Joined April 2019 Message
  • Day1075

    Zuhause ist es einfach am schönsten!

    August 12 in Germany ⋅ ☀️ 29 °C

    Für die meisten ziemlich unverhofft ging es für uns von Rio aus nach Hause. Gebucht hatten wir bereits in Peru, nicht weil es uns irgendwie schlecht erging, sondern weil wir uns einfach nach Zuhause gesehnt haben! Klar das Leben als Dauerreisender ist einfach unglaublich und wir sind mega dankbar für all die tollen Erlebnisse,  die wir im vergangenen Jahr haben durften, aber wenn man so lange unterwegs ist, weg von seinen Liebsten, sehnt man sich einfach irgendwann nach Zuhause und so sind wir heute kein Stück traurig heimzukehren, sondern freuen uns riesig darauf unsere Freunde und Familien wieder zu sehen💕!

    Vom Flughafen in Frankfurt aus ging es also am Freitag Nachmittag erstmal mit Blablacar nach Rösrath, wo uns Vani unsere einzige Eingeweihte  abgeholt hat, um mit uns meine Eltern zu überraschen....

    Beide Autos stehen schonmal vor dem Haus,  aber entgegen unserer Erwartungen war keiner Zuhause :D Unter einem Vorwand hergelockt trudelten Caro und Anja kurze Zeit später ein und ich denke halb Bickenbach hat Caros Gekreische gehört - So schön dich wieder in die Arme nehmen zu können! Caro wusste zum Glück auch, dass Mama und Papa zu einer Weinprobe bei den Nachbarn waren und so überraschten wir sie bei Stimkes im Garten. Auch beim Schreiben dieser Zeilen kommen mir schon wieder leicht die Tränen in die Augen,  weil die beiden wirklich aus allen Wolken gefallen sind, als wir plötzlich vor ihnen im Garten standen. Aus der geplanten Weinprobe wurde eine kleine Welcomebackparty und wir hätten nicht schöner empfangen werden können -  Danke an die ganze La Familia Truppe, an Vani & Rami, sowie Caro und Anja! Heimkehren hätte nicht schöner sein können und ihr habt den Abend unvergesslich gemacht!!!!

    Aber die Überraschungen gingen noch weiter,  denn am nächsten Tag wurde in Nordstemmen in Ralph's Geburtstag reingefeiert. Also setzten wir uns mit 9 Euro-Ticket für sieben Stunden in den Zug mit dem Ziel auch diese Gartenparty zu sprengen :D Und hey, obwohl jeder Zug den wir nehmen mussten Verspätung hatte, bekamen wir jeden Anschlusszug und schafften es nach Nordstemmen! Doch ausgerechnet als wir vor Ralph und Sandra's Haus stehen, kommt Sandra aus der Haustür, um Müll rauszubringen. Die war aber so perplex uns zu sehen, dass es ihr absolut die Sprache verschlug :D Also schickten wir sie zurück in den Garten und marschierten am Haus vorbei direkt zur Feier! Als Christoph mit dem Spruch "Ich hab gehört hier steigt ne Party!", um die Ecke kommt, wäre Wilfred bald alles aus dem Gesicht gefallen... Einen Moment lang dachten wohl alle wir wären eine Illusion und dann wurde erstmal kräftig geknuddelt und gefeiert!

    Es ist einfach so schön wieder zu Hause zu sein und es fühlt sich toll an Heimzukehren und sich riesig auf alles zu freuen. Denn auch wenn wir unglaublich schöne Orte kennen gelernt haben,  ist es zu Hause einfach eben doch am schönsten, denn hier erwarten uns...

