Nine la Loca

Joined October 2017Living in: Sachsenheim, Deutschland
  • Day113

    Hasta la vista, baby

    January 31 in Germany

    Tja Leute, tut mir leid. Das war's fürs erste mit der Bettlektüre. Jetzt müsst ihr wieder mit dem Original Vorlieb nehmen

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  • Day112

    ¡Perú, te amo!

    January 30 in Peru

    Hach, ich habe nicht ohne Grund 1/3 meines Herzens damals in diesem Land gelassen.

    Wie kann ein Völkchen nur so freundlich sein?

    Schon damals, als ich hier gearbeitet hatte: zu Zeiten, da sich die kulinarische Vielfalt des studentischen Speiseplanes auf Toastbrot und Nudeln beschränkte, hatte ich gelegentlich mein Zimmer untervermietet, um mich auch mal mit 🍎🌽🥐🥗 verwöhnen zu können.
    Zu der Zeit übernachteten auch Giselda & ihr deutscher Mann bei mir. Wohlgemerkt - gegen Bezahlung.

    Wir kamen darauf zu sprechen, dass ich bald für 4 Monate in einem peruanischen Krankenhaus ein Praktikum absolvieren werde & Giselda- gebürtige Peruanerin- meinte noch: "Meine Familie lebt noch in Lima. Du kannst gerne ein paar Tage mit denen verbringen."
    Ja klar, höfliche Floskel. Dachte ich.
    Wenige Tage vor dem Abflug dann die Nachfrage: "Stefanie, wann kommst du? Mein Bruder holt dich ab! "

    Und so erlebte ich 3 Tage voller Gastfreundschaft und Überraschungen von einer Familie, die ich quasi gar nicht kannte und die mich aufnahm, als wäre ich ihre eigene Tochter.

    Und heute? Die Mission: 3h Umsteige- Freizeit in Lima. Mein deutscher Pisco- Vorrat neigt sich schon bedrohlich dem Ende zu, also mussten 2 neue Flaschen her. Ein perfider Plan ausgeheckt, wie ich die (geringfügig aufgerundete...) Schnapsfreimenge optimal lösen könnte. 13 € in lokaler Währung zusammengeklaubt.

    Los ging's: ob hilfreiche Taxifahrer, die mir Richtungs- & Spartipps gaben, Busboys & Latinomuddis, die sich meiner auf der Suche nach dem besten Schnaps annahmen, Obst- & Schnapshändler, die mir Ihr Lieblingsrestaurant verrieten oder 3 Fischrestaurantbesitzer, die extra für mich schon 1h früher öffneten- Wofür ich in Bolivien nur ein müdes Achselzucken geerntet hätte, freuen sich die Peruaner hier, der gesprächigen Ausländerin behilflich sein zu können.

    Und weil ich offenbar so über alle Backen strahlte, dass es selbst den Jungs unten in der Küche noch in den Augen brannte, gab es auch noch einen Chicha Morada, dunklen Maissaft, aufs Haus.

    ... Hier fand ich ihn wieder: den Mopsfaktor

    ¡Perú, te amo!!!
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  • Day111

    Bolivien ist kein Land für jedermann.

    Die Höhe der meisten touristisch erschlossenen Gebiete ist nicht zu unterschätzen. Jeder Organismus reagiert anders, ich selbst hatte hier zweimal ganz schön mit der Höhe zu kämpfen und weiss nun für mich, dass ich zukünftig solche Länder meiden werde. Wer es verträgt, wird hier wunderschöne Gegenden erkunden. Ich empfehle aber jedem vorher mal ein paar Tage in den Alpen weit jenseits der 3500 Höhenmeter zu ¨schnuppern¨

    Die Salzwüste? Ein Traum und seit langer Zeit wieder mal ein Ort, der mich ob seiner natürlichen Schönheit einfach nur sprachlos gemacht hat.

    Die höchsten Berge, die kältesten Gefilde, die eigensinnigsten Menschen.

    Abgesehen von viel Höhe und Salz bietet Bolivien zudem auch viel Grün (und Drogen) im Osten des Landes sowie die Gelegenheit, die ¨gefährlichste Strasse der Welt¨ mit dem Mountainbike zu meistern.

