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  • Day15

    Rainbow Mountain

    June 5, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 16 °C

    Ganz oben auf meiner Wunschliste stand der Rainbow Mountain nahe Cusco - und ich wurde nicht enttäuscht! Auf über 5000 Metern über Null erstrahlt ein Bergkamm in sieben verschiedenen Farben bedingt durch unterschiedliche Mineralien wie Eisen oder Kalzium.
    Der Weg dorthin war wirklich frostig, da es die Nacht zuvor schneite, der Wind zog und die Sonne sich kaum blicken ließ. Das Wetterglück hat mich ein wenig verlassen. Nach den ersten hundert Metern wurde mir durch die Anstrengung des Aufstiegs (insgesamt 600 Höhenmeter in eine Richtung) jedoch recht schnell warm und ich genoss die Aussicht. Links und rechts des Weges grasten sämtliche Alpacas und Lamas im frischen Schnee - nur streicheln ließen sie sich leider nicht. Mit jeder Kurve änderte sich auch hier die Landschaft und ich kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.
    Viele meiner Mitstreiter nahmen sich ein Pferd, da die Höhe doch einigen zu schaffen machte. Durch meine Wanderungen in Huaraz und am Salkantay war ich glücklicherweise schon daran gewöhnt und hatte diesmal keinerlei Beschwerden.
    Oben angekommen konnte ich nicht widerstehen und machte das für Peru wohl touristischste Foto - Lama, traditionell gekleideter Peruaner und Anden!

    Mein eigentliches Highlight auf diesem Tagesausflug war jedoch nicht der Rainbow Mountain sondern das 20 Minuten entfernte Valle Roja (rotes Tal). Durch den frischen Schnee, das Rot des Berges und das Grün der Flora bot sich mir ein einzigartiges Farbspiel - einfach traumhaft. Da war die Kälte schnell vergessen.

    Was mich aber wirklich beeindruckte war die Kondition und die Kleidung der Einheimischen. Doppelt so schnell wie ich erklommen sie den Berg in Sandalen (!). Die Peruaner müssen wirklich ein gänzlich anderes Kälteempfinden haben.

    Ein weiterer kleiner Höhepunkt für mich waren die vielen Touristen, die sich vor dem Rainbow Mountain im Schnee drängelten und offensichtlich zum ersten Mal einen solch rutschigem Untergrund erfuhren. Man brauchte nicht lange warten bis die ersten den Rückweg ungewollt auf dem Hintern zurücklegten. Ich habe Hilfe angeboten, aber allen konnte man auch nicht unter die Arme greifen und so war das für mich ein herrliches Schauspiel. Manchmal sind es eben die kleinen Freuden - und die von Oma und Mama vererbte Schadenfreude.
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