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  • Day4

    Kao Lak national park

    September 4, 2015 in Thailand ⋅ ⛅ 18 °C

    [Tag 4 - National Park Khao Lak] Aufstehen, duschen, Zähne putzen. Ausgecheckt wird in Thailand üblicherweise vor 12. Geplant war einen Abstecher in den nahegelegenen Nationalpark zu machen. Zuvor aber das ausgefallene Frühstück vom Vortag nachholen. Auch hier war es nicht einfach. Das letzte Restaurant auf der linken Seite an der Straße die zum Nationalpark führt war unsere letzte Chance auf ein Frühstück. Es war kurz nach 10 und wir fragten vorsichtig, ob sie so etwas wie Frühstück anbieten würden. Auf der Speiskarte war nichts zu finden, jedoch bot uns der Koch spontan an uns ein Omelette und Kaffe zu machen. Auch ein Glas Orangensaft war dabei. Tolle Einstellung. Die Gartenmöbel waren aus Holz und schienen selbst gefertigt zu sein. 100 Baht wurde uns dann verrechnet. Alles sehr fair. Spontan fragte ich noch dann eine der Töchter ob sie so lieb wäre uns zum Eingang des Parks hinaufzufahren. Tatsächlich fuhren wird dann sogar im größeren der beiden Pickups mit ihr den Berg hinauf. Mein Geld wollte sie nicht annehmen. Mit dem Nebensatz "fürs Baby" hat sie dann doch angenommen. Herzzerreißend Fremden gegenüber so zuvorkommend und hilfsbereit zu sein.

    Einheimische zahlen für den Eintritt in den Park 30, Touristen werden mit 300 Baht zur Kasse gebeten. Etwas frech, für uns hat sich der Preis dennoch gelohnt. Etwa eine Stunde lang kann man im Wald einen Trampelpfad der Küste entlang folgen. Auf dem Weg zum Strand erspähten wir einen Tausendfüßler, einen sich sonnenden Waran, Geckos, einige Vögel und einer Schlange.
    In der Bucht angekommen überwältigte uns die malerische Aussicht aufs Meer. Schade, dass wir keine Badehose dabei hatten. hinderte uns aber auch nicht am Baden. Schuhe aus und ab in die Brandung mit uns. Auch hier wollten wir nicht aus dem Wasser heraus. Eine tolle Welle folgte einer anderen und die Mittagssonne brannte uns auf die Schultern. Schlecht geplant, da wir im Rucksack nur einige Bananen und die geschenkten Longongs vom Pensiri House dabei hatten. Das baden in der Mittagssonne rächte sich bald und wir hatten am Abend beide einen Sonnenstich.
    Der Bus vom Vortag kam zwar nicht laut Planzeit, brachte uns aber zuverlässig nach Takua Pa. Beim Warten auf den Anschluss lernten wir die beiden Berliner Hannah und Hendrik kennen. Mit ihnen zusammen führen wir mit einem Minibus weiter nach Khao Sok. 90 Baht pro Person kostete die 30-minütige Horrorfahrt auf der der Fahrer riskante Überholmanöver mit kurzem Hupen ausführte ohne Einsicht in die Kurve zu haben. Natürlich telefonierte er dabei pausenlos. Wir wollten unser Quartier selbst aussuchen, deshalb stiegen wir auf der Hauptstraße aus und liefen zu Fuß zu viert in Richtung eines vorgeschlagenen Baumhaushotels. Leider waren die Hütten eher schäbig und der Preis mit 1200 pro Nacht trotz Baumhausfeeling für uns zu ungerechtfertigt. Beim zurückschlendern rief uns eine Frau zu. Wir schauten uns die Jungalows an, befanden sie für gut, da mit 600 Baht leistbar, trotz der spartanischen Einrichtung und nur einer Kaltwasserdusche ausgestattet. Wir versuchten den Preis zu verhandeln, doch sie konnte oder wollte nicht nachgeben. Bei einmaligem Übernachten lässt sich schwer verhandeln. Sie bot uns aber einen guten Preis für eine Tour zum Lake des Khao Sok National Parks an, die wir ohnehin am nächsten Tag machen wollten. Der Preis von rund 50 € sollte die Anfahrt und Rückfahrt zum Park, eine Übernachtung, 4 Mahlzeiten, 2 Wanderungen und eine Night Safari beinhalten. Abfahrt war um 9:00 beim Hotel und der Minibusfahrer wurde uns gleich als unser virgestellt. Sein Englisch war fernab von perfekt, am Vortag wurde uns noch ein Bild vom Organisator der Trips gezeigt. Sein Name war Dede und er schien uns ganz nett zu sein. Gestoppt wirde nach dem aufpicken der anderen 6 Teilnehmern unserer Gruppe. Zwei Spanier, die weniger Englisch als der Führer sprechen konnten, 1 türkisches alternatives Pärchen, und zwei Mädels aus Frankfurt. Beim 7 Eleven wurde noch mal kurz halt gemacht, damit sich jedes Pärchen eine Taschenlampe für die Höhlenwanderung zulegen konnte. Warum so etwas wie eine Taschenlampe nicht als Leihgabe bezogen werden kann, war uns bis zuletzt ein Rätsel. Auch Trekkingsandalen hötten sich als nützlich erwiesen. Die gesamte Anfahrtszeit zum Park belief sich auf 1 Stunde. Am Nationalparktor dann für die meisten der schock. Der Eintritt zum Nationalpark war nicht inbegriffen. Weitere 400 Baht wurden dafür fällig. Auf unserer Rechnung stand zwar exklusive Eintritt, jedoch hat sich ein ungutes Gefühl breit gemacht.
    Vom Pier ging es dann mit dem typischen thailändischen Longtailbooten weiter, an deren Heck ein ausgebauter Dieselmotor befestigt wird. Mit einer Stange wird dann der Rotor ins wasser gehalten. Die Anfahrt zu den Hütten am See dauerte auch um eine Stunde. Die Hütten wurden zugeteilt. Manche waren besser in Schuss als andere. Wir wurden zwar gefragt, ob mit dem Raum alles ok wäre, ohne Vergleich mit anderen Hütten ist das jedoch schwer zu beurteilen. Unsere Hütte hatte beispielsweise nur einen Sessel auf der Veranda, eine 4cm dicke Schlafmatratze, die sich als genauso bequem wie die 30cm Matratze der anderen erwies. Leintücher oder einen Seidenschlafsack sollte man selbst mitnehmen. Ein Moskitonetz gab es nicht, wurde aber von uns nicht vermisst. Der mitgebrachte Miskitospray war dennoch ganz hilfreich. Um 12 gab es die erste Mahlzeit, die aus vier Gerichten bestand. Vegetarier haben es in Thailand schwer. Eine rein vegetarische Speise konnte ich nicht ausmachen.
    Eine Stunde hatten wir zu unserer freien Verfügung die wir sofort zum planschen und schwimmen nutzten. Die Wassertemperatur war genau richtig. An den flachen Stränden Thailands kann das Meer manchmal zu Badewasser werden. 25 Grad bei 30 Grad Außentemperatur waren da schon ganz erfrischend.