    Weiterhin muss man sich hier auf einen kleinen Kulturschock im Verhältnis zum restlichen Lateinamerika einstellen.

    Als ich vor 4 Jahren in Peru lebte und immer mal Wochenendausflüge auf die bolivianische Seite des Titicacasees (wunderschön!) unternahm, hatte ich die Bolivianer als ein einfaches, aber liebenswertes Bergvolk kennengelernt.

    Ich weiss nicht, ob sich mittlerweile meine Wahrnehmung so sehr verändert hat, oder die Bolivianer in Anbetracht der zunehmenden Touristenströme.
    Auch dieses Land ist gebeutelt von seiner blutigen Geschichte. Auch heute noch gilt Bolivien als revolutionäres Land, was heisst, dass hier häufiger mal wochenlang die Arbeit niedergelegt wird und Strassenblockaden die Infrastruktur zum Erliegen bringen.
    Was dieses Land stark von meinen bisher bereisten ¨Latinos¨ unterscheidet, ist die Tatsache, dass auch innerhalb des Landes noch ein ausgeprägter Rassismus gegenüber den eigentlich 80% indigenen Einwohnern herrscht. Hier gönnt man sich nix. Das tägliche Leben ist von Armut und Repressalien geprägt. Und das lässt man auch an den Ausländern aus. Noch nie fühlte ich mich als ¨Gringo¨ in einem Land so wenig willkommen. Noch nie wurde mit solch einer Unverschämtheit versucht, mich als Ausländer über den Tisch zu ziehen.
    Und im Gegensatz zur sonstigen Manier wird hier auch nicht freudig gefeilscht, sondern wenn ich mit den einheimischen Preisen kontere, passiert es häufiger mal, dass der Taxifahrer ohne ein Wort aufs Gaspedal tritt.

    Nun ist mir ja klar, dass wir im Verhältnis zu den Einheimischen stinkereich sind und prinzipiell lasse ich denen auch gerne Geld. Aber die Leute nur aufgrund ihrer Hautfarbe rücksichtslos auszunehmen und ruppig zu behandeln ist auch eine Form von Rassismus.
    Und dieser Eindruck wurde mir leider auch von so einigen anderen Rucksackreisenden bestätigt, für die Bolivien mehr war, als nur ein Land zur Durchreise und zum Besuch der Salzwüsten.

    Freilich trifft man hier auch viele nette Leute, v.a. in den weniger touristischen Kleinstädten, aber der Grundeindruck bleibt.
    Gut, der Fairness halber muss ich dazu sagen, auch untereinander ist der Ton rau: ein überbuchter Bus, 12 h Nachtfahrt. Und wer musste die GANZE Zeit über vor dem undichten Klo auf dem Boden hocken? Die 50- jährige Muddi. Und nicht ihr Sohn, mein Alter, der derweil gemütlich neben mir schlummerte.

    Mir ist es nirgends, selbst im von Touristen überlaufenen Costa Rica, bisher so schwer gefallen, in Land und Leute einzutauchen.

    Und noch etwas, das hier völlig fehlt: das Latino- Gen. Als gross gewachsene Blondine sind die Männer hier immer an einem unaufdringlichen Schwätzchen interessiert. Und hier? Kein Blondchen- Bonus.

    Also, unter dem Strich ein sehr eigenes und sehr abwechslungsreiches Land, das in den kommenden 10 Jahren noch einen touristischen Boom erleben wird. Aber ein mit Bedacht zu wählendes Ziel.
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  • Day110

    The final countdown

    January 28 in Bolivia

    Die letzten Tage sind vorbei, noch einmal hieß es Natur tanken, unter Wasserfällen planschen und in Taxen, die schon vor 20 Jahren den TÜV nicht mehr bestanden hätten, die Gegend zu erkunden und nun geht es wirklich schon wieder heim.
    Oder soll ich besser sagen "endlich"?

    Zum 1. Mal in meinem Leben freue ich mich darauf, wieder nach Hause zu fliegen.

