• Durch den Durmitor

    11–12 mag 2025, Montenegro ⋅ ☁️ 10 °C

    Der heutige Tag war wieder einmal ein anstrengender, aufregender, abwechslungsreicher, sonniger und regnerischer Fahrtag.
    Übernachtet hatten wir in absoluter Einsamkeit in den Hügeln hinter Zabljak. Diese unschöne Ortschaft liegt im Zentrum des Durmitor Nationalparks auf rund 1450 m Höhe. Im Sommer dient es als Ausgangspunkt für Bergsport, im Winter für Skisport.
    Nach einem Einkauf im Supermarkt gings wieder auf die Piste. In unserer Reiselektüre befinden sich kaum normale Reiseführer sondern hauptsächlich Bücher mit diversen Offroadrouten unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade. Dank unserer Wohnmobilgröße können wir (Gott sei Dank) nur Schwierigkeit bis 3 von 5 fahren. Ordentlich durchgeschüttelt wurden wir so auch heute wieder. Allerdings werden wir mit faszinierenden Landschaften belohnt. Zeitweise erinnert die Gegend an Eierkartons, lauter Hügel und Mulden. Eventuell geformt durch eingestürzte Dolinen vor langer, langer Zeit. (?)
    Durch Wegweiser erfuhren wir, dass wir uns u.a. auf der "Katun-Road" befanden. Katuns sind temporäre Bauernsiedlungen in den Bergen, in großer Höhe, wohin die Bauern im Sommer mit ihrem Vieh auf die Weide ziehen. 
    Ohne genau zu wissen wo wir landen, verließen wir den Track vorzeitig, da es teils sehr ruppig zuging. Ausgewaschen, grobsteinig, matschig, steil ....
    Schließlich hatten wir wieder Asphalt unter unseren Rädern und die Straße führte uns durch wunderschönen Laubwald zurück in die Zivilisation. In Kolasin, bis auf die kleine Fußgängerzone, auch sehr unschön, hatten wir endlich wieder Internetempfang. In den letzten Tagen eher eine Seltenheit.
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