• Pyrenäen Überquerung

    September 16, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute bin ich schon ziemlich früh aufgebrochen aus La Seu d´ Urgell, weil ich eine Datenkarte kaufen wollte. In Maps die Suche nach einem „Phonehouse“ eingegebenen und los ging’s, natürlich mautfrei, Frau spart ja wo sie nur kann. Das Sparen auch ein Fehler sein kann, merkte ich so ungefähr nach 1 Stunde.
    Ich war hellauf begeistert von den Pyrenäen. Die vielen Berge und Täler, einfach nur schön😍. Noch schöner als gestern auf dem Weg nach Andorra. Meine Begeisterung wurde etwas gebremst als uns ein Auto entgegen kam. Schon etwas eng die Straße, dachte ich mir🤔 Nun gut, ist ja eine „Abenteuerreise“, da gehört eben ein bisschen Nervenkitzel dazu.
    Und so ging es Serpentine für Serpentine immer höher hinauf, und die Straße wurde immer schmaler. Den Weg nach oben hatte ich mir so eigentlich nicht vorgestellt. Aber jetzt fuhr ich schon fast eine Stunde, aufs äußerste konzentriert, diesen vermalledeiten Weg, dass eine Umkehr keine Option für mich war. Joschi, da müssen wir jetzt hoch, egal wie, versuchte ich, mehr mir selbst als dem Hund, Mut zuzusprechen.
    Das dies erst der Anfang meiner „Abenteuerreise“ war, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen.
    In den Einbuchtungen, die regelmäßig am Rand angelegt waren, habe ich immer mal wieder gehalten und tolle Bilder gemacht. Ich Naivling dachte im Ernst, dass sie zum Fotografieren gedacht waren. Erst später wurde mir klar, dass man bei Gegenverkehr dort warten musste bis der entgegenkommende Bergabfahrer vorbei war. „Again what learned“ würde unser Loddar ⚽️ jetzt sagen.
    Dann war ich endlich am Scheitelpunkt angekommen und wurde mit einem grandiosen Blick über die Pyrenäen belohnt. Es ist wirklich mehr als beeindruckend wenn man da oben steht und „auf die Welt da unten“ schaut. Ich packte meinen Klappstuhl aus, goß mir ne Tasse Tee ein, rauchte genüßlich ein Zigarettchen (die günstigen aus Andorra) und fühlte mich wie Gandalf in Mittelerde.
    Nach der Pause wurde es Zeit, den Weg nach unten anzutreten.
    Mein Navi lotste mich an einer Kreuzung auf einen Weg der aussah wie bei uns die Forstwege. Aber es war eine Art Straße, halt auf spanische Art. Eigentlich hätte ich für diese Fahrt einen Offroader gebraucht, so schlecht war die Straße. Wieder endlose Serpentinen mit Haarnadelkurven nach unten. Dann tauchten tatsächlich 5 Adler auf. Sie flogen fast auf gleicher Linie mit mir. Richtig majestätisch segelten sie um die Pyrenäen. Bevor ich halten und mein Handy Zucken konnte waren sie auch schon wieder verschwunden.
    Dafür kam der Nebel. Eine dicke weiße Wand, ich habe kaum 5m weit schauen können. Wenn ihr in Zukunft nichts mehr von mir hört, sucht in den Pyrenäen nach mir‼️‼️‼️
    Bin aber wieder gut unten angekommen ✌🏼
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