• Camino Tag 1

    April 5 in Portugal ⋅ ☀️ 19 °C

    Euphorisch, dass es jetzt endlich losgeht stapfe ich frühmorgens die gut 200 Meter von meinem Appartement zur Kathedrale, wo ich mir meinen ersten Stempel hole... der Portugiese, der allen ankommenden Pilgern den Pilgerpass stempelt gibt auch gleich hilfreiche Tipps für den Weg und so starte ich gleich los - um nach wenigen Schritten sofort wieder zurück zu laufen: ohne Foto vor dem Start geht's einfach nicht (wer weiß, ob ich in Santiago dann noch fotografierbar bin🤣)
    In der Stadt verlaufe ich mich dann gleich einmal und kann dank Google Maps aber wieder die Route finden - Halleluja!
    Der Weg führt mich durch Gassen, die immer ländlicher werden, obwohl ich einige Industriezonen durchlaufen muss, aber ich bin nach den ersten zwei Stunden schon so in meinen Gedanken drinnen, dass es zweitrangig ist, wie der Weg ausschaut - ich gehe ihn! Wir können uns unsere Wege eben auch sonst nicht immer aussuchen, da spiegelt sich erstmals heute mein Leben wieder...
    Bis mittags komme ich überraschend gut voran und beschließe somit, bis nach Vairao (26 km)zu gehen, wo ich mich in einem alten Kloster, das mittlerweile eine Pilgerherberge ist, einquartieren möchte!
    Da ich meine Verkühlung immer noch mitschleppe, quälen mich die letzten 6 Kilometer immens und ich bin heilfroh, gegen halb vier endlich die Tagesetappe beendet zu haben...
    Da am Ostersonntag kaum Lokale geöffnet haben, koche ich mir in der Herberge Spaghetti mit Knoblauch und (Oliven-??)Öl. Der Hunger wird gestillt, und als Draufgabe lädt mich ein Taiwanese auf Rotwein ein, den er mitgebracht hat - wunderbar!!!!! Mit netten Gesprächen endet mein erster Tag, nicht ohne meine ganz persönlichen Gedanken in meinem persönlichen Pilgertagebuch handschriftlich festzuhalten.
    Bis morgen Camino
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