Sandra Blum

Joined March 2018Living in: Österreich, Österreich
  • Day14

    Guinness Storehouse

    August 24, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 22 °C

    Was muss man unbedingt besuchen wenn man in Dublin ist? Genau! Das Guinness Storehouse am St. Jame's Gate! Ja klar, sehr touristisch, aber in dem alten Gebäude, in dem ursprünglich übrigens der Fermentationsprozess durchgeführt wurde, befindet sich ein anschauliches und wirklich unterhaltsames Museum, das die 250 Jahre alte Geschichte des Bieres erzählt. Nicht nur in den Souvenirläden gibt es Unmengen von Guinness Pint-Gläsern, auch der Kern des Gebäudes bildet heute die Form eines riesigen Pintglases, das von Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss reicht.

    Die Tickets waren mit 23 Euro pro Person nicht billig, inkludieren aber ein Beer-Tasting mit drei verschiedenen Bieren oder ein Pint Guinness zum selber zapfen. Außerdem hat man (selbstverständlich) Zugang zum gesamten Museum, einem Kino (okay, großes Wort, da kommen nur Guinness Werbefilme ;-), der Gravity Bar mit Panoramablick über ganz Dublin und mehreren anderen Restaurants und Bars. Wer möchte, kriegt sogar frische Austern serviert. Und wenn man zur vollen Stunde im richtigen Stockwerk ist, gibt es ein gratis Bier zum probieren und als Überraschung eine irische Riverdance Showeinlage.

    Kein Wunder, dass so viele Junggesellen- und Junggesellinnenabschiede hier einen Zwischenstopp einlegen - hier wird man wirklich super unterhalten und kriegt frisch gezapftes, exzellentes Bier zu trinken.

    "If he can say as you can
    'Guinness is good for you'
    How grand to be a Toucan -
    Just think what Toucan do!"
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day14

    Dublin

    August 24, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 18 °C

    Das Stadtgetümmel war eine richtige Abwechslung zum restlichen Roadtrip. Galway und die anderen Ortschaften in denen wir während unseres Aufenthalts auf der irischen Insel Zeit verbracht haben, wurden alle der Bezeichnung "Stadt" nicht so gerecht wie Dublin.

    Wir starteten unseren Rundgang zu Fuß am Vormittag über die O'Connell Street. Inmitten dieser lebhaften Straße steht "The Spire", den man gar nicht übersehen kann. Offiziell heißt das Wahrzeichen "Monument of Light" und ist mit 121,2 Metern die längste Skulptur der Welt. Die Riesennadel aus Stahl wiegt 126 Tonnen, hat an ihrem Fuß einen Durchmesser von drei Metern und an der Spitze nur noch 12 Zentimeter. Sie steht seit 2003 an der Stelle, an der 1966 abtrünnige IRA-Mitglieder die Nelson's Pillar gesprengt hatten (eine Säule, die Horatio Nelson, einem britischen Admiral gewidmet war).

    Daraufhin gönnten wir uns einen kurzen Spaziergang auf dem Anwesen des Trinity College, bevor wir uns Richtung Dublin Castle und die kleine Chester Beatty Library aufmachten. Auf der Dachterrasse der Bibliothek kann man übrigens sehr schön auf die Dublin Gardens hinunterschauen.
    Nicht zu vergessen ist die Statue von Molly Malone, an der wir vorbeikamen. Sie spielt die Hauptrolle vom bekannten Volkslied "Molly Mallone (Cockles and Mussels)" von The Dubliners, das auch als inoffizielle Hymne der Stadt Dublin (auf Irisch übrigens Dubh Linn) gilt.

    Am Mittag standen Fish & Chips auf dem Menüplan. Die durfte man aber nicht an einem x-beliebigen Restaurant oder Fast-Food-Ständchen mitnehmen - Nein! Die mussten umbedingt vom berühmten Leo Burdogk sein, "Dublins Oldest Chipper", denn auch schon Metallica, BB King, Tom Cruise und andere Musik- und Filmgrößen, sowie Politiker oder Schriftsteller waren bei dieser Bude schon essen. Achja, UND Justin Timberlakes Eltern - sehr wichtig. Es gibt tatsächlich eine Wall Of Fame neben der Eingangstüre und auf ihrer Website.
    Fazit: Eine leckere Kalorienbombe, aber die fettigen Dinger sind glaube ich überall gleich gut. Wir haben zumindest den ganzen "Fame" nicht rausgeschmeckt. Aber ehrlich gesagt haben wir auch keine Ahnung wie der überhaupt schmeckt.

    Mit so einer guten Unterlage beschlossen die zwei Bierliebhaber (ratet mal wer ;-) das Guinness Storehouse aufzusuchen und hinter dir Kulissen des beliebtesten Bieres der Iren zu schauen. Vielleicht lernten wir so viel, um später unser eigenes Stout brauen zu können. Aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.
    Die zwei Übriggebliebenen durchstreiften derweil das Ufer des Liffey, dem Fluss, der durch Dublin fließt, diverse Marktständchen und Parks in der Nähe.

