RiRoe Reisen

Joined December 2019
  • Day47

    Bogotá

    February 13 in Colombia ⋅ ⛅ 20 °C

    Ab in die von vielen Kolumbianern verhasste Hauptstadt!
    Und was soll man sagen, besonders schön ist es hier wirklich nicht 😅
    Die 8-Millionenstadt hat uns mit dem üblichen Wahnsinn begrüßt :
    Stau.
    Man kommt hier im Straßenverkehr einfach nicht so recht voran, für 12km fährt man auch mal ca. 45min mit dem Bus.
    Denn ein anderes öffentliches Verkehrsmittel gibt es (außer natürlich 8 Millionen Taxies) nicht...
    Keine Metro, keine U-Bahn...
    Für 8 Millionen...
    Die Busse haben zwar ihr eigene Spur, doch selbst auf denen gibt es oft Stau.

    Doch in der Stadt geht es eigentlich noch, viel schlimmer ist es, wenn man von Außerhalb kommt und das auch noch zur Rush-hour.
    Aber nützt ja nix 🙈

    So konnten wir uns ein Bild von diesem Chaos machen, als wir einen Ausflug in eine nahegelegene Salzkathedrale machten.
    In einer riesigen Salzmine, in der heute noch Salz abgebaut wird, schufen Minenarbeiter in Eigeninitiative das "erste Wunder" Kolumbiens.
    Auch wenn wir beide mit Religion nicht so viel am Hut haben, dieses Meisterwerk unter der Erde war wirklich atemberaubend.
    Bis zu 16m hohe Säle wurden geschaffen und mit farbigen Lichtelementen versehen.
    Wir waren wirklich beeindruckt 👌🏽

    Ansonsten haben wir in Bogota viel Tourikram gemacht und waren z. B. in einem Gold- Museum, denn Gold spielt in der kolumbianischen Geschichte und Gegenwart eine wichtige Rolle.
    Das Land ist reich an diesem, aber auch an anderen Metallen, wie Platin, Silber, Kupfer und Edelsteinen.
    Das merkten natürlich auch die Spanier während ihrer Kolonialherrschaft.
    Für die indigene Bevölkerung war Gold kein Zahlungsmittel, sondern in Form von Schmuck ein Zeichen ihrer Macht und Zugehörigkeit ihres Stammes.
    Als nun die Spanier Südamerika eroberten und das meist nicht sehr friedlich, zogen die Indianer in den Kampf und trugen dabei die all ihren Schmuck und teilweise auch goldene Rüstungen zum letzten Mal...
    Denn gegen die Übermacht der spanischen Waffen waren sie hilflos.
    Viele ihrer Kunstwerke wurden geraubt, eingeschmolzen und über Cartagena nach Spanien verschifft.
    Auch heute gibt es hier viele kleine Minen, deren Betrieb mit unmenschlichen Bedingungen und Umweltproblemen einhergehen...

    In der Nähe unseres Hostels war eine Seilbahn, mit der man auf den Cerro Monserrate gelangt, von dort haben wir die wunderschöne Aussicht auf die Stadt genossen.
    Wir haben in Bogotá ganz schön gemerkt, dass wir uns über 2600m befindet, die Luft war ganz schön dünn und es konnte ziemlich kalt werden...

    Aber die Kälte werden wir uns schon noch zurück wünschen, denn unser nächstes Ziel ist der Amazonas- Regenwald.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day43

    Desierto de la Tatacoa

    February 9 in Colombia ⋅ ⛅ 32 °C

    Als nächstes führte uns unsere Reise nach Neiva, um die naheliegende Tatacoa- Wüste unter die Lupe zu nehmen.
    Geplant war eine 8-stündige Nachtfahrt, eigentlich eine sehr angenehme Zeit.