    × Eine saubere Küche
    × Mit Pfannen, die sogar über eine Beschichtung verfügen! 
    × Mit mehr als nur einer Gabel oder einem Löffel Inventar (für nur zwei anstatt 20 Personen) 🍴
    × Keine kläffenden Hunde, die einen nachts wachhalten 🐶🌙
    × Unser eigenes Bett mit richtigem Plimmo
    × Ein Schlafzimmer mit Rollläden, in dem es dunkel ist und es kein Oberlicht zum Flur gibt
    × Unser eigenes kleines großes Bad
    × Bad mit Siphon - Kein Gestank!
    × Zimmer, die man im Winter beheizen kann, obwohl wir uns das jetzt wohl nochmal dreimal überlegen werden!
    × Ein Aldi in dem man alles bekommt
    × Auch guten günstigen Wein, ohne den Kater deines Lebens am nächsten Tag! 🍷
    × Leise schließende Türen und kein ständiges Knallen, was einen ausm Bett wirft
    × Barfuß rumlaufen können, ohne ständig Krümmel unter den Füßen zu haben
    × Wasser aus der Leitung trinken
    × Bier trinken ohne Kopping am nächsten Tag - Rückwirkend betrachtet muss die Alkoholqualität in Südamerika echt grottig gewesen sein. Mexiko mal ausgeschlossen 🍻
    × Brot ohne Zucker
    × Richtiges Frühstück mit Aufschnitt
    × Bürgersteige ohne Fallgruben - Schlendern möglich!
    × Spazieren zu gehen ohne ständig nach Tretminen ausschau zu halten 💩

    Unser größter Traum geht nun zu Ende und wir sind gespannt, welche Abenteuer die Zukunft noch für uns bereit hält!
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    Traveler

    Rotz und Tränen geweint bei dem süßen Eintrag ❤ ein gelungenes Heimkehren und ich wünsche euch ganz viel Freude auf der Suche nach den neuen Abenteuern 🙌

    8/29/22Reply
    Traveler

    Willkommen zurück in der Heimat. Es gibt noch so viele für euch unentdeckte Flecken auf dieser Erde. Wer weiß, wann euch das Reisefieber wieder packt. Bis dahin aber vielen Dank für die tollen Reiseberichte. Ich werde sie vermissen...

    8/29/22Reply
    Janina Lampe

    Oh seid ihr niedlich, tatsächlich hab ich auch beim Videoschneiden voll geflennt😂😭

    8/29/22Reply
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  • Day1074

    Río de Janeiro - Aber wo ist die Sonne?

    August 11 in Brazil ⋅ ⛅ 19 °C

    Eigentlich hatte ich mir vorgestellt wir würden in Rio Caipirinha schlürfend mit den Füßen im Meer stehen und uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, als wir nach unserer bisher längsten Busfahrt von angenehmen 26 Stunden in Rio ankamen. Die Realität sah etwas anders aus, denn auch in Brasilien gibt es Winter und so erwartete uns eine dicke Wolkendecke mit gelegentlichem Starkregen. Nicht so das Beachwetter, aber den Caipirinha gönnten wir uns trotzdem😜🍹!

    Neben dem Wetter, war unser Hostel an der Copacabana jetzt nicht wirklich in der schönsten Ecke, sondern am Eingang zu einer Favela und kaum irgendwo sonst hat uns der Kontrast von Arm und Reich so sehr geschockt. Im Großen und Ganzen also nicht das, was wir uns vorgestellt hatten, aber so ist das nun mal mit den Erwartungen. Oft wurden wir auf unserer Reise schon positiv überascht, da darf das auch mal anders sein :P

    Was macht man also in Rio? Genau, Caipirinha & eisgekühltes Bier trinken und eben ausgelassen feiern - Das haben wir auch gemacht! Am ersten Abend gab's eine Party in unserem Hostel, am zweiten waren wir auf einer riesen Straßenparty mit tausenden Menschen, eben ein ganz normaler Montag in Rio, danach war Heimspiel und die Brasilianer sind alle samt super Fußball begeistert und gestern gings Botafogo unsicher machen. In Rio ist einfach immer etwas los und ich glaube es gibt einige schöne Ecken zu entdecken, man muss sie nur eben kennen!

    Jetzt geht's für uns weiter Richtung Norden mit hoffentlich besserem Wetter ☀️
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    Traveler

    Wenn ihr schönes und warmes Wetter braucht, wir können damit dienen...

    8/11/22Reply
    Janina Lampe

    Ja, dass habe ich auch schon gehört 😂☀️

    8/11/22Reply
     
  • Day1068

    Die Iguaçu Fälle und ne Menge Regen

    August 5 in Brazil ⋅ ☀️ 22 °C

    Von Bonito aus ging es für uns ziemlich früh los in Richtung Foz do Iguaçu, denn vor uns sollte ein langer Tag liegen. Drei Busse, 6 Chipstüten und 19 Stunden später kommen wir ziemlich zerstört in Foz an. Jaja die Distanzen in Brasilien sind schon echt nicht ohne. Kein Wunder, dass hier eigentlich jeder ins Flugzeug steigt, was für uns zwei Ökos aber nicht in Frage kommt 😜!

