• Egon Milbrod
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Kambodscha Test

A short but fine adventure by Egon Read more
  • Trip start
    February 16, 2026

    សង្កាត់ស្វាយប៉ោ

    February 20 in Cambodia ⋅ 🌙 27 °C

    Ok, Koffer packen. Wieder einmal versuchen wir die Schnäppchen des market azuholen/reparieren/reklamieren. Wieder Stunden, die man ander verbringen könnte. Wir verlassen die angkorianische Hauptstadt und begeben sich nach Battambang. Unterwegs halten wir am Dorf Sisophon an, das für seine begabten Bildhauer bekannt ist. Diese verfügen über das überlieferte Wissen der Ahnen und stellen beeindruckende Steinbildhauerei her. Es sieht zwar alles nach cnc aus, aber die Motive regen zu einen einzigartigen Moment des Austauschs an. Buddha, Shiva und viele andere Götter werden hier in unterschiedlichen Posen und Bedeutungen dargestellt. Unterwegs essen wir Kleb Reis im Bambusrohr und lokale Delikatessen wie Mause, Ratten, Frösche, Heuschrecken, Hühner usw.
    Am Nachmittag besuchen wir die historische Stätte Phnom Sampov. Der Phnom Sampov dominiert die Landschaft und bietet einen der schönstem Ausblicke auf die Landschaft von Battambang. Der größte Teil der Bevölkerung von Battambang wurde in der Zeit der roten Khmer, wie in allen Städten, in arbeitslager gesteckt und umgebracht. Wir erklimmen die 500 Stufen, um zu den verschiedenen Heiligtümern und Tempeln zu gelangen, die auf dem Gipfel errichtet wurden. Die meisten von ihnen sind Gedenkstätten für die "Tötungshöhlen" aus der Zeit der Roten Khmer. Tja, es erfüllt einem nicht mit Stolz Communist zu sein! Erst am späten Nachmittag kehren wir zum Fuße des Phnom Sampov zurück, wo sich der Fuß des Berges in einen unglaublichen Beobachtungsort verwandelt, an dem jeden Abend Millionen (5-20 Millionen) von Fledermäusen beim Ausfliegen aus den Höhlen beobachtet werden können. Wir nehmen noch ein Getränk an der Pool-Bar und genießen den Tag.
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  • 6

    February 21 in Cambodia ⋅ 🌙 27 °C

    Endlich haben wir uns akklimatisiert und länger als 6 Stunden geschlafen. Die tuck-tuck-Tour führt uns vorbei an alten französischen Gebäuden aus der Kolonialzeit an der Uferpromenade bis zum französischen Gouverneur-Haus und schließlich nach Wat Tahm-rai-saw ('Tempel des weißen Elefanten'). Wir überzeugen den Reiseführer eine (Grund-)Schule aufzusuchen. Jetzt ist mir klar, weshalb tagsüber so wenig Kinder zu sehen sind. Wer will (denn trotz Schulpflicht sind die Kontrollen lasch und es gibt zahlreiche Ausnahmen) kann von 8-11 und von 14-18 Uhr in der Schule sein. Danach schlendern wir über einen landestypischen Markt mit Allerlei, was man so zum Leben braucht.
    Als nächstes statten wir der alten Pagode Wat Balat einen Besuch ab. Diese befindet sich rund 3 Kilometer entfernt vom Zentrum der Stadt. Auf dem Weg folgen wir einem kleinen, durch einigen Müll verschmutzten, Kanal und haben die Möglichkeit, typische, seit Generationen unveränderte Häuser, Reisfelder, lokale Werkstätten und vieles mehr zu sehen. Die Reisernte ist vorbei und der Reis ist überwiegend zum trocknen vor den Hausern. Wir können an den täglichen Aktivitäten teilhaben: wie zum Beispiel an der Bananen-Zubereitung in verschiedenen Variationen, an der Reispapier-Herstellung für die frischen Frühlingsrollen (ca. 2000 “crepes” am Tag in Handarbeit) und am Herstellen maßgeschneiderter Messer in einer Schmiede. Ein Erlebnis der besonderen Art ist die Zubereitung der traditionellen Fischpaste prahok in Fässern und Kesseln. Ein bummel über den alten Markt (überwiegend Chinesen) rundet den Nachmittag ab. Erstaunlich sind die vielen Gold-Stände und Wechselstuben. Es handelt sich um ein unvergessliches Erlebnis, begleitet von den lachenden Gesichtern und den winkenden Händen der Kinder, die uns auf dem Weg begegnen.
    Der Tag klingt aus mit Baden im Pool und einem leichten Abendbrot.
    An der Tür eines Geschäftes finde ich den Hinweis, dass hier keine thailändischen Waren verkauft werden.
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  • ខណ្ឌដូនពេញ