    Aber das mit der Planung ist ja immer so eine Sache...
    Und so hielt der Bus um 2 Uhr morgens plötzlich irgendwo im Nirgendwo an.
    Auf Nachfrage hieß es, dass die Straße gebaut wird und bis 4 Uhr gesperrt ist.
    Und da stehste dann eben mal mitten in der Nacht in Kolumbien rum... 😳😵
    An Schlaf war auch dank eines gut einstudierten Schnarchkonzertes der Mitfahrer erstmal nicht zu denken...
    Aber irgendwann ging es dann zum Glück weiter, nur um kurz danach wieder irgendwo in der Pampa rumzustehen und auf Weiterfahrt zu hoffen.
    So waren wir dann insgesamt 14h unterwegs und wurfen unseren Plan, noch am gleichen Tag in die Wüste zu gehen, über den Haufen.
    Also verlängerten wir um eine Nacht und dank des wunderbaren Hostelbesitzers Jaime war das auch überhaupt nicht schlimm 😅
    Und so zogen wir am Freitag zusammen ein bisschen um die Häuser und präsentierten unsere hölzernen deutschen Hüften beim Salsa tanzen.

    Am nächsten Tag ging es dann los und mit Jaime war die Tour eher ein Ausflug mit einem Freund als mit einem Guide.
    Die Wüste unterteilt sich grob in den roten, den grauen Teil und einen dazwischen.
    Die Farben kommen durch die Zusammensetzung der Minerale zustande ( eisen- bzw. calciumhaltig) und waren vor Millionen von Jahren noch Meeresboden.
    Man sieht deutlich die verschiedenen Schichten der Sedimente und die Natur hat diese durch Wind und Wasser geformt.
    Vor vielen Millionen Jahren gab es hier u.a. riesige Schildkröten, Krokodile und Faultiere, deren Knochen wir in einem kleinen Museum sehen konnten.
    Heute leben hier vor allem Ziegen, Füchse, Ameisenbären, Kaninchen, Reptilien, Skorpione und verschiedene Vogelarten.

    Jede Wüste sieht abgesehen von der Farbe etwas anders aus und das ist ziemlich erstaunlich, denn sie trennen nur ungefähr 5km.
    Ein absolut einmaliges Ergebnis und unsere Erwartungen wurden wirklich übertroffen.
    Zum Abschluss waren wir in einem Observatorium und konnten Planeten, Sterne und den Mond näher betrachten.

    Der Abschied fiel uns wirklich schwer und wir hätten hier noch vieles machen können.
    Aber wir müssen langsam weiter, da wir bald in den Amazonas fliegen und erstmals zeitlich nicht ganz so flexibel sind.
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  • Day40

    Cali

    February 6 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

    Kurz gesagt :
    Wer nicht unbedingt nach Cali muss, der lässt es 😅
    Die drittgrößte Stadt Kolumbiens ist nämlich gar nicht so pralle und wird nicht von vielen Reisenden angesteuert.
    Man hört auch die ein oder andere Geschichte, die nicht unbedingt sehr einladend ist.
    Ob kleinere Überfälle oder Probleme mit der Polizei, meist endete es mit dem Verlust von nicht unerheblichen Mengen von Bargeld.
    Obwohl man dazu sagen muss, dass im Vorfeld meist Drogen bzw. deren Erwerb im Spiel waren...

    Aber wir hatten hier nur ein Ziel :
    Salsa! 💃🕺
    Cali ist die Hauptstadt dieses Tanzes und war deswegen ein absolutes Muss auf unserer Reise.
    Eine Tanzschule war schnell gefunden und wir schwungen das Tanzbein.
    Besser gesagt, wir versuchten es 😅
    Aber mit etwas Übung hat man schnell ein paar Moves drauf, den Beweis sieht man im Video 😜

    Mittwoch ist hier der kleine Samstag und zusammen mit einer kleinen Gruppe Dänen und Belgiern machten wir uns in unserer Tanzschule bei einer kleinen Salsaparty etwas warm.
    Denn anschließend gingen wir nebenan in einem der berühmtesten Salsa- Clubs um dessen Tanzfläche zu erobern.
    Im "La Topa Tolondra" finden sich alle Altersklassen zum Tanzen ein und wir waren sofort Feuer und Flamme.
    Die gute Laune war ansteckend und wir versuchten, so gut es ging mitzuhalten 🙈
    Aber selbst wenn nicht jeder Schritt sitzt, Salsa macht einfach unglaublich viel Spaß!