    Hier eine Liste an empfohlenen Dingen für die Wanderung zu der Höhle:
    Badekleidung
    T-Shirt
    Wanderhose
    Feste Schuhe die nass werden dürfen, sie werden klatschnass. Trekkingsandalen mit festem halt wären natürlich optimal.
    Taschenlampe, oder Stirnlampe
    Kein Rucksack, der wird auch nass

    Der Abschnitt zum wandern wird auch mit dem Boot angefahren. Danach geht es zu Fuß durch den Dschungel durch Rinnsale und über steile, rutschige Hänge den Berg hinauf. Vor dem Eingang zur Höhle kann man sich umziehen. Für die teuren Wertgegenstände hat der Gruppenführer eine wasserdichte Tasche mit. Die Höhle ist je nach Wettersituation knietief bis brusthoch mit Wasser geflutet. Einige mutige unter uns haben sich sogar getraut an einem Seil, mit den Füßen an der Wand abgestützt in einen entlegeneren Bereich der Höhle vorzuwagen. Die Stalagtiten stützen die Höhle zusätzlich. Einen unserer Kollegen hat im flachen Wasser außerhalb der Höhle ein Blutegel gebissen. Als ihn jemand darauf aufmerksam gemacht hat, war der Egel schon fingergroß mit Blut angesogen. Mehr oder weniger fachgerecht wurde er vom Gruppenleiter entfernt. Eine unserer neu gewonnen Freundinnen konnte den Blutegel noch vor dem ansaugen entdecken. Ich habe ihn dann einfach abgezogen.
    Den späteren Nachmittag verbrachten wir dann noch mit den wenigen Kajaks die eher lieblos gewartet wurden. Zwei davon konnten uns aber dann doch tragen, nachdem wir sie aus dem Wasser geborgen haben. Das Abendessen war außerordentlich gut, besonders der knusprig gebratene Fisch aus eigener Zucht im hinteren Bereich hat mir sehr gut geschmeckt. Zwei weitere Curries (Massaman-Curry & Green Curry) wurden zudem angeboten, eines scharf, das andere etwas milder. Die Night Safari entfiel leider, auf Grund des Regens. Dafür ließen wir den Abend noch mit einigen Bier, Gesprächen mit den Mädels aus Frankfurt und nächtlichem Schwimmen ausklingen.
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