Ronja Liebert

Joined January 2020Living in: Hamburg, Deutschland
  • Explore, what other travelers do in:
  • Day11

    Fahrt: Zagrep -> Salzburg

    April 23, 2018 in Austria ⋅ ⛅ 23 °C

    War früh aus den Federn. Schon wieder vor dem Wecker aufgewacht und der war auf 7 Uhr gestellt. Der nette Rezeptionist von Gestern war auch schon wieder oder immer noch da. Sah taufrisch aus und begrüßte mich mit einem Lächeln. Das Frühstück war vielfältig und ausreichend. Ich schlug mir den Bauch voll und begann nicht spät danach zu packen an. Dies erfolgt immer in zwei, drei großen Schritten. Im Hotelzimmer wird alles verstaut und ich verstau mich in die Motorradklamotten. Dann werden erst die Dinge für die Seitentaschen und die große Tasche für den Gepäckträger rausgetragen und verstaut bzw. verzurrt. Mit einem letzten Gang hole ich dann meine wertvolle Rucksacktasche mit Foto und Technik sowie Helm etc. zahle und verstaue dann den Rest. So gehe ich sicher, dass nichts wegkommt. Hier sprach mich aber der Einweiser von gestern Abend an. Er hatte mir am gestrigen Abend extra einen besonderen und reservierten Parkplatz zugewiesene. Ich vermute, das war aber die Idee des Rezeptionisten gewesen, da ich ihn gestern wegen Überwachung etc. ausgefragt hatte und bat ein Auge auf meinen Dreizylinder zu werfen. Dieser Einweiser entpuppte sich als stinkreicher Villenbesitzer mit Wohnort in Euskirchen. Aber, für nächste Mal habe ich einen direkten Draht auf eine kleine Insel zu einer riesen Villa, bei der ich natürlich besondere Konditionen bekomme. Vielleicht komme ich ja mal dazu das zu testen.

    Die Fahrt war dann schon wieder fast unspektakulär. In Slowenien viel Grün und weite Täler und kaum gings nach Österreich kamen die schneebedeckten Berge.

    In Salzburg angekommen mal wieder eine erste Ortsdurchfahrt. Dann gleich das Mozartarium entdeckt, oder so ähnlich. Das Geburtshaus muss ja auch hier irgendwo sein. Aber auch hier, nach einigem Rumkurven zog es mich doch zum Hotel und zu ein bisschen Entspannung.

    Der Landgasthof Rechenwirt entpuppte sich als fragwürdiges Objekt. Die Matratze eine Katastrophe, vor dem Badfenster zur Straße hin kein Gardinen oder ähnliches und das Frühstück am nächsten Morgen sucht seines Gleichen.
    Ja, es gab Kaffee und immerhin Apfelsaft in einem großen Glas! Das Rührei war fast mehr eine Suppe, Der Käse wurde ungefragt mit Pfeffer garniert, störte mich jetzt nicht so und das Müsli, war zwar prinzipiell vorhanden, aber Schalen etc. fehlten. Ich fragte auch nicht weiter nach. Und die Brötchen mehr zäher Lappen als genießbar.

     

     

    Ein Gast vor mir bezahlte bei dem jungen Herrn mit Karte. Rechnung gibst nicht, weil sie von einer anderen Person, die jetzt nicht da war, nicht geschrieben worden war. Der Herr vor mir zahlte 65 Euro für die Übernachtung... puhh.. große Fragezeichen bei mir. Bei mir tippte der junge Mann dann auch schon 65 ein und ich sagte einfach, neee 45 ;-)
    Dann wurde ich zur Hilfe genommen, wie man das mit dem Lesegerät für die Karten wohl abbricht etc. Ohne zu murren wurden 45 eingetippt und bezahlt.

    So einfach ist also sparen bei der Übernachtung. Aber keine Sorgen. Bei Booking waren tatsächlich auch nur 45 als Übernachtungskosten ausgewiesen. Alles etwas kurios hier.

    Heute nun knapp 800/900 Kilometer zu fahren. Nach dem gestrigen Unwetter, bei dem sogar zeitweise das Fensehprogramm (meine Lieblingssendung Kultautos auf Kabel 1 doku) und das Internet wegbrachen nun immerhin nur noch Regen. So startete meine Reise als Boje und wird auch als eine solche enden.

    Aber zum Glück gibt es ja eine direkte Verbindung von Salzburg nach Bergheim, einfach immer geradeaus  :-)

    Schön das ihr bei meinem kleinen Tagebuch dabei ward. Bis spätestens zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt "Die Iden des Aprils nahen". Obwohl eigentlich muss ich ja jetzt zweimal fahren. Ronja ist ja am 15.8. geboren. mal schauen, vielleicht eine kleine Tour :-)

    Bis dahin, auf Wiedersehen

    Ronja
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  • Day10

    Fahrt: Sibenik -> Zagreb

    April 22, 2018 in Croatia ⋅ ☀️ 23 °C

    Bin schon wieder vor dem Wecker aufgewacht. Das bidere Zimmer leistet gute Arbeit. Draußen hellster Sonnenschein und drinnen schöne dunkle Höhlenatmosphäre. Wo bin ich nochmal.. ach ja Sibenik. Und den Wochentag musste ich erst mal im Handy nachschauen. so langsam verliere ich das Zeitgefühl.

