• Igreja S. Francisco

    19 maggio, Portogallo ⋅ ☁️ 18 °C

    Der franzischkanische Bettelorden hat zur Region Porto starke, historische Verbindungen, die sich bis heute vor allem im sozialen Sektor erhalten haben. Aus einer Empfehlung von Papst Gregor IX. an den Erzbischof von Porto ergibt sich, dass die Franziskaner bereits vor dem Jahr 1233 in der Gegend gewesen sind. Der Papst hatte dem Erzbischof "nahe gelegt", den Orden beim Bau eines Klosters auf einem der Kongregation vererbten Grundstück zu unterstützen. Diese Empfehlung stieß auf wenig Gegenliebe des Bischofs, der die Bettelmönche lieber außerhalb seines Einflussbereiches angesiedelt haben wollte. Den Brüdern des heiligen Franziskus war der gewaltige Status der weltlichen Geistlichkeit nicht geheuer und das äußerten sie wohl auch. 1244 gab Innozenz IV. die Urkunde "Dolentes accepimus et referimus cum rubore " (Wir empfangen es mit Trauer und nehmen es mit Scham zurück) heraus und unterstellte den Orden dem Schutz des Bischofs von Compostela, der den Mönchen die nötigen Mittel zum Bau eines Klosters zur Verfügung stellte. Das Kloster und die Kirche wurden 1910 von Portugal als nationales Denkmal eingestuft und gehört seit 1996 wie viele andere Gebäude in Porto auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das Innere der Kirche ist ein Paradebeispiel für den portugiesischen Barock und damit verbundenen Stil der vergoldeten Holzschnitzerei. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Kirche ⛪️ mit aufwendig geschnitzten und mit Blattgold belegten Holzarbeiten ausgestattet. Jeder Altar und jede Figur an sich ist atemberaubend anzusehen. Mir hat es besonders das Altarbild des Jessebaumes angetan. Diesbezüglich und auch die anderen Altäre betreffend lasse ich die Bilder sprechen.Leggi altro