    Na ja, am Hostel angekommen konnten wir es kaum erwarten uns ins Bettchen zu kuscheln, mussten aber leider feststellen, dass der Gast vor uns wohl anscheinend ins Bettchen gepuschert hat, denn Christophs Seite war komplett feucht und roch nach Urin - Na wundervoll! Wir also um halb zwei Nachts wieder zum Typ an der Rezeption, der uns jedoch nur noch zwei Betten im Dorm anbieten konnte. Herrlich, nur eine weitere Person mit uns im Dorm, leider stellte sich der gute Kollege jedoch als Werbegesicht von STIHL heraus und sägte so unfassbar laut, dass ich es selbst mit Noisecancelling-Kopfhörern nicht ausgehalten habe. Während ich sowas eigentlich immer ganz gut ausblenden kann, machte dieser Typ es mir unmöglich zu schlafen. Nicht nur die Lautstärke war so enorm, dass Christoph und ich uns anschreien musste, sondern mit den Frequenzwechseln, die dieser Typ drauf hatte, hätte er ein ganzes Orchester abdecken können. Während Christoph mit unserem letzten paar Ohrstöpseln wacker die Stellung hielt, schnappte ich mir also alle Decken, die ich so finden konnte und hab dann in unserem anderen Zimmer auf dem Boden gepennt - Eigentlich ganz kuschelig und sogar unser Haustier "Schabi" hat mich in der Nacht in Ruhe gelassen und blieb brav in ihrer Ecke des Zimmers!

    Die Nacht und das Frühstück gabs am nächsten Morgen umsonst und wir bezogen ein anderes Hotel unmittelbar im Zentrum von Foz. Aber was machen wir eigentlich in Foz do Iguaçu an der Grenze zu Paraguay und Argentinien? Wir sind hier, um uns die Iguaçu Fälle und den Itaipu Staudamm anzusehen! Während die Iguaçu Fälle einfach nur wunderschön sind und ihre Wassermassen gigantisch wirken, ist es umso beeindruckender, dass durch nur zwei der zwanzig Turbinen des Itaipu Staudamms die selbe Wassermenge fließt, wie an den ganzen Iguaçu Wässerfällen zusammen. Hierbei produziert der Staudamm etwa ein Sechstel des Energiebedarfs von Brasilien und rund 70% von Paraguay komplett emissionsfrei 💚! Mit 14 Gigawatt Leistung, dh. 14 Millionen Menschen könnten sich zeitgleich die Haare föhnen, ist er einer der leistungsstärksten Staudämme der Welt! Für uns als Ingineure ist das einfach nur beeindruckend und somit ist der Itaipu Staudamm zurecht eines der Weltwunder der Moderne.
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    Traveler

    Um es mit den Wise Guys zu sagen: "Sommer ist, was in Deinem Kopf passiert" 😅🎶🎼

    8/6/22Reply
    Janina Lampe

    Hehe jetzt habe ich einen Ohrwurm!

    8/6/22Reply
    Traveler

    Was man von der brasilianischen Seite kaum sieht: Auf der Argentinischen Seite ist ein verzweigtes Netz aus kleinen Stegen und Brücken über die man fast über die gesamte Breite bis an die Wasserfälle rankommt. (Dropping some Knowledge 😇😅)

    8/6/22Reply
    Janina Lampe

    Hehe ja man könnte den Leuten auf der anderen Seite zuwinken!

    8/6/22Reply
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  • Day1065

    Bonito - Zur Abwechslung mal Schnorcheln

    August 2 in Brazil ⋅ ☀️ 32 °C

    In Bonito sind wir statt wie üblich zu tauchen mal schnorcheln gegangen, denn hier gibt es unglaublich klare Flüsse, die mit teilweise nur wenigen Zentimetern Tiefe sich wunderbar zum Schnorcheln eignen. Während man an der Oberfläche durch wunderschönen Dschungel gleitet, spielt sich das eigentliche Spektakel unter der Wasseroberfläche ab, denn die Flüsse hier sind voller Fische! Auf einer vierstündigen Tour sind wir erst entlang des Rio Olha d’Agua geschnorchelt und anschließend ein Stück den Rio da Prata entlang. Es war zwar trotz Wetsuit ganz schön frisch, aber einfach nur atemberaubend! Vorallem für Christoph als Angler, war es super interessant das Verhalten der Fische in so einem Fluss zu sehen und Jungs sollte die Leine auch so voller Fische sein, frage ich mich echt wieso ihr so selten einen Fang landet 😜?!

