• Agriturismo Sa Jana Holidays

    Oct 11–12, 2024 in Italy ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute geht es ins Landesinnere. Ein ganz besonderes Erlebnis wollen wir uns gönnen.
    Zuvor geht es nach Jerzu. Das Bergdorf liegt in einer eindrucksvollen Landschaft. Der kurvenreiche Weg hinauf führt an imposanten, senkrechten Felswänden vorbei. Dazwischen liegen weite Weinfelder, der sardischste aller Weine, der schwere rote Cannonau wird hier angebaut.
    Wir besuchen, wie bereits 2015, die "Cantina Sociale" die den "Cannonau di Jerzu" produziert. Der köstliche Rote wird frisch gezapft, wie an einer Tankstelle.
    In der Nähe der Grotta zu Marmuri liegt eine balkonartig angelegte Parkfläche, umgeben von duftenden Kräutern und mit großartigem Blick in die Bergwelt. Genau der richtige Ort für ein Picknick!
    Leider führt Frau Google uns durch Jerzu. Die Ortschaft gilt als besonders schwierig, die Gassen sind meist so eng und extrem steil, für Womos eine der größten Herausforderungen auf Sardinien. Selbst meinem umsichtigen, erfahrenden und in sich ruhenden Mann stand nach drei Spitzkehren mit parkenden Autos und Gegenverkehr der Schweiß auf der Stirn. "Ich fahre hier nicht weiter ", keucht mein Held. Einmal auf engstem Raum wenden, es haben alle, Fußgänger wie Bauarbeiter, Wort- und Gestenreich das ihrige dazu getan.
    Es gibt dann doch noch einen Weg hinauf. Hinüber zum Nachbarort Ulassai mit seiner leuchtend blauen Kirche. Eine gewaltige Felswand überragt das sehenswerte Bergdorf. Ein paar atemberaubende Serpentinen noch und dann sind wir an unserem heutigen Picknickplatz angekommen.
    Das Highlight sollte die Station "Agriturismo Sa Jana Holydays" werden. Vier Stellplätze incl. sardisches Dinner. Ein Höhepunkt kurz vor der Rückreise. Besitzer und Betreiber Giovanni ist ein sehr netter Typ, erklärt dann am Ende seiner Einweisung, der Ofen ist kaputt, kein Dinner. Große Enttäuschung, wir hatten uns auf den Platz und den Abend gefreut. Eine gute Stunde, ein Bier und einen Kaffee lang mussten wir das sacken lassen. Micha hat schon ein Zwei-Gänge-Menü aus unseren Beständen im Kopf. Duschen, Lotte ausführen, Speisen und Tagebuch schreiben - das Beste daraus machen. Trotzdem bleibt die Zunge belegt.
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