    Schnell alles zusammengeräumt und hinuntergeeilt. Aber noch im Vorraum höre ich ein lautes "Hallo". Entweder hat die Hausherrin meine leisen Bikerstiefel die Treppe heruntertappen hören oder die doch recht unauffällig aufgestellte Überwachungskamera hat mich überführt.

    Sie kommt mit einem Teller mit zwei Pfannkuchen mit Marmelade gefüllt. Auch einen Orangensaft bekomme ich noch gereicht. Der Pfannkuchen ist heiß und mega lecker, so spare ich mir das nicht unweit geplante Frühstück.

    Beim Motorrad packen kommt auch ihr Mann hinzu und erzählt dass er lange in Berlin war. Seine Kinder sind jetzt alle in Deutschland und kommen nur selten.

    Das Pferd gesattelt und ab auf den Track. Alles ist im voraus geplant. Zwei Nationalparks durchqueren und dann gemütlich nach Zagreb. Einen Grenzübergang nach Bosnien habe ich mehrfach in der Planung bewußt ausgeschlossen, zuviel Papierkram.

    Kaum aus Sibenik heraus und schon halb im ersten Nationalpark Krka, mit einem mal  verändert sich die Vegetation schlagartig. Die Felsen verschwinden immer mehr unter Grün und kommt nur noch zum Vorschein sobald die Straße sich mal wieder eine Schneise durch den Fels gegraben hat.

    geplant war die Route am PC und dann auf mein Bike Navi übertragen, ausdrücklich wurden nur befestigte Straßen ausgewählt. Dennoch führte mich die Route immer wieder in die Irre, also auf unbefestigte Wege. Das wäre für mich und Zeus jedoch das Urteil zum Steckenbleiben gewesen. 600 Kilo Lebendgewicht und mit Straßenbereifung wäre dann ein Fortkommen nach wenigen Zentimetern nicht mehr möglich.
    Nachdem mir das Navi ständig neue Vorschläge machen musste kam es auch vor, dass Abbiegungen zwar angezeigt wurden, hier aber inzwischen ein Feld stand und von einem Weg keine Anzeichen zu sehen waren.

    Dafür gab es grandiose Ausblicke auch im zweiten Nationalpark :-)

    Den Lichtstrahl hatte ich erst später auf dem Bild gesehen. Ob das ein Zeichen war, quasi eine Segnung für meine bevorstehende Herausforderung?!

    Und wieder kam auch die Furcht hoch, dass das mit den Tankstellen ein Problem werden könnte. Die Erste aufm Weg gab es mal wieder nicht und die Zweite zwar existent, aber abgesperrt.

    Mal wieder zeigte mein Navi die nächste Tanke in 100 KM und mein Restreichweite war inzwischen auch nur knapp 100 KM. Also wieder zum benzinsparrenden Fahren übergehen.

    Ganz zu Beginn der Tour, hatte ich ja auch darüber nachgedacht, ob es nicht zu leichtsinnig ist, so eine lange Motorradtour alleine zu machen. Ja ist es, aber egal. Und ich hoffte dass sich dies nie rächen sollte, z.B. bei einem Unfall oder ähnlichen eben, alleine zu sein. Aber das ist auch ein bisschen das Abenteuer.

    Und Weiterhin ein Wechselspiel zwischen langes Tal, ein paar Felsen und viel Grün, Serpentinen und dann wieder ewig lange geraden Strecken. Anbei eine Bilderfolge, so wie sie mir auch in der Reihenfolge begegnet ist. Und das ist ja auch nur ein kleiner Auszug ;-)

    Nun aber zu den Herausforderung. Es gab mindestens zwei Situationen, die auch anders hätten enden können.

    Mein Navi führte mich mal wieder auf die falsche Fährte, einige hundert Meter nach diesem Video endete der Weg  und mutierte mal wieder zu einer Schotterpiste, ein No go für Zeus und mich.
    Zuvor ergab sich die Situation, dass ich nichts ahnend diese Weg lang fuhr und den Stöckchen auswich, die so manchmal auf der Straße liegen. Im letzten Moment, erkannte ich aber, dass dies kein Stöckchen war:

     https://youtu.be/GqKIu8mDeiA

    Die Schlange hatte ihren Kopf oben zum Angriff. Durch mein dickes Leder wäre sie nicht durchgekommen, aber für einen Moment bekommt man aber einen Schreck.
    Aber der eigentlich Clou passierte eben am Ende genau dieses Weges. Lieber Marvin, ich verstehe jetzt warum du die Rocket nicht magst. Deine Begründung, du hast das Gefühl, die Rocket macht mit dir was sie will.

