Anna Koslowski

Joined July 2018
  • Day117

    Arrivederci Roma!

    November 6, 2018 in Italy ⋅ ⛅ 17 °C

    Es ist soweit. Die Reise und dieser Blog ist zu Ende.

    Wir hatten eine wundervolle Zeit auf Shippy, auf der Mosel, dem Vogesenkanal, der Saone, der Rhone und dem Mittelmeer und jetzt zum Schluss in Rom.

    Jetzt sitzen wir am Flughafen in Rom und freuen uns auf Zuhause. Auf unsere Familie, unsere Freunde, Glühwein und Spekulatius.

    Danke, dass ihr diesen Blog verfolgt habt.

    Ich wünsche euch allen eine fantastische Vorweihnachtszeit und hoffe, dass ihr bei unserer nächsten Reise wieder mit an Bord seid.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day109

    Bella Roma

    October 29, 2018 in Italy ⋅ 🌧 18 °C

    Auch wenn die Zeit auf Shippy für uns am Sonntag zu Ende ging, so geht die Reise für uns zumindest noch ein paar Tage weiter. Wir haben uns nämlich entschieden nach Rom zu fliegen, wo wir beide noch nie waren, und die Reise dort bei angenehmen 20 Grad ausklingen zu lassen bevor es nächste Woche nach Hause ins herbstliche Deutschland geht. Ein kleiner Puffer also damit der Kultur- und Temperaturschock nicht allzu heftig wird.
    Und damit lagen wir goldrichtig, denn die Stadt ist wirklich ein traumhaft schön. Man hat die ganze Zeit das Gefühl durch eine riesige, antike Auagrabungsstätte zu laufen. An jeder Ecke wimmelt es von imposanten Gebäuden und Ruinen sowie hübschen Plätzen mit einer Vielzahl von gemütlichen Cafés und Restaurants mit rot-weiß-karierten Tischdecken:-)

    Direkt am Montag haben wir uns das Kolloseum angesehen, mussten unsere Besichtigung jedoch leider nach einer halben Stunde abbrechen, da alle Sehenswürdigkeiten in Rom aufgrund eines Sturnes mit Windgeschwindigkeiten von 100km/h geschlossen wurden. Übrigens blieben auch die Schulen sowie die meisten Büros geschlossen und es wurde allgemein empfohlen zu Hause bzw. im Hotel zu bleiben.

    Wir waren heilfroh, dass wir in diesem Sturm nicht mit Shippy unterwegs waren. Ein besseres Timing konnte es wirklich nicht geben, da wir von Palmiro, Shippys neuem Besitzer, erfuhren, dass auch in Porto Pino die Welt unterging mit heftigen Böen und über 5 Meter hohen Wellen! (s. Foto)

    Shippy hat zwar nasse Segel bekommen, aber den Sturm hat er zum Glück überlebt!

    Tipp: Das Best Pantheon B&B ist sehr zu empfehlen, es liegt fußläufig zu allen großen Sehenswürdigkeiten, ist richtig stylisch und modern eingerichtet und sehr sauber. Außerdem bekommt man ein leckeres Frühstück im Café nebenan dazu. (s. Foto)
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  • Day108

    Bye, bye Shippy

    October 28, 2018 in Italy ⋅ 🌧 20 °C

    Was soll ich noch sagen? Die Überschrift spricht für sich. Nach einer wundervollen Zeit auf und mit Shippy, hieß es am Sonntag Morgen Abschied nehmen von unserem liebgewonnenen, 42-jährigen, stahlharten Oldtimer. Sein Yanmar-Herzchen wollte einfach nicht mehr regelmäßig schlagen, trotz mehrfach durchgeführten Operationen am offenen Motor.

    Wir hatten eine wundervolle, abenteuerliche, fantastische, unvergessliche, teils stürmische, aber meist sonnige und unbekümmerte Zeit. Großartige, unbeschwerte und traumhafte dreienhalb Monate liegen hinter uns.