    Im Anschluss haben wir noch das Naturschutzgebiet Buraco das Araras besucht, wo in einem riesen großen Krater unzählige rote Aras (die Bilderbuch Piratenpapageie) nisten. Die Paare bleiben ein Leben lang zusammen und es war einfach toll zu beobachten, wie sie ihre Kreise über den Krater drehen!
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    Traveler

    Sind wirklich so groß?

    8/3/22Reply
    Janina Lampe

    Falls du die Aras hinter uns meinst, die sind natürlich nicht echt :D

    8/3/22Reply
     
  • Day1064

    Pantanal - Vier Tage im Dschungel

    August 1 in Brazil ⋅ ☀️ 34 °C

    Die letzten Tage haben wir im Pantanal verbracht. Das Pantanal ist etwa halb so groß wie Deutschland und ist das größte Feuchtgebiet der Welt. Neben Jaguaren ist es außerdem die Heimat von zahlreichen Krokodilen, Capybaras (Wasserschweine), Riesenottern und den unterschiedlichsten Vogelarten. Schon alleine, wenn man die Aussicht von unserer Lodge aus genossen hat, konnte man einiges entdecken. Hier und da machen Brüllaffen Randale, es flattert ein Riesentukan vorbei, ein paar Krokos sonnen sich am Flussufer oder ein Pärchen blauer Aras, die es nur dort gibt, gleitet vorbei - so viele abgefahrene Tiere auf einem Haufen haben wir noch nie erlebt, einfach wunderschön!

    Das sollte also unser Zuhause für die nächsten vier Tage werden. Getoppt wurde das Ganze noch mit super leckerem Essen und günstigem Brahma-Bier! Damit uns aber bei all der Schönheit, die uns umgibt, auch nicht langweilig wird, standen für uns außerdem verschiedene Touren auf dem Programm. So gingen wir beispielsweise Kanufahren, wobei wir Riesenotter aus nächster Nähe beobachten konnten. Richtig drollige Kerlchen, aber mit der Größe eines großen Hundes und ihrem eher aggressiven Verhalten auch ziemlich gefährlich. Darüber hinaus haben wir einige Bootstouren bei Tag und bei Nacht unternommen, um Jaguare zu erspähen und auch wenn wir leider kein Glück hatten, waren vor allem die Nachtfahrten mit dem Suchscheinwerfer unter einem unbeschreiblich schönen Sternenhimmel ein echtes Highlight 🌟🌙!

    Neben einer Jeepsafari und Wanderung stand außerdem Reiten auf dem Programm. Ein Jahr lag ich Christoph damit in Ohren, sich doch mal mit mir auf ein Pferdchen zu setzen, aber für ihn war es nahezu geisteskrank sich freiwillig auf so ein großes und kräftiges Tier zu setzen, welches außerdem ein Fluchttier ist. Welch ein Glück, dass ein Ausritt hier einfach mit zum Programm gehörte und er so nicht drum herum kam :P Ein wenig Respekt hatte er schon, als er erkannte wie groß Pferde ja eig sind und man ja ganz schön tief fallen kann. Nachdem wir mit top Baustellenhelmen ausgestattet wurden ging es also zur Wahl des geeigneten Pferdchens. Als der Ranger mich fragte, ob ich reiten kann, meinte ich nur "Ja wieso?!", meinte er nur "OK, nee dieses Pferd hier ist extra für Leute die absolut gar nicht reiten können!" und so kam Christoph zu "Gauli", dem absolut entspanntesten, ok zugegeben auch lahmsten, aber liebsten Pferd, was ich je gesehen habe! Eher in Autopolit trottete unser Convoy los und nachdem Christoph ein wenig Vertrauen in Gauli entwickelt hatte, wurden die beiden ein super Team und wir ritten unter der Abendsonne durch wunderschöne Palmenwälder und Savannen. Am Ende hatte Christoph von Angst keine Spur mehr und hat Gauli sogar zum traben bringen können, was mich schon ein wenig stolz gemacht hat!

