona-Abstand. Sabine entdeckt den Schirm einer Eisdiele in der Ferne. Hier können wir später alle draußen sitzen und Eis essen und Espresso trinken. Das tut gut.
    Wir besuchen anschließend noch das Heimatmuseum in Winsen und schauen uns an, wie man hier früher gelebt und gearbeitet hat. Auch das dortige Café hat inzwischen geöffnet und stellt sich als ein wunderbarer Ort zum Einkehren heraus. Doch unsere Pause haben wir bereits gehabt. Da wir den Radweg verloren haben, fahren wir den letzten Teil der Strecke bis nach Celle an der belebten L 180 entlang. Bei dem Versuch über eine Nebenstrecke zu fahren, handeln wir und eine Schotterstrecke durch den Wald und eine Schimpfkanonade von unfreundlichen Radfahrern ein, die sich von unserer, über den weiteren Weg diskutierenden Gruppe, auf dem Radweg behindert fühlen. Der Weg durch den Wald endet dann doch wieder auf der L 180. Bei einem zweiten Versuch gelangen wir in einen Celler Vorort. Dort ist der Radweg zur Altstsdt entlang der Aller dann ausgeschildert. Und so treffen wir sie wieder, die Aller, an deren Ufer uns ein toller Blick auf Celle, das Wehr und die Altstadt beschert wird, bevor wir zum Bahnhof, über die Bremerstraße auf die Allerbrücke und dann in die Altstadt gelangen.
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  • Day1

    Etappe 1 : Von Verden nach Schwarmstedt

    July 17 in Germany ⋅ ☀️ 21 °C

    Die Tour beginnt mit einem Mini-Sightseeing in Verden. Wir schieben über die "Große Straße" mit dem heutigen Wochenmarkt, werfen einen kurzen Blick auf den Dom und den Domhof und radeln durch das sogenannte „Fischerviertel“ , das sicher eine der ältesten Siedlungen hier ist. Enge Gassen und verschlungene Wege werden umsäumt von zahlreichen historischen Fachwerkhäusern, die teilweise in die Zeit um 1600 zurückreichen. Einst lebten hier vor allem Fischer und Schiffer, denn Verden liegt in der Mittelweserregion an der Aller unmittelbar vor deren Mündung in die Weser.
    Verden trägt als Zentrum der Pferdezucht und des Pferdesports den Beinamen Reiterstadt. Und Pferde werden wir an diesem ersten Etappenstück mehr als genug bestaunen können. Aber zunächst heißt es den ausgeschilderten Radweg wieder zu finden, den wir durch unserern Bummel aus den Augen verloren haben. An der Aller ist er auf alle Fälle nicht zu finden, stellen wir wenig später fest. Wir orientieren uns an den Radwegweisern zum nächsten Ort. Der Weg führt eine ganze Zeit entlang der stark befahrenen B215, bis wir hinter Hönisch endlich das Icon des Aller-Leine- Radweges finden. Aber dann geht es über kleine Straßen und Feldwege weiter, die Aller zwar nicht immer in Sichtweite, aber in der Nähe. Über Wahnebergen, Ahnebergen, Barnsted radeln wir nach Westen. Kurz vor Rethem führt uns der Streckenverlauf durch einen Park, in dem eine alte Bockwindmühle steht. Unser Ziel für eine längere Pause aber ist Bosse. Auf der Terrasse des Allerhofes lassen wir es uns dann bei Kaffee und Kuchen oder einem alkoholfreiem Bier gut gehen. Das Wetter ist sommerlich und ideal fürs Radfahren. Da kommt dieser Stopp in dem schönen Garten gerade recht. Eigentlich wollte Doris uns hier treffen, aber sie ist noch nicht einmal von Zuhause gestartet. Wir radeln weiter an der Aller entlang bis Ahlden. Dort machen wir einen kleinen Rundgang durch das historische Scheunenviertel und werfen einen Blick in die hübsche Altstadt mit ihren roten Backsteingebäuden. Über Büchten, Grethem und Bothmer erreichen wir gegen 18.00 Uhr Schwarmstedt und fahren natürlich mehr oder weniger am "Antquitätencafe", unserer Unterkunft für diesen Tag, vorbei. Gottseidank bemerken wir es noch rechtzeitig und so sind es nur zwei zuviel gefahrene Kilometer an diesem Tag. Am Antiquitätencafè wartet nicht nur Doris, die bereits eine halbe Stunde zuvor angekommen ist, und in den Betreibern des Antiquitätencafes alte Bekannte wieder entdeckt hat, sondern auch ein zauberhaftes, etwas verwunschenes Anwesen mit einer wunderschönen Terrasse mit Blick auf die Aller. Schnell sind die Räder abgestellt und die Radtaschen und das Gepäck in die Zimmer gebracht, die auch voller Antiquitäten sind. Als ich mich auf mein Bett setze, kracht es ein. Na, sowas. So viel Antiquität sollte es nun doch nicht sein. Doch mein Bett wird umgehend repariert, so das ich problemlos schlafen gehen kann. Aber soweit sind wir noch nicht. Nach einer erfrischenden Dusche treffen wir uns auf der Terrasse und nun kommt auch Bärbels Reiseprosecco zu Ehren, der gut gekühlt in Doris' Kühltasche auf uns wartet. Danach müssen wir, nach 66 km, die wir uns heute zusammengeradelt haben, noch einmal aufs Rad, um beim Griechen "Hellas" im Garten, unser wohlverdientes Abendessen zu verspeisen. Das Essen ist lecker, der Service wirklich sehr aufmerksam und zuvorkommend und der einfache Biergarten auf einer Wiese gerade das Richtige für uns an diesem Abend. Nach dem Essen, zurück im Antiquitäten Cafe, treffen wir uns an dem großen Tisch, der in unserem Zimmer steht und machen uns über die Weinvorräte, die Doris im Auto mitgebracht hat und über unseren "süßen Reiseproviant" her. Es ist bereits weit nach Mitternacht, als wir die erste Etappe unserer Rsdtour für beendet erklären und uns um 9.00 Uhr zum Frühstück verabreden.
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  • Day1

