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  • Day15

    Wir lassen es ruhig angehen...

    October 25, 2016 in Nepal ⋅ ☀️ 25 °C

    Das Wohlbefinden ist noch nicht besser. Auch ich mag kein Dal Bhat zum Fruehstueck, gehe aber mal rueber gucken, dann zum Supermarkt, wo ich Zwieback und Honig finde. Am spaeten Nachmittag machen wir mal einen Spaziergang ueber die Reisfelder und entlang der Haeuser. Wir haben ueberall die Blicke auf uns gerichtet. Sagt man Namaste, kommt meistens ein freundliches Namaste zurueck, hier und da ein Laecheln. Nepali’s sind sehr zurueckhaltend.
    Am Abend gehen wir zusammen rueber, spielen ein wenig, und wagen uns an etwas Essen. Raju (15 Jahre alt) erzaehlt gerne mal mit uns. Es ist nicht immer einfach, aber man merkt, er moechte gerne sein Englisch verbessern. Heute erzaehlt er uns seine Geschichte. Er kommt aus einer laendlichen Umgebung, wo es keine Strassen gibt und man bis zum naechsten Krankenhaus einen Tag laufen muss. Man ist dort Selbstversorger durch Landwirtschaft. Seine Mutter starb als er 1 Jahr alt war, sein Vater als er 11 war. Er hatte nur eine kleine Verletzung, die aber nicht versorgt wurde und so starb er vermutlich an einer Infektion. Sein Onkel brachte ihn dann nach Kathmandu und vertraute ihn Uma an. Er ist gluecklich hier und plant nicht in seine Heimat zurueckzukehren. Er moechte spaeter gerne zur Armee, danach Geld mit einem guten Job verdienen und dem Waisenhaus helfen.

    Unter den grossen Strohbueschen auf Foto Nr. 1 verbergen sich Menschen! Foto Nr. 2 zeigt unser Wohnhaus.
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