    Ansonsten haben wir ein wenig die Stadt erkundet und haben Jesus einen Besuch abgestattet.
    Er hat unsere Reise gesegnet und wir ziehen erstmal weiter 🏜️
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  • Day37

    Paradies mit Schattenseiten

    February 3 in Colombia ⋅ ⛅ 29 °C

    Unser Wunsch nach Sonne und Meer hat uns nach Buenaventura verschlagen.
    Genauer gesagt an einen Ort, den man von dort nach 1h Bootsfahrt erreicht.
    Das erste was wir hier am Hafen sahen, hat uns allerdings sofort darüber nachdenken lassen, wieder auf die Fähre zu steigen und zurück zu fahren.
    Denn neben Wasser und Sand gab es eines:
    Müll, und das überall.
    Der Strand, die Wege, die Straßengräben- alles voll davon...
    Doch so schnell lassen wir uns nun auch nicht abschrecken!
    Das Hostel war 3km vom Ankunfthafen entfernt und bestach mit einer netten jungen Gastgeberfamilie inkl. Kinder- und Hundeschar.
    Der Ort an sich, Ladrilleros, wirkte allerdings ziemlich verlebt und nicht gerade einladend.
    Der Grund dafür: derzeit ist Nebensaison.
    Sich den Rest des Jahres herausputzen?
    Warum denn? 🙈
    Dementsprechend sah auch das Straßenbild aus.
    Der Strand war allerdings sehr schön:
    dunkler Sand und durch die Gezeiten gezeichnete Felsen.
    Nur in manchen Buchten fand man die besagten Reste der Zivilisation.

    Der Hostelbesitzer war am nächsten Tag auch gleich unser Surflehrer, denn wir wollten uns endlich mal aufs Surfbrett schwingen 🏄‍♂️🏄‍♀️
    Das klappte nach einigen Anlaufschwierigkeiten auch ganz gut und wir standen die ein oder andere Welle. Diverse Nasen- und Hirndurchspülungen waren inklusive.
    Man kam auch ins Gespräch bzgl. der Abfallsituation:
    Größtes Problem ist der Müll aus Buenaventura, besagter großer Hafenstadt.
    Dieser wird durch die Strömung und die Gezeiten an die hiesigen Strände gespült.
    Problem erkannt, schön und gut.
    Doch Ebbe und Flut gibt es nun einmal kontinuierlich, das heißt jeden Tag eine neue Lieferung Plastik und Blätter der vielen Pflanzen und Palmen der Ufer.
    Man müsste das quasi ständig beseitigen, doch schon die Abfallsituation im Ort selbst ist problematisch.
    Es gibt zwar eine Deponie, doch das ist ja auch keine Endlösung...
    Dieser schöne Lebensraum hier wird jeden Tag ein bisschen mehr zerstört und hoffentlich wächst das Verständnis und der Tatendrang, um dies zu ändern.
    Es gibt bereits Projekte, die sich mit dieser Problematik befassen - ein Anfang ist zumindest gemacht 💪🏽

    Wo wir allerdings gar keinen Abfall gesehen haben, war in den Mangroven.
    Hier fuhren wir zusammen mit dem Hostelbesitzer bei Flut mit einem kleinen Boot zu natürlichen Schwimmbecken und kleinen Wasserfällen.
    Ein einmaliger Ausblick auf die riesigen Bäume mit dem typischen Wurzelgeflecht und eine willkommene Abkühlung 😊