    Gemeinsam erkundeten wir später dann die Temple Bar, das lebhafte Viertel indem es von Pubs, Restaurants und Straßenmusikern nur so wimmelt, bis hinunter zur Samuel Beckett Bridge. Es handelt sich dabei um eine Schrägseilbrücke mit einem drehbaren Brückenlager. Somit kann sich die Brücke um 90 Grad drehen und Schiffe können so passieren (wiedermal was Neues gelernt). Die Konstruktion erinnert an eine Harfe, mit der Irland häufig in Verbindung gebracht wird. Vielleicht gibt es ja bald auch eine Kleeblatt- bzw. Shamrock-Brücke.

    Auf dem Rückweg zur Unterkunft kamen wir noch an einer Gedenkstätte vorbei, die das Elend der Hungersnot (man muss fast sagen) grauenhaft real darstellt. Man merkt, dass sich die Betroffenheit über diese schlimme Zeit des Hungers über ganz Irland erstreckt.
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  • Day13

    The Dark Hedges & Titanic Belfast

    August 23, 2019 in the United Kingdom ⋅ ⛅ 19 °C

    Auf dem Weg nach Dublin gabs natürlich auch noch ein paar Sachen, die wir nicht verpassen wollten.

    Das erste war der Besuch der "Dark Hedges". Eigentlich handelt es sich hierbei nur um eine Straße, an der zu beiden Seiten Buchen gepflanzt worden sind. Die Bäume wurden im 18. Jahrhundert von der hiesigen Familie angelegt. Das wilde, düster erscheinende Ästedach der alten Bäume beeindruckte nicht nur damals die Besucher, sondern lockt auch heute noch viele Touristen an. Das liegt nicht weniger daran, dass das Naturschauspiel auch von Game Of Thrones als Drehort für die berühmte Kingsroad genutzt worden ist. Und das wird auch fest angepriesen und vermarktet. Es gibt ein Hotel dazu, einen gebührenpflichtigen Parkplatz und man kann sogar eine geführte Tour buchen - was auch immer der Typ da erzählt.

    Am Nachmittag besuchten wir das Titanic Museum in Belfast (Wahnsinn wie nah die ganzen Ortschaften zusammenliegen oder?). Hier, in der Werft von Harland & Wolff, wurde die RMS Titanic im März 1909 auf Kiel gelegt und im April 1912 fertiggestellt - das bis dahin größte Schiff der Welt. Und wer kennt die Geschichte des auf dem Meeresboden liegenden, aber vorher als unsinkbar geltendes Schiffes nicht?
    Das Museum ist nicht nur etwas für die Leonardo DiCapro oder Kate Winslet Fans, sondern ist definitiv eine sehr interessante Nachmittagsbeschäftigung für alle (Sabine hat den Film beispielsweise nie gesehen). Das Gebäude machte schon von Außen mit dem riesigen, verrosteten Titanic-Schriftzug einen tollen Eindruck und bot drinnen ein schönes, anschauliches Museum über die "Boomtown" Belfast, den Schiffsbau, die Geschichte des 269 Meter langen Schiffs und dessen Schwesterschiff Olympic. Über 4 Stockwerke ersteckt sich die Ausstellung und veranschaulicht jeden einzelnen Schritt der zum Bau des Riesendampfers benötigt wurde. Geschichten ausgewählter Persönlichkeiten konnten von Anfang bis Ende mitverfolgen werden - Passagiere aus 1er, 2er und 3er Klasse sowie Mitarbeiter auf dem Schiff und Arbeiter beim Bau. Einige Gesichter und Namen kamen uns tatsächlich sehr bekannt vor und wir merken erst jetzt, wie realitätsnah der Film produziert wurde.
    Interessanter Info am Rande: Harland & Wolff beschäftigte zeitweise über 30.000 Mitarbeiter. Auch nach dem Sinken der Titanic machte der Schiffsbauer große Gewinne. In den 60er und 70er Jahren begannen die wirtschaftlichen Probleme. Letztlich waren es noch 123 Mitarbeiter und gerade erst am 5. August dieses Jahres meldete der Schiffsbauer Insolvenz an.

