• Farmleben in Zimbabwe

    21 November 2025, Zimbabwe ⋅ ⛅ 25 °C

    Zimbabwe fasziniert uns mit seiner bewegten Geschichte. Einst galt das Land als die Brotkammer Afrikas. Fruchtbare Böden, erfolgreiche Farmen und eine Landwirtschaft, die scheinbar alles hervorbrachte, was man sich nur vorstellen konnte, Mais, Tabak, Obst, Gemüse. Was hier wuchs, wurde in alle Himmelsrichtungen exportiert. Die Farmgeschichte des Landes ist reich, stolz und geprägt von Menschen, die den roten Boden mit Know-how und harter Arbeit zum Blühen brachten.

    Doch ab dem Jahr 2000 änderte sich alles. Die Regierung unter Robert Mugabe startete eine radikale Landreform, bei der viele, meist weissen Besitzern gehörende, Farmen meist gewaltsam enteignet und neu verteilt wurden. Offiziell sollte damit historische Ungleichheit behoben werden. In der Realität ging ein grosser Teil des Landes an politisch gut vernetzte Personen, oft ohne landwirtschaftliche Ausbildung, Maschinen oder finanzielle Mittel.

    Was einst florierende Betriebe waren, geriet in kurzer Zeit ins Straucheln: Bewässerungsanlagen verfielen, Felder lagen brach, und die einst so beeindruckende Produktivität Zimbabwes sank dramatisch. Das Land kämpft bis heute mit den Folgen dieser tiefgreifenden Umwälzungen.

    Zudem geriet Zimbabwe in eine Hyperinflation, wie sie kaum ein anderes Land erlebt hat: Die Preise explodierten im Jahrestakt um Hunderttausende Prozent. Am Ende war der zimbabwische Dollar so wertlos, dass Menschen ganze Taschen und Garetten voller Scheine für einen einfachen Einkauf bewegen mussten.

    Heute stehen wir auf einer dieser ehemaligen Farmen. Zwischen alten Bäumen, stillgelegten Kanälen und den Überresten früherer Betriebsgebäude spürt man die Geschichte förmlich.
    Hier versucht man mit einem Camp und verschiedenen Antilopenarten Gäste anzuziehen.
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