  • Day108

    Alles hat ein Ende

    January 26 in Bolivia

    Mit den Nachwehen der Höhenkrankheit und Montezumas bitterer Rache die sehenswerte Hauptstadt erkundet heißt es nun weiter zu ziehen - und dann?
    Funktioniert schon wieder diese vermaledeite Kreditkarte nicht!
    Dabei hat doch der Tesafilm auf dem sich ablösenden Magnetstreifen die letzten 3 Wochen so idioma funktioniert!

    Ich glaube, es ist wirklich langsam an der Zeit, beim zu kehren

  • Day106

    Die Mine des Teufels

    January 24 in Bolivia

    "Wenn ich laufe, dann lauft ihr auch. Wenn ich renne, dann rennt ihr gefälligst auch! Das hier ist kein touristischer Ausflug, sondern wir besuchen eine richtige Mine, in der noch gearbeitet, gesprengt und gestorben wird!"

    Eine klare Ansage.

    Auch wenn die Silberquellen, die schon vor 450 Jahren dem spanischen Königreich zu Wohlstand und Reichtum verhalfen, sich allmählich dem Ende zu neigen, riskieren hier immer noch über 1.000 Arbeiter ihr Leben, tw. Erst 10, 12 Jahre alt.

    Die, die nicht bei Unfällen sterben, erliegen den Spätfolgen der harten Minenarbeit, allem voran Vergiftungen und Lungenerkrankungen. Wirklich alt wird hier keiner. Über 8 Millionen Tote vermutet man hier über die vergangenen Jahrhunderte.

    Über den Minenarbeitermarkt, um Geschenke zu kaufen (Limo & Dynamit, alles was das Männerherz begehrt) ging es hoch auf 4200 m, wo Oskar, unser Führer, selbst 23 Jahre gearbeitet hatte, bevor ihn die Gesundheit verließ.

    Am Eingang hieß es erstmal warten: das Recht des Stärkeren. Da die vollbepackten Minenwagen keine Bremsen haben, hieß es Platz machen, sobald einer raus rollte. Notfalls wurden auch die leeren Wagen schnell beiseite gekippt.

    Dann hieß es langsam vorarbeiten, wie bei Schneewittchen rannten wir unserem Leutzwerg hinterher; gebückt, schwitzend, von der staubigen Luft schwer atmend, bis wir einen sicheren Seiten- Stollen erreicht hatten. Dort gab es zwar keine 100e kg schweren Grubenwagen mehr, dafür aber noch mehr Dreck, schmale Balken und enge Höhlen.

    Je tiefer wir uns vor arbeiteten, desto heißer wird es.
    Der Weg zur Hölle.
    Man sagt, hier unten käme Gott nicht hin. Deshalb ist auch der eigentliche Schutzpatron der Bergarbeiter: "El tío", "der Onkel", oder besser bekannt als der Belzebub (ihn Teufel zu nennen bringt Unglück)

    Und was will der schon mit Gesang, Weihrauch und Gold? Jeder Bergmann, der Glück haben und den Berg wieder heile verlassen will, muss ihm eine Zigarette, 96%igen Alkohol oder Coca- Blätter opfern. Natürlich darf ihm beim Verzehr dieser auch durchaus geholfen werden. Auch unser Führer nimmt erstmal einen guten Schluck, bevor er uns weiter in die finsteren Tiefen hinab führt. Sicher ist sicher.

    Der bergmännische Aberglaube besagt zudem, dass ein Griff an sein unverkennbar mächtigstes Stück dem eigenen zu ungeahntem Wachstum verhelfen würde.
    In der Hoffnung, bei Frauen vergleichbare Wunder zu vollbringen, probierte ich mein Glück.
    Doch offenbar hat mir der "Onkel" den beherzten Griff an sein Prachtstück recht übel genommen. Seit 2 Tagen quäle ich mich schon wieder mit den Folgen der Höhenkrankheit rum. Und das bei popeligen 4200 m. Manche Menschen sind wirklich einfach nicht für dieses Land gemacht.

    Nach einer schlaflosen Nacht ging es schleunigst in humanere Gefilde.
    Möglichst weit weg vom "Onkel "
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  • Day105

    You're my heart, you're my soul

    January 23 in Bolivia

    13:00 Uhr. 14 Weine und einen 44%- igen Schnaps später.
    Besser kann der Tag ja gar nicht beginnen.
    Mit 2100- 2400 Höhenmetern rühmt sich Bolivien damit, das höchste Weinbaugebiet der Welt zu sein.
    Die extreme Sonneneinstrahlung bei Tag und die ausgeprägte Kälte bei Nacht lassen hier den Wein besonders langsam und zuckerreich reifen. Genau das Richtige für meine lateinamerikanischen Naschkatzen.

