Basilika di San Martino
April 24 in Italy ⋅ 🌙 14 °C
San Martino ist die römisch-katholische Hauptkirche in Martina Franca, Italien. Die auch als Duomo bezeichnete Kirche des Erzbistums Tarent ist Martin von Tours gewidmet und trägt den Titel einer Basilica minor. Die barocke Kirche wurde im 18. Jahrhundert anstelle einer früheren romanischen Kirche errichtet, von der der Campanile erhalten ist. Blickfang der Fassade ist das Hochrelief des hl. Martin zu Pferde im Moment der Mantelteilung. Von der Innenausstattung sind der Hauptaltar von 1773 aus mehrfarbigem Marmor im Stil des Rokoko und die Sakramentskapelle bedeutsam.
Nach Überlieferungen soll es bereits im 10. Jahrhundert eine dem Heiligen von Tours gewidmete Kapelle gegeben haben. Die geostete Kirche aus dem frühen 14. Jahrhundert im romanischen Stil hatte einen basilikalen Grundriss mit drei Schiffen, deren dominantes Hauptschiff durch zwei Säulenreihen mit je acht Säulen von den schmaleren Seitenschiffen abgeteilt war.
Nach den Schäden durch das Erdbeben vom 20. Februar 1743 erfolgte die drastische Entscheidung zum Neubau.
Am 21. September 1745 beschloss das Kapitel den Wiederaufbau der Pfarrkirche. Die feierliche Grundsteinlegung fand am 5. Mai 1747 unter Francesco II. Caracciolo, Herzog von Martina, statt, die Segnung erfolgte durch Giovanni Rossi, Erzbischof von Tarent. Der Bau begann durch Handwerker der Familie Morgese aus Bari. Trotz des Todes des Ingenieurs Mariani am 22. Oktober 1747 setzte die Familie Morgese bis 1753 die Arbeiten an der Fassade zunächst fort, wobei sie die Ornamente, das zentrale Hochrelief und die Statuen schuf. Im Jahr 1752 waren der Aufriss, die Seitenwände und die Gegenfassade fertig gestellt. Mit dem 1753 ausgeführten Tonnengewölbe waren nun alle wesentlichen Strukturen der ersten Hälfte der Kirche fertiggestellt. Unmittelbar danach begann die zweite Phase der Arbeiten, die sich über ein Jahrzehnt hinzog, da der Bau von zwei großen Kapellen in den Armen des Kreuzes geplant war. Erst am 18. September 1761 beschloss das Kapitel, die Gottesdienste in die nahe gelegene Kirche Monte Purgatorio zu verlegen, da der Abriss der hinteren Hälfte der alten Kirche bevorstand.
Im Jahr 1763 wurden auch die wesentlichen Strukturen der zweiten Hälfte der Kirche fertiggestellt, so dass der Erzpriester Chirulli am 10. November, dem Vorabend des Patronatsfestes, die Einweihung des Gebäudes vornehmen konnte. Von 1764 bis 1775 wurden die restlichen Arbeiten wie die Apsis, die Altäre und der Fußboden ausgeführt. Einer der ersten Altäre wurde 1764 in der Geburtskapelle aufgestellt; im selben Jahr wurde die neue Orgel auf der Chorempore installiert.
Die Weihe der neuen Kirche wurde am 22. Oktober 1775 vom Bischof von Venafro, Francesco Saverio Stabile, einem Mitbürger und ehemaligen Kanoniker der Stiftskirche, vollzogen.
Die Kirche besitzt zwölf Altäre: vier in den gewölbten Kapellen, die sich im Kirchenschiff zwischen dem Hauptportal und den Nebentüren befinden, sechs in den Seitenflügeln sowie der Hochaltar und der Kapellenaltar. Bis etwa 1900 wurde die Kirche außen gekalkt; erst im Jahr 1900 wurden die Wände gestrichen und mit poliertem Stuck verziert. Im selben Jahr wurden vier Lünetten im Querschiff auf beiden Seiten der gegenüberliegenden Mittelfenster und zwei Lünetten über dem Hauptbogen mit Motiven aus dem Leben des hl. Martin in Tempera ausgemalt, die später in den 1950er Jahren verdeckt wurden.Read more

























