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    2024-07-20 Salzbergwerk Wieliczka, Polen

    20 juli 2024, Polen ⋅ ☁️ 27 °C

    Die ehemalige Salzmine Wieliczka ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen Polens. Bei Temperaturen von etwa 16 Grad finden Besucher im Sommer einen erfrischenden Kontrast zur Hitze über Tage. Aber es gibt noch mehr Gründe, um das Bergwerk zu besuchen.

    Im südpolnischen Wieliczka, dessen Name übersetzt so viel wie "Großes Salz" heißt, gibt es eines der ältesten Salzbergwerke der Welt. Schon im 13. Jahrhundert wurde die Salzlagerstätte entdeckt und seitdem abgebaut. Bis zu 340 Meter tief gruben sich die Bergleute im Laufe der Jahrhunderte in die Erde, legten ein mehr als 340 Kilometer langes Stollensystem an, um das "Weiße Gold" zu gewinnen. Erst 1993 wurde die Salzförderung eingestellt, nachdem das Bergwerk durch eine Überflutung teilweise zerstört worden war und die Siedlung darüber abzusacken drohte.

    Im Laufe der Jahrhunderte sind im Bergwerk über 2.000 unterirdische Kammern entstanden. Zur 4,2 Kilometer langen Touristenroute zählen allerdings "nur" 20 Kammern mit Salzseen wie zB. in der "Weimar"-Kammer. Hier kann man während der Besichtigung hören, wie die Bergleute arbeiten und im Hintergrund läuft Musik von Chopin.

    Auch interessant, die Geschichte über
    Den Ring der Königin
    In der Janowice-Kammer stellen Salzfiguren eine alte Legende dar: Die ungarische Prinzessin Kinga, die 1239 den polnischen Fürsten Boleslaw V. heiratete, bekam als Geschenk ein Salzmine in Ungarn - dort warf sie ihren Verlobungsring hinein. Der Ring wanderte mit den Steinsalzschichten nach Wieliczka und wurde in dem ersten Salzblock, der hier gewonnen wurde, wieder gefunden. Kinga gilt als Schutzheilige der Salzbergleute.
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