    Start: Mit dem Zug nach Verden

    July 17 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Für dieses Jahr hat sich unsere Radtruppe, bestehend aus Marion, Frederike, Sabine, Ulrike, Doris, Bärbel und mir, den Aller-Leine-Radweg ausgesucht, von insgesamt 6 Etappen wollen wir nur die ersten drei unter die Räder nehmen, da wir nur ein Wochenende zur Verfügung haben.
    Alle Streckenabschnitte:
    Verden > Schwarmstedt  - 53 km
    Schwarmstedt > Celle - 42 km
    Celle > Gifhorn - 46 km
    Gifhorn > Oebisfelde - 49 km
    Oebisfelde > Eggenstedt - 58 km
    Seggerde > Magdeburg - 80 km
    Über 328 km führt der Aller-Radweg durch idyllische Landschaften entlang der Aller von der Mündung in die Weser bei Verden bis hin zur seiner Quelle nach Eggenstedt bei Magdeburg. Die Aller wird oft auch als Fluss der 100 Quellen bezeichnet. Wir hoffen auf unserer Strecke viele neue Eindrücken von Niedersachsen zu bekommen.
    Niedersachsen, das bedeutet in diesem Jahr eine relativ kurze Anreise, die wir mit den Nahverkehrszügen ohne Reservierung mit dem NiedersachsenTicket der Bahn vornehmen können. Es bedeutet aber auch immer ein wenig Anspannung, ob wir als Gruppe mit den Rädern mitkommen. Denn auch das haben wir schon erlebt, das Reisende stoisch auf den Klappsitzen im Radabteil sitzen blieben, deren Fläche eigentlich als Stellplatz für Räder gedacht sind, und wir als Gruppe keinen Platz im Waggon gefunden haben, so dass der Zug ohne uns wegfuhr. Aber daran wollen wir heute nicht denken. Um 9.00 Uhr fahren Frederike und ich zum Bahnhof Bad Oeynhausen. Unterwegs schließt sich Marion an. Ulrike wird bereits vorher in Löhne einsteigen und hat das NiedersachsenTicket für 5 Personen und 5 Räder bereits gekauft. Bärbel kann leider aus beruflichen Gründen nicht mitfahren, wird uns aber online ein wenig begleiten und Doris ist erkrankt und traut sich die doch recht anstrengend klingende qqqqqq Tour nicht zu. Sie wird aber in Schwarmstedt und Celle im Hotel per Auto zu uns stoßen und den Abend mit uns verbringen.
    Auf dem Bahnhof heißt es Maske auf. Mit dem Aufzug kommen wir zum Gleis und hier stößt auch Sabine zu uns. Der Zug kommt pünktlich und Ulrike hat das Radabteil für sich allein, so dass alle Räder Platz finden. Die knappe Stunde bis Nienburg verfliegt trotz Maske relativ schnell. Bärbel hat für jeden einen Piccolo mitgeben, um auf die Fahrt anzustoßen. Aber bedingt durch die Maske und das Alkoholverbot im Zug, müssen wir das auf später verschieben.
    In Nienburg haben wir 5 Minuten zum Umsteigen mit Gleiswechsel. Eigentlich war es schon vorher klar, dass das nicht zu schaffen ist. Während Frederike und ich den ersten Aufzug genommen haben und vor der geöffneten Waggontür des wartenden Zuges stehen, hat Ulrike ihr Rad samt Gepäck die Treppe hinauf getragen Aber der Aufzug mit Sabine und Marion kommt nicht mehr pünktlich und so müssen wir den Zug ohne uns fahren lassen, und eine Stunde auf den nächsten warten. Die Zeit verbringen wir dann aber außerhalb des Bahnhofes auf einer Bank. Hier kann nicht nur der Sattel von Sabines Rad repariert werden, sondern es findet sich auch Zeit, um mit einem von Sabine gesponserten Prosecco auf die Fahrt anzustoßen. Wenig später sitzen wir samt Rädern, Gepäck und Maske wieder im Zug. Nur 22 Minuten sind es von Nienburg bis Verden und dort schieben wir erst einmal interessiert durch die hübsche Altstadt von Verden, in der heute Markt ist sowie durch die Fischersiedlung bis hinunter zur Aller.
    Die Radtour 2020 kann endlich beginnen.
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  • Day34

