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  • Day13

    Kitzbühel: Streif-Zug II

    September 24, 2020 in Austria ⋅ ☁️ 14 °C

    Wenn die Skirennläufer mit rund 100 km/h die Hausbergkante passieren, haben sie von den 3,3 Kilometern Streckenlänge schon das meiste geschafft. Knapp 700 Meter liegen noch vor ihnen, aber was für welche! Nochmals senkt sich das Tal dramatisch vor ihnen ab und erreicht ein Gefälle von 69 Prozent. Sie überwinden in jeder Sekunde 33 Meter, und in jeder dieser Sekunden schlägt ihr Herz drei mal. Dennoch nehmen sie noch einmal Geschwindigkeit auf, bis sie im Zielschuss 140 km/h erreichen.
    Unser Herz schaffte nicht ganz die 180 Schläge pro Minute, als wir an der Hausbergkante ankamen, dennoch pochte es gewaltig. Denn im Gegensatz zu den Skirennläufern hatten wir uns von ganz unten soeben die gewaltige Steigung hinauf gequält.
    Fast magisch hatte uns die Streif bei unserer Wanderung ein zweites Mal in dieser Woche angezogen. Einen Abzweig in Richtung Kitzbüheler Horn hatten wir verpasst. Von da an führten alle Wege auf die Gegenseite der Bergkette und damit auf die alpine Rennstrecke. Von unten nach oben, lautete die Devise, doch an der Hausbergkante mussten wir unseren Aufstieg beenden. Fix und alle!
    Da war der Sprung in den Schwarzsee, den Gerd postwendend nach Ankunft im Hotel unternahm, höchst willkommen. Bei 21 Grad Wassertemperatur in einem See Ende September mitten in den Alpen - was will man mehr?
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