Managua und Besuch bei Marias Familie
10. februar 2025, Nicaragua ⋅ ☁️ 32 °C
Heute war ein langer spannender Tag. Im alten Zentrum von Managua ist außer dem Palacio Nacional fast nur noch die alte sehr zerstörte Kathedrale vom Erdbeben 1972 erhalten. Ich musste heimlich und flink fotografieren, da hier ganz schnell Handys einkassiert werden, wenn man die Regierungsgebäude fotografiert.
Nicaragua ist so gegensätzlich. Oftmals merkt man nicht, wo man gerade ist, wenn man die Shopping Malls und Supermärkte sieht und auch leider die oft hohen Preise. Dann wieder krasse Erinnerungen an Ostberlin (Fotos Nahe der Mauer verboten) oder Havanna (wo es ja auch von politischen Statements in der Stadt nur so wimnelt.) Letzteres beschränkt sich aber nur auf Managua, den Sitz der Partei und Regierung. Die Stadt wurde leider vor 53 Jahren völlig zerstört (80% der Gebäude und die gesamte Innenstadt) und das, was davon wieder errichtet wurde, ist nicht wirklich sehenswert. So sind wir dann noch ein bisschen am Malecon, der Seepromenade, entlang spaziert und dann ging die Reise weiter, natürlich wieder mit interessanten Vulkanen links und rechts der Route. An einem haben wir gestoppt, denn da rumpelte und pumpelte es wie im Waschsalon. Dass das alles irgendwann mal wieder richtig in die Luft fliegt, vergesse ich lieber schnell wieder. Das Highlight des Tages war auf jeden Fall der Besuch bei Maria (Nanny von Gabi und 19 Jahre Hilfe im Haushal, da beide Eltern viel arbeiten mussten), die mit ihrer zehnköpfigen Familie aus 4 Generationen (die Ururoma lebt mit 87 auch noch um die Ecke) in einem winzigen Lehmhaus zusammen mit Hühnern, Hunden, Katzen, Schweinen und Kühen in eigentlich nur 2 Zimmern lebt (siehe Fotos). Durch das Wohnzimmer, das auch gleichzeitig Waschzimmer und Küche ist, rennen die Hühner. Dennoch sind alle so fröhlich und das ganze Leben spielt sich natürlich draußen ab. Allerdings gibt es seit 10 Jahren jetzt eine laute Straße, wo die Laster langdonnern😌aber auch Strom und Wasser. D.h. bis vor 10 Jahren tiefstes Mittelalter. Als ich die Uroma (67) fragte, wie sie denn Granada (Stadt von gestern und 3h entfernt) findet, meinte sie, sie sei noch nie da gewesen. Wirklich krass...Maria hat ihre 2 Töchter mit 15 und 17 bekommen und sie ist jetzt die Oma mit 41 seit schon 7 Jahren (ihre Töchter sind erst später, mit 20 und 25 Mamas geworden). Wir haben sehr lecker gegessen und mit den süßen Kindern und Tieren gespielt. Ich hatte vorher noch nie so kleine süße Hühner (2 Wochen alt) auf der Hand...
Jetzt sind wir in Leon, im Norden von Nicaragua, unserer nächsten Etappe angekommen und ich melde mich wieder. Wir wohnen hier in einem wunderschönen Hotel von 1836, das Alejandras Firma zahlt, da sie leider diese Woche arbeiten muss, während ich mit ihrer Tochter 2 Tage in León und Umgebung Spaß haben werde, ehe es dann Mittwoch Abend zurück nach Managua geht. Fotos von León dann morgen, denn die max. 20 von heute habe ich alle gebraucht.Les mer






















