• Ein Reisetag mit Abenteuern

    5. december 2024, Indien ⋅ 🌙 16 °C

    Von Rishikesh nach Delhi

    Zuerst: Auschecken und leckeres Ayurvedisches Porridge zum Frühstück in Ira's Kitchen

    Dann Reisebeginn mit Fußmarsch:

    1. Stop: zurück zum Book store, weil er die Absenderadresse nicht gut genug lesen kann.

    2. Etappe: runter zur Kreuzung mit der Hauptstraße und zum Scooter Service, Moped-Taxi zum Busbahnhof im Zentrum von Rishikesh.

    3. Regionalbus nach Haridwar, Hauptbahnhof: kurzweilige Fahrt von ca 50 min, Ankunft gleich gegenüber des Bahnhofs. Und stark befahrene Straßen zu überqueren, hab ich schon gelernt.👍🏻

    4. Zugfahrt nach Delhi, Nizamuddin
    Sehr angenehm! Nette Sitznachbarn, die letzten erzählen mir von der Hochzeit, auf der sie gerade waren: 4 Tage lang voller Zeremonien. Die kleineren im Kreis von ca 400 Leuten, die großen um die 1.000!! Guckst du!! Und soo schöne Kleider!! Ich hab gebeten, Fotos sehen zu dürfen. 😉
    Während der Zugfahrt hatte ich etwas zu spät eine sehr schlaue Idee. Warum nicht ein Hotel am Flughafen nehmen, wenn es eh gleich morgen früh weiter geht, statt mindestens 1 h in die Stadt hinein zufahren und um 5:00 früh wieder zurück?!? (Ursprünglich hätten wir 1 Tag Aufenthalt in Delhi gehabt, aber den haben wir gestrichen.)
    Ich befrage also booking.com nach Airporthotels und bekomme einige sehr gute Angebote, wovon ich das mit der höchsten Bewertung auswähle. Das gibt uns fast 1,5 h mehr Schlaf! Und kostet weniger, als das Taxi durch die ganze Stadt hin und zurück. Ich freu mich!

    5. Vom Bahnhof zum Hotel am Flughafen:
    Es gibt eine gute Öffi Verbindung mit der Metro. Metro-fahren hab ich an meinem 1. Dehli Tag mit Mahindra gelernt, also los geht's! Ich frage mich am Bahnhof tapfer durch Richtung Metro und lehne die zahlreichen "Taxi, Taxi, Ma'am, need Taxi?" Angebote fast alle höflich lächelnd ab. Draußen mach ich mich groß, reihe mich in den Strom der Menschen ein und navigiere "Google Maps sei Dank" gut die paar 100m zur Metro. Bin trotzdem froh, von der so dichten und lauten nächtlichen Straße, hinunter in die sauberen, hellen und sicheren Hallen der Metro abzutauchen! Da wird sogar jedes Mal das gesamte Gepäck gescannt, wie am Flughafen!

    6. Umsteigen in den Bus: ich finde die Station, und sehe viele Busse vorbeifahren, die Passanten winken die ausgewählten zum Einsteigen herbei. Nur meine Nummer taucht irgendwie nicht auf. Als ich eine ebenfalls wartende Dame anspreche, lädt sie mich ein, mit ihr zu kommen, weil sie auch zur Aerocity muss. Sie spricht wenig Englisch, ist aber super hilfsbereit. So ein Glück!

    7. Letzte Etappe: da wir einen anderen Bus genommen haben, sind es laut Google Maps nun 17min zu gehen, anstatt von 3min. Es tut ihr sehr leid, sie deutet mir mitzukommen und plötzlich stehen wir vor einem Mann mit Motorrad, mit dem sie ausführlich Wegbeschreibungen austauscht und ihm dann auf meinem Handy das Hotel zeigt. Sie deutet mir aufzusteigen und erklärt, ihr Mann führe mich jetzt hin, da dies sicherer sei als zu gehen! "Aber ich könne doch ein Tucktuck nehmen!", wird energisch abgewunken.
    Und wie sehr ich für diesen freundlichen Mann dankbar bin, stellt sich in den nächsten 45 min heraus, in denen wir auf der Suche nach diesem Hotel gefühlt alle Straßen und Gassen dieses Viertels abfahren, mit zahlreichen Menschen sprechen und dennoch erfolglos bleiben. Die angegebene Nummer stimmt auch nicht und an der Adresse befindet sich einfach ein anderes Hotel. Tja, Sachen gibt's....😳 Gut, dass es nur vor Ort zu bezahlen war. Werde trotzdem versuchen, dem nachzugehen!!

    8. Es ist mittlerweile nach 21:00, ich bin ziemlich erledigt und will nur mehr in ein sauberes Zimmer und unter eine heiße Dusche. So bitte ich meinen tapferen Fahrer, mich beim nächstbesten ordentlich aussehenden Hotel abzusetzen. Er kommt sogar noch mit hinein, um zu sehen, ob alles passt und seine Frau erkundigt sich am Telefon, ob ich "safe" sei und wünscht mir alles Gute. Natürlich lehnt er meinen Versuch, ihm Spritgeld zu geben, ab und mir bleibt nur, mich von Herzen für diesen gelebten Akt von Hilfsbereitschaft zu bedanken. ❤️

    Wieder einmal hat mich mein Karma - oder meine Schutzengel - gut behütet durch eine kleine Reise-Herausforderung gebracht. 🙏🏻 😉

    Im Hotel bekomme ich sogar noch warmes Essen! Das kompensiert für die nur mittelprächtige Dusche. Aber alles gut, denn in einer Stunde holen wir Annemarie vom Flughafen ab. Die Vorfreude verdrängt meine Müdigkeit und wir schaffen ein perfektes Timing bei unserem Wiedersehen 💕

    Ende gut, alles gut.
    Morgen startet unsere Reise durch Rajasthan ...
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