    Kleine Anekdote dazu: War mal wieder beim Triumphladen zum Kaffee trinken. Da standen zwei Herren vor der Rocket. Ich gesellte mich dazu und hörte zu und beteiligte mich dann irgendwann am Fachsimpeln. Dem einen entfuhr es dann: "Um das Monstrum zu fahren, brauchst echt Eier". Kurz darauf fragten sie mich was ich denn so für ein Motorrad fahre. Ich zeigte nur stumm, auf das Monstrum vor uns, wofür man wohl Eier braucht - Der Blick der Beiden war unbezahlbar :-D

    Ja sie macht manchmal was sie will, vor allem im Stehen oder beim Schieben. Vor allem Rückwärts, wenn man nicht sieht, dass man den Koloss gerade auf einen kantigen Stein zuschiebt. Mit einem Schlag kippt sie nach links. Das kenn ich doch, habe damals die Grace auch nicht losgelassen und meine rechte Hand kurios gebrochen. Auch Zeus hielt ich fest. Das war aber sehr knapp. Sie war kurz vorm nicht mehr halten können. Zum Glück habe ich Sturzbügel, so dass Motor und der Rest geschützt sind und die Maschine wieder aufzurichten ist auch alleine zumindest in der Theorie kein Problem. Ausprobiert habe ich es allerdings noch nicht. sollte ich vielleicht mal.

    Die dritte Situation ist aber nichts für schwache Videogucker. Das hätte richtig übel ausgehen können:

     https://youtu.be/XSHJS2VgjMc

    Die Straße ist erst frei und ich einen Moment unkonzentriert, die Helmkamera zeigt, dass ich nach rechts zu den Bäumen schaue und die Gefahr nicht rechtzeitig erkenne. Außerdem war ich hier auch noch aufgrund meines schon wieder bestehenden Benzinproblems noch im Energiesparmodus, also rollen lassen. Man hört mich bremsen, aber ich drifte leicht zu weit in die Kurve raus. Und wenn dann Schotter in der Kurve liegt ist das mehr als ungünstig. Das Vorderrad rutschte mit einem Schlag weg und ich gefährlich auf die Leitplanke zu. Wie und warum ich mich hab abfangen können, keine Ahnung, aber es hat geklappt und ich bin da mit richtigem Herzklopfen wieder rausgekommen.

    Der Rest der Reise verlief dann im Weiteren aber eher unspektakulär. Eine Tanke fand sich recht schnell, nachdem ich im Navi die Routenattribute auf "schnellste" gestellt hatte. Und die Mautstraße war eine willkommene Abwechslung zu den Abenteuern an diesem Tag.
    Einen Sonnenbrand bekam ich an diesem Tag auch noch. Die Handoberflächen sahen aus wie glühende Kohlen und fühlten sich leider auch so an. Den Tag davor war ich teilweise ohne Handschuhe gefahren. Auch wieder so eine leichtsinnige Sache. Und damit sich die Bräune gleichmäßiger verteilt hatte ich heute auch noch meine Jacke verstaut und war nur mit T-Shirt und Schildkröte (Rückenprotektor) unterwegs. So wurde aus fast 25 grad stehender Hitze aber immerhin ein angenehmer kühlender Fahrtwind.

    In Zagreb angekommen, eine kurze Fahrt durch die Stadt, die aber nicht erwähnenswert ist. Außer vielen Einbahnstraßen und versteckte Blitzer habe ich nicht viel gesehen.

    So endete mein Abend wieder im Hotel mit den Beinen auf dem Bett.

    Guts Nächtle
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  • Day9

    Fahrt: Dubrovnik -> Sibenik

    April 21, 2018 in Croatia ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Haus Dame ist schon auf den Beinen und erkundigt sich nach meinem Wohlbefinden. Naja ich will abreisen, wie soll es mir da schon gehen.
    Sie hat mich gestern gesehen, ich hätte aber nicht reagiert. Und die angeblich kostenlose Parkplätze für Bikes werden sich vermutlich als teure Kostenfalle entpuppen. Man steckt nämlich keine Zettel in die Scheibe, sondern gibt einfach nur sein Kennzeichen ein.. ohje.. Falschparken in Dubrovnik kostet ca. 100 Euro. Wir werden sehen, ob da was kommt.

    Nun aber los, zum Frühstück. Richtig Bar Rosi und das Omelett. Neue Bedienung und die will mir unbedingt ein unnötiges großes Frühstück andrehen. Währenddessen blökt es aus Lautsprechern vom Wasser her und ich höre ein typisches Horn. Aha.. nicht nur die Radtour Kroatia wird ausgetragen, sondern anscheinend noch etliche Wassersportwettkämpfe, wie mir die Athleten vom Nebentisch dann kurz drauf erzählen.

    Bei der Herfahrt hatte ich ja teilweise die Autobahn genommen.. macht das nicht, da verpasst man wirklich sehr viel!!
    Und wieder ist ein Wechsel von karger Feslandshaft, die sich zu riesigen Bergen auftürmt, kleinen Wäldchen, die einen angenehmen Duft versprühen und den Blick aufs Wasser, der nach vielen Kurven den Horizont plötzlich endlos erscheinen lassen.

    Und zwischendurch dann ein Halt an einem See. Hier eine kurze Rast und den Ausblick genießen:

    Ich habe definitiv zu wenig Zeit für die Sehenswürdigkeiten eingeplant. Hier sah ich ein Schild mit einem Wasserfall und folgte ihm einfach. Es ging einige Serpentinen hoch. Den Wasserfall fand ich nicht, aber dafür diesen fantastischen Ausblick. 