    Der Nachmittag verging wie im Flug und schnell war es Zeit wieder loszudüsen, damit wir das Auto noch zur rechten Zeit am Dubliner Airport abgeben konnten. Ganze 2217 Kilometer haben wir in 13 Tagen geschafft, aber man sieht ja auf der Karte, wie weit wir gekommen sind :-)

    Nach einer längeren Reise mit dem Shuttle, dem Airlink Bus in die Stadt und einem kurzen Fußmarsch mit unseren Koffern, erreichten wir das zentral gelegene AirBnB. Genauer gesagt erst das Casino-Sportsbar-Keycafé mit zwei aufgeblasenen, glatzköpfigen Türstehern, wo unser Schlüssel hinterlegt war. Heute war nur noch auf dem Plan, sich mit ein paar dubliner Eindrücken berieseln zu lassen, etwas zu Essen zu finden (Buuurgeeeer :D) und dann ab ins Bett. Morgen wird dann Dublin genauer erkundet!
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  • Day12

    Northern Ireland & Game Of Thrones

    August 22, 2019 in the United Kingdom ⋅ ☁️ 15 °C

    Unsere heutigen Gastgeber wollten uns ganz bestimmt mästen. Nach dem extrem üppigen Frühstück schafften wir es aber, den ganzen Würstchen, dem Ham & Eggs und den schon fast aufdringlich fürsorglichen Pensionsbesitzern zu entfliehen und machten uns auf in ein neues fremdes Land: Nordirland!

    Gespannt darauf, wie wohl das mit der Grenzkontrolle hier funktioniert, sahen wir den hellgrauen Strich, der die Grenze zwischen Irland und dem Vereinigten Königreich kennzeichnet, auf Google Maps näherrücken, . Das Einzige, an dem man dann allerdings den Grenzübertritt bemerkte, war ein ca. 20 x 20 cm kleines, graffiti-verschmiertes Schild am Straßenrand, auf dem "Welcome to Northern Ireland" geschrieben stand. Nach ein paar Minuten wurde uns dann auch klar, warum uns die anderen Autos eins um eins überholte. Es liegt nämlich nicht daran, dass man in Nordirland tun und lassen kann was man will, sondern daran, dass die Straßenschilder ab dem Grenzübertritt nicht mehr in km/h, sondern in Meilen pro Stunde angegeben sind. Zumindest, bleibt die befahrene Straßenseite die selbe.

    Bei Derry/Londonderry steuerten wir gleich die Causeway Costal Route an (sowas wie der Wild Atlantic Way nur auf nordirisch), die an den schönsten Plätzen der Küste vorbeiführt und bis hinunter nach Belfast geht.
    Nordirland war und ist sehr oft Schauplatz für Filme und Serien, darunter eine der besten und bekanntesten TV-Shows überhaupt: Game of Thrones! Also die perfekte Gelegenheit, um sich ein paar der Schauplätze und original Drehorte anzusehen.

    Erster Halt für heute war Downhill Beach, ein wunderschöner Sandstrand, der von schwarzen Steinen gesäumt ist. Oben auf der Kliffküste befindet sich der kleine runde Mussenden Temple. Downhill Beach wurde als Location für Dragonstone in Game Of Thrones verwendet. Hier wurde auch "The Burning of the 7 Gods" gedreht.

    Ein paar Meilen weiter in der Grafschaft Antrim befindet sich der Dunluce Castle, einer der größten mittelalterlichen Burgruinen in Irland. Die Burg thront auf einem Basaltfelsen mit steil abfallenden Felswänden zu allen Seiten. Kein Wunder das dieser vom wilden Atlantik gezeichnete Ort ebenfalls als Kulisse für Game Of Thrones diente und Castle Pyke vom Haus Greyjoy darstellt. Oder, wenn man die Westeros- und die echte Burg miteinander vergleicht, eher als Vorlage diente.

    Ein absolutes Muss bei jedem Irland Aufenthalt ist der Giant's Causeway ("Die Straße der Riesen"). Das ist aber wie sich herausstellte, leider auch kein Geheimnis, denn viele Touristen pilgern täglich zu dieser UNESCO-Welterbestätte. Es macht auch durchaus Sinn, denn die vielen gleichförmigen Basaltsäulen, die von der Natur vor 60 Millionen Jahren geformt worden sind, sind wirklich bemerkenswert! Der aus sechseckigen Säulen bestehende Küstenabschnitt zieht sich über 5 Kilomenter entlang der Klippen und führt dann ins Meer.
    Man kann jetzt entweder der Legende Glauben schenken, oder der Wissenschaft.
    Laut der Legende hat der Riese Finn Felssäulen aus den Klippen herausgerissen und eine Brücke gebaut, um seinen Widersacher Benandonner aus Schottland zum Kampf herauszufordern. Als dieser es aber kurz vorher mit der Angst zu tun bekam, zerstörte er Brücke hinter sich und übrig blieb der Giant's Causeway. Interessanterweise gibt es nämlich auch ein Gegenstück in Schottland, der
    Fingal's Cave, der von Basaltsäulen umgeben ist.
    Wissenschaftlich lässt sich das ganze so erklären: Die ungewöhnliche Formation entsteht bei ganz langsamer Abkühlung von Lava. Die Säulen werden dabei durch allmählich ins Material einlaufende Spannungsrisse gebildet, die bei der Abkühlung und Schrumpfung des Materials entstehen. Da ist die Geschichte von Finn MacCool schon etwas spannender, oder?