    Aufgrund von mehreren Empfehlungen nächtigen wir dann noch etwas südlicher im "Hostel Pacifico".
    Schön gelegen in einer kleinen Bucht und gemütlicher Atmosphäre mit vielen netten Kolumbianern und Reisenden.
    Von dort machten wir einen Ausflug zu riesigen Wasserfällen inkl. "Schwimbecken" und waren einmal mehr von der Vielfalt und Schönheit Kolumbiens beeindruckt 😍
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  • Day31

    Salento

    January 28 in Colombia ⋅ ☁️ 20 °C

    Genau so wie Jardín gehört auch Salento zur Kaffeezone Kolumbiens, das feuchte Klima und die milden Temperaturen bieten perfekte Voraussetzungen.
    Um die kleine Stadt sind viele Kaffeeplantagen zu finden, die auch Touren anbieten.
    Dank einer Empfehlung haben wir uns für eine kleinere Plantage entschieden, auf der seit über 20 Jahren ökologisch und ohne Pestizide gearbeitet wird.
    Wir haben alles über die Herkunft des Kaffees (Achtung, Spoiler: Äthiopien) und dessen Anbau in Kolumbien erfahren.
    Seit 1773 sind die Bohnen eine wichtige Einnahmequelle und sichern bis heute viele Einkommen.
    Angebaut wird eigentlich immer "Arabica" und selbst Christoph konnte sich zu einer Tasse überreden lassen und hat es nicht bereut 😅

    Auf der kleinen Farm wurde uns gezeigt, dass sich die Kaffeepflanzen durch Polykulturen ganz ohne Chemikalien gut entwickeln können.
    So stehen in den Plantagen viele Obstbäume und Palmen, deren Früchte und Blätter einen guten Dünger liefern.
    Die Haupternte der Kaffeebohnen findet zweimal jährlich in Handarbeit statt, zwischendurch wird zwar auch mal gepflückt, aber nur in geringem Ausmaß.
    Die Menge ist zwar geringer als auf den konventionellen Farmen, aber dafür spart man hier Kosten für Pestizide.
    Anschließend werden die Bohnen gewaschen ("schlechte" schwimmen oben und werden entsorgt), getrocknet und anschließend geröstet.
    Fertig - nach ca. 20 Tagen.

    Das nächste Highlight hier in Salento findet man im "Valle de Cocora" : Wachspalmen. Diese Art gibt es nur hier und man kann sie ziemlich leicht erkennen.
    Sie sind nämlich einfach riesig 😅
    Früher gab es hier viele Giraffen, deswegen sind die Palmen so in die Höhe geschossen.
    Nein Spaß, keine Ahnung warum 😂
    Der Aufstieg führte uns durch dicht bewachsene Wege und über viele Hängebrücken, die bei uns sicherlich nicht durch den TÜV kommen würden...
    Durch die Höhe sammeln sich hier in den Bergen viele Wolken, aus denen es auch mal getröpfelt hat, aber von starken Regenschauern, die es oft nachts gab, blieben wir zum Glück verschont.
    Oben angekommen war es gar nicht so leicht, die Palmen überhaupt so zu fotografieren, dass nicht die Hälfte fehlt...

    Am letzten Tag vor der Weiterreise haben wir absolut gar nichts gemacht, außer gelesen und dabei die Aussicht genossen - herrlich 🤩
    Dabei hat uns das hauseigene Hostelpferd Gesellschaft geleistet und immer mal wieder versucht, etwas von unserem Essen abzubekommen 😂

    Nach den kühlen und nassen Tagen sind wir nun gerade wieder auf dem Weg ans Meer, diesmal an den Pazifik 🏝️

    Bleibt gesund bei dem kalten Wetter daheim!
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  • Day26

    Jardín

    January 23 in Colombia ⋅ ⛅ 22 °C

    Jardín heißt übersetzt "Garten" und genau so sieht es hier auch aus 🌴
    Ein kleines grünes Paradies, was wirklich noch ein richtiger Geheimtipp ist.

