• Wie wir heute leben

    7 giugno 2025, Germania ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute in der Ausstellung CIVILIZATION WIE WIR HEUTE LEBEN in der Hypo-Kunsthalle gewesen, fast als wäre sie eine Begleitung zu den Themen, die das Fünf Seen Filmfestival dieses Jahr begleiten sollen. Wien liegt schon wieder eine Woche zurück, Fotographien von James Dran, Nixon oder Muhammad Ali. Heute fast eine Fortführung, ein Sprung über die Jahrtausendwende. Die Bilder sind bearbeitet, kunstvoll, beschäftigen sich mit dieser Welt, mit dem überbordenden "Bienenkorb" der Städte, mit dem engen Zusammenleben. Faszinierend die Aufnahmen von der Steinagglomeration Mexikos, ohne Himmel und ohne Horizont, oder die vier Panoramabilder eines Stadtviertels an einem Abhang nahe Mumbai. Kurz hintereinander aufgenommen zeigen sie die Bewegungen der Menschen zwischen den Häusern, unter den Dächern, auf den Treppen. In New York, Ecke 5th Avenue, wartet eine Gruppe Menschen scheinbar zufällig auf das Straßenüberqueren. Ich glaube, dass das Foto gestellt oder montiert ist. Die Bewegungen der einzelnen wirken zufällig, ob mit dunklem oder weißem Gesicht, ob wartend, schauend, herausfordernd blicken, aber so viel Zufall kann meiner Meinung nach nicht sein. Die Bilder zeigen unseren Weg ins Künstliche. Die Welt ist zerstört. Es ist keine Frage mehr. Diese gab es noch in meiner Generation, die kommende kennt nicht mehr die Natur, nur noch die Künstlichkeit, die Malls, die Badeanstalten, die Eisberge zum Fotographieren. Dorthin bewegt sie sich und wird dort weiter existieren. Der Mensch ist ein Chamäleon. Er wird sich anpassen, mit wachsenden Spannungen. Ausgang ungewiss.Leggi altro