    Es dämmerte schon langsam, als ich dann endlich in der neuen Unterkunft eintraf. Alle sehr nett und zuvorkommend. Eine junge Dame mit vielleicht 50 begrüßte mich mit einem ständigen Grinsen im Gesicht. Ich denke es war Freude endlich mal einen Gast zu haben. Ich war wohl der einzige. Ich zählte ca. fünf Zimmer. Halt Nebensaison.
    Von meinem Balkon aus hatte ich Meerblick, Zeus im Blick und sichtbaren Zugriff auf die Raucherecke der Bedienungen vom etwas weiter unten gelegenen Restaurant. 

    Und hier kehrte ich dann zur späten Stunde auch noch ein und gönnte mir ein Chicken Filet.

    Es war schon knapp 21 Uhr als ich dann in das doch recht altbackende Zimmer zurückkam und mich ins Bett verkroch.

    Fahrthistorie:

    Guts Nächtle
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  • Day8

    Dubrovnik

    April 20, 2018 in Croatia ⋅ ☀️ 24 °C

    Die Unterkunft ist mega, der Ausblick ohne Gleichen. Lediglich die unten vor dem Haus verlaufende Straße scheint so eine kleine Rennstrecke zu sein und dies auch Nachts. Habe trotzdem gut geschlafen und bin erholt in den Morgen gestartet.

    Heute ist Dubrovnik dran, ich brauche einen Plan:

    Frühstück:

    Die mir schon fast vertraute Bar Rosi ist meine erste Anlaufstelle. Habe gestern ein Omelett auf der Karte gesehen, das wird zum Frühstück getestet. Gute Wahl.

    Hier auf der Karte sehe ich immer von mein Bike ist. Jetzt eben gerade beim Essen 😉

    1. Erkundungstour

    Gestärkt geht es gleich Richtung Dubrovnik, ich will in die Innenstadt, zumindest soweit es irgendwie mit meinem Trecker geht.
    Viel los, alle Parkplätze belegt, aber ich sehe direkt am Rand vom alten Schloßkern extra Parkbuchten für Zweiradfahrer. Gleich gespeichert für heute Abend. Und meine Haus Dame sagte noch was von teuer. Sieht aus, als ob man da nichts zahlen müsste.
    Auch so sehr ich mich abmühe irgendwie eine nette Straße mit Meerblick oder Ähnlichem zu finden, das Einzige was mich begleitet sind ne Blechlawine und ne Berg- und Talfahrt, die mich ein wenig an San Francisco erinnert. Fehlen nur die Cable Cars und die vielen Polizei Autos, von denen ich ja damals etlichen die Vorfahrt genommen hatte.

    So kehre ich um und hebe mir den Rest dann für Abends auf.

    Mittag

    Der Mittag wird gedöst, geschlafen, gesonnt und aufs Meer hinausgestarrt.

    2. Erkundungstour

    Die größte Hitze ist vorbei, nun aber wieder los Richtung Dubrovnik mit dem Ziel die andere Seite der Befestigungsmauer zu sehen.
    Begrüßt wird man von einer eindrucksvollen Brücke:

    Den zuvor gesichteten Parkplatz gleich wieder gefunden und ab in die Altstadt 🙂

    Die Gässchen sind süß, megaschmal und teilweise und größtenteils zugestellt mit kleinen Tischchen oder Kissen auf den Treppenstufen.

    Bootsfahrten auf ausgefallen Segelschiffen keine Seltenheit, von dieser Art Piratenschiff habe ich schon mehrere fahren sehen.

    DIE Einkaufsstraße in Dubrovnik Altstadt. Überall Geschnatter und ein Kindergeburtstag der Leben auf das Pflaster bringt. Hier laufen vermutlich eher die Touristen und in den schon erwähnten Seitengässchen sitzen dann die ganzen Kroaten.

    Abendessen:

    Wieder Bar Rosi, irgendwie fehlte mir der Mut und der Wille mich auf ein neuen Essensabenteuer einzulassen, da ich weiß, dass der Thunfisch Salat hier vorzüglich ist. Der Kellner erkannte mich sofort wieder und fast schon ungefragt kam das gleiche von dem Abend zuvor. Das nenne ich mal Service 😉

    Früh ins Bett.. schon wieder. Morgen gehts dann leider schon wieder auf die Rückreise.

    Guts Nächtle
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  • Day7

    Fahrt: Zadar -> Dubrovnik

    April 19, 2018 in Croatia ⋅ ☀️ 22 °C

    Habe heute fast 10 Stunden geschlafen und das sehr gut! Trotzdem bin ich schon um kurz vor 9 Uhr wieder auf der Piste, zumindest bis zum nächsten Kaffee, um mir dort eine kleine Stärkung für die kommenden Kurven zu holen.

    Wiedersehen Zadar, auf nach Dubrovnik:

    Die Furcht in absehbarer Entfernung keine Tankstelle anzutreffen ist unbegründet. Es geht zwar kurvig zu, aber man hangelt sich von Ortschaft zu Ortschaft. Aber leider auch von Baustelle zu Baustelle, sowie von Stau zu Stau. Um noch in einer annehmbaren Zeit in Dubrovnik anzukommen verlasse ich kurzerhand die Küstenstraße und weiche ausnahmsweise auf die Autobahn aus. Auf dem Rückweg werde ich dann nochmal die Küstenstraße versuchen.