    Für Gregor und mich war es eine unglaublich tolle Erfahrung und das größte und schönste Abenteuer, das wir je unternommen haben in unserem Leben und wir können jedem (vor allem auch den jungen Lesern), der auch nur im Ansatz von so einer Bootsreise, einem Segeltrip träumt, nur ans Herz legen: Sail away, dream your dream.

    Für Gregor und mich geht die Reise noch ein bisschen weiter, wir verbringen noch einige Tage in Rom, bevor uns der deutsche Herbst schließlich willkommen heißt, und Shippy verbringt seinen Lebensabend auf Sardinien, wo er in Porto Pino bei einem befeundeten Fischer ein neues Zuhause gefunden hat.

    Bye, bye Shippy. Schön war's mit dir!
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  • Day105

    Geil, schon wieder nicht gestorben!

    October 25, 2018 in Italy ⋅ 🌙 14 °C

    PENG! Gregor und ich schrecken gleichzeitig hoch und wissen, obwohl wir vor fünf Sekunden noch tief und fest geschlafen haben, beide sofort was passiert ist: Wir sind anscheinend auf Grund gelaufen. #stahlboot

    Während wir an Deck laufen, fällt mir ein, dass ich gestern Nachmittag gar keine Felsen im Wasser sehen konnte und wie sich herausstellt sind wir auch nicht auf einen Felsen geknallt, sondern an den Sandstrand.

    Verwirrt sieht Gregor mich an: "Wir stehen ja an Land!" "Ist doch toll. Du wolltest doch immer mal mit Shippy direkt an den Strand fahren", erwidere ich müde.
    Zum Glück stecken wir nicht fest, so dass wir uns am Anker wegziehen können, um danach nochmal neu den Anker zu werfen.

    Es dauert nicht lange, da liegen wir beide wieder in der Koje und schlafen tief und fest. Die Nacht war anstrengend, weil wir uns an der Überfahrt nach Tunesien versucht haben. Eine Strecke von 186km. Wir sind um Mitternacht losgefahren, nachdem Gregor und ich Shippy am Vortag auf Vordermann gebracht haben, das Segel genäht, etc.
    Shippy schien jedoch weniger Lust auf Tunesien zu haben, denn nach 12 Kilometern streikte mal wieder sein Motor und so mussten wir umdrehen und gegen die Wellen zurück zur sardinischen Küste segeln. Nur brauchten wir diesmal über 3 Stunden für die Strecke, die vorher eine Stunde in Anspruch genommen hatte.
    Als wir gegen halb 5 wieder unseren vorherigen Ankerspot unterhalb des Torre de Chia erreichten, waren wir nicht nur übermüdet, nass und durchgefroren, sondern hatten auch vollends den Kaffee auf.

    Nachdem wir den Anker geworfen hatten, sah Gregor mich an und sagte in wehmütigen Ton: " Ich will nach Hause!" und ich stimmte ihm zu.. Aber: Geil, wir sind schon wieder nicht gestorben!
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  • Day104

    Cagliari & der Süden Sardiniens

    October 24, 2018 in Italy ⋅ ⛅ 22 °C

    Am Wochenende wird im Militärgebiet um das Capo Teulada nicht geschossen, so dass wir Samstag Mittag erfolgreich unseren Anker bergen konnten, der immer noch zwischen den beiden Felsen hinter "unserer" schützenden Felswand lag, wo wir in am Montag Morgen bei unserer Rettungsaktion zurücklassen mussten.

    Samstag Abend ankern wir in einer hübschen Bucht kurz vor Chia und Sonntag Abend erreichen wir schließlich Cagliari. Wir legen in der Marina Piccola am östlichen und sehr langen Stadtstrand von Cagliari an, die zwar ganz hübsch gelegen, aber mit 45 € auch der teuerste Hafen ist, in dem wir bis jetzt gehalten haben. Wir können den Hafenmeister auf 40€ runterhandeln und kriegen am nächsten Tag nochmal einen Preisnachlass, da der Strom über Nacht ausgefallen ist und die zum Hafen gehörigen Toiletten und Duschen entweder unter aller Sau oder gar nicht erst betretbar sind. So schlechte sanitäre Einrichtungen hatten wir auf unser ganzen Reise noch nicht, was zusammen mit dem überteuerten Preis ziemlich paradox wirkt.