    Treffen Silbersee- Frielendorf

    June 27 in Germany ⋅ ⛅ 24 °C

    Für den heutigen Tag ist Regen und Gewitter angesagt. Keine guten Vorraussetzungen für eine erneute Radtour, die dieses Mal eigentlich nach Schwalmstadt, der größten Stadt des Schwalm-Eder-Kreises gehen sollte. Schwalmstadt entstand erst 1970, als im Rahmen der Gebietsreform in Hessen die beiden Städte Treysa und Ziegenhain mit den umliegenden Dörfern zur Stadt Schwalmstadt zusammengefasst wurden. Aber, aber ......Schwalmstadt muss auf unseren Besuch noch etwas warten.
    Als ich in den frühen Morgenstunden den Regen auf das Womodach prasseln höre, überlege ich , ob es wohl heute trotzdem die leckeren Brötchen gibt. Marion ist jeden Morgen mit dem Rad zum Bäcker in das 2 km entfernte Frielendorf gefahren und hat für alle Brötchen geholt. "Wahrscheinlich nicht", denke ich und schlafe wieder ein bis mich das Hupen des "Rollenden Supermarktes" aus dem Schlaf reißt, der jeden Morgen gegen 9.00 Uhr auf den Platz fährt. "Himmel!" Dann muss ich heute die Brötchen dort holen und beeile mich, mir etwas anzuziehen. Als ich die Tür aufmache, stolpere ich fast über unsere Brötchen auf der Treppe. Marion sei Dank.
    Später am Vormittag schlage ich einen Spaziergang um den See, durch die Ferienhausanlage und nach Frielendorf vor. Aber nur Lisa, Rolf und Brigitte können dem Vorschlag etwas abgewinnen. So geht es, mit Schirm und Regenjacke ausgerüstet, zu viert in Richtung See. Es ist Samstagvormittag und, liegt es an Corona oder am Wetter, es ist wenig los. Weder am See, noch in der Ferienhausanlage, aus der wir erst einmal den Ausgang finden müssen, um unseren Spaziergang fortsetzen zu können. Wir gehen durch das alte Zechengelände. Das hat allerdings die Natur längst zurückerobert, nur wenn man genau hinschaut, sieht man noch ein paar Spuren der industriellen Vergangenheit. Die Hassia-Kohle wurde in ganz Deutschland verkauft. Heute erinnert daran nur noch der Name des Hassia-Hotels. Die alte Kanonenbahn, deren Gleise vom Gras überwuchert sind, sorgte für die Anbindung der Zeche. Unter dem Gleisbett gelangen wir durch das alte Zechentor in den Ort.