    Game Of Thrones führte uns noch an einen weiteren Ort, einen kleinen Ort namens Ballintoy. Der Hafen und die kleinen Bucht sind für viele auch bekannt als die Iron Islands von House Greyjoy.

    Übrigens gibt es ein markantes Merkmal, das Irland-Reisenden gleich auffällt, wenn man die Grenze zum Vereinigten Königreich überschreitet: Wir haben keine einzige Steinmauer in Nordirland gesehen!
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  • Day11

    County Sligo & Slieve League

    August 21, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 14 °C

    Zum Glück hatten wir uns für das nächste Ziel auf unserer Reise ein B&B inklusive Frühstück gebucht, denn der Plan, eines von Brians Hähnchen mitzunehmen (Old Brian, nicht Schaf Bryan - das führte schon während des Aufenthalts in Connemara zu Verwirrungen) und als Frühstückslieferanten und Haustier in unserem Mietauto zu halten, ging leider nicht auf.

    Gestärkt und mit positiver Einstellung gegenüber dem Wetter - es schüttete heute in Strömen - machten wir uns auf den Weg ein kleines Valley zu suchen. Und zwar nicht irgendein Tal (engl. Glen) sondern "The Fairy Glen". Es hieß, dass in diesem verwunschenen Stückchen Wald Feen und Leprechauns hausen würden und die wollten wir natürlich unbedingt besuchen.
    Das Tor zu dieser anderen Welt zu finden, stellte sich als garnicht so einfach heraus. Nach einem alten Brunnen und einem Tor ausschauhaltend, fuhren wir zuerst die schmale Straße erfolglos mit dem Auto auf und ab. Okay - kein Holy Well. Zu Fuß durch den Regen stapfend probierten wir es nochmal und siehe da! Nach ein paar Minuten Fußweg zeigte sich endlich der überwucherte und schlecht sichtbare Eingang zum nur 12 Meter breiten, 1,2 Kilometer langen und 18 Meter tiefen Microvalley! Die wild ineinander verschlungenen Äste bildeten ein vom Regen schützendes Blätterdach über dem matschigen Trampelpfad, dem wir folgten. Wir haben zwar weder Feen oder Leprechauns, noch Trolle und Einhörner gesehen, dennoch macht das Fairy Glen auch im durchweichten Zustand seinem Namen alle Ehre.

    Trotz weiter anhaltendem Regen zogen wir tapfer unseren Tagesplan durch (Wir wollen ja nichts verpassen!) und lenken unseren Opel weiter nach Nordosten zum Rosses Point. Hier gibt es eine einsame Statue auf einem Hügel zu besichtigen, welche eine Frau zeigt, die verzweifelt auf die Rückkehr ihres zur See gefahrenen Geliebten wartet. Passend wird das Kunstwerk als "Waiting on the Shore" bezeichnet.

    Vorbei am Ben Bulben, einem Tafelberg und das Wahrzeichen des County Sligos, besuchten wir den Mullaghmore Head. Am äußersten Ende der kleinen Halbinsel kann man sich auf ein Bänkchen setzen und gemütlich ein Picknick machen. Im Rücken die Ozeanbrise spüren und die tolle Aussicht auf das kleine Cassiebawn Castle plus den Ben Bulben im Hintergrund bestaunen. Wie in einem kitschigen Heimatfilm. Hätte auch sicher wunderbar geklappt, wenn da nicht der Wind, der Regen von allen Seiten (ja, immernoch) und die unglaublich schlechte Sicht gewesen wären.

    Na gut, am besten in der nächsten Unterkunft in Donegal kurz aufwärmen, trocknen und auf besseres Wetter warten.
    Donegal ist ein kleines, touristisches Dörfchen und unserer Meinung nach ist die Dorfmitte hier nicht die Kirche, sondern das Straßen-Dreieck mit dem klingenden Namen "the Diamond". Man kann sich das so vorstellen: In der Mitte der idyllisch zubetonierte Platz für Fußgänger oder Menschen, die gerne von Verkehr umringt (oder eher umdreieckt?!) sind, irgendwo ein Schild von einem Mexikaner mit Gitarre und schließlich drei genau gleich aussehende Straßen, die an je einer Seite des Platzes vorbei führen.

    Slieve League oder für die Iren auch "Sliabh Liag", unsere heutige Hauptattraktion, lag noch vor uns. Um dieses Naturschauspiel mit eigenen Augen zu sehen, mussten wir nochmal eine Stecke von 50 Kilometer zurücklegen, aber es war definitiv die Fahrt wert! Vor allem auch deswegen, weil sich die Sonne tatsächlich noch gezeigt hat. Wer hätte das gedacht!
    Die Steilklippen von Sliabh Liag (was übersetzt übrigens so viel wie "Steinberg" heißt) gehören mit ihren 601 Metern Höhe zu den höchsten in Europa. Für ganz Extreme gibt es sogar einen Pfad, der direkt an der Klippenkante entlang führt. Die Iren neigen dazu, immer sehr treffende Namen für solche Dinge zu wählen, denn der Pfad heißt schlicht "One Man's Pass". Man kann sich schon denken warum, denn der Pfad ist gerade einmal so breit, dass sich eine einzelne Person darauf fortbewegen kann. Links und rechts geht es dabei steil bergab. Da es mit unserem Mut bei der Vorstellung auch ziemlich bergab ging und wir Blums so oder so dazu neigen irgendwo reinzufallen oder ähnlich tolle Erlebnisse zu haben, ließen wir diesen Wanderweg lieber bleiben.