    Das Erste, was uns hier allerdings auch begrüßte, war uns gar nicht mehr so richtig bekannt :
    Kackwetter!
    Es regnete und war ziemlich kalt...
    Aber getreu nach dem Motto:
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung" sind wir am Tag nach der Anreise losgezogen.
    Ziel war der "Cascada del Amor", ein 35m hoher Wasserfall.
    Den hatten wir auch ziemlich schnell erreicht und so blieb noch Zeit für eine weitere Runde, um den Ausblick von weiter oben zu genießen.
    Das Wetter hatte sich zum Glück auch schnell wieder gefangen 👍🏼
    Abends haben wir den Tag im Hostel am Lagerfeuer mit deutschem Stockbrot ausklingen lassen.

    Am nächsten Tag stand das eigentliche Ziel des Aufenthaltes in Jardín an:
    "Cueva del Esplenedor".
    Der Weg führte uns durch Kuhweiden und ziemlich schlammige Abschnitte.
    Der Regen hatte einen bleibenden Eindruck hinterlassen, dementsprechend sahen wir auch aus 😅
    Wir wussten auch nicht ganz genau, ob wir unser Ziel überhaupt finden, denn das Ende des Weges war bei Maps.Me nicht mehr eingezeichnet.
    Einige Wanderer mussten wohl auch wirklich wieder frustriert den Rückweg einschlagen.
    Aber wir alten Bergziegen haben das gesuchte Ziel natürlich erreicht 💪🏽
    Und was man dann sieht ist schon ziemlich einmalig.
    Zuerst eine imposant hohe, kerzengerade in den Himmel reichende, bewachsene und wasserdurchströmte Steinwand.
    Dann eine kleine Höhle, in deren Mitte ein Loch klafft und sich daraus ein Wasserfall ergießt.
    Wassertemperatur: arschkalt °C 🥶
    Wir waren restlos begeistert und der anstrengende Aufstieg war vergessen.
    Nur der Sonnenbrand bleibt uns wohl noch eine Weile erhalten 🙈

    Nach einer kurzen Stärkung kamen wir auf dem offiziellen Wanderweg nach insgesamt 7 Stunden ins Hostel zurück.
    Am Abend gönnten wir uns als Belohnung dann die beste Pizza seit langem 😋
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  • Day23

    Guatapé

    January 20 in Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

    Nicht nur Medellín hat viel zu bieten, auch das Umland hält so manches Ausflugsziel bereit.
    So findet man ca. 70km östlich ein kleines Schmuckstück namens Guatapé mit seinem Wahrzeichen, dem gigantischen Monolithen El Peñol.

    Also früh mit dem Bus gestartet und erstmal 750 Stufen rauf auf den Fels um die Aussicht zu genießen, bevor sich die Touristenmassen durchschleusen.
    Trotz der Wolken war es das absolut wert.
    Der Blick auf den Stausee und die vielen Inseln war wirklich unglaublich und wir fühlten uns schon fast ein wenig wie in Leipzig 😂
    Viele Schöne und Reiche haben hier imposante Anwesen und auch Pablo Escobars nun unbewohntes Ferienanwesen kann man hier irgendwo finden.

    Nach Guatapé kann man sich entweder mit einem Tuk-Tuk kutschieren lassen oder geht zu Fuß.
    Wir haben uns für letzteres entschieden.
    So konnten wir noch die Natur genießen und haben einen neuen Kumpel gefunden 🐶
    Gemeinsam haben wir dann das schöne Städtchen erkundet.
    Die Häuser sind hier bunt bemalt und verleihen den vielen kleinen Gassen einen besonderen Charme.

    Fazit: EinTouristenmagnet, der sich wirklich gelohnt hat 👍🏼
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  • Day22

    Medellín

    January 19 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    Um unser rudimentäres Spanisch etwas aufzupolierien haben wir die letzte Woche in Medellín die Schulbank gedrückt.
    Auch eine 17 stündige Busfahrt hier her konnte uns nicht davon abhalten 🙈
    Der Blick auf die wunderschöne Landschaft im Sonnenaufgang war jedoch unbezahlbar.