    Dazu der hiesige Traubenschnaps, Singani, der zusammen mit Ginger Ale und Limette einen prima Drink abgibt, Chuflay genannt.

    Gut bedüdelt und zu den Klängen von Modern Talking aus dem Busradio konnte der Tag entspannt ausklingen.
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  • Day104

    Hacke

    January 22 in Bolivia

    14:00 Uhr.
    Ich hab ein Luder.
    Ein Hoch auf das höchste Weinanbaugebiet der Welt.
    Heute heißt es entspannen: zum Frühstück einen Tisch voller Obst, nachmittags gegrillte Kräbbchen, die man gleich im Ganzen verspeist, Crepes und ein Maismehl- Zucker- Fladen (übrigens, Sparfüchse aufgepasst, alles zusammen für nur, 4,89€, inkl. ), begleitet von einem lokalen Rotwein, der auch erprobten Weingenießern schnell zu Kopf steigt.
    4 Monate Spanisch- Amerika und man versteht nicht mal mehr meine Bitte nach der Rechnung... Ich muss wirklich einen sitzen haben.
    Ich wusste es, das 2. Glas war keine gute Idee.

    Und morgen dann noch die Weintour mit 14 Verkostungen- wenn man schonmal hier ist, muss man schließlich alles mitnehmen!
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  • Day103

    Im Tal der Schniedel

    January 21 in Bolivia

    Der Grand Cañon Boliviens

  • Day101

    "Der Weg ist ganz einfach. Einfach die Hauptstraße entlang, dann über die Eisenbahnbrücke und abbiegen. Mit dem Fahrrad ist man schnell da. Oder wenn du es etwas abenteuerlicher willst, kannst du auch immer an den Gleisen entlang fahren. Da gibt es auch einen super Weg! Total einfach mit dem Fahrrad."

    Warum bin ich nicht misstrauisch geworden? Ein korpulenter lateinamerikanischer Rezeptionist Mitte 50. Der sah
    doch schon gar nicht so aus, als ob er den Weg jemals mit einem Fahrrad beschritten hätte.

    Aber da ich erstmal genug davon hatte, mir den Hintern auf organisierten Touren platt zu sitzen, klang das doch zu verlockend.

    Die erste Herausforderung: in dieser Kleinstadt überhaupt erstmal ein Fahrrad zu finden. Jeder wies in eine andere Richtung.
    Schließlich hatte ich mein Zwergenfahrrad gefunden. Diesmal sogar mit Sturzhelm und Flick-Kit. Ein Omen.

    Die "super Straße" stellte sich freilich bald als schlammige Geröllpiste heraus. Bald blieben als Weg auch nur noch je 1m links und rechts von den Gleisen. Oder eben dazwischen.
    Zum Glück hatte ich vorher gelesen, dass der Zug nur frühmorgens fährt.
    Angesichts der abenteuerlich unterfütterten Bachüberquerungen war ich froh, dass mein Radl und ich auf keine 90 kg kamen. Memo an mich selbst: in diesem Land nie in den Zug steigen.

    Dann kam er: der Eisenbahntunnel. Zwar nur 20m lang, aber schmal genug, um mich nochmal zu fragen, ob der Zug wirklich nur morgens fährt. Ich vertraute dem lonely planet. Die Alternative, einen schlammige Fluss ungeahnter Tiefe mit dem Radl zu durchqueren, um stattdessen auf der Landstraße zwischen rasenden Bussen und LKWs weiter zu fahren, war auch nicht viel verlockender.

    Geschafft, Radl und ich heile drüben, kein Zug weit und breit und der Tunnel hatte sich zum Glück auch als breiter herausgestellt, als befürchtet.

    Dahinter dann: ne Brücke! Super, die Alternative für den Rückweg war gesichert!
    Bei genauerem Hingucken stellten sich Schlamm und Eisenbahntunnel jedoch als die attraktivere Alternative heraus.
    Ich hatte selbst im tiefsten Urwald Brücken in besserem Zustand überquert.