    Nachdem wir nach dem abendlichen Ausflug Donegal wieder errreichten, kamen wir auf die tolle Idee, uns aufzuteilen. Renate alias Mama ging zum Auto zurück, um unseren Proviant zu holen und wir durchkämmten indessen den nahegelegenen Spar nach noch mehr Futter für unser Abendessen. Promt verliefen wir uns in dem winzigen Dörfchen und fanden die Eingangstür zum B&B erst nach 10 Minuten wieder. Erst jetzt wurde uns bewusst, warum unser Gastgeber mindestens 10 mal nachgefragt hatte, ob wir die Tür zum B&B auch wiederfinden würden, wenn er das Schild reinhängt und warum er uns zwang, eine Visitenkarte mit lustiger Zeichnung auf der Rückseite mitzunehmen. Man sollte sich in Irland übrigens auch nicht an den Guinness Schildern orientieren, denn die identisch gleichen Dinger gibts an jeder Ecke ("Aber neben der Eingangstür war doch ein Pub mit Guinness Schild..."). Mama, die einen 5 Minuten Fußmarsch zum Auto hatte, war vor uns da. Btw. die Unterkunft war 2 Häuser vom Spar entfernt. Die einzige Erklärung für dieses seltsame Phänomen ist wohl, dass die Gebäude wie im Spiel "das verrückte Labyrinth" laufend ihre Plätze wechseln. Die einzig logische.
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  • Day10

    County Mayo & Downpatrick Head

    August 20, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 12 °C

    Nachdem wir zum zweiten Mal die Hennen von Brian um ihre Eier brachten und das Cottage brav aufgeräumt den nächsten Gästen überließen, gings auf in den nächsten County: Mayo! Ob die Menschen hier eine besondere Vorliebe für Mayonnaise haben, gilt es noch herauszufinden.

    Die Grenze zwischen Galway und Mayo bildet Irlands einziger Fjord mit dem Namen Killary Harbour. In dessen Ende mündet der Erriff River, der kurz vorher über die Aasleagh Falls herunterstürzt. Der Trampelpfad zu diesem Wasserfall war allerdings vom ganzen Regen am Vormittag (und wohl an allen anderen Tagen davor) extrem aufgeweicht und matschig. Als wir uns unseren Weg am Fluss entlang bahnten und von schlammigen zu glitschigen Steinen hüpften, überholte uns ein Fischer mit Gummistiefeln und begutachtete grinsend unsere Schuhe. Die sind aber zu unserer Verteidigung sehr wohl wasserdicht & gutes Profil - wir waren ja sehr gut vorbereitet. Allerdings hilft das leider gar nichts, wenn man auf den besagten glitschigen Steinen trotzdem ausrutscht und mit dem Kopf voran im Matsch landet. Aber man lernt Dinge positiv zu sehen: Zumindest landete R. (möchte lieber Anonym bleiben) auf mehr oder weniger festem Boden und nicht im ein paar Schritte weit entfernten reißenden, tiefschwarzen Fluss voller Stromschnellen. Der etwas später einsetzende strömende Regen half dafür hervorragend dabei, den (für die Haut doch sicher sehr gesunden) Schlamm wieder aus dem Gesicht zu waschen.

    Egal - weiter ging's zu einem weniger fröhlichen Skelettschiff in Murrisk. Das "Coffin Ship" ist eine beeindruckende und gleichzeitig beklemmende Gedenkstätte, die an die große Hungersnot zwischen 1845 und 1849 erinnert. Viele Iren versuchten dem Hunger auf dem Seeweg zu entkommen. Mit Amerika oder Kanada als Ziel, versuchten sie die Überfahrt auf sogenannten “schwimmenden Särgen” zu bewältigen. Die Bezeichnung erhielten die Schiffe, da viele dieser Auswanderer nicht lebendig in der neuen Welt ankamen, sondern häufig von an Bord geschleppten Krankheiten dahingerafft wurden. Anscheinend gibt es auch heute noch weniger Menschen in Irland als vor der Hungersnot.
    Die Geschichte Irlands ist übrigens sehr spannend und es lohnt sich, mal ein bisschen im Internet zu stöbern und nachzulesen. Trotzdem, kommen wir lieber wieder zurück zu den schönen Seiten Irlands.

