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  • Day8

    Rollertour nach Sarnico

    October 19 in Italy

    Sonne satt beim Frühstück. Beim Spülen bekomme ich wieder Tipps über lohnende Ausflugsziele und Wanderungen. Um das alles machen zu können, müssten wir ein paar Wochen hier bleiben und nicht ein paar Tage. Obwohl aus den geplanten drei Übernachtungen schon sechs geworden sind.
    Damit nicht wieder die Dunkelheit über unsere Tour hereinbricht, starten wir gleich nach dem Frühstück, also am späten Vormittag ;-).
    Heute wollen wir mit dem Roller in die andere Richtung des Sees fahren und uns Sarnico und Paratico anschauen. Wieder geht es entlang der Ufertraße, den See meist im Blick. Überall werden Oliven geerntet. Was man am Auslegen großflächiger Netze erkennen kann, in die die Oliven fallen, wenn die Bäume mit elektrischen Besen gekämmt werden. Gleichzeitig werden die Bäume auch verjüngt und Äste abgeschnitten.
    Wir kommen am Naturschutzgebiet Torebiere del Sobino vorbei. Idyllisch glitzert die Wasseroberfläche zwischen der ungebändigten Flora hindurch. Das könnte auch noch ein Ausflugsziel sein. In Sarnico angekommen finden wir einen Parkplatz an der Promenade. Sarnico ist ein freundlicher Urlaubsort im Süden des Iseosees, dort, wo der Fluss Oglio den See wieder verlässt. Eine Brücke über das Ende des Sees bzw. den Anfang des Flusses trennt Sarnico von Paratico, dem Nachbarort. Wir gehen auf einer fast menschenlosen Promenade am See entlang. Vereinzelt dümpeln noch Boote am Rand. Ein Pavillon am Ende eines Steges erweckt unserer Interesse und bietet ein schönes Fotomotiv an diesem sonnigen Tag, an dem die Berge im Hintergrund zu sehen sind, die Hügel sich in den Herbstfarben zeigen, als wollten sie mit dem Blau des Sees um die Wette konkurrieren.
    Beide stellen wir fest, dass das unsere Zeit für diese schöne Ggend ist. Es ist von allem noch reichlich vorhanden, von der Sonne und der Wärme, von den Farben, von den Angeboten, alles steht noch zur Verfügung, ist noch offen, nur wir müssen es nicht mit einer so großen Anzahl Menschen teilen. Wir verlassen den See und gehen durch schmale Straßen in die Altstadt. Einige hochherrschaftliche Villen mit toll angelegten Gärten können wir bewundern. Von der Altstadt geht es über die Brücke nach Paratico. Auch hier schlendern wir durch den Ort. Am Fluss mit Blick auf das gegenüberliegende Sarnico essen wir ein Eis. Gelatie. Stand noch auf der Liste "Was wir unbedingt probieren müssen". Lecker! Auf dieser Liste steht auch Tiramisu. Und das haben wir uns bei unserer Rückkehr aus dem Restaurant des Campingplatzes besorgt. Zum Kaffee. Schmeckt besser als jede Torte, denn mit Torte sieht es eher schlecht hier aus. Es gibt nur jede Menge kleiner Kuchen und Teilchen aus Blätterteig. Hin und wieder mit einem Obststück als Deko, aber so Sahnetorte oder Obstkuchen, die scheint man hier nicht zu kennen. Was soll es. Schließlich sind wir nicht hier, um das Gleiche wie zu Hause vorzufinden.
    Am Spätnachmittags fahre ich mit dem Rad noch einmal nach Sulzano. Etwas Bewegung braucht der Mensch nach Eis und Tiramisu. Jetzt finde ich auch den Radweg, der sich bis Pilzone toll fahren lässt. Danach muss man jedoch wieder auf die befahrene Uferstraße, die zum Teil nicht einmal einen Seitenstreifen hat. Um diese Zeit geht da ja, aber im Sommer....In Pilzone entdecke ich ein braunes Hinweisschild zu einer Sehenswürdigkeit "Valeriana". Sogar ein Parkplatz gehört dazu. Das muss ich doch mal recherchieren. Später zurück am Wohnmobil stelle ich fest, dass sich hinter der "Valeriana" ein alter Wanderweg zwischen Pilzone und Pisgone verbirgt, der oberhalb des Sees verläuft und beeindruckende Aussichten auf den See gewähren soll. Na, dann weiß ich, was wir in den nächsten Tagen machen.
    Haben wir den ganzen Tag allein auf dem Arial am See gestanden, auf dem in der Saison vier Wohnmobile oder Wohnwagen stehen, so bekommen wir gegen Abend Nachbarn. Eine Familie mit erwachsenen Kindern und einem Hund erfüllt den Platz mit rheinischer Lebensart und einem geliehenen Wohnmobil. Alle sind aufgedreht, angekommen zu sein, freuen sich über den Platz und den Blick über den See.....am meisten Nala, der Hund. Trotzdem erleben wir wieder einen schönen lauen Abend, blicken noch lange nach dem Einsetzen der Dunkelheit auf das Wasser und lassen das Erlebte Revue passieren.
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