    50 m weiter: ein überdachter Rastplatz! Herrlich! Es geht doch nix über ein Päuschen.
    ... Noch ehe ich das Radl geparkt hatte, stürmten mir schon 2 scharfe Hunde entgegen. Doch lieber weiter.

    Die nächsten Hunde 😣

    Endlich kam ich zur Eisenbahnbrücke, von der aus es auch einen richtigen Radweg geben sollte. Wirklich über diese Brücke wollte ich aber nicht mit den Radl.

    Laut Aussage der Einheimischen, die hier am Ufer gerade ihr Grillerchen vorbereiteten, könnte ich auch am Ufer auf dieser Seite weiter rollern. Scherzkekse.
    2km weiter stand ich vor einer Felswand.
    Das Radl abgestellt und erstmal zu Fuß erkunden, ob es sich wirklich, lohnt den Drahtesel da hoch zu schleppen.

    500 m und so manchen schmalen Felsgrat weiter dann ein einheimischer Bauer, der ob meiner Frage nach einem Radweg nur ungläubig den Kopf schüttelte. Weder auf dieser, noch auf der anderen Seite des Ufers.

    Die wollen mich doch alle veräppeln.

    Zurück zum Fahrrad.
    Zurück durch den Uferschlamm.
    Wieder an der Eisenbahnbrücke.
    Eine andere Einheimische meint, da drüben gäbe es vllt. Doch einen Weg.
    Ok. Tief durchatmen, Radl schultern und die 100 m rüber gewankt (oder waren es 1000?!)
    Das Knarren und Quietschen überhöhte ich einfach, auch die tw. schief und krumm unter den Gleisen verbauten Holzplanken ignorierte ich.
    Zum Glück wäre der Sturz nicht tief und das Wasser offenbar wenigstens brusttief. Solange nur nicht die gesamte Brücke unter mir zusammen bricht. Aber warum sollte sie das ausgerechnet heute nach 100 (?) Jahren unter meinem Fliegengewicht?

    Endlich drüben, wieder auf den Sattel, 20 m weiter, dann die Erkenntnis: die komplette Karte die man mir im Hotel gegeben hatte, war für die Katz. Die hatten Straße und Gleise völlig falsch verzeichnet. Und da kreuzte auch kein Radweg.
    Noch 1km weiter, dann die unausweichliche Erkenntnis: wenn ich den Gleisen weiter folge komme ich zwar irgendwann nach Argentinien, aber nie auf eine gescheite Straße.

    Ich musste wieder zurück über die Brücke. Vorbei an den Touristen-fressenden Kötern. Durch den Eisenbahntunnel.

    Noch schnell mit den Resten des geschmacklosen Mais-Marmorkuchens etwas Mut anfuttern und ab zurück.
    Wieder trocken geblieben. Wieder nicht von den Hunden aufgefressen.

    Munter rolle ich weiter über Stock und Stein.
    Irgendwann rollt es sich nicht mehr so schön.
    Na klasse. 'nen Platten. Was sonst.

    Ein Wink des Schicksals, dass mir die gute Frau gleich den halbvollständigen Flickkit mitgegeben hat oder hatte ich damit mein Glück quasi herausgefordert? (siehe Regenschirmregel).
    Immerhin, das Loch war groß genug, dass man es auch ohne Hilfsmittel finden konnte. Und wieder einmal war ich dankbar dafür, aus einer pragmatischen Handwerker- & Bastlerfamilie zu kommen, so dass ich auch ohne entsprechendes Equipment den Reifen wieder auf die Felge spannen konnte.

    Und Tatsache - es hielt!

    Stinkend, Schlamm verdreckt, müde und mit wundem Hintern kam ich wieder nach Tupiza. Aber immerhin, der Tag war nicht langweilig!

    Übrigens erfüllte auch der Sturzhelm an diesem Tag noch seinen Zweck: war es nun der Hunger oder die Müdigkeit, jedenfalls vergaß ich kurz, dass mir de Latinos alle nur bis zur Nasenspitze reichen und knallte lautscheppernd mit der Rübe gegen ein Garagentor. Guter Helm ⛑
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