• Camino Tag 9

    April 13 in Spain ⋅ 🌧 13 °C

    Der Tag startet mit Regen - er endet auch so....
    Galicien zeigt heute seine ganze rauhe Schönheit in Form von mystischen, regengrauen Landschaften, die durch so manche Nebelschwade noch geheimnisvoller und erdiger wirken! Wieder glaube ich Parallelen zu meinem Leben zu erkennen und bin erstaunt, wie gut ich trotz des Wetters und wieder mal 23 km samt knapp 600 hm vorankomme!
    Am Nachmittag erreiche ich dann mein Etappenziel Pontevedra! Die Stadt, vor einem knappen Jahr kennen und lieben gelernt lässt mich viele vergangene Momente wieder durchleben... das Ablegen, das ich von meinem Weg schon gewohnt bin, hat hier doch noch eine andere Dimension für mich. Die alte Brücke der Stadt wird zum Symbol, sie verbindet zwei Ufer, zwei Perspektiven, zwei Welten.
    Auf einer Brücke steht man oft für einen Moment still. Man schaut zurück auf den Weg, den man gekommen ist, und gleichzeitig nach vorne auf das, was noch vor einem liegt. Unter einem fließt das Wasser weiter, unaufhaltsam – wie das Leben selbst, das sich nicht festhalten lässt, sondern immer in Bewegung bleibt. (Diese wunderbare Beschreibung der Brücke ist nicht von mir, sie ist geliehen - DANKE dafür!)
    So beende ich den Tag mit einem Oktopus auf galizische Art und den unvergleichlich guten Piemontos de Padron. Mein Geschenk heute sind zwei Niederländerinnen, die mich im Restaurant ansprechen und mir einen Abend mit besonderen Gesprächen über besondere Lebenserfahrungen bescheren...
    Das ist der Camino!!
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