    Jedenfalls verbringen Gregor und ich hier zwei schöne Tage, gehen in einem Restaurant am Strand essen und lassen den Tag bei einem Drink ausklingen.

    Nun sind wir in einer kleinen Bucht nördlich des Torre di Chia, in der wir auch heute Nacht ankerm werden, bevor die Reise weitergeht.
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  • Day95

    Sinken vs. Erschossen werden

    October 15, 2018 in Italy ⋅ 🌧 22 °C

    6.30 Uhr am Montag Morgen, es wird allmählich hell draußen und Gregor und ich stellen uns gegenseitig die Frage: Bleiben wir hier und werden vom Militär erschossen oder fahren wir und gehen im Sturm unter?

    Wie sind wir bloß in diese Zwickmühle geraten? Also das kam so:

    Als wir am Sonntag Nachmittag gegen 15 Uhr San Pietro verlassen, sind wir noch guter Dinge: Die Sonne lacht, es weht ein ordentliches Lüftchen, das wir aber zum Segeln nutzen können und wir haben gute Laune.

    2 Stunden später sieht die Lage deutlich anders aus: Wellen und Wind sind immer stärker geworden und kommen uns jetzt direkt entgegen, wir bergen die Segel und suchen Schutz hinter einer unbewohnten Insel südlich von San Pietro. Wir ankern dort und denken, wir hätten einen guten und relativ ruhigen Ankerplatz für die Nacht gefunden, doch ein Blick auf die Karte macht uns einen Strich durch die Rechnung: Wir befinden uns an der Grenze zu einem ziemlich großen Militärsperr- und Schießgebiet, das sich rund um Capo Teulada erstreckt - und da müssen wir durch, wenn wir es in 2 Tagen nach Cagliari zum Flughafen schaffen wollen.
    Gregor hat nämlich einen Geschäftstermin, daher drängt die Zeit. Nach einem Anruf in der Hafenmeisterei unseres letzten Ports in San Pietro, ist uns klar: Wir müssen noch heute durch das Militärgebiet, denn heute ist Sonntag und da wird nicht geknallt, aber ab Montag Morgen schon.

    Inzwischen ist es aber 18 Uhr, d.h. es bleibt noch etwa 1 Stunde bis zum Sonnenuntergang. Bis Chia, bis zur nächstbesten Ankerbucht, sind es aber noch knapp 50 Kilometer, das bedeutet bei dem derzeitigen Wind und Wellengang mindestens 5 Stunden Fahrt mit Shippy in der Dunkelheit.

    Hilft alles nix, wir müssen da jetzt durch, holen den Anker ein und stellen uns auf eine lange Nacht ein.

    Kaum ist die Sonne untergegangen, umfängt uns die pechschwarze Nacht, vom Mond ist nichts zu sehen und auch an der Küste leuchtet kein einziges Licht, nicht mal ein winziger Leuchtturm blinkt in der Ferne. Es ist stockduster und zu allem Überfluss werden die Wellen immer höher und Shippy, mit seinen beachtlichen 4-5 Tonnen knallt immer heftiger auf und gegen die Wellen, während Gregor und ich trotz mehrlagigen Zwiebellook nach kaum 3 Minuten pitschnass an Deck sitzen und versuchen die Richtung zu halten.

    Es ist so tiefschwarz, dass wir die Küste kaum vom Meer unterscheiden können und fast ausschließlich nach Navi fahren müssen. Ungefähr auf Höhe des Capo Teulada hat auch Shippy keine Lust mehr auf die kabbelige See und tut, was ein 40-Jahre-altes Boot in so einer Situation tun muss: er verabschiedet sich!