    Ca. 150 km vor Dubrovnik geht es dann wieder zurück an die Küste mit tollen Ausblicken:

    Die Straße führt durch einen Wechsel von Ortschaften, kleinen Wäldchen und scheinbar kargen Steinland. Sobald der Blick landeinwärts gerichtet ist, geht er im nächsten Augenblick auch schon wieder raus auf die See. Einerseits der Blick auf die felsige Berge und dann der Weitblick aufs Meer hinaus, ist ein atemberaubendes emotionales Wechselspiel. Mir gefällts.

    Zwischendurch fahre ich wohl noch durch ein angesagtes kroatisches Weingebiet. Überall Weinstände und Obstverkauf. Ich bin kurz davor mir eine solche Orangenpackung mitzunehmen. Wie ich später erfahre, sieht das wohl alles doll aus, aber gerade hier werden vor allem die Orangen wohl stark gespritzt. Dafür gönne ich mir nur einen Kaffe und genieße die Aussicht und die Pause.

    Das neben der ganzen Ablenkung auch noch meine Konzentration, trotz des ausreichenden Schlafs, gelitten hat zeigte sich beim Bezahlen an der nächsten Tanke. Ich habe zwei Karten, beide blau. Die eine ist meine Tankkarte, die Andere hatte ich nur zur Sicherheit mitgenommen. In der Tankstelle beim Kassieren soll ich meine Pin eingeben. Sie stimmt nicht. Ich bin irritiert und sage, nein, die eingegebene stimmt, ich vertu mich da nicht. Als die Karte wieder auf dem Ladentisch liegt erkenne ich, verdammt das war zwar die richtige Pin aber die falsche Karte. So ist jetzt meine Sicherheit vermutlich gesperrt, dies konnte ich nach direkter Rückfrage mit dem Geldinstitut aber leider nicht klären, da ich die Telefonpin nicht parat habe.

    Ich wollte auch noch auf die Beziehung zwischen Kroaten und Bosnien ein wenig eingehen. Nicht unweit vor Dubrovnik kam ich an diese blaue Station.

    Mautstation? Ich schau mal was die vor mir so machen. Aha, sieht aus wie Passkontrolle. In Kroatien, kurz vor Dubrovnik. Bin schon wieder verwirrt. Das passt jetzt nicht in mein Weltbild bzw. meine Erinnerung der Landkarte und Streckenführung. Ist Dubrovnik gar nicht in Kroatien, sondern in Bosnien? Wie ich später erfahre, hat Kroatien nach dem Krieg Bosnien wohl einen Ort an der Küste Bosnien zugesprochen. So kam auch schon nach vielleicht 5 Km wieder der nächste Checkpoint. Kroatien ist geteilt, aber damit kennen wir uns Deutsche ja recht gut aus.

    Als ich dann in Dubrovnik eintreffe, bzw. kurz davor, dämmert es schon ein wenig. Die Hausherrin ist sehr nett. Ich gebe nur noch meinen Zusatzausweis ab. Keine Nachfragen alles in Ordnung. Ein Lokal wird mir auch noch empfohlen. Bar Rosi, klingt ja auch schon fast wieder ein wenig Deutsch. Und die Bedienung spricht natürlich auch Deutsch.

    Bestellt wird was Gesundes und es kommt auch eine ordentliche Portion. Sieht gut aus und schmeckt auch so. Vor allem erkennt man, dass das ein Thunfischsalat ist.

    Morgen ist wieder ein Ruhetag mit Sightseeing. Bin gespannt auf Dubrovnik. Bis dahin…

    Guts Nächtle
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  • Day6

    Fahrt: Pula -> Zadar

    April 18, 2018 in Croatia ⋅ ⛅ 19 °C

    Mein Hausherr, war extra nochmal gekommen (wohnte selber nicht mit im Haus), um mich zu verabschieden. Nach meinem kleinen Frühstücksabstecher zu der Pizzeria am Wasser, die natürlich auch Frühstück anbot, wurde ich mit den Worten verabschiedet, in Zadar auf mein Bike aufzupassen. Ich winkte ab und sagte, habe Lenkradschloss, Bremsensperre plus zwei unabhängige GPS Trecker mit Bewegungsalarm. Da lachte er nur und sagt, die kommen mit LKW, rein mit dem Bike und ab nach Bosnien. Das Kroaten und die Bosnier nicht die besten Beziehung haben war mir ja bereits bekannt, aber dass es so krass sein soll, wollte ich dann auch nicht glauben. Vorsorglich hatte ich ja meine Unterkünfte auch nach dem Kriterium ausgesucht, ob sie genau einen verschlossenen Parkplatz haben. Zwischen „jaja, für Bike kein Problem“ und sicher verwahrtem Gefährten gibt es wohl aufgrund der Sprachbarriere unterschiedliche Auffassungen, wie ich später dann noch erfahren durfte.

