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  • Day7

    Rewal, Camping Klif

    May 24 in Poland

    Nach 3 Tagen in Miedzyzdroje soll es noch eine Station weitergehen bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen. Wir haben uns den Badeort Rewal ausgesucht. Dort wollen wir uns einen Platz im Camping Klif suchen. Um Stellplätze müssen wir uns keine Gedanken machen. In der Vorsaison haben wir hier an der polnischen Ostsee immer noch viel Auswahl. Und das Wetter kann auch in der Hauptsaison nicht besser sein. Also packen wir zusammen. Auf der 104 geht es in östliche Richtung. Im Nachhinein betrachtet kommt mir gefühlt die ganze Strecke nach Rewal wie eine einzige Baustelle vor. Ich beneide Michael nicht um seine Aufgabe als Fahrer. Der neu angelegte Fahrstreifen ist bis zu einem halben Meter höher als die alte Straße. So fahren wir Kilometer lang wie über einen Deich. Und es gilt nicht nach rechts oder links von der Fahrbahn ab zu kommen. Überall wird schwer gepflastert, geteert und gebaggert. Die EU Schilder zeigen woher das Geld dazu kommt. Wir kommen am Camping Tramp vorbei, das wir eigentlich auch favorisiert gehabt haben. Hier liegen die Stellplätze im Wald und damit im Schatten. Im Schatten ist die Temperatur allerdings noch recht kühl. Sie liegt so zwischen 15 und 17 Grad. Da sucht man sich doch lieber ein sonniges Plätzchen. Das finden wir auf dem Campingplatz Klif. Ungefähr 50 parzellierte Stellplätze mit Strom und Wasserversorgung sind hier in verschiedenen Größen neu angelegt worden. Alle umrahmt mit Hecken und Büschen. Viele Plätze sind noch frei und wir haben wieder die Qual der Wahl. Die Sanitäranlagen sind sauber und modern. Es gibt ein Restaurant und ein kleiner Weg oberhalb der Steilküste führt zum Strand. Ein sehr schöner, gepflegter Platz. Am Nachmittag erkunde ich auf einer Walkingtour den Ort und den Strand. Nur wenige Menschen liegen hier in der Sonne. Der Wind ist ganz schön frisch. Diejenigen, die hier ein Sonnenbad nehmen, haben sich hinter ihren Windschutz geflüchtet oder liegen zwischen den Fischerbooten, die hier wie farbige Tupfer im Sand zu finden sind. Und ich habe mich nicht getäuscht: in der Nähe der Boote finden sich auch wieder die Fischrestaurants der Fischer. Der Ort selbst wirkt noch etwas verschlafen und präsentiert sich lange nicht so mondän wie Swinemünde oder Misdroy. Sehr gemütlich. Viele Buden, Verkaufszelte und auch Läden haben noch geschlossen. Die Hauptsaison beginnt erst ab Mitte Juni und reicht bis Ende August. Am Abend gehen wir auf dem Campingplatz essen. Das Essen ist gut reichhaltig und sehr günstig. Die großen Reibekuchen, Placzek genannt und mit Gulasch gefüllt,kenne ich noch von anderen Polenreisen und weiß sie riesig sie ausfallen. Deshalb bestelle ich mir nur eine kleine Portion. Selbst die ist noch so groß, dass ich es nicht schaffe. Hier entdecke ich auch das Piwo Sok wieder. Kirschsirup wird in Bier gefüllt und das Ganze mit einem Strohhalm serviert. Das hat Ähnlichkeit mit einer "Berliner Weiße ".
    Schmeckt auf alle Fälle lecker. Aber das Bier trinken mit dem Strohhalm ist doch sehr gewöhnungsbedürftig. Nachdem die Sonne untergegangen ist, ist ist wirklich sehr, sehr frisch. Wir sind froh zum Schlafen in das warme Wohnmobil gehen zu können und nicht wie unsere Nachbarn gegenüber in ein Zelt.
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