    Unser Hostel ist ganz in der Nähe der Sprachschule und so gingen wir jeden Tag mit unseren "Ranzen" los.
    Nachmittags war immer genügend Zeit um diese tolle Stadt zu erkunden, die wirklich vieles zu bieten hat.
    Sie ist umgeben von Bergen und ist diese im Laufe der Jahre immer weiter hinauf gewachsen, sodass heute hier (offiziell) 2,5 Millionen Menschen leben.

    Dank FreeWalkingTour haben viel über die Geschichte und Schattenseiten erfahren.
    Medellín ist wohl spätestens nach 'Narcos' jedem ein Begriff und der Einfluss Pablo Escobars hat diese Stadt nachhaltig geprägt.
    Einst war sie, dank dieses Mannes, die gefährlichste Stadt der Welt und viele Bewohner wollen diese Zeiten der 80er/ Anfang 90er Jahre einfach nur vergessen.
    Es gibt wohl kaum eine Familie hier, die keine Opfer zu verzeichnen hatte.
    Ein Beispiel war unser Guide. Ihr Onkel wurde entführt und nachdem die Familie das geforderte Lösegeld gezahlt hatte, wurde er trotzdem erschossen.
    Da ihr Vater als nächstes ins Visier geriet, flohen sie nach Bogota. So ähnlich ist es vielen ergangen und man kann verstehen, dass für sie eine Verehrung des Drogenbosses ein Schlag ins Gesicht ist.

    Die Kriminalität wuchs, vor allem in den zentrumsfernen Stadtteilen und um dies einzudämmen wurden weitreichende Investitionen in die Infrastruktur getätigt.
    So ist die Mitte der 90er entstandene Metro der ganze Stolz der Medellíner und wird gehegt und gepflegt. Wenn die Straßen rundherum auch tlw. aussehen wie 🐷, in der Bahn wird noch nicht mal getrunken, um sie nicht zu verschmutzen.
    Anfang 2000 kamen Seilbahnen hinzu, um die kriminellen Berghänge einfach zu "überfahren" und siehe da: es half. Die Kriminalität sank.
    Zusätzlich sind das Militär und die Polizei sehr präsent und gehören zum täglichen Stadtbild.
    Schwer bewaffnet natürlich.

    Auch wenn das Zentrum und zentrumsnahe Viertel sehr schön sind und man sich überhaupt nicht unsicher fühlt, gibt es natürlich auch andere Ecken, selbst nahe der Metro.
    Dort sind wir auf halbem Wege zu unserem Ziel umgekehrt, weil uns die Umgebung einfach nicht geheuer war...
    Es herrscht vielerorts schreckliche Armut und es wird in Blechhütten und auf der Straße gehaust.

    Die ganze Geschichte Kolumbiens spiegelt sich irgendwie in dieser Stadt wider und es steht noch ein langer Weg bevor, denn Korruption und Kriminalität existieren weiterhin. So wird heute
    z. B. siebenmal mehr Kokain angebaut, als zu Lebzeiten Pablo Escobars.

    Trotz all den Widrigkeiten hat Medellín eine ganz besondere Atmosphäre.
    Die Stadt hat uns so in ihren Bann gezogen, dass wir unseren Aufenthalt verlängert haben, um noch mehr zu sehen und zu erleben.
    Inklusive des Nachtlebens natürlich, was hier so wunderbar befreit ist. Selbst in Bars wird getanzt und wir haben versucht, mit unseren steifen deutschen Hüften mitzuhalten 😂
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  • Day15