    Also mit frischem Mut Richtung Zadar gestartet und vorher noch an der Tanke im Ort gehalten. Theoretisch sollte ich genau mit einer Tankfüllung zum Ziel kommen.
    Und während ich mich wieder mit vollen Tank fahrfit mache (etwas trinken, nochmal alle Gurte prüfen, Haare versorgen, Ohropax anpassen, GoPro auf Funktion prüfen, Wasser verstauen, Geldbörse und Handy auf Existenz überprüfen, Jacke so verschließen, dass viel Fahrtwind durchkommt…) werde ich angehupt. Es ist der nette Papa vom Hausherrn, der sich auch noch von mir unbedingt verabschieden möchte. Alle sehr nett hier 🙂

    Dann gehts los. 345 Kilometer bis ans Ziel klingt erstmal nach nicht viel. Es wehte ein leichter, ständiger Wind, das ist ja auch soweit ok. Das kühlt ein wenig während der Fahrt. Es soll nämlich sehr sehr heiß werden. Naja, 22 Grad sind ja nix gegen die anvisierten 30 in Hamburg. Ich freute mich auf die Küstenstraße, von der ich schon so viel gehört hatte und warum ich letztendlich ja her gefahren bin. Während zu Anfang die kleine Wäldchen den Wind gut abhielten wurde er dann auf Brücken und offenen Stellen immer doller bis heftig.
    Leider hatte ich nicht die ganze Zeit die GoPro an, so verpasste mein Videobeweis leider ein kleines Schild, auf dem bei der Vorbeifahrt fast alle Fahrzeugarten abgebildet waren und ein rote „Warnleuchte“, wie ich es denn später interpretierte, wohl auf irgendetwas Wichtiges hinwies. Dass es sich hier um einen Hinweis, aller, bitte ausreichend Trinken ins „Death Valley“ mitnehmen handeln könnte, war mir bis dato aber nicht klar. Im Nachhinein war dies vermutlich die Warnung auf die nicht vorhanden Tankstellen hinzuweisen und dass es fürs Motorräder eng werden könnte mit einem Dreiviertel Tank zur nächsten Tankstelle zu kommen.

    Aber das wußte ich zu diesem Zeitpunkt ja nicht und so fuhr ich munter weiter, recht dynamisch, auch nicht benzinschonend, während der Wind immer heftiger wurde. Als alte Surferin vermutete ich auf dem Wasser eine Windgeschwindigkeit von 6-7 Beaufort, das ist ordentlich und fürs Surfen (Sinker) eigentlich genau der Startschuss die Segel zu hissen, aber als Schrankwand durch die vor allem sehr schnell wechselnden Winde zu fahren macht überhaupt keinen Spaß. Erschwerend kam noch dazu, dass die Winde nicht ständig von einer Seite kamen, das wäre ja noch kalkulierbar gewesen, sondern mal von rechts, von vorne, von links.
    Vor lauter Anstrengung in der Spur zu bleiben hatte ich total ignoriert auf die Tankanzeige zu achten, bis mir so nen kleines gelbes Lämpchen auffiel, das hatte ich ja noch nie gesehen. Wer mich kennt, in der Regel tanke ich immer voll, so dass ich beim nächsten Start immer einen vollen Tank habe. Und auch zwischendurch tanke ich lieber einmal zu viel als zu wenig, da es für mich eine Horrorvorstellung ist, irgendwo im Nirgendwo liegen zu bleiben wegen Benzinmangel und dann noch in einem fremden Land, deren Sprach man nicht spricht. In ein paar Kilometern sollte aber auch schon eine Tanke kommen. Mich empfing ein Gerippe aus Beton und herausstehenden Stahlgeflechten. Ok, das kann mal passieren. Auf der Zweiten, die noch angezeigt wurde, ruhte somit meine ganze Hoffnung.

    Hier ein ca. 4 Minuten clip, auf dem man gut sehen kann, wie ich gegen den Wind kämpfe. Die ersten zwei Einstellungen sind noch sehr windgeschützt und danach wird’s heftig, hört man auch sehr schön im Audio. Das Gewackel ist das Ergebnis, meines Gegensteuerns, damit ich nicht umfalle oder in den Gegenverkehr gerate.
    Video vom Gegenwind

    https://youtu.be/xvvnhsL5078

    Nun aber zurück zu meinem Benzinproblem, welches ich ja immer noch nicht gelöst hatte. Auch die zweite Tanke war nicht existent, einfach nicht da! So hielt ich an zum Krisengespräch. Zurück zum Polizeiauto, welches ich kurz vor meinem Stopp gesehen hatte, und mich als Nerd outen, „sorry, haben sie mal nen bisschen Benzin für mich“. Meine Anzeige sagte, dass ich noch ca. 70 Kilometer fahren könne. Navi und Google Maps zeigten zwar unterschiedliche Tankmöglichkeiten, die nächste ist in ca. 80 Kilometer, Richtung Ziel. Alos eben einfach weiter fahren. Das erforderte eine neue Fahrtaktik. Ich stellte mich an die Straße, wartete auf das nächste Fahrzeug, möglichst hoch (wurde dann leider nur ein Passat), der aber ein sehr gutes Tempo fuhr. Sehr gleichmäßig und ruhig. Ich hängte mich ran und die Restweite sank weniger schnell, als ich die Kilometer herunterfuhr. 150 PS, 2,3 Liter und wenn man die Zylinder streichelt sind sie auch gar nicht so durstig. Mein niedertouriges ohne starke Beschleunigung auskommender Fahrstil zahlte sich aus! Letztendlich erreichte ich die nächste Tanke, die mein Navi übrigens nicht kannte, dann mit einer Restweite von 20 Kilometer.
    Jetzt kann ich mir auch ungefähr vorstellen, was auf diesem Warnschild und in Kleinschrift wohl gestanden haben mag.

