• Locorotondo - Sankt Georg

    26. april, Italien ⋅ ☀️ 21 °C

    Die Chiesa Madre di San Giorgio Martire ist eine neoklassizistische Kirche und wurde zwischen 1790 und 1825 auf den Fundamenten zweier Vorgängerbauten errichtet: einem Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert und dem ursprünglichen Casale San Giorgio.
    Die Kirche besitzt eine neoklassizistische Fassade mit einem dreieckigen Giebel, der mit dem heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen verziert ist – ein Werk einheimischer Steinmetze. An den Ecken stehen Statuen der Heiligen Petrus und Paulus. Das dem Schutzpatron der Stadt, dem heiligen Georg, geweihte Gebäude zeichnet sich durch eine 35 Meter hohe Kuppel und einen dazugehörigen Glockenturm aus.
    Eine 2010 durchgeführte Neupflasterung umfasst Glaspaneele, die Teile der darunterliegenden, früheren Bausubstanz, darunter auch einen Teil der Fassade aus dem 16. Jahrhundert, freilegen.
    Der Innenraum, bestehend aus drei Schiffen, die durch massive korinthische Säulen gegliedert sind, ist hell und geräumig und beherbergt barocke Altäre aus polychromem Marmor. Links befindet sich die Sakramentskapelle mit dem Gemälde „Die Hochzeit zu Kana“ aus dem 19. Jahrhundert und einem barocken Altar mit abwechselndem Marmor und Pietre dure sowie fein gearbeitetem Silber am Tabernakel.
    Ebenfalls ausgestellt sind Werke mehrerer neapolitanischer Künstler, darunter Gennaro Maldarelli, dessen vier großformatige Gemälde aus den Jahren 1839–1841 stammen.
    Besonders außergewöhnlich – und einzigartig – sind die behauenen Steinblöcke, die die doppelten Seitenpfeiler der Kapelle bilden: 42 Reliefs mit Szenen aus dem Alten Testament. Diese Reliefs aus dem 14. Jahrhundert, die vermutlich aus einer älteren Kirche stammen, geben Rätsel auf. Weder über den Bildhauer noch über den Auftraggeber oder die Umstände ihrer Entstehung ist etwas bekannt.

    Über die Krypta habe ich leider keine Informationen gefunden …
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