    Nachdem wir, eine von Schafen gesäumte, von diesen als Schlafplatz benutzte, oder durch unverkennbar wichtige Schafmeetings verstellte Straße am Lough Feeagh See passiert hatten, luden wir unsere Koffer im gebuchten B&B ab und machten uns auf den Weg zum letzten Punkt auf unserer heutigen To-Do Liste: dem Downpatrick Head. Diese Klippen waren neben den Kerry und Kilkee Cliffs das absolute Highlight unserer bisherigen Reise.

    Teil des Downpatrick ist das etwas 30 Meter tiefe Blowhole Poll Ma Seantainne. Ein beeindruckendes Loch in der Erde, in dem sich die Wellen des Atlantiks an der Klippe vorbei ihren Weg durch einen unterirdischen Kanal ins Landesinnere suchen. Ein wirklich spektakulärer Anblick. Bewegt man sich auf dem merkwürdig weichen, moosigen Boden am äußeren Rand des Cliffs, entdeckt man den Grund für die zahlreichen Warnschilder am Anfang des Trails: Ein großer Teil der Wiese, auf denen sich die meisten Touristen bewegen, befindet sich direkt über diesem riesigen Kanal. Ab und zu hört man hier das gigantische Donnern, wenn eine besonders große Welle gegen die Höhlenwände unter einem schlägt. Die Vibration, die dabei zu spüren ist, lässt dabei etwas an der Stabilität dieser Naturkonstruktion zweifeln.

    Das richtig markante ist jedoch der gigantische 50 Meter hohen Brandungspfeiler Dún Briste. Im 14. Jahrhundert soll die Felsnadel plötzlich aus der Küste gebrochen sein. Zu dieser Zeit befanden sich darauf sogar noch Menschen, die dann mit Seilen und Booten gerettet werden mussten. 

    Der Downpatrick Head ist auf jeden Fall ein Muss bei jeder Irland-Reise. Alle geschossenen Fotos werden diesem Panorama nicht im mindesten gerecht.
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  • Day9

    Connemara Nationalpark

    August 19, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 15 °C

    Booook! Fischbrot Frühstück* (ein Sternchen bedeutet: Mehr Informationen dazu weiter unten).

    Am heutigen Vormittag zeigte sich das irische Wetter wieder von seiner unberechenbarsten Seite. Es ist immer wieder erstaunlich wie es passieren kann, dass man aus dem Fenster sieht, während sich im Kopf die Freude über den strahlenden Sonnenschein bildet. Daraufhin blinzelt man einmal zu langsam und plötzlich schlägt einem schon wieder der wildeste Regenschauer entgegen. Also der perfekte Tag für eine Wanderung im Nationalpark von Connemara.

    Auf dem Weg dorthin passierten wir Kylemore Abbey, die älteste irische Benediktinerinnenabtei. Richtig schön aus der Ferne anzusehen - aus der Nähe betrachtet dann leider doch voller Touristen, sodass wir es beim Eindruck aus der Ferne beließen und weiter in Richtung Nationalpark zogen. Okay, auch der Gift Shop sah uns kurz von Innen. Wir sind schließlich auch nur Touristen. Interessant an der ganzen Szenerie war aber vor allem der leuchtend weiße Riesensteinjesus, der alle Menschen vom Berghang herab beobachtet und von jeder umliegenden Infotafel ignoriert wurde. Die Möglichkeit besteht also, dass es nur eine göttliche Erscheinung und keine gruselige Statue war.

    Im National Park sieht es eigentlich so aus wie überall in Connemara (Wiesen, Gebüsch, Steine und Moor) plus einen Berg mit ganzen 442 m Höhe, den man besteigen kann. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit alle Tiere zu streicheln bzw. zu bestaunen, die es auch überall sonst in Irland gibt (Esel, Pferde, Kühe, Ziegen an der Leine und Schafe). Okay, wenn man es genau nimmt sind es Schafe, die überall in Irland AUSSER in Connemara vorkommen, denn diese original Connemara-Schafe haben normalerweise einen super stylischen schwarzen Kopf und schwarze Beinchen zu ihrem weißen Flausch-Fell. Die Schäfchen im Park waren durchgehend so weiß, als ob sie gerade aus der Washer-Dryer-Combi herausgepurzelt wären.
    Auf jeden Fall entschieden wir uns für den Lower und einen Teil des Upper Diamond Hill Loop Walk und wurden mit einem herrlichen Küstenpanorama belohnt. Diesen Fernblick gibt es tatsächlich nur hier.

    Eine kleine Einkaufstour durch Clifden, der Hauptstadt der Region, mit ca. 1.600 Einwohnern war am heutigen Tag auch noch eingeplant. Seit diesem Stopp sind wir zu fünft auf dem Wild Atlantic Way unterwegs! Unser neuer kleiner Begleiter heißt Bryan Inish, das Schaf. Benannt nach Old Brian (unserem Cottage Gastgeber) und den Inseln mit den speziell irischen Namen - also die, die mit "Inish" beginnen (wie beispielsweise Inishbofin bei Cleggan).