    Das Zechentor erinnert an den einstigen Braunkohlebergbau in und um Frielendorf. Bis in die 1960er Jahre, waren Braunkohlebergbau und Brikettherstellung die wirtschaftliche Basis des Orts und der umliegenden Dörfer. Frielendorf gehörte zu den bedeutendsten Braunkohlerevieren Hessens, und die Tagebaugruben prägten die Landschaft. Im Dorf selbst befand sich eine Brikettfabrik. Der heutige Ferienpark war früher übrigens ein Braunkohlentagebau. Im Ort mit seinen Fachwerkhäusern herrscht Masken geschützte samstägliche Geschäftigkeit . Leider ist der Museumsladen , das Heimatmuseum geschlossen. Dort findet man viele Zeugnisse der Heimatsgeschichte und ein maßstabsgerechtes Modell der alten Zeche. Der Ortskern ist geprägt durch Fachwerkhäuser und den Bachlauf der Ohe. Wenn man die Hauptstraße entlang geht, entdeckt man auch historische Gebäude, wie die alte Türmchenschule gegenüber dem Rathaus. Ein Spaziergang durch Frielendorf ist auch ein Weg durch die Geschichte. Das Wetter ist inzwischen sonnig und warm geworden und wir suchen eine Möglichkeit einzukehren. Vor der Pizzeria, die uns vor zwei Tagen mit Pizza beliefert hat, können wir einen Cappuccino trinken, bevor es entlang der Landstraße wieder zurück zum Stellplatz geht.
    Der Nachmittag verläuft ganz entspannt und am Abend geht wieder ein Teil der Gruppe zum Essen auf die Terrasse des Wellnesszentrums. Rückblickend war das Wetter an diesem Tag eigentlich doch Radtour tauglich.

    Sonntag 28.06.2020
    Am Sonntag Morgen löst sich der Kreis der Teilnehmer relativ schnell auf. Lisa und Rolf wollen noch an den Main und fahren schon vor dem Frühstück los, um noch einen schönen Stellplatz zu bekommen. Brigitte fährt mit Hans und Marion und Heidi und Hans-Werner noch für ein paar Tage ins Urbachtal. Für uns geht es nach einer Woche Wohnmobilreise und Treffen in Holland und Hessen erst einmal wieder nach Hause. Doch die nächste Fahrt steht schon fest: das wird Ende Juli eine Woche Wohnmobilurlaub mit Clara, unserem Enkelkind, sein.
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  • Day33

