Hobbington Teil 1
23 de janeiro, Nova Zelândia ⋅ ⛅ 21 °C
Heute stand die Hobbiton-Tour auf dem Programm.
Leider wurden wir bei der Ankunft am Parkplatz zuerst von starkem Regen empfangen. Aber das wurde schnell entschädigt: Direkt danach zeigte sich der beeindruckendste Regenbogen, den wir beide je gesehen haben – wirklich magisch und irgendwie perfekt für diesen Ort.
Anschließend ging es mit dem Bus zum Hobbiton Movie Set. Schon die Fahrt über das hügelige, sattgrüne Land war ein Erlebnis. Das Filmset liegt auf der Alexander Farm, die der Farmer Russell Alexander besitzt. Peter Jackson entdeckte das Gelände 1998 aus der Luft bei einem Helikopterflug auf der Suche nach passenden Drehorten für Der Herr der Ringe. Die sanften Hügel, alten Bäume und die Schafweiden waren für ihn sofort das perfekte Auenland.
Das Set wurde ursprünglich 1999 für die Herr der Ringe-Trilogie gebaut. Damals waren viele Gebäude nur temporär angelegt und wurden nach den Dreharbeiten wieder entfernt. Für die Hobbit-Filme kehrten die Filmcrew und auch einige Schauspieler ab 2010 zurück – diesmal mit dem Ziel, Hobbiton dauerhaft zu errichten. Seitdem ist es ein festes Filmset und kann ganzjährig besichtigt werden.
Besonders cool: Insgesamt gibt es 44 Hobbit-Höhlen, jede mit eigener Farbe, Größe und Persönlichkeit – passend zu den fiktiven Bewohnern. Manche Türen sind winzig, andere extra groß gebaut, um mit Perspektiven zu spielen und Hobbits neben Menschen kleiner wirken zu lassen.
Ein Highlight ist der berühmte Baum über Beutelsend (Bag End). Für den ersten Film wurde der Baum tatsächlich in mehrere Teile zerschnitten, aufs Set transportiert und dort wieder zusammengesetzt. Für die späteren Filme wurde ein künstlicher Baum nachgebaut, weil das Original nicht mehr passend war. Die Blätter wurden einzeln von Design-Studenten handgefertigt und je nach Jahreszeit sogar ausgetauscht – unfassbar detailverliebt.
Seit Kurzem gibt es außerdem eine begehbare Hobbit-Höhle mit komplett eingerichteten Innenräumen. Diese war zwar nie im Film zu sehen, da Innenaufnahmen im Studio entstanden sind, wurde aber nachträglich gebaut, um Besuchern zu zeigen, wie ein Hobbit tatsächlich „gelebt“ haben könnte – mit Küche, Schlafzimmer, Vorratskammer und allem Drum und Dran. Extrem liebevoll gemacht.
Insgesamt war die Tour sehr, sehr beeindruckend. Man merkt an jeder Ecke, wie viel Herzblut, Geschichte und Filmzauber in diesem Ort steckt – selbst für Leute, die keine Hardcore-Fans sind.Leia mais

