    Zum Abendessen gabs ein (teilweise) selbstgemachtes 4-Gänge-Menü mit Weinbegleitung:
    Einen Häppchen Regenschauer zur Vorspeise, gefolgt von einem selbstgemachten Gemüselstrudel mit Kräuter-Dipp als Hauptgang.
    Als Nachspeise ein bunt garnierter Sonnenuntergang und zum Abschluss ein sternenklarer Nachthimmel.

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    *Fischbrot?! ... Gestern waren wir einkaufen und wurden im SuperValu von einer Theke mit leckerem selbst(auf)gebackenem Brot angelockt. Wir suchten uns natürlich das schönste Vollkornbrot aus.
    Am nächsten Tag war klar, dass das nicht nur das schönste Brot war, sondern auch was ganz Besonderes: Bei jedem Bissen ins Marmeladenbrot war neben dem Marmeladengeschmack noch ein fischiger Geruch und Geschmack gratis mit dabei. Vielleicht hatte das kleine Schildchen, auf dem irgendetwas mit "Supergesundem Algensoda" stand, etwas damit zu tun. Mahlzeit.
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  • Day8

    Connemara

    August 18, 2019 in Ireland ⋅ 🌧 16 °C

    Mit Galway im Rückspiegel, machten wir uns weiter auf den Weg nach Connemara. Schon Oscar Wilde hat diese Gegend als "a savage beauty", eine wilde Schönheit, bezeichnet. Mit seinen Mooren, rauen Heidelandschaften, abgelegenen Inseln und Meeresausläufern ließe sich das nicht treffender beschreiben. Die ganze Landschaft unterscheidet sich vor allem von der Natur im Gebiet Cork mittlerweile schon merklich. Vielleicht liegt es auch daran, dass man hier einfach weniger Kühe und Schafe zu Gesicht bekommt.

    Ein Highlight der Route war der Trá an Dóilín, auf langweiliges Englisch übersetzt etwa "Coral Beach". Dieser Strand ist etwas ganz Besonderes - bei gutem wie bei schlechtem Wetter, denn wie sein Name schon vermuten lässt, besteht der Strand nicht aus normalen Sand. Doch wer jetzt an Korallen denkt ist hier ebenfalls auf dem Holzweg, denn der grobe "Coral Sand" setzt sich hauptsächlich aus angespülten Muscheln, Schneckenhäuschen und mineralischen Ablagerungen von Rotalgen, genannt Maërl zusammen. Wenn man nicht auf die eigenen Schritte achtet, kann es durchaus passieren, dass man auf eine kleine gestrandete Qualle tritt.
    Spannend war hier wieder die Tatsache, dass auch an Tagen mit 15 Grad Außentemperatur die Iren (und auch manche irren Touristen) im kristallklaren Wasser fröhlich herum planschten.

    Immer weiter dem Wild Atlantic Way folgend, durchstreiften wir Connemaras Heide- und Moorlandschaft mit Blick auf die Berg- oder wohl eher Hügelkulisse. Links und rechts der schmalen Straße türmen sich fein säuberlich aufgeschichtete Torfstücke. Hier in dieser Einsamkeit wird traditionell der Torf noch oft von Hand gestochen.
    Dass hier vor ca. 100 Jahren, in einer Gegend namens Derrigimlagh, zwei wichtige Ereignisse stattgefunden haben, kann man sich fast nicht vorstellen. 1907 wurde hier mitten im Moor eine Funkstation eröffnet, über die Nachrichten aus London und Dublin über den Atlantik gefunkt wurden. Immerhin leitete dies das nicht so unwichtige Zeitalter der Kommunkation ein. Außerdem landete hier 1919, wenn auch auf abenteuerliche Weise, der allererste Nonstop-Flug über den Atlantik, ein Meilenstein der Fluggeschichte.

    Connemara ist nicht nur bekannt für seinen Torf, sondern auch für geräucherten Lachs. Das fällt auch Unwissenden spätestens auf, wenn der unverfehlbare Räuchergeruch des Connemara Smokehouse in Ballyconneely in der Luft liegt.

    Die nächste Linkskurve führte uns über den Sky Road Loop auf eine kleinen Landzunge hinaus. Sich an der Küste entlang schlängelnd, verläuft diese auf einen Hügel zum Sky Road View Point. Hier legten wir eine kleine Pause ein, um unsere richtig gesunden Snackpacks zu plündern und die atemberaubende Aussicht auf die Inseln, den Ozean und die irischen Wiesen zu genießen.

    Im Anschluss stand noch ein kurzer Spaziergang zum Clifden Castle auf der Agenda. Das Herrenhaus im Stil einer mittelalterlichen Burg wurde 1818 erbaut und ist heutzutage aufgrund sehr unfähiger Mieter eine verfallene Ruine überwuchert mit Gestrüpp und Dornenbüschen. Ein Schloss wie für Dornröschen gemacht.

