• Kacke zu Kacke

    9 novembre 2025, Zambia ⋅ ☁️ 32 °C

    Auf einer unserer morgendlichen Pirschfahrten nach einer regenreichen Nacht, entdecke ich auf dem Track etwas, das sofort meine Aufmerksamkeit weckt, ein frischer 💩. Für mich sieht das ganz klar nach einer Raubkatze aus. Ein Leopard vielleicht? Ist er noch in der Nähe? Gibt es Spuren? Ich bremse ab und studiere das „Fundstück“.

    Damit auch Sandra das gute Stück in all seiner Pracht begutachten kann, lege ich den Rückwärtsgang ein und setze elegant neben den Haufen zurück. So zumindest der Plan. Was ich dabei völlig ignoriere, auf meiner Seite des Tracks zieht sich eine lange, tiefe Schlammpfütze dahin. Kaum realisiert, stecken wir schon fest. Zwei, drei weitere gut gemeinte Vor- und Rückwärtsversuche später liegt unser Landy bedrohlich schräg mit der Achse auf, wie ein gestrandeter Wal.

    Sandra bleibt vorerst im Auto und überwacht die Umgebung. Der Haufen ist noch frisch und feucht und beim Gate um die Ecke begrüsste uns morgens Lucy, die Leopardin höchstpersönlich.

    Mir bleibt irgendwie keine andere Wahl, raus, Schaufel vom Dachträger und ran an die Arbeit. Der Matsch ist so tief und glitschig, dass ich mich kaum ohne festhalten bewegen kann, während ich grabe, schaufele und schwitze, sucht Sandra Wurzeln, Holzstücke und alles halbwegs Feste für unter die Reifen. Es hilft kaum. Der Matsch gewinnt.

    Nach einer Reihe verzweifelter Versuche taucht zum Glück Chisha auf. Mit einem eher kreativ zusammengeknoteten Stück Stofffetzen (wir haben nämlich kein eigenes Equipment dabei, aber das ist eine andere Geschichte 🦂 ) zieht er uns ruck zuck zurück auf festen Boden.

    Wir verabschieden uns und es bleibt nur noch eine Frage: Wo ist eigentlich der Leopard?
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