    Treffen Silbersee - Radtour nach Homberg

    June 26 in Germany ⋅ 🌙 21 °C

    Der Tag beginnt vielversprechend mit Sonne, blauem Himmel und leichtem Wind. Das ideale Wetter für eine Fahrradtour. Genau die haben sich die Löhner Wohnobilisten heute vorgenommen. Um 11.00 Uhr geht es los in das gut 12 km entfernte Homburg Efze. Der Tipp kommt von unserem Platzwart, der uns auch auf die bergige Strecke aufmerksam gemacht hat. Aber alle sind motorisiert und können es mit den Steigungen der Gegend aufnehmen. Das denken wir. Aber es kommt anders. Zunächst geht es fröhlich los. Hans hat sein Handy aktiviert und Google Maps sagt, wo es lang geht. Aber schon nach der ersten Steigung fehlen Lisa, Rolf und Brigitte. Was ist passiert? Die Drei treffen wenig später auf die Wartenden und klären auf. Brigittes Akku arbeitet nicht richtig und schaltet sich immer wieder aus. Und das, obwohl sie sich extra für das Treffen einen neuen Akku für ihr Rad hat einbauen lassen. Auf dem Feldweg inmitten der Feldern werden alle Register der Akku -Wiederbelebung gezogen, vom Rein- und Herausziehen, An- und Ausschalten usw. wird alles probiert. Aber das Display bleibt tot. Brigitte bleibt nicht anderes übrig, als immer wieder abzusteigen, um den Motor wieder einschalten zu können, der dann aber regelmäßig nach kurzer Zeit wieder ausgeht. Anstrengende Kilometer bis Homberg.
    In Homburg angekommen fragen sich die Löhner nach einem Radladen durch. Inzwischen ist es schon nach 12 Uhr und der Radladen macht von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr Mittagspause. Aber Brigitte hat Glück im Unglück. Der sehr hilfsbereite und nette Inhaber des Fahrradladens Rothauge, der eigentlich schon auf dem Weg war, seinen Sohn aus dem Kindergarten abzuholen, nimmt sich nicht nur Zeit, um Brigittes Problem anzuhören, sondern behält auch gleich das Rad da, mit dem Versprechen, sobald er Zeit hat nach dem Rad zusehen und sie dann über Handy anzurufen. Dann bringt er sie auch noch zum verabredeten Treffpunkt, einem Eiscafe in der Altstadt. Während Brigitte per Auto in die Altstadt gefahren wird, nimmt der Rest der Truppe den Berg zur Altstadt wieder in Angriff.
    Die Altstadt von Homburg überrascht die Löhner wenig später. Kannten die meisten die Stadt nur vom Namen auf den Hinweisschildern der A 7, staunten alle nicht schlecht beim Anblick der hübschen und intakten Fachwerkhäuser. Und während man noch über den Standort der verabredeten Eisdiele diskutiert, hält ein Autofahrer und gibt den Tipp mit der Eisdiele in der Mauer unter der Kirche auf dem Markt. Wenn das nicht nett ist. Diese Eisdiele hatte am Abend zu vor auch der Stellplatzbetreiber empfohlen. Brigitte wird über den Wechsel des Treffpunktes informiert. Die nun nur noch neun Löhner suchen sich einen Platz unter den Sonnenschirmen auf dem Markt. Wenig später kommt nicht nur Brigitte dazu, sondern es werden auch die ersten tollen Eisbecher zum "Cool-Down" bei der Hitze serviert.
    Homberg (Efze), sowie Schwalmstadt in der anderen Richtung vom Silbersee und noch viele weitere schöne Städte sind Teil der Deutschen Fachwerkstraße und liegen im sogenannten Rotkäppchenland. Unterhalb von Homburg fließt der Fluss Efze und gibt der Stadt ihren Beinamen. Hoch über der Stadt thront die Hohenburg! Von dort oben hat man nach Aussage unseres Stellplatzbetreibers einen tollen Blick über das ganze Chattenland. Mit dem verliehenen Titel „Reformationsstadt“ steht die Stadtt in gleicher Reihe mit den schon etablierten Reformationsstädten Wittenberg und Eisenach. Auf dem Burgberg kann man in den tiefsten ausgemauerten Basaltbrunnen Europas (150 Meter) schauen. Aber bei der Hitze den anstrengenden Weg hoch zur Burg zu machen, dazu verspürt kaum jemand Lust. Viel lieber überlegt man sich beim Eis und im Schatten des Sonnenschirms die Zahlen für den gemeinsamen Lottoschein, der sogar am Ort neben der Eisdiele abgegeben werden kann. Trotzdem unternehme ich noch mit Lisa einen kleinen Bummel durch die Altstadtstraßen, zu dem sich später auch Heidi gesellt. Die Stadtkirche können wir allerdings nicht besichtigen.
    Ein Anruf beim Radladen und Brigitte erfährt, dass ihr Rad wieder einsatzbereit ist. Der Inhaber von dem Eiscafe "In den Schirnen" ruft ihr ein Taxi und die Gruppe der Löhner macht sich mit dem Rad auf den Weg. Mit einem funktionsfähigen Rad starten wir dann die Rückfahrt. Das Problem ist durch ein neues Aufspielen der Software behoben worden. Merke: Einfach Akku tauschen ist nicht, wenn man ein hoch technisiertes Rad fährt.

    Es ist bereits Nachmittag als die Löhner sich auf Nebenwegen über Lützelwig und Wernswig auf den Rückweg zum Stellplatz begeben. Der restliche Tag verstreicht entspannt mit Ausruhen oder Gesprächen vorm Mobil. Eine kleine Gruppe geht am Abend zum Essen auf die Terrasse des Wellness-Paradies am Silbersee
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  • Day32

