Ho Chi Minh am Abend
6. november 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 27 °C
Nachdem wir in unserem netten Appartement eingecheckt haben, erkundeten wir die Ho Chi Minh Stadt. Sie ist fußläufig gut zu erreichen. Beeindruckend war der Verkehr mit den unzähligen Mopeds, die reinste Invasion. Abermillionen Mopeds hupen und knattern durch das Chaos und bahnen sich wie kleine Schlachtschiffe durch durch das Verkehrgestümmel.
Die südvietnamesische Metropole - früher Saigon genannt- liegt am gleichnamigen Fluß Sai Gong und deren Reiz liegt in der Mischung verschiedener drei Viertel: französischer Stadtkern (das eigentliche Saigon), Cholon ( die alte Chinesensiedlung) und Chia Dinh (vietnamesische Siedlung).
Seit 1974 wurde Saigon in Ho Chi Minh umbenannt, aber es wird immer noch von den Bewohnern liebevoll ihr Saigon genannt. Geprägt von Wolkenkratzern, die berühmte Einkaufspromenade wie Dong Khoi mit luxuriösen Geschäften ( vergleichbar mit der Kö in Düsseldorf) erweckt sie den Eindruck einer modernen und wohlhabenden Stadt. Den Saigonern wird ein recht lockerer Lebensstil nachgesagt.
Erstes Ziel unserer Entdeckungstour war das koloniale französische Saigon. In der derzeit restaurierten Kathedrale Notre Dame durften wir einen interessanten vietnamesischen Gottesdienst miterleben. Auf dem Platz der Pariser Kommune steht eine Statue der Jungfrau Maria.
Ein weiteres Bauwerk aus der Kolonialzeit befindet sich gegenüber der Kathedrale. Das Hauptpostamt ( 1886 -1896) beeindruckt mit einer kuppelförmigen Deckenkonstruktion mit gusseisernen Trägern , wo auch der berühmte Architekt Gustav Eiffel mitgewirkt hat. viel Glas und alten Landkarten. Ein überdimensionales Porträt von Ho Chi Minh findet sich am Ende der Halle über das postalisch- nostalgische Geschehen. Es gibt hier eine Wechselstube und wunderschöne historische Telefonzellen mit Weltzeituhren. An der Fassade finden sich Erinnerungstafeln wie " Volta", "Ampere" oder Franklin.
Das Hôtel de Ville ( Rathaus ) ist eine der Hauptattraktion in Saigon. Das gelb- weiße Musterbeispiel kolonialfranzösischer Architektur mit dem roten Ziegeldach am nördlichen Ende des Nguyen Hue Boulevards wurde in den Jahren 1901 bis 1908 erbaut .Heute hat das Volkskomitee seinen Sitz da drin. Davor kann man die überdimensionale Ho Chi Minh Statue betrachten.
Bei der Bitte eines Fotos kamen wir mit einem amerikanischen Pärchen aus Kalifornien ins Gespräch. Dabei stellte sich heraus, dass die Frau im Alter von 1,5 Jahren als Kleinkind im letzten Hubschrauber am 30.4.1975 auf dem Dach eines CIA- Gebäudes evakuiert wurde nachdem der Vietnamkrieg beendet wurde. Sehr schade, dass wir kein Foto mit ihr gemacht haben.Læs mere
























