• Gjirokastër\Ora RV Camping

    Oct 2–4, 2025 in Albania ⋅ 🌧 16 °C

    Schwerstarbeit für "Adriano". Gleich zum Start geht es vom Weingut die 20-Prozentrampe hinauf zur Hauptstraße. Ansonsten 130 Kilometer tolle Autobahn und super Landstraße Richtung Gjirokastēr. Total entspanntes Fahren, gar nicht mehr gewohnt, aber gerne angenommen. Die SH4 begleitet bis nach Tepelenē die Vjosē - Europas letzten Wildfluß, den wir später noch in Richtung Permet folgen werden.
    Das Etappenziel ORA Camping liegt straßennah, aber die Geräuschkulisse ist nichts gegenüber dem ohrenbetäubenden Lärm, den am gestrigen Nachmittag die 20köpfige Mädelshorde auf der Terrasse des Weingutes veranstaltet hatte.
    Wir wettern einige Schauer ab und waschen Wäsche. Blöd nur, wie trocken bekommen? Spanne ein Spinnennetz im Womo, ist halt campen. Aber auch doof unter Strümpfen, T-Shirts und Unterbüxen zu sitzen. Der junge Camp-Manager bietet an, in deren Wohnung unsere Wäsche in den Trockner zu schmeißen. Deal. Für 5 €. Und dann weißt Do mich auf einen Neuankömmling hin, schwarzer Nugget mit Pferdelogo. Die dritte Begegnung mit Sandra und Martin wird mit einem Bier/Wein-Abend in der Bar am Platz fortgesetzt.
    Zur Festung oberhalb von Gjirokastēr werden wir vermutlich vom Vater des geschäftstüchtigen Jung-Managers in einem betagten Mercedes-Benz chauffiert. Deal. Für 5 €. Sehr gut angelegt, sagt sogar Do. Die mittelalterliche Festung thront oberhalb des Basars, das Herz der Altstadt. Ein beeindruckendes Bauwerk mit riesigem Freigelände von dem man einen fantastischen Ausblick auf die Häuser, das Drin-Tal und die allerdings Wolken verghangenen Berge hat. Gjirokastēr (20000 Einwohner) wird auch Stadt der Steine genannt. Die alten osmanischen Häuser sind aus den grauen Steinen der Berge der Umgbung errichtet, auch die Dächer sind mit Steinplatten gedeckt. 2005 wurde die Geburtsstadt von Diktator Hoxha in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen. In den steilen Gassen des Basar-Viertels tobt das touristische Leben. Restaurants, Cafés oder kleine Imbisse werden bevölkert. Kitsch und Kunst werden offenherzig oder eher gelangweilt angeboten. MiDoLo mischen mit und treffen auf SaMi. Ein letzter gemeinsamer Kaffee und die letzte Verabschiedung, die beiden begeben sich in Richtung Norden. Wir bleiben noch in der Region..
    Read more