• Altai-Tawan-Bogd Nationalpark

    Jul 30–Aug 1, 2024 in Mongolia ⋅ 🌩️ 20 °C

    Schweren Herzens lassen wir Olaf in Ölgii zurück und ziehen für drei Tage zu einer nomadischen Eagle-Hunter Familie im Altai-Tawan-Bogd Nationalpark. Wir werden aufgenommen, als wären wir die neu adoptierten Kinder Nummer 7 und 8. Wir bekommen sogar kasachische Namen. Aus Hannah wird Arman und aus Christos Khial. Als wir ankommen und aus dem Auto steigen, kommt Musa (der jüngste Sohn und mein Lieblingskind 🤫) angelaufen und umarmt mich bevor wir auch nur ein Wort gesagt haben. Wir essen mit der Familie von dem riesigen gemeinsamen Teller, trinken viel Yak-Milch Tee und spielen mit den ca. 15 Kindern der umliegenden drei/vier Yurten. Hannah bastelt mit allen (sogar unserer Host-Mama) Freundschaftsarmbänder und macht sich damit zur absolut coolsten Person aller Zeiten.
    Auch an Aktivitäten mangelt es uns nicht. Wir gehen Angeln, besuchen ein paar kleine Petroglyphen und das ca. 2300 Jahre alte Grab eines Menschen, reiten in die Nähe der chinesischen Grenze, füttern die zwei Adler und schauen dabei zu, wie eine Ziege getötet und verarbeitet wird.
    Am nächsten Tag kommen dann alle aus den umliegenden Yurten bei uns vorbei (die sind irgendwie alle miteinander verwandt) und Kopf und Innereien der Ziege werden gekocht und gemeinsam gegessen. Schon ein sehr gewöhnungsbedürftiger Anblick für uns.

    Es ist hier einfach eine ganz eigene Welt. Kein fließend Wasser, keine Toilette, keine Dusche, nur eine Batterie für eine kleine Lampe und das einzige Telefon weit und breit, kein Internet, kein Fernseher, im Umkreis von 100 km kein richtiges Dorf und der Ofen wird mit getrockneter Yak-💩 betrieben. Trotzdem haben wir die Herzlichkeit der Familie und die wunderschöne und verlassene Natur sehr genossen. Genau für solche Tage reisen wir.
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