    Und mit er, meine ich seinen Motor. Denn der stottert zunächst, wird leiser und langsamer und geht dann schließlich ganz aus. Gregor und ich sehen uns an und denken beide gleichzeitig: Das war's! War schön dich kennenzulernen.

    Doch zu unserer Überraschung springt Shippy nochmal an und zwar lange genug, damit wir um die nächste Landzunge herumfahren können - nur um dort festzustellen, dass die Wellen und der Wind noch stärker sind und wir ohne jeglichen Schutz der See ausgeliefert sind.

    Irgendwie beruhigt es mich plötzlich, dass es so dunkel ist, weil ich so nicht im Voraus sehe, wie hoch die Wellen sind, die uns dann überspülen. Gregor ist mehr damit beschäftigt festzustellen, dass wir uns tatsächlich keinen Zentimeter fortbewegen, weil die Wellen einfach zu hoch und zu stark sind.
    Und Shippy hat wirklich überhaupt kein Bock mehr auf so einen Scheiß und geht aus! Und auch nicht mehr an.

    Die Wellen drücken uns immer mehr gegen die Felswand, während Gregor versucht uns mit der letzten Ruderwirkung um die Felsen in den Windschatten zu manövrieren, was ihm schließlich gelingt. Dort an der Leeseite der felsigen Landzunge hat das Wasser aber leider eine Tiefe von etwa 40 Meter, selbst ganz nah an der Felskante. Viel zu tief also zum Ankern. Doch mit etwas Glück, das sich in dieser Nacht zum ersten Mal bemerkbar macht, finden wir eine Stelle, an der zwei Felsen im Wasser hervorstehen, dort ist es nur knapp 5 Meter tief und wir werfen unseren Anker. Ich wähle die Nummer der italienischen Küstenwache und die internationale Notrufnummer, doch als ich nach mehreren erfolglosen Anläufen endlich durchkomme, spricht am anderen Ende niemand Englisch und nach einigen verzweifelten Versuchen auf Italienisch unsere Notlage zu erklären, bekomme ich mehr und mehr das Gefühl einen etwas lethargischen Italiener beim gemütlichen Fernsehabend gestört zu haben.

    Es ist inzwischen kurz nach Mitternacht, doch da es trotz Anker und Windschatten immer noch superkabbelig ist, beschließen Gregor und ich in Schichten zu Schlafen und Ankerwache zu halten. Das geht so bis halb 7 am Montag Morgen, bis Gregor und ich uns die bereits bekannte "Regen-oder-Traufe"-Frage stellen.

    Nach kurzen Überlegen entschließen wir uns dazu, das Vorsegel hochzuziehen und einen erneuten Anlauf um die Landzunge zu machen, diesmal hoffentlich mit Unterstützung von Shippys Motor. Der springt auch zunächst an, lässt uns dann aber kurz hinter der Landzunge wieder im Stich. Zu allem Überfluss sind die Wellen diesmal noch höher und der Wind noch stärker als in der Nacht und wir bewegen uns wieder kaum vorwärts, das Vorsegel wird vom Wind derartig mitgenommen, dass es irgendwann reißt und wir schleunigst umdrehen um wieder Schutz an unserem nächtlichen Ankerspot zu suchen.
    Dann doch lieber erschossen werden.

    Als wir schließlich wieder an dem Punkt sind, dass auch das keine günstige Lösung zu sein scheint, beschließen wir den Notfallknopf von Libify zu betätigen, auf den meine Mutter bestanden hat, dass ich ihn mitnehme.
    In meinem Kopf habe ich das Gerät zugegebenermaßen ziemlich oft belächelt und "Schwester Iris"-Notfallknopf genannt, verbunden mit der Erwartung, dass ein ambulantes Pflegeteam in weißen Opel Corsa mit Werbeaufschrift zu unserer Rettung eilen würde.
    Was für eine Ironie des Schicksals, dass es nun tatsächlich dieser Knopf sein sollte, der uns aus unserer Notlage rettete. Denn zwei Stunden nach Betätigen des Alarms und dem Erstkontakt zur Notrufzentrale ist es nicht Schwester Iris die in ihrem Corsa angebraust kommt, sondern ein robustes Marineschiff des Italienischen Militärs.