    Silbersee Frielendorf - Sommertreffen

    June 25 in Germany ⋅ 🌙 18 °C

    Heute heißt es Abschiednehmen. Von unseren Freunden, von dem schönen Platz im Hafen und von den Niederlanden. Über 500 km sind zu fahren bis zum Silbersee im Hessen, wo wir an einem Corona akzeptablem Stammtischtreffen der Löhner Wohnmobilisten teilnehmen wollen. Bereits um 9.30 Uhr sind wir unterwegs, bei schönstem Sommerwetter. Eigentlich viel zu schade, eine so lange Zeit im Auto zu sitzen. Bis zur Autobahn zeigt uns die Landschaft wieder ihre Bilderbuchseite. Blau schimmernde Seen, Grachten und Kanäle, auf denen Boote sich auf- und abwiegen, leere Straßen gesäumt von grünen Wiesen mit glücklichen Schafen und Kühen, über denen sich ein blauer Himmel mit Schäfchenwolken spannt. Die Niederlande sind doch immer wieder schön. Wir erreichen die A31 und von Osnabrück fahren ein Stück A30, bevor es auf dem erst vor kurzem freigegeben Stück A33 Richtung Bielefeld Paderborn weitergeht. Ab Wünneberg führt die A44 uns weiter in Richtung Kassel bis wir auf der A49 Frielendorf erreichen.
    Per Whatsapp trudeln die ersten Nachrichten der bereits Angekommenen ein, die auch für uns einen Platz freihalten. Gegen 15.00 Uhr fahren wir entlang des Sees auf einer schmalen Straße zum Stellplatz Silbersee, wo wir uns Corona mäßig auf Abstand mit den Anwesenden begrüßen.
    Michael ist kurze Zeit später ziemlich unglücklich mit meiner Platzwahl. Auf dem ausgesuchten Platz haben wir zwar einen tollen Blick in die Natur und das hessische Bergland , aber auch zu allen Seiten absolute Schräglage , dass sogar der Einsatz aller zur Verfügung stehenden Keile nicht viel Besserung bringt. Das Womo hängt nach allen Seiten. Aber lieber Hanglage mit freiem Blick als einen ebener Standort in einer Reihensiedlung. Wenig später entdecke ich noch einen anderen Platz, der meinen Ansprüchen auch genügen würde, aber da streikt Michael energisch.
    Wir haben uns alle lange nicht gesehen und da gibt es natürlich viel zu erzählen. Dazu gilt es den Geburtstag von Brigitte bei Kaffee und Keksen zu feiern.
    Rein theoretisch ist jeder als Einzelfahrer da. Mit eigener Anmeldung. Wir sind nur zur gleichen Zeit am gleichen Ort. Insgesamt 7 Mobile mit 12 Personen aus dem Kreisen Herford, Minden und Rinteln haben an diesem Wochen den Stellplatz am Silbersee angesteuert. Wie gut, dass 10 Personen jetzt offiziell zusammen sitzen dürfen. Sonst hätten wir so eine Art Speed-Dating machen müssen. Jeder besucht , jeden einmal an seinem Wohnmobil. Aber so ist es natürlich viel besser. Und dadurch, das fast nie alle 12 Personen zusammen kommen , halten wir uns auch ganz offiziell an die Corona Maßnahmen. Statt des sonst üblichen gemeinsamen Grillens bekommt die Pizzeria in Frielendorf einen Großauftrag. Pizza im Karton, das Abendessen des heutigen Tages.
    Nach dem Abendessen möchte ich dann aber doch noch sehen, wo wir überhaupt Quatier genommen haben. Brigitte begleitet mich auf dem Spaziergang zum und rund um den Silbersee, der ganz idyllisch im Licht der Abendsonne liegt. Der See ist nun wirklich nicht groß, erfüllt aber alle touristischen Anforderungen, vom Badestrand mit Liegewiese, Tretbootverleih, Ferienhausanlage, Freizeitpark, Silbersee-Alm, Biergarten, Restaurant, Hotel usw. ist alles vorhanden. Da kann man mal sehen, was man aus einem Baggersee alles machen kann. Nicht umsonst heißt er deshalb wahrscheinlich Silbersee. Alles am See wird versilbert. ;-)
    Auf der Liegewiese hat die Jugend Platz genommen. In Gruppen sitzen sie beieinander, trinken, rauchen Shisha und scheinen von Corona noch nie was gehört zu haben.
    Über eine Stunde sind wir unterwegs. Als wir zurück zum Stellplatz kommen, sind Rolf und Lisa gerade angekommen. Die meisten haben sich schon ins Wohnmobil zurückgezogen. Eine kleine Gruppe aber sitzt später vor unserem Wohnmobil, begrüßt die Neuankömmling, trinkt noch ein Glas Geburtstags-Sekt und schaut dem Sonnenuntergang zu, bis die Dunkelheit herein bricht.
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  • Day31

