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  • Day9

    Rückfahrt

    May 26 in Germany

    In der Nacht gab es eim Gewitter. Doch am Morgen ist der Himmel wieder blau. Die Temperaturen sind angestiegen. Der kühle Ostwind fehlt. Nach dem Frühstück geht es zurück. Kołbaskowo an der deutsch-polnischen Grenze hat Michael im Navi eingegeben. Dort an der Tankstelle können wir unsere Viatollbox zurückgeben und die Kaution und die nicht verbrauchten Gebühren zurück bekommen. Aber zunächst geht es auf die Baustellen- Landstraße 104 . Bis zur Saison wird das hier niemals fertig. Das wird dann ein großes Chaos und wahrscheinlich ein Riesenstau. Gestern habe ich auf einer Plakatwand Werbung für den Ort im Sommer gesehen. Das Foto soll Touristen begeistern. Für mich wirkt es aber eher abschrecken, wenn ich mir den Strand in der abgebildeten Belegung vorstelle. Nichts für uns. Beim Spülen erfährt man ja immer so allerhand. Da nehme ich doch gern das Angebot des Spülens außerhalb des Wohnmobils an. Auch heute erzählt mir eine Frau, die hier häufig Urlaub macht, dass bis Mitte-Ende Juni alles wunderbar ist. Danach nicht mehr. Dann ist es nur noch voll. Dann wird jeder Quadratmeter ausgenutzt, um Touristen unterzubringen.
    An der Grenze wollen wir unsere Box los werden. Das geht nur an einer bestimmten Tankstelle. Wir tanken auch gleich und bezahlen Nur für die Box bekommen wir kein Geld. Weder bekommen wir die Kaution zurück , noch das Restgeld der Gebühren. Erst nach einigem hin und her sind wir schlauer. Das Geld bekommen wir auf das Kreditkartenkonto zurücküberwiesen, dass sich Viatoll bei der Bezahlung abgegriffen hat. Woher soll man das wissen. Steht nirgendwo und wenn.....wir hätten es eh nicht lesen können. Als wir in Deutschland sind erfahren wir zu spät, das unser Sohn in Bad Buckow ist. Dort besucht er seine Familie, die dort zur Kur ist. Schade. Wir hätten uns auf einen Kaffee treffen und Clara, unser Enkelkind und unseren Sohn Jan Michel sehen können. Aber über 50 km zurück fahren wollen wir bei dem einsetzenden Verkehr auch nicht. Kurze Zeit später geraten wir in den ersten Stau. Über eine Viertelstunde bewegt sich gar nichts vor einer Baustelle mit einspuriger Verkehrsführung. Allerdings ist das noch harmlos. Auf der Gegenfahrbahn auf der A10 gibt es eine Vollsperrung. Der Stau ist mindestens 25 km lang. Die Menschen sind bei der Hitze aus den Fahrzeugen gestiegen. Ein Motorradfahrer in seiner dicken Lederkluft tut mir echt leid. Die kann er nicht so einfach verlassen. Die Vollsperrung dauert auch nach einer Stunde noch an. Da fahren wir bereits am nächsten Unfall der Gegenrichtung vorbei. LKWs haben die Fahrbahn gesperrt und Ersthelfer bemühen sich mit Wiederbelebungsmaßnahmen um einen Verletzten. Da wird mir mal wieder bewusst, wie nah Freud und Leid zusammen liegen. Wie schnell aus Lachen, Weinen werden kann. Wie sich innerhalb von Sekunden ein Leben verändern kann. Wir blenden das immer aus und das ist auch gut so. Nur hin und wieder muss man sich einfach das eigene Glück bewusst machen und Augenblicke genießen. Inzwischen ist es bereits 15.00 Uhr. In der Nähe von Magdeburg wollen wir uns einen Stellplatz im Grünen und möglichst am Wasser suchen. Doch das dürfte an einem Samstagnachmittag bei diesem Wetter zu einer einzigen Sucherei werden. Irgendwo eingezwängt zwischen zwei Mobilen und auf Asphalt und Schotter....darauf haben wir keine Lust. Unser Garten und die Terrasse sind noch 250 km entfernt. Anstatt die Zeit mit Suchen zu verbringen, starten wir nach einer schönen Kaffeepause durch, sind um 18.30 Uhr zu Hause und können den Sonntag nach den schönen Tagen an der Ostsee, noch in unserem eigenen Garten verbringen, bevor am Montag die, allerdings sehr kurze Arbeitswoche beginnt. Am Mittwoch geht es dann schon weiter zum Treffen mit Freunden nach Doetechim in Holland.
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