    Die vier Marinesoldaten an Deck haben uns schnell entdeckt, Shippy ein Abschleppseil verpasst und uns aufgefordert die Ankerleine zu kappen.
    Über die immer noch sehr kabbelige See werden wir zum nächstgelegenen Schifferhafen Porto Pino abgeschleppt. Dort diskutieren die drei Jungs von der Küstenwache, die sich auf halben Wege mit ihrem Boot auch noch zu uns gesellt haben, erstmal einige Stunden mit den Militärs, was denn nun weiter mit uns geschehen soll, während die Marinesoldaten Selfies mit mir machen und mich mit Süßigkeiten und Getränken versorgen und Gregor als Kaptän auf Shippy sitzen gelassen wird. Irgendwann wird Shippy schließlich an einer Ankerboje festgemacht und wir werden von der Küstenwache ohne ein weiteres Wort auf dem Steg abgesetzt.

    Zum Glück sind die Fischerleute in Porto Pino super lieb und hilfsbereit, besorgen einen Mechaniker, der Shippys Motor in weniger als 2 Stunden wieder zum Laufen kriegt, bringen uns in ein nettes Restaurant, damit auch Gregor endlich was zu essen kriegt, gehen Abends noch mit uns einen Trinken und bringen uns sogar zum Flughafen nach Cagliari.

    So endet die Geschichte von der Nacht und dem Tag des 15. Oktobers 2018, die für Gregor und mich die abenteurlichste der ganzen Reise war. Und für Shippy vielleicht sogar DAS Abenteuer seines Lebens.
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  • Day93

    San Pietro - La Isla Bonita

    October 13, 2018 in Italy ⋅ 🌙 19 °C

    Seit ich vor einigen Jahren einen Reisebericht über San Pietro in einer Zeitschrift gelesen habe, hat es mir diese Insel angetan, die man nur mit der Fähre bzw. dem eigenen Boot erreichen kann und die schon Madonna vor Urzeiten als Isla Bonita besungen hat.

    San Pietro - heutzutage auch Carloforte genannt - mit seinen vielen bunten Häuschen, den pittoresken Gässchen und seinen freundlichen und aufgeschlossenen Einwohnern ist wirklich malerisch und hält, was der Zeitungsartikel verspricht. Eine tolle, sehr ursprüngliche Insel mit einem lebhaften, aber dennoch wenig überlaufenen Stadtkern und einem modernen Hafen inklusive einer neuen, hübsch gestalteten Capitaneria. Mi piace!Read more

  • Day92

    Chillen in der Hängematte

    October 12, 2018 in Italy ⋅ ☀️ 22 °C

    In einer Hängematte kann man keine Sorgen haben. Das ist meine Erkenntnis des Tages, während ich in einer solchen vor mich hinschaukel, Kaffee trinke und diesen Blog schreibe.

    Gestern Morgen, kurz vor unserer Abfahrt aus Bosa, hat Gregor unsere Hängematte, die wir seit Worms ungenutzt mit uns mitschleppen zwischen Bug und Mast befestigt und damit einen absoluten Traumplatz geschaffen.

    Es ist unbeschreiblich wie frei man sich hier fühlt, wenn der Wind einem als angenehm kühle Brise um die Nase weht und man vor sich nichts sieht als die endlose Weite des Mittelmeers, während einem gleichzeitig die Sonne auf den Bauch scheint und man von den sanften Wellen leicht hin und her geschaukelt wird wie in einer Wiege.