    Eine kleine Hürde in Zadar gabs dann auch noch, die Tour de Kroatia blockierte die komplette Innenstadt, so dass ich quasi kaum reingefahren war, schon wieder rausgeführt wurde, um mit einem riesigen Umweg, dann doch letztendlich an meiner Unterkunft anzukommen.

    Die Unterkunft in Zadar war super. In einer Sackgasse gelegen, sah aus wie eine Villengegend. Eigens Grundstück mit Parkplatz und eingezäunt, sehr sympathisch. Der Gastgeber ein sehr netter junger Mann, nahm zwar beide Ausweise, den alten (originalen) und den Zusatzausweis mit meinem neuen Name und gab mir aber meine eigentlich gültige echte ID wieder zurück und sagte, dass sei der Falsche. Kurz drauf kam er zurück und meinte, dass er den Ausweis aus Deutschland so gar nicht kenne und mein Geburtstag würde fehlen. Aber weiter nachgefragt hat er nicht. Ist mir so jetzt auch noch nicht passiert 😉
    Er bot mir auch an, mit mir eine kurze Rundfahrt mit seinem Auto zu machen, dass ich eine grobe Orinientierung habe. Super, haben wir gemacht. Wieder an der Unterkunft angekommen, stellte er mir ein Fahrrad hin und meinte „ist besser als Motorrad“ kommt man besser an die Altstadt ran“ 😉

    Gesagt getan. So radelte ich auf einem Kinder Mädchen Fahrrad Richtung Innenstadt.
    Ein paar Bilder ohne Kommentar.

    „Gruß an die Sonne“ ist eine Lichtinstallation die Abends nach Sonnenuntergang zu Leuchten beginnt. Sehr schön, fast schon meditativ. Zum Glück waren nur wenige Leute da. Und doch, auch die Wenigen hatten das Bedürfnis auf die Installation zu gehen, um sie mit Blitz zu fotografieren. Dass das aus mehreren Gründen nichts werden kann ist doch eigentlich klar, wollte mich jetzt hier nicht als Klugscheißerin aufspielen und ließ sie gewähren 😉

    Als ich wieder in der Unterkunft angekommen bin, fiel ich todmüde ins Bett und freute mich schon auf den zweiten Teil der Küstenstraße, aber dieses mal immer mit ausreichend Benzin im Tank.

    Guts Nächtle!
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  • Day5

    Fahrt: Wien -> Pula

    April 17, 2018 in Croatia ⋅ ⛅ 20 °C

    8 Uhr habe ich nicht geschafft. Mit 30 Minuten Verzögerung, bin ich dann aber doch noch losgekommen.

    viel zu erzählen gibt es von der Fahrt selber eigentlich kaum. Mein Navi schien manchmal die Ansage „kurvenreich“ sehr arg wörtlich zu nehmen, obwohl ich diese ja eigentlich schon auf „schnellste“ Route geändert hatte und schickte mich gelegentlich in Ortschaften einfach von der Hauptstraße weg, durch den Ort, um am Ortsausgang wieder auf die Hauptstraße zu wechseln. Aber nicht mit mir. Es wehrte sich dann zwar immer eine Weile und wollte mich zurückschicken und zeigte mir erst nach ein paar Minuten widerwillig den nun verkürzten Weg.

    Ein letzter langer Halt in Österreich bei Mc Donald. Nicht des Essens wegen, sondern um die sanitären Einrichtungen zu nutzen und zur Aufmunterung einen kleinen Kaffee zu genießen.

    Durch Österreich brauchte ich knapp 4 Stunden. Durch Slowenien schlappe 3 Stunden und am Ziel durch Kroatien schaffte ich es nach 3 Stunden.

    Die Grenzübergänge waren immer sehr unspektakulär, manchmal schon fast so unauffällig, dass ich mich fragte, biste jetzt oder biste jetzt noch nicht in Slowenien?!


    Komplett ausgelaugt und fertig kam ich nach 10 Stunden am Ziel an. Nur Mc Donald war eine längere Pause von ca. 20 Minuten, ansonsten waren es nur die Tankpausen, in denen mich kurz entspannen konnte.

    Die Unterkunft „Apartment by the Sea“ versprach nicht zu viel. Zwar trennte mich noch eine kleine Straße von „the Sea“, aber der Blick vom „Studio“ aus ist gigantisch:

    Zuvor hatte mich während der Fahrt die Unterkunft mehrfach und hartnäckig versucht mich zu erreichen. Ich antworte mit einer kurzen Nachricht und der voraussichtlichen Ankunftszeit, die ich auch bis auf wenige Minuten einhalten konnte.
    Die Hausherren, waren sehr nett, sprachen gebrochen Deutsch und als sie Zeus sahen wurde ich direkt in Fachgespräche verwickelt. Ich erfuhr, dass der Papa auch Motorrad fährt, eine Suzuki und eine 30 Jahre alte Honda ohne Elektronik, nur drei Gänge, aber das Ding hat ihn wohl noch nie im Stich gelassen. So wie das Zeus denn auch hoffentlich tun wird, mich nicht im Stich lassen!