    Neben dem Reiten haben wir außerdem das Piranha-Fischen für uns entdeckt. Ein bißchen Kuhherz ans Ende einer Bambusrute und schon kann man sich sein Abendessen direkt vor der Lodge selber fangen! Was mir auch prompt am ersten Abend gelang, während die anderen nichts gefangen haben, hatte ich drei kleine Welse und einen mäßigen Piranha an der Angel. Echt krank was für nette Beißerchen die Biester haben und der Guide, dessen Aufgabe es war, die Haken zu entfernen ohne dabei Finger zu verlieren zeigte uns eindrucksvoll, wie diese auf einen Seitenschneider losgehen. Da wir so viel Spaß daran hatten durften wir an unserem letzten Tag nochmal angeln und bekamen mit wie einer der Angestellten einen etwa 30cm großen Piranha-Trümmer an Land zog!

    Wunderbar sowas zu sehen, wo im Anschluss für uns die letzte Aktivität "Floating" auf dem Programm stand. Während wir erst noch dachten, dass wir das irgendwo anders machen würden stellte sich aber heraus, dass wir genau hier vor unserer Lodge, wo haufenweise blutrünstige Monster-Piranhas im Wasser darauf warten unsere Zehen wegzusnacken, mit Schwimmnudeln planschen gehen sollten. Mal ganz abgesehen davon, dass am Rand überall riesige Krokos liegen - Euer Ernst?

    Ich dachte mir schon, ja klar mit den Gringos kannst du es ja machen, erst vier Tage am Buffet mästen und dann waren sie nie mehr gesehen! Aber warte die zwei von gestern hatten auch überlebt und eigentlich ist es doch auch sehr entspannend ohne Motorengeräusche durch diese wundervolle Natur zu treiben?! Also rein ins Bötchen und flussaufwärts, vorbei an allem, was hier so lebt, gechillten Capybaras, furchteinflößenden Krokodilen, warte mal gibt es hier nicht auch Anakondas?! Ehm ja und die Riesenotter, wovon gerade einer auf einem Baumstumpf einen Fisch auseinander nimmt. Als Christoph so meinte "Ah schau mal ein Riesenotter", verfinsterte sich plötzlich die Miene unseres Guides, der vorher erstaunlich viel Spaß an unseren Bedenken hatte und sofort fragte: "Wo?" Als Christoph dann meinte "Ja da vorne, aber ist schon OK, wir haben die schon oft gesehen!", erklärte Sandro uns, dass während Piranhas und Krokodile durchaus ok sind, wir mit Riesenottern jedoch auf keinen Fall ein Bad nehmen sollten! In seinen Worten: "They look cute. But they are really dangerous!" Also schipperten wir zurück und nahmen den vermeintlichen Riesenotter unter die Lupe. Auch wenn er sicher 1,20m groß war, stellte er sich angeblich als eine andere ungefährlichere Spezies heraus und treudoof freuten wir (naja eher nur ich) uns über das "Go" zum Floaten - Was trotzdem blieb, war das mulmige Gefühl, dass die Riesenotter, die wir vorher gesehen hatten, jetzt auch nicht wirklich weit flussabwärts lebten und wer sagt denen jetzt, dass sie bitte dort zu bleiben haben?!

    Naja OK, wo wir schonmal hier sind, nichts wie rein ins Wasser! Während Christoph voll und ganz mit Angst haben, frieren und seine Extremitäten aus dem Wasser halten beschäftigt war, war es meine Aufgabe, uns durch den Fluss zu navigieren, damit wir nicht zu nah an irgendwelches gefährliches Getier geraten, denn in der Mitte des Flusses ist denen ja die Strömung viel zu stark, wir hatten ja auch die Tage vorher "nie" gesehen, wie Krokos durch den Fluss schwimmen?! Und Sandro kommentierte fleißig, wenn direkt vor uns mal wieder ein 3m Krokodil vom Land auf Tauchstation ging die einzelnen Level! Obwohl es irgendwie absurd und irgendwie verrückt war, hatten wir trotzdem ne Menge Spaß und haben unheimlich viel gelacht - Trotzdem waren wir heilfroh, als die Brasilien Flagge unserer Lodge in Sicht kam!