    February 23 in Cambodia ⋅ 🌙 27 °C

    8
    Heute ist sightseeing angesagt. Also früh los, damit wir vor den Massen vor Ort sind. Wir entdecken Phnom Penh City; die Hauptstadt liegt dort, wo die vier Arme des Mekong-Flusses Chaktomuk aufeinandertreffen. Phnom Penh ist seit mehr als 600 Jahren die historische Hauptstadt nach Angkor. Wir besichtigen den Königlichen Palast, der 1866 erbaut wurde, und die Silberpagode besichtigen, welche sich inmitten der Palastanlage befindet. Ein Großteil der dort ausgestellten Schätze sind Gaben des Königs von Kambodscha. Unter den Schätzen befindet sich ein massiver Gold-Buddha, der 90 Kilogramm wiegt und mit 9.584 Diamanten besetzt ist, die man aber nicht sieht. Außerdem gibt es dort einen kleinen, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Buddha aus Smaragden, die man auch nicht sehen kann. Ausserdem gibt es dort einen kleinen, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Buddha aus Smaragden und Baccarat-Kristallen, das grünem Glas sehr ähnlich sieht.
    Ist schon interessant, besonders die „Franzosenzeit“ zwischen 1830 und 1930. Damals war Frankreich noch eine Schutzmacht für das selbstständige Khmer-Reich. Danach besuchen wir das Nationalmuseum, welches zwischen 1917 und 1918 errichtet wurde, und das exklusiv den Khmer-Künsten gewidmet ist. Dort werden zahlreiche Artefakte aus Sandstein, Bronze, Silber, Kupfer, Holz, Keramik und anderen Materialien sowohl aus der Prä-Angkor- als auch aus der Angkor-Periode ausgestellt, gebaut von den Franzosen! Weiter geht es nach Wat Phnom, eine uralte Pagode, die auf der Spitze eines Hügels steht. Wat Phnom wurde 1372 von einer wohlhabenden Khmer-Frau namens Penh erbaut, um heilige Reliquien zu beherbergen. Hier finden wir auch das Wappen-Symbol Kambodschas. Anschließend laufen wir über den Russischen Markt. Er wurde in den 1980er Jahren gebaut und spiegelt einen herrlichen kolonialen Architekturstil wider. Benannt wurde er nach den zahlreichen Russen, die hier in den 1980-iger Jahren nachdrücklich und bis heute im Gedächtnis bleibend eingekauft haben.
    Am Nachmittag besuchen wir Tuol Sleng, eine historische Schule, welche während der Roten-Khmer-Ära als Gefängnis genutzt wurde. Heute ist sie eine Gedenk- und Erinnerungsstätte.
    Es ist der letzte Abend in Kambodscha. Das noble Thai-Restaurant, in dem viele Chinesen und gut betuchte Touristen absteigen, behagt uns und unserem Geldbeutel nicht.
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  • ខណ្ឌដូនពេញ

    February 24 in Cambodia ⋅ ☁️ 30 °C

    9
    Wir verlassen Kambodscha. Welch ein Land, wie viele Erlebnisse in diesen wenigen Tagen! Ja, es hat sich gelohnt, diese Chance zu ergreifen. Zu sehen, wie ein Land in 50 Jahren seine Bevölkerung verdreifacht hat und den Wald von 70 auf 30 Prozent der Landfläche reduziert hat, macht den Blick frei für unsere lächerlichen Probleme. Auch die Versuche von „Gutmenschen“ hier zu helfen ergeben eine komplett andere Bedeutung. Keine NGO kümmert sich um höhere Bildung für alle, denn sie ist erst langfristig ökonomisch und verspricht nicht den sofortigen Profit. Und so werden die globalen Probleme größer.
    Man bezeichnet uns schon als die 3 Musketiere. Keiner hat Angst, wenn mal einer eigene Wege geht oder sich für kurze Zeit verabschiedet. Also kann ich gerne mal morgens die Mönche bei der „Arbeit“ beobachten. Bis 14 Uhr sammeln die meisten von ihnen Gaben ein, die manchmal auch an den Straßenrand gestellt werden. Nach der gemeinsamen Mahlzeit im Kloster beginnt dann der Unterricht, die Meditation oder der Dienst in der Pagode bis spät in die Nacht. Der kambodschanische Buddhismus unterscheidet sich vom chinesischen oder indischen, auch wenn er genau wie die anderen aus dem Hinduismus entstanden ist.
    Wir werden nach einem ruhigen Frühstück zum Flugplatz begleitet und ordnungsgemäss abgeliefert. Keine Probleme mit dem Ausreisevisa, obwohl die Warnungen des auswärtigen Amtes sehr Angsterregend sind. Mit ausgesuchter Höflichkeit und Gleichmut werden wir verabschiedet. Überhaupt: Mitgefühl, Gleichmut, Empathie und Freundlichkeit sind Grundregeln des Buddhismus.

    Lebe wohl, Kambodscha!
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    Trip end
    February 19, 2026