• Langkawi (Anreise & Tag 1)

    October 11, 2025 in Malaysia ⋅ 🌧 27 °C

    Wir sind seit gestern Abend auf Langkawi und ich möchte nicht zu viel versprechen, aber wir haben einiges unterhaltsames erlebt. Derzeit versuche ich zum Beispiel Michaela von einer vorzeitigen Abreise aus unserem Hotel zu überzeugen, da ich gerade ein Krokodil vor dem Balkon erblicken musste. Aber starten wir mit dem gestrigen Anreise-Tag. Der schwärzeste Tag der bisherigen Reise!
    Eigentlich ging alles ganz gut los und wir sind so komfortabel wie noch nie mit dem Bus zum Hafen, wo wir um 13 Uhr in die Fähre steigen wollten. Diese wurde zu diesem Zeitpunkt jedoch schon drei Stunden nach hinten geschoben, weshalb wir die Wartezeit in einem Schnellimbiss um die Ecke absitzen durften. Hier gab es einen Milchshake und Michaela wollte scharfe Kartoffelecken, die wirklich unfassbar scharf waren und sie (und auch mich) kurz vor Ohnmachtsanfall brachten. Mit diesem labilen körperlichen Zustand und ohne weiteres Essen ging es auf die Fähre, die eher einer Konservenbüchse glich, in die wir hineingepresst wurden. Wir saßen hier natürlich neben allen Familien mit Kleinkindern, über die man sich im Warteraum dachte „bitte hocken die nicht neben uns“. Ich bin ja bekanntlich in dieser Hinsicht äußerst gelassen, aber als beim kranken Kind neben mir eine Nasenspühlung durchgeführt wurde, war die positive Stimmung dahin. Aufheitern konnte uns auch nicht die antarktischen Temperaturen, da die Klimaanlage, die uns in das Gesicht blies, auf 17 Grad herunter gekühlt war.
    Nach eineinhalb furchtbaren Stunden kamen wir dann jedoch an und konnten unser wirklich schönes kleines Chalet (Hütte auf Stelzen) beziehen.
    Der heutige Tag hatte ein erstes Abenteuer auf der Agenda, denn ich durfte zum ersten Mal Roller fahren. Und dann gleich mit der kritischsten Person als Hinterfrau auf dem Roller. Okay ich bin ehrlich, dass ich nach der ersten Kreuzung direkt in den Gegenverkehr geheizt bin (blöder Linksverkehr aber auch) und die ersten beiden „Entschleunigungs-Hügel“ übersehen wurden, hat nicht unbedingt großes Vertrauen in meine Fahrkünste aufgebaut. Aber an der ersten Destination (einem wirklich sehr schönen Strand, an dem wir das erste Mal im Meer baden waren) gab es ein kurzes Kritikgespräch und seither läuft es wie geschmiert auf Roland, unserem roten Roller.
    Nach dem Strand ging es noch zu tollen Wasserfällen, die sehr lohnenswert waren.
    Aber das war es „leider“ noch nicht! Wir wollten noch an einem weiteren Strand zum Baden, was auch echt schön war. Bis mich eine (vermutlich) Feuerqualle heimtückisch angefallen hat. Selbst Michaela hat sich richtig Sorgen gemacht, nachdem sie nach zwei Minuten merkte, dass ich nicht simuliere und mein Fuß anschwillt. Gott sein Dank waren zwei hilfsbereite Damen im Restaurant um die Ecke, die nach der Frage nach einer Apotheke gleich ihre Hausmittel geholt haben. Danach ging die Schwellung tatsächlich gleich zurück und ich bin, Gott sei Dank, über den Berg.
    Nachdem ich jetzt bereits von der zweiten Tierart angefallen wurde, wächst in mir die Sorge, dass es bei Tier Nr. 3 nicht so glimpflich enden könnte. Die Krokodils-Sichtung heute und die damit direkt in Verbindung stehende Panikzustände sind hier die Kirsche auf der malaysischen Torte!
    Ich bleibe jedoch positiv und kämpfe weiter gegen die hiesige Tierwelt!
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