Tag 4 bis Süderlügum
May 5 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C
Puh, was war das eine kalte Nacht. Es sollen 3 Grad gewesen sein. Ich habe kaum geschlafen. Mein Schlafsack hat einen Komfortbereich bis 4 Grad. Aber Komfort stelle ich mir anders vor. Dank Liner hatte ich warme Füße und auch einen einigermaßen warmen Oberkörper. Aber an Armen bzw. Schultern und im Kopfbereich war es kalt. Die Mütze ist ständig verrutscht. Früh wares eine ganz schöne Überwindung, mich aus dem Schlafsack zu schälen. Zum Frühstück gab es kaltes Wasser und ein Brötchen vom Vortag.
Ich bin dann in Richtung Süderlügum aufgebrochen. Dort hab ich die Läden abgeklappert und nach Gaskatuschen gefragt. Ich konnte lediglich Stechkatuschen und das verrückte Campinggaz auftreiben, das ja bereits am Vortag bei mir nicht passte. Letztendlich bin ich nach einem "ordentlichen" Mittagessen zum Bahnhof gelaufen und beende meinen Sektionhike.
Ich hab morgens frierend im Schlafsack liegend für mich beschlossen, mein Weitergehen davon abhängig zu machen, ob ich das Gas bekomme. Ich möchte bei den kalten Nächten nicht wenigstens auf einen warmen Tee oder Kaffee verzichten oder mich mit einer Suppe stärken können. Die nächsten 4 Nächte wurden mit 2-4 Grad angesagt. Da die Infrastruktur im hohen Norden so dünn ist, scheint es mir auch nicht sinnig, von Quartier zu Quartier zu laufen.
Mein Ziel war anzufangen und rauszufinden, wie es läuft. Meine Füße haben von Tag zu Tag besser mitgemacht. Das hat mich gefreut. Selbst der Fuß mit Fersensporn hat einigermaßen durchgehalten. Blasen gab es keine. Das war bislang mein größtes Problem beim Wandern. Womit ich von Anfang an zu tun hatte, das war passende Trekkingkleidung zu finden. Das was ich brauche, das ist weit jenseits der üblichen Größen S bis XL. Das hängt nirgens im Laden. Ich muss auf Verdacht bestellen, was mir widerstrebt. Mir ist es nicht gelungen, eine passende lange Hose oder eine leichte, Regen und Wind abhaltende Jacke zu bekommen - zumindest keine leichten und komprimierbaren. So musste ich mitnehmen, was ich hatte. Das war suboptimal. Darum habe ich gestern auch schon auf dem Deich vom Wind gefroren.
Ich fahre erst einmal meine Schwester in Brenen besuchen und dann sehe ich weiter.
Ich wünsche allen einen guten Weg. Schön, dass es den NST gibt.Read more







TravelerDie nächste Tour wird besser - man muss immer erst ausprobieren 😘
TravelerMein Schlafsack hat z.B. eine Komforttemperatur von -10 Grad, was aber überhaupt nicht mit meinem Körper harmoniert. Bei Plusgraden ist alles schön kuschelig, aber drunter brauch ich mehr Klamotten. Also nicht entmutigen lassen 🤓
TravelerDie erste Nacht war feucht. Aber im Schlafsack war es warm. Auch hier war es eher der Kopf, der frohr. Aber die zweite Nacht war 8 Grad kälter und nicht durch Zelt geschützt, sondern im Schelter. Ich denk über die Anschaffung einer Sturmhaube nach. Die verrutscht nicht ständig.
TravelerIch trug lange Thermounterwäsche mit Merino, den wärmenden Liner von Sea to summit und eine Fleecejacke. Die zog aber die Feuchtigkeit an.