• Tongariro Alpine Crossing

    January 17 in New Zealand ⋅ ☁️ 12 °C

    Um 8 Uhr ging es mit dem Shuttle zum Startpunkt. Gegen 8:30 standen wir am Trailhead und sind direkt losmarschiert – vorbei an vielen anderen Wanderern. Das erste Viertel des Tracks war angenehm zu gehen, mit nur leichten Anstiegen. Die Landschaft öffnete sich schnell und zeigte sofort, warum dieser Track so besonders ist.

    Der anspruchsvollste Teil kam im zweiten Viertel: ein steiler Anstieg, gefolgt vom ebenso steilen Abstieg. Hier wurde die Vulkanlandschaft richtig greifbar – schwarzer Lavasand, lose Steine und ein stetiger Wind. Auf diesem Abschnitt half Markus einer Inderin, die aus Verzweiflung bereits begonnen hatte, auf dem Popo den Berg hinunterzurutschen. Er führte sie rund 100 Meter am Arm über das sandige, rutschige Stück, bis sie wieder sicher weitergehen konnte.

    Danach wurde der Weg wieder deutlich entspannter. Wir kamen an den leuchtend grünen Emerald Lakes vorbei und standen kurze Zeit später am Blue Lake. Die Farben wirkten fast unrealistisch und bildeten einen starken Kontrast zur kargen, vulkanischen Umgebung.

    Die zweite Hälfte des Tracks bestand überwiegend aus leichten Abstiegen und war gut zu gehen. Zwar hatten wir unsere Brote im Auto vergessen, da wir sie am Vortag vorbereitet und in den Kühlschrank gelegt hatten, aber hungrig blieb niemand: Jeder hatte fünf Riegel dabei, dazu zwei Äpfel, eine Birne und Cracker. Die wohlverdiente Belohnung wartete dann direkt am Auto – dort gab es endlich die Brote, als wir zurück waren.
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