    Santa Marta

    January 12 in Colombia ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach den Bergen wollten wir Meer.
    Also ab nach Santa Marta, die Stadt, die wir von Minca aus sehen konnten. Santa Marta an sich ist ziemlich groß und erstreckt sich um einen Berg herum.
    Wir waren im auswärtigerem Teil, wo es etwas ruhiger ist und man am Strand ein bisschen mehr Platz hat.
    Im eigentlichen "Kern" tobt das Leben, es gibt viele kleine Straßen mit Restaurants, Bars und Cafés.
    Dank der günstigen Buspreise waren wir also sehr flexibel.
    Viele große Plätze und Statuen ehren hier einem Mann:
    Simón Bolívar, DER Nationalheld Südamerikas.
    Er hat die Länder von der Unterdrückung der Spanier befreit und wird bis heute als "El Libertador" verehrt.
    Hier in Santa Marta ist er 1830 gestorben und wir besuchten sein ehemaliges Wohnhaus, welches noch heute als Museum besteht.
    Ein wirklich beeindruckender Mann und man fragt sich, wie die Geschichte Südamerikas wohl ohne ihn verlaufen wäre.

    Unser eigentliches Ziel: Tauchen! Das erste Mal im Meer! 🤩
    Etwas außerhalb, in Taganga, haben wir uns eine Tauchschule unter österreichischer Leitung ausgesucht und waren begeistert.
    Top Equipment, nette Guides und gute Bedingungen.
    Auf zwei Tauchgängen haben wir viel gesehen, z. B. Seepferdchen, Schildkröten und Moränen.
    Hätten auch Bilder mit der GoPro machen können, aber das Waterproofcase hat den Tag leider im Hostelzimmer verbracht...
    Beim nächsten Mal 🙈
    Deswegen paar Bilder von der Website, ist ja quasi das Gleiche 😂

    Und nun wars das erstmal mit Karibik, wir schlagen uns ins Landesinnere vor :
    Mit dem Nachtbus gehts nach Medellin!
    Dort ist Schulbank drücken angesagt, denn die grauen Zellen müssen Spanisch lernen 🤓
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  • Day12

    Beautiful Minca

    January 9 in Colombia ⋅ ☀️ 24 °C

    Nachdem wir mit Wehmut Tayrona verlassen haben, sind wir in die Sierra Nevada aufgebrochen.
    Von Minca hieß es: 5km bis zum Hostel.
    Aber nicht so larifari mit normaler Straße und flach und so, sondern richtig schön Huckelpiste und ordentlicher Anstieg.
    Also:
    Laufen? Mmmmhhhh, nö....
    Alternative:
    Motorradtaxi. Mitm Backpack. Is klar.
    Schnell noch nen 6l Wasserkanister eingepackt (ausm Wasserhahn trinken ist nun mal nicht) und aufgesattelt.
    Christoph hatte also mehr als 20kg aufm Rücken.
    Damit schön 20 Minuten diese Kackstraße hoch. Nahtoderfahrung inklusive.
    Gute Nachricht:
    Alle Beteiligten haben überlebt, über den körperlichen Zustand reden wir mal besser nicht 🙈
    War uns trotzdem lieber, als hoch zu wandern.
    Am nächsten Tag :
    Diese grandiose Gegend erkunden.
    An den Bergen hat sich natürlich nix geändert, nur am Gepäck.
    War es anstrengend?
    Hell yes.
    Haben wir uns verlaufen?
    Natürlich.
    Mehrfach?
    Jep.
    Hat sichs gelohnt?
    Aber Hallo!!!

    Nach 15km sind wir dann wieder in Minca angekommen, haben uns gestärkt und mussten gar nicht lange überlegen, wie wir wieder nach oben kommen.
    Genau:
    Das verhasste und im übrigen auch ziemlich teure Motorradtaxi 😂
    Ohne schweren Rucksack allerdings Pillepalle.

    Den nächsten Tag haben wir auf der tollen Anlage verbracht und den Muskelkater gepflegt.
    Am Abreisetag sind wir dann aber gut bepackt nach Minca gelaufen 💪🏽
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