    Die letzten Tage waren für uns unglaublich ereignisreich und werden uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben! Diesen einzigartigen Ort zu besuchen, war für uns wunderschön und wir sind mega glücklich, so etwas erleben zu dürfen. Leider haben wir aber auch hautnah miterlebt, dass auch hier der Klimawandel dieses einzigartige Feuchtgebiet bedroht und es seit drei Jahren keine ausreichenden Regenfälle mehr gab, um die Bereiche großflächig zu überfluten und stattdessen immer häufiger Waldbrände auf dem Programm stehen. Bei all der Artenvielfalt die wir hier erleben durften schmerzt es sehr, wie rücksichtslos wir Menschen unseren Planeten zerstören....
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    Traveler

    Muss Euch schon sehr beeindruckt haben. War wohl einer Deiner längsten Reportagen- vielen Dank!

    8/2/22Reply
    Traveler

    Toller Bericht aber ich bin froh das ihr heil daraus gekommen seid (;

    8/2/22Reply
    Janina Lampe

    Ja es war richtig toll! Fotos haben wir leider kaum welche gemacht, da das Handy entweder irgendwo rumlag oder man nen Monsterobjektiv bräuchte, um das was wir erlebt haben in guten Bildern festzuhalten!

    8/2/22Reply
     
  • Day1061

    Bem vindo ao Brasil - Ein Jahr unterwegs

    July 29 in Brazil ⋅ ⛅ 21 °C

    Krass, heute sind wir ein Jahr unterwegs! Ein Jahr voller Höhen, wie mexikanischer Biere, Vulkanausbrüche auf dem Acatenango, Divemaster und Schildkrötenbabies auf Utila, Laguna Quilotoa, Islas Galapagos, Machu Picchu oder der Salar de Uyuni, aber auch kleinen Tiefen, wie Corona im Paradies, absoluter Enttäuschung von Costa Rica, nem gebrochenen Knöchel oder dem ein oder anderen Magendarminfekt! Aber Höhen und Tiefen kann man nicht nur innerhalb eines Jahres erleben, denn das geht auch an einem Tag!

    Zum Beispiel, wenn man abends in Bolivien in seinen eigentlich kuscheligen Nachtbus steigt und freudig von einer Truppe Kakerlaken begrüßt wird. Gut, dass bald die Lichter ausgehen und man von den kleinen Rackern zum Glück nichts mehr sieht. Aber wie hätte es besser nicht laufen können, wachen wir morgens, so eher medium erholt, vor der Grenze auf und der Bus befindet sich in einer Straßensperre. Eine Truppe halbwüchsiger hat sich überlegt am Straßenrand zu zelten und beim BBQ die Straße zu blockieren. Nachdem die Busfahrer einige Bolivianos abgedrückt haben und einige Beleidigungen gefallen sind geht es endlich weiter....

    Würde da nicht die nächste Straßensperre auf uns warten! Diesmal war auch die Polizei mit zum BBQ eingeladen und der Schlange an unzähligen Trucks vor uns nach zu urteilen, haben die nicht vor ihre Sperre aufzuheben. Also nichts wie raus aus dem Bus, Rucksäcke auf und ab an die Grenze. Nach einigen Kilometern erreichen wir die Straßensperre, die eher wie nen nettes Straßenfest scheint, aber der Hitze und Schwere unserer Rucksäcke zu verdanken, waren wir nicht wirklich in Feierlaune und konnten zum Glück ziemlich schnell eines der seltenen Taxis ergattern, was uns und ein paar andere zur Grenze bringt. Eine Suppe und ein bißchen Grenzgedöns später sind wir in Brasilien!

    Ein Unterschied wie Tag und Nacht! Hier gibt's auf einen Donnerstag Abend überall Livemusik und Bier in eisgekühlten Humpen, die bei 30°+ richtig locker über die Lippen gehen 🍻 hinzu kommt, dass unsere Band richtig Stimmung macht und auf der Straße ordentlich abgefeiert wird. So gute Stimmung hatten wir lange nirgendwo mehr!

    Heute geht's für uns vier Tage ins Pantanal und wir sind super gespannt, was uns dort erwartet!
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  • Day1059

    Santa Cruz - Endlich Sommer ☀️!