    Am späten Nachmittag erreichten wir unser gemütliches Beach Cottage im kleinen Fischerort Cleggan. Nachdem wir den wunderschönen, 1,5 Meter hohen, glitzernd leuchtenden Deko-Eiffelturm bewundert hatten, beschlossen wir in Clifden noch was essen zu gehen und das für Irland typische "Irish Stew", einem Kartoffel-Lammeintopf zu probieren.
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  • Day7

    Sonne, Regen & Galway

    August 17, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Urlaubs-Halbzeit verbrachten wir in Galway. Nach dem Frühstück in unserem AirBnB erkundeten wir erst den Galway Market auf der Church Street, der Samstags hier stattfindet. Es werden hier hauptsächlich Lebensmittel und alle möglichen leckeren Speisen verkauft. Im 5 Minuten Takt wechselte das Wetter zwischen Sonne und Regen und unser ständiger Begleiter war wie immer der Wind.

    Unser Spaziergang durch die Stadt führte uns über die hübsche Salmon Weir Bridge zur St. Nicholas Church, in der gerade eine Hochzeit stattfand, und vorbei an der NUI Galway, der National University of Ireland. Im Latin Quarter suchten wir uns ein nettes Café und schauten dem Regen und der Sonne beim Wechselspiel zu.
    Zufälligerweise fand heute außerdem die Galway Pride Parade statt, wodurch uns alle paar Meter eine Gruppe bunt angezogene Menschen entgegen kam.

    Am Nachmittag unterbrach der nächste Platzregen unsere Shoppingtour durch die bunten Häuserstraßen und wir beschlossen auf dem Markt etwas fürs Abendessen zu kaufen und es uns bei diesem Hundewetter im Appartement gemütlich zu machen.

    Abends wagten wir uns trotzdem nochmal vor die Türe und wir spazierten bei stürmischem Wind durch den South Park (Oh ja es gibt einen South Park in Galway :-D) und genehmigten uns bei live Musik ein Murphy's Irish Stout im 1520 Pub im Latin Quarter.
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  • Day6

    County Clare

    August 16, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 17 °C

    Zur Feier des Tages (Sandras Geburtstag) frühstücken wir in einer kleinen Bäckerei in der Nähe ein paar Scones mit Butter & Jam und dann gings wieder "on the road".

    County Clare hat neben den Cliffs of Moher, die wir ja gestern schon bewundern durfen, noch einiges mehr zu bieten. Da wäre die R477, eine Küstenstraße (oder eher Panoramastraße), die einen wunderschönen Ausblick auf den Ozean, auf diverse Klippen (wer hätte es gedacht) und das Burren bietet.

    Das Burren, was übersetzt so viel wie "steiniger Ort" heißt, ist eine Karstlandschaft, die sich über 15 km weit erstreckt. Der Mittelpunkt dieser von Kalkstein gesäumten Landschaft ist die Corcomroe Abbey, einem abgelegenen, verfallenen Kloster aus dem 12. Jahrhundert. Heute ist das Gebiet ein Nationalpark.
    Interessante Info am Rande: Der berühmte Autor J. R. R. Tolkien besuchte mehrmals den Burren-Nationalpark und könnte dort seine Inspiration für die Landschaft von Mittelerde gefunden haben. Was durchaus nachvollziehbar ist, wenn man zwischen diesen einsamen Steinhügeln herumwandert. Es gibt im Burren eine Höhle, die Gollum aus "Der Herr der Ringe", als Namenspate gedient haben könnte: die Pol na Gollum. Und wer weiß, vielleicht liegt dort auch irgendwo ein Ring herum.

    Inmitten des Gesteins legten wir beim Poulnabrone-Dolmen einen kurzen Stopp ein. Dieser Portal Tomb wurde in der Jungsteinzeit ca. 3800 und 3200 v. Chr. erbaut. Und obwohl die Steine an sich nicht so wirklich monumental wirkten, ist es doch wirklich beeindruckend, wie die Menschen damals es geschafft haben, diese riesigen Steinbrocken aufeinander zu stapelt.

    Am späteren Nachmittag erreichten wir dann die einzige Großstadt am Wild Atlantic Way: Galway! Kunterbunt, lebendig und voller Musik. Nach so vielen mehr oder weniger menschenleeren Landschaften wieder eine echte Abwechslung.
    Den Abend verbrachten wir mit einem gemütlichem Stadtrundgang. Wir bewunderten die bunten Häuser und Pubs, hörten den Straßenmusikern zu und gingen zur anscheinend beste Pizzeria in Galway: Die Dough Bros!

    Den Abend verbrachten wir damit, eine lichterloh brennende und laut "Happy Birthday" singende Monsterblume wieder zum schweigen zu bringen. Zum Glück blieben zumindest die Rauchmelder in unserem Airbnb davon unbeeindruckt.
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