• Das königliche Schloss in Stockholm

    30. juli 2024, Sverige ⋅ ☀️ 20 °C

    Erste Station in Stockholm ist, wie sollte es anders sein, das Königliche Schloss. Heute hat es sich verhüllt, die Sandsteinverzierungen sind angegriffen und müssen restauriert sein. Unser erfahrener Guide versorgt uns mit einer Unmenge von Fakten, Daten und Anekdoten - unmöglich, sich alles zu merken.

    Natürlich wollen mehrere Gruppen pünktlich um zehn ins Schloss, daher machen wir noch eine kleine Runde in die nähere Altstadt, sehen die Deutsche Kirche und erfahren, dass die Deutschen viele Spuren in Stockholm hinterlassen haben, seit vielen hundert Jahren. "Tysk" ist ein Wort, das uns in vielen Straßen- und Platznamen und Orten wiederbegegnet.

    Nach kurzer Zeit geht's dann tatsächlich rein ins Schloss; der König ist nicht zu Haus, und so können wir einen kompletten Rundgang machen durch viele Räume, die auch heute noch protokollarischen Zwecken dienen. Prächtiger Schmuck, riesige Gobelins zieren die hohen Räume. Beeindruckend, aber auch bedrückend. Wir erfahren, dass bis zur napoleonischen Zeit die Schweden sich ihre Könige gewählt haben, und dass man sich aus Kassen- und politischen Gründen dann einen Bernadotte aus Frankreich geholt hat; er hat das dann ganz gut gemacht, aber auch die Erbmonarchie eingeführt - im Gegenzug haben die Schweden seine Macht nach und nach auf repräsentative Zwecke zurückgestutzt und schließlich noch rückwirkend die Töchter in die Erbfolge mit aufgenommen, sodass nun Victoria - aller Wahrscheinlichkeit nach - ihren Papa als Königin beerben wird.
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