    Eine gute Empfehlung gab es auch mit auf den Weg, da ich noch ein wenig ausgehen wollte. Das Fischrestaurant oder direkt am Wasser die Pizzeria sollen sehr gut sein. Auf die Frage nach weiteren Alternative gab es die recht einfache Antwort, mehr gibts hier nicht. Aha…
    Die Pizzeria sollte es dann werden:

    So genoss ich bei einem tollen Sonnenuntergang einen Krabbencocktail und einen Thunfischsalat.

    Guts Nächtle
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  • Day4

    Wien (22.000 Schritte)

    April 16, 2018 in Austria ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute Morgen wird eine schwerwiegende Entscheidung gefällt. Einen Tag länger in Wien ohne Bewegung auf dem Motorrad oder ab ins Unwetter Richtung Graz.
    Zumindest ich habe mich entschieden, die Entscheidung dem Hotel zu überlassen.

    Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Blick auf das Schönbrunner Schloß teilte mir die Rezeption die erfreuliche Nachricht mit, dass ich noch einen Tag länger in Wien bleiben kann. Somit ist Sightseeing angesagt. Ohje, natürlich mal wieder komplett unvorbereitet. einen Tipp bekam ich aber gestern noch… Fickenmüller, dass hatte ich zumindest so verstanden. Was man so denkt und versteht, wenn man alleine unterwegs ist. Dass Figlmüller gemeint gewesen war, bekam ich erst nach einer weiteren Onlinesuche heraus 😉

    Schnell im Appstore die App für die Wiener Övis gesucht, gefunden und ein Tagesticket gebucht. Digital, keyless, mir gefällt das mehr und mehr. Keine Wechselkurse im Blick, nicht zum Bankomat hasten und sich mit fremder Währung herumärgern. Ja richtig, in Österreich gibt es ja auch den Euro 😉 Aber trotzdem. Kein Kleingeld in der Tasche und mit keyless geht es an der Kasse auch um einiges schneller!

    Der Stephansplatz ist nicht weit, eben zur U3 gelaufen und sich mit Schwung in die gemütlichen Sitze hineingeschwun… autsch. Waren leider aus Plastik ohne Polsterung.
    Unter Sightseeing kann man ja ganz verschiedene Dinge verstehen. Ich wollte Wien nach dem gestrigen Sitztag auf dem Motorrad, einfach nur durchwandern.

    Start also am Stephansdom:

    An jeder Ecke begegnet man einem Fiaker, der sich durch die Blechlawinen schlängelt.

    Auch die Japaner, Chinesen und andere Besuchstruppen, die ja meist zu solch einer Menge auftreten, dass man selbst auf einer großen Einkaufsstraße kaum vorbeikommt, dürfen nicht fehlen

    Und auch der Figlmüller (!) durfte auf meiner Lauftour nicht fehlen. Einen Platz für eine unangemeldete Person hatten sie tatsächlich nicht. Schade. Hätte gerne den Salat probiert 😉

    Das Mozart Cafe hat doch auch Stil, ist zwar ein paar Gehminuten weg, aber egal. In voller Vorfreude auf einen schönen Café mit einem Erdbeerschnittchen setzte ich mich gleich an den erst besten freien Platz am Mozart Schild.
    Ein Blick in die Karte war interessant. Erst kamen Burger, reine Fleischgerichte, alles irgendwie sehr deftig für ein Café, welches direkt neben der Oper sich Mozart nennt. Die Sahneschnittchen ließen auf sich warten. Als mir aber dann der „Grilled Grasshoppers“ ins Auge sprang, dämmerte es mir so langsam. Das Mozart Schild war zwar auf meiner Seite, aber trotzdem waren das die Tische vom Australien Pub. Ich blieb sitzen und bestellte mir einen leckren Salate, und der war richtig gut 🙂

    Nach der Stärkung auf Australischen Boden führte mich meine Wanderung auch am Central Café vorbei. Auch dieses hatte ich mir zuvor herausgesucht und gedacht, vielleicht gibts da ja den besten Café von Wien. Ein Test sollte mir aber verwehrt bleiben da die Stunden schon wieder sehr vorangeschritten waren und ich bereits fleißig gähnte.

    Hier noch ein Foto von einem netten Gebäude, aber ich weiß nicht mehr was es ist. Gefallen hat es mir aber sehr, kommt auf dem Foto leider nicht so rüber.

    Fazit: Wien hat eine tolle Altstadt, grandiosen Flair, tolle Gebäude, sehr sauber und leise elektro Buse in der Stadt, aber es ist definitiv absolut überlaufen.

    So kamen in der Summe mehr als 22.000 Schritte und 20 gelaufene Kilometer auf meine Fitnessuhr.

    Da ich morgen eine Mammutfahrt von knapp 600 Kilometer vor mir habe, direkt nach Pula, gehe ich heute auch früh schlafen und hoffe morgen dann um spätestens 8 loszukommen.

    P.S: War übrigens heute beim Saturn und habe mir nochmal so einen GoPro Käfig besorgt. Ab morgen vielleicht auch mal ein kleines Video, zumindest ein paar Bilder von unterwegs.
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