    July 27 in Bolivia ⋅ ⛅ 31 °C

    OK, genau genommen ist in Bolivien gerade Winter, aber der besteht hier aus quasi null Niederschlag und jeden Tag strahlend blauem Himmel. Wenn man sich dann außerdem nicht auf über 4000 Metern Höhe befindet darf man, wie hier in Santa Cruz angenehme 30° genießen - Einfach herrlich! Eine weitere angenehme Überraschung war, dass es hier ebenfalls die Ceverceria Chapultepec gibt, welche wir bereits in Mexiko gebührend gefeiert haben... Bei Corona zu absoluten Niedrigstpreisen haben wir hier unseren letzten Abend in Bolivien ausgiebig genossen. Heute Abend geht es mit dem Nachtbus an die brasilianische Grenze, wo wir Morgen früh dann den spanischsprechenden Großraum Zentral- und Südamerika verlassen und uns neue Abenteuer erwarten werden - Wir sind gespannt!

    Auch wenn wir nur recht kurz in Bolivien waren, war die Zeit hier für uns ziemlich intensiv, eindrucksvoll und besonders. Wir haben den Luxus einer Heizung, sowie Suppen und Schonkost zu schätzen gelernt und Gegenden dieser Welt kennen lernen dürfen, die wir nie vergessen werden!
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    Traveler

    Dann habt eine schöne Zeit in Brasilien.....

    7/27/22Reply
    Janina Lampe

    Danke :)

    7/27/22Reply
    Traveler

    Viel Spaß in Brasilien, Portugiesisch ähnelt dem Spanisch doch sehr.

    7/27/22Reply
    Janina Lampe

    Ja lesen können wir es schon, aber verstehen ist quasi unmöglich. Das hört sich mehr an wie russisch anstatt spanisch :D

    7/27/22Reply
     
  • Day1057

    Sucre - Hier fühlen wir uns wohl!

    July 25 in Bolivia ⋅ ☀️ 20 °C

    Sucre ist Boliviens Hauptstadt und ihre Schönheit hat uns echt begeistert. Die Stadt ist nicht sonderlich riesig, aber wo man auch lang schlendert und hinsieht ist es einfach richtg nett. Deshalb haben wir eigentlich nicht wirklich viel gemacht, sondern hauptsächlich die Stadt auf uns wirken lassen....  hier und da bei einem Café die Aussicht genossen, auf dem Plaza Central gesessen, dem Treiben zu gesehen, sind über den Friedhof mit pompösen Mausoleen flaniert und haben regelmäßig den Hund unseres Hostelbesitzers Charly durchgeknuddelt.

    An einem Tag ging es für uns jedoch zum Parque Cretacico... OK zugegeben nachdem wir fast ne Stunde das Colectivo Nummer 4 gesucht haben, zehn Passanten und einige Busfahrer befragt hatten, saßen wir dann endlich im richtigen Colectivo und konnten uns dort ein paar Dinos in Lebensgröße (man waren die riesig! ) und deren Fußspuren ansehen. Vor einiger Zeit war hier nämlich ein See und die zementartigen Eigenschaften des Bodens haben die Fußabdrücke unserer riesigen Vorgänger so gut konserviert, dass sie eines Tages beim Abbauen des Zements hier in der Region wieder entdeckt wurden. Im Gegensatz zu damals jedoch auf einer vertikalen Fläche, da sich durch die Verschiebung der tektonischen Platten, die Anden gebildet haben.
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    Traveler

    voll

    7/27/22Reply
    Traveler

    Da sind 'se wieder...Doozers!

    7/27/22Reply
    Traveler

    Er ist die Wand hochgeladen?

    7/27/22Reply
    Janina Lampe

    Nee die Fläche war vorher eben und hat sich erst später aufgestellt durch die Plattenverschiebung 🤓☝🏼

    7/28/22Reply
    2 more comments
     
  • Day1055

    Weingenuß in Tarija

    July 23 in Bolivia ⋅ ⛅ 25 °C

    Tarija hatten wir eigentlich gar nicht auf dem Schirm, aber Michael, den wir in Antigua kennen gelernt haben, hat uns angeraten hier mal vorbei zu schauen. Vielen lieben Dank für den wunderbaren Rat, denn Tarija hat nicht nur ein nettes Klima, sondern ist auch noch eine schnuckelige Kleinstadt direkt am Valle de La Concepción, wo die besten Weine Boliviens herstammen 🤤