    Sneek

    June 24 in the Netherlands ⋅ ☀️ 25 °C

    Es ist bereits sehr warm, als wir am Morgen wach werden. Ein heißer Tag kündigt sich an. Haben wir vor zwei Tagen noch etwas über den kalten Wind gemeckert, freuen wir uns jetzt über jede kühle Brise, die vom Wasser kommend, uns streift. Die Rollos bleiben, zumindest was die Sonnenseite betrifft, gleich unten. Ich unternehme einen kleinen Spaziergang zur Badelagune. Noch ist der Strand menschenleer. Das soll sich aber im Laufe des Tages ändern. Mein Kleid hochgekrempelt, teste ich die Beschaffenheit des Wassers. Ich kann weit hineingehen, bevor das bräunliche Wasser die Oberschenkel erreicht. Den sandigen Untergrund kann ich nur fühlen, nicht sehen. Das Wasser ist vom Moor gefärbt.
    Der Vormittag vergeht mit sonnen, lesen, quatschen. Bei der Hitze lässt der Unternehmungsgeist zu wünschen übrig. Aber gegen 13.00 Uhr entschließen wir uns doch für eine Radtour in das ca. 12 km entfernte Sneek. Michael ist es zu heiß zum Radfahren. Er möchte lieber weiter im Schatten den Booten beim Anlegen zuschauen. So starte ich gemeinsam mit Ingrid und Bernd. Über die Knotenpunkte 35, 36, 37, 39, 40, 53, 05 hoffen wir, mitten in der Altstadt von Sneek anzukommen. Die Strecke ist abwechslungsreich. Zunächst fahren wir wieder aus dem Ort hinaus, bis wir den Anfangsknotenpunkt erreichen. Nach einem kleinen Stück entlang der Landstraße geht es dann ab durch die Wiesen, vorbei an glücklichen Kühen und an einem Rastplatz im Schatten. Dann kommen wir nach ljlst, einem netten, kleinen Ort mit Ausflugsterrassen direkt an der Galamagracht, auf denen viele Radwanderer bei einem Getränk oder Imbiss sitzen. Boote schaukeln in dem von der Sonne glitzernden Wasser. Eine Bilderbuchseite der Region. Ijlst liegt im Südwesten Frieslands und zählt etwa 3.200 Einwohner. Und seit 1268 gehört der Ort zu den elf friesischen Städten. Die Stadt war schon immer für ihren Schiffsbau und als Handelsposten bekannt. Ihren Namen verdankt die Stadt einem kleinen Fluss, der früher durch IJlst floss, die alte Ee. In dem kleinen Ort spürt man, wie in vielen Orten in der Provinz Friesland, die Vergangenheit. Die Häuser, die schmalen Gassen, die Grachten und Mühlen, alle erzählen die Geschichte dieser Region. Ijlst ist zwar ein winziger Ort, aber durchaus ein kleiner Geheimtipp.
    Eine ganz andere Geschichte bekommen wir an der Sägemühle de Rat in Ijlst erzählt. Der Radweg ist von dort ab nämlich gesperrt und wir müssen uns einen anderen Weg nach Sneek suchen Der nette Herr an der Mühle lädt uns ein, doch stattdessen die Mühle zu besichtigen. Ein anderes Mal vielleicht, denn auch die Mühle hat eine interessante und geschichtsträchtige Vergangenheit, aber leider keinen Kaffee und Kuchen, wegen denen wir unterwegs sind Die Mühle von 1711 arbeitet immer noch so wie bei ihrer Entstehung und wird von der Gemeinde und Freiwilligen Instand gehalten.
    Der Herr an der Mühle gibt uns eine kurze Wegbeschreibung und eine Viertelstunde später erreichen wir auf ausgeschilderten Radwegen Sneek, wo uns als erstes das Wassertor begrüßt . Inzwischen haben wir unseren Knotenpunkt 05 wiedergefunden und durch die etwas wuselige Stadt gelangen wir dann zum Endpunkt der Tour mitten in der Altstadt direkt gegenüber des VVV. Wir stellen die Räder ab und besorgen uns beim VVV einen kostenlosen Stadtplan, anhand dessen wir uns in der Altstadt zu orientieren versuchen. Sneek ist im Gegensatz zu Heeg doch um ein vielfaches größer. Es ist die drittgrößte Stadt in der Provinz Südfriesland und ist aus mehreren Dörfern entstanden. Durch die zentrale Lage im Seengebiet Südfriesland dreht sich auch hier alles um den Wassersport, aber auch viele kleine Läden und Cafes laden zum Bummeln ein. Da es sehr heiß ist, begnügen wir uns mit einem oberflächlichen Bummel durch den Stadtkern und sind dabei auf der Suche nach einem Schattenplatz zum Kaffee trinken. An der Gracht am Grootzan entdecken wir etwas geeignetes. Im Schatten eines Sonnenschirms mit kühlem Windhauch von der Gracht bestellen wir "Koffee verkehrt" und "Appeltart mit Slagroom". Lecker !!! Der "Koffee verkehrt" wird mit einem Gläschen Wasser, frischen Brownies und Karamelsahne serviert. Das Café beschäftigt Menschen mit besonderem Förderbedarf, die uns unter Anleitung Kaffee und Kuchen servieren. Die Niederlande sind uns in Sachen Integration behinderter Menschen doch um einiges voraus.
    Gestärkt suchen wir danach unsere Räder auf, und zurück geht es auf dem bekannten Weg. Einmal müssen wir ein Stück zurückgefahren, denn der Radweg von Jjlst nach Sneek ist natürlich auch in der Gegenrichtung gesperrt. Und einmal hat ein Scherzbold die Hinweisschilder der Knotenpunkte vertauscht und uns damit etwas durcheinander gebracht. Aber wir haben dann doch den Weg zum Jachthafen in Heeg gefunden, den wir später ziemlich verschwitzt erreichen. Zu meiner Freude hat Michael die Außendusche angebracht, und ich habe das Gefühl es zischt richtig, als ich mich darunterstelle, um mich abzukühlen.
    Wir erholen uns danach im Schatten, bis ein Aperitif das abendliche Menü ankündigt, das dieses Mal aus gebratenem Lachs, Salat und Kartoffeln besteht. Den Blick aufs Wasser und auf die untergehende Sonne gibt es kostenlos dazu.
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  • Day31

