• Carcasonne

    Apr 24–27 in France ⋅ 🌬 22 °C

    Auf dem Weg nach Carcassonne verfolgten wir natürlich gespannt weiterhin unser Paket. Dabei mussten wir leider feststellen, dass die Zustellung erst am Montag in Trèbes erfolgen sollte. Nach mehreren Telefonaten mit GLS fanden wir schließlich heraus, dass sich das Paket aktuell noch im Paketzentrum in Toulouse befindet. Die Dame am Telefon erklärte uns, dass wir es dort sogar persönlich abholen könnten – das Zentrum habe bis 19 Uhr geöffnet. Also entstand spontan ein neuer Plan.
    Die Fahrt selbst war durch den starken Wind ziemlich frisch, aber immerhin schien die Sonne. Die Schleusen funktionierten heute alle problemlos, und auch die Durchfahrt unter der niedrigsten Brücke des gesamten Canal du Midi kurz vor der Hafenschleuse von Carcassonne klappte ohne Probleme. Es soll tatsächlich die niedrigste Brücke des ganzen Kanals sein – und wir passten gerade so darunter hindurch.
    Im Hafen wurden wir wieder sehr freundlich von der Hafenmeisterin empfangen. Da auf der anderen Hafenseite nur rückwärts angelegt werden darf, konnten wir längsseits direkt an der Seite beim Bahnhof festmachen, was uns deutlich lieber war.
    Kaum festgemacht, machten Kurt und ich uns direkt auf den Weg zum Bahnhof, um ein Taxi nach Marseillette zu nehmen und dort den Mietwagen abzuholen. Natürlich war es wie immer: Gerade eben standen noch mehrere Taxis dort, und genau als wir ankamen, fuhr das letzte davon. Nach einem kurzen Anruf kam zum Glück aber schnell ein neues Taxi.
    Wir standen inzwischen allerdings ziemlich unter Zeitdruck. Etwa 20 Minuten Fahrt bis zum Mietwagen und anschließend ungefähr eine Stunde bis zum Paketzentrum in Toulouse lagen noch vor uns. Es war mittlerweile schon 17 Uhr, und um 19 Uhr schließt das Zentrum.
    Natürlich gerieten wir dann auch noch mitten in den Berufsverkehr und standen erst einmal im Stau. Den Mietwagen erreichten wir schließlich nach gut einer halben Stunde. Die anschließende Fahrt nach Toulouse war vermutlich die angenehmste Autofahrt, die ich je mit Kurt erlebt habe – und daran sind definitiv die französischen Geschwindigkeitsbegrenzungen schuld. Zum Glück.
    Trotzdem holten wir unterwegs noch einige Minuten auf und erreichten das Paketzentrum tatsächlich etwa zwanzig Minuten vor Feierabend. Voller Hoffnung gingen wir hinein und waren überzeugt, unser Paket nun endlich in den Händen zu halten.
    Doch dann kam die große Ernüchterung: Unser Paket war gar nicht mehr dort. Es war bereits weitertransportiert worden – ausgerechnet ins nächste Verteilzentrum in Carcassonne. Wir dachten zuerst wirklich, das müsse ein schlechter Scherz sein. Aber leider war es ernst. Die komplette Fahrt nach Toulouse war also völlig umsonst gewesen.
    Immerhin gab man uns noch den Tipp, es am Montagmorgen direkt beim Paketzentrum in Carcassonne zu versuchen, sobald es öffnet. Sogar die Adresse bekamen wir mit.
    Zugegeben ziemlich enttäuscht machten wir uns anschließend ohne Paket wieder auf den Rückweg zu den anderen.
    Dort angekommen wurden wir bereits erwartet. Gemeinsam gingen wir noch in die Stadt zum Abendessen und ließen den restlichen Abend schließlich entspannt an Bord ausklingen – auch wenn unser Paket uns weiterhin auf Trab hielt.
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