    Eine Weintour durfte also nicht fehlen und so besuchten wir das Weingut Campos, wo wir seit langem mal wieder einen richtig guten Riesling probieren durften und im Anschluss die Destille Casa Real, wo Singani, die bolivianischen Version des Piscos (Peru) gebrannt wird. Während die ersten beiden Stops richtig schicke Läden waren, folgten im Anschluss noch einige weitere "Degustacionen", aber eher in Form von viel zu süßen Weinen in Plastikbechern (bei dem Wort Vino Artesanal dreht sich mir heute noch der Magen um) und regelrechter Druckbetankung begleitet von bolivianischen Trinksprüchen! Alles in allem also ein gelungener Tag - Salud🍷!
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    Traveler

    Das sieht ja wieder nach Wärme aus. Frieren ade.... und euch scheint es wieder gut zu gehen....

    7/24/22Reply
    Janina Lampe

    Ja hier war es richtig schön angenehm warm und unseren Mägen geht's auch wieder gut :P

    7/24/22Reply
    Traveler

    Essig? Whisky?

    7/24/22Reply
    Janina Lampe

    Nee Weinbrand... Mit Gingerale aber richtig lecker!

    7/24/22Reply
    2 more comments
     
  • Day1052

    Die Silberstadt Potosí

    July 20 in Bolivia ⋅ ⛅ 15 °C

    Aus der Kälte der Salar ging es noch ein wenig höher nach Potosí, wo sich die höchste Brauerei der Welt befindet, welche hier das ganz passable Potosina braut. Zu unserer Überraschung ist es hier um einiges wärmer als in Uyuni und zur Feier unseres 8. Hochzeitstages haben wir uns eine ganz nette Bleibe mit Heizung gegönnt!

    Aber warum besucht man Potosí? Weil Potosí oder viel mehr der Cerro Rico, der angrenzende Berg, früher voller Silber steckte und das gesamte spanische Imperium damals mit Geld versorgte. Rund 50% des weltweit geförderten Silber kamen hierher, aus Potosí. Während die Silbervorkommem heute nahezu erschöpft sind werden hauptsächlich Mineralien, wie Blei und Zinn gefördert. Das wollen wir uns doch mal ansehen, also nichts wie rein in die Bergmannskluft und ab in den Stollen!

    Schon auf den ersten paar Metern wird uns klar, dass dieser Besuch nichts für schwache Nerven ist. In Genossenschaften organisiert arbeiten die Mineros mit primitivsten Mitteln und ohne jegliche Sicherheitsstandards in dieser harten Umgebung - Durchschnittliche Lebenserwartung 50 Jahre! Unverständlich, wie man hier Touristen reinlassen kann, aber jetzt sind wir nun mal hier. Auf dem Weg zu der Stelle, an der gerade die nächsten Sprengungen vorbereitet werden, müssen wir das ein oder andere mal vor herannahenden Loren zur Seite springen, durch enge Schächte krabbeln und all das im Licht unserer funzeligen Stirnlampe. Dort angekommen, sah man eigentlich nichts, weil Unmengen an Staub die Sicht behinderten. Der Job, den die Mineros hier jeden Tag machen, ist einfach unglaublich hart, aber mit umgerechnet 400€ im Monat verdient man hier mehr als der bolivianische Durchschnitt, weshalb viele junge Bolivianos das Risiko in Kauf nehmen. Eine ganz nette Geste war, dass wir vor dem Eintritt in die Mine den Mineros Geschenke (Limo und Coca-Blätter) gekauft haben - Kleine Motivation, damit wir nervigen Touristen am Arbeitsplatz geduldet werden. Der Besuch der Mine war für uns ziemlich krass und beklemmend, sodass wir heilfroh waren, als wir endlich wieder Tageslicht sehen konnten.
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    Traveler

    Gut das ihr wieder heil ans Tageslicht gekommen seid!

    7/20/22Reply
    Traveler

    Geil, bring' mir was mit....

    7/21/22Reply
    Traveler

    krass

    7/21/22Reply
    Janina Lampe

    Ja die Bedingungen sind echt schlimm -.-

    7/21/22Reply
    Traveler

    Die armen Bergarbeiter.... erinnert mich an die Fraggels.

    7/21/22Reply
     

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