    In einer Hängematte lässt es sich echt gut leben, habe ich festgestellt und sie daher auch seit gestern Morgen nur zum Schlafen verlassen, wobei sich auch das hier super einrichten ließe;)

    Gregor hat gerade angekündigt, dass er heute dran sei mit der Matte. Das heißt wohl, dass ich heute steuern muss. Es wird höchste Zeit, dass wir Personal einstellen! Und eine zweite Hängematte aufhängen:-)

    Must-Haves für die Hängematte:

    1."Days like this" von Van Morrison
    2. Kaffee oder ein kühles Getränk
    3. Ein gutes Buch oder dieser Blog;)
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  • Day88

    Alghero - Perle der Westküste

    October 8, 2018 in Italy ⋅ ☁️ 21 °C

    Alghero ist uns gleich sympathisch, als Gregor und ich hier Sonntag Abend nach einer sehr kabbeligen Überfährt von Stintino aus ankommen.

    Der riesige Stadthafen liegt direkt unterhalb der Stadtmauern und nicht nur die Altstadt mit ihren vielen kleinen Gässchen, sondern auch die hübsche Barcelona-Promenade entlang des Hafens und der Stadtstrände haben es uns angetan, so dass wir beschließen noch einen Tag zu bleiben.

    Hier treffen wir auch auf ein älteres deutsches Pärchen, die ebenfalls von Deutschland aus hierher gesegelt sind und uns viele wertvolle Tipps für die Weiterfahrt nach San Pietro und Tunesien geben. Den Montag nutzen wir um endlich mal wieder unsere Klamotten zu waschen, durch die Altstadt zu flanieren und genießen ein leckeres Mittagessen in einem der zahlreichen Restaurants.
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  • Day86

    Drei Tage in Stintino

    October 6, 2018 in Italy ⋅ 🌧 22 °C

    Nach 3 Anläufen erreichen wir am Mittwoch Abend endlich zusammen mit den letzten Sonnenstrahlen Port Mannu, einen der 3 Häfen von Stintino.

    Und das ist auch gut so, denn einige Stunden später wird es wieder wesentlich stürmischer und die See noch kappeliger als am Nachmittag.

    Am Hafen selbst ist leider niemand und auch eine Capitaneria finden wir nicht. Das ist schlecht, da für die Benutzung von Strom und Wasser anscheinend ein Aktivierungsschlüssel erforderlich ist. Zum Glück sind unsere Batterien voll geladen, so dass wir damit etwa 2 Tage ohne externe Stromzufuhr auskommen sollten.

    Auch am nächsten Tag ist der Hafen zwar voller Boote aber immer noch menschenleer und auch der kleine Ortskern scheint, obwohl er mit seinen vielen bunten Häusern, kleinen Gässchen und den vielen Treppen sehr schön angelegt ist, ein wenig verlassen zu sein. Wahrscheinlich ein Effekt der bereits begonnenen Nebensaison, schließen wir.

    Da der Wind mit Böen bis 65 km/h viel zu stark und die See zu kabbelig zum Rausfahren ist, entschließen wir uns an dem ansonsten herrlich sonnigen und immer noch warmen Herbsttag zu einem Spaziergang durch den hübschen Ort - und landen schließlich bei einigen Gläsern Weißwein an einer großen Fensterfront in einem Café mit Blick auf den Hafen und das dahinter liegende, offene und sehr stürmische Meer.

    Auch am Freitag ist der Wind noch zu stark und die Wellen zu groß um das Capo Falcone, die Nordspitze Sardiniens, zu umfahren und zudem regnet es nun auch noch fast den ganzen Tag. Gregor und ich machen das Beste draus und tun das, was man an Schlecht-Wetter-Tagen eben so macht: Wir bleiben im Bett, starten einen Serienmarathon und stehen nur auf um Junkfood aus dem Kühlschrank zu holen. Als uns gegen 2 Uhr nachts bei den letzten Folgen von "The Leftovers" schon die Augen zufallen, fühle ich mich nicht nur so richtig schön faul und vollgestopft, sondern bei einem Blick aus dem Fenster auf die schummrigschöne, regnerische Hafenkulisse auch fast als wäre ich in Hamburg.
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