    Radtour um den Idzegaasterpoel

    June 24 in the Netherlands ⋅ ☀️ 25 °C

    Die Temperaturen sind weiter gestiegen und ein wolkenloser Himmel empfängt uns am Morgen. Eine leichte Brise sorgt für Erfrischung. Nach dem Frühstück möchte ich gern in meinem eigenen Tempo einmal durch den Ort gehen, Fotos machen, den kleinen Läden einen Besuch abstatten und nebenbei Brot für den nächsten Tag besorgen. Beim Coop, wo ich auch das Riesenglas Erdnussmus, das sich Lena als Mitbringsel gewünscht hat, bekomme, stelle ich kurz vor der Kasse fest, dass ich mein Geld vergessen habe. Also Wagen zur Seite schieben, zurück zum Wohnmobil, Geld holen und den Kaufvorgang beenden. Zum Glück ist unser Stellplatz nur wenige Schritte vom Zentrum entfernt.
    Für den Nachmittag hat Michael eine Radtour zusammengestellt. Es soll um den Idzegaaster Poel, einem See zwischen den großen Friesenmeeren gehen. Der Idzegaaster Poel hat seinen Namen von dem Dorf Idzega bekommen und wird, wie die Meere, auch für den Wassersport genutzt. Auf schmalen Radwegen geht es durch den Schilfgürtel des Sees. Teilweise sieht man auf dem gewundenen Fietspad nicht die entgegenkommenden Radfahrer, und man muss schon ein wenig achtsam sein. Vom weiten kann man zwar die Segel der Boote sehen, aber nicht das sie umgebende Wasser und so entsteht die Illusion von Segelschiffen, die über die Wiesen gleiten. An einer Stelle endet der Radweg am Ufer des Sees. Eine kleine Radfähre bringt uns an das andere Ufer. Bei dem schönen Wetter sind die Badestellen des Sees gut besucht, was wir an der Anzahl der Räder im Schilf feststellen können. Wir erreichen das Dorf Oudega, friesisch Aldegea. Ein kleines Dorf, das, wie soll es anders hier sein, sich dem Wassersport gewidmet hat. Am historischen Hafen legen wir einen Stop ein und betrachten die renovierten alten Schiffe, die dort liegen. Auch die schöne Kirche von Sandfirden fällt uns gleich ins Auge. Entlang des Kanals, der in den Hafen mündet und an dem wir die Fahrt fortsetzen, fallen uns die vielen , kleinen weißen Brücken auf. Vor einem der alten Häuser zieht ein rot- weißer Sonnenschirm unsere Aufmerksamkeit auf sich. Unter ihm befindet sich ein Verkaufsstand für, wenn ich das richtig übersetzt habe, Pfefferkuchen. In unterschiedlich großen Stücken und zu unterschiedlichen Preisen warten sie nett verpackt auf Käufer, die ihre Euros in die bereitgestellte Kasse legen sollen. Viel Vertrauen zu den Mitmenschen.
    Entlang von Wiesen mit hoffentlich glücklichen Kühen, setzen wir unsere Fahrt fort bis wir wieder Heeg erreichen und die Fahrt nach gut 20 km endet.
    Ein wenig erholt und erfrischt gibt es auch heute wieder einen Aperitif. Das abschließende Camper- Menü haben wir heute gemeinsam beschickt und das Dessert gibt es bei einem Glas Wein zum Sonnenuntergang.
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