Phillip Rutsch

Joined February 2019Living in: Köln, Deutschland
  • Day73

    Ein regnerischer Erinnerungstag

    May 12 in the United States ⋅ 🌧 8 °C

    Unser letzter Tag in New York war regnerisch, windig und kalt. Eigentlich wollten wir nur noch zum World Trade Center fahren und das Monument der Anschläge des 11. September 2001 besichtigen. Wo früher die Twin Towers standen, befinden sich nun zwei identische, quadratische Brunnen. Passenderweise sprudelt hier das Wasser nicht fröhlich in die Höhe, sondern wird scheinbar unendlich tief in den Boden gesogen. Am Rande des Brunnens stehen die Namen aller 2977 Opfer dieses Anschlags und 6 Opfer eines kleineren Bombenanschlags im Jahre 1993. Ob es am tristen Wetter lag oder an der bedrückenden Aura der Brunnen, wir fühlten uns einstimmig vom Museum angezogen.

    An der Seite des Gebäudes standen Ticket-Automaten. Scheinbar werden sie von Vielen übersehen, denn die Schlange am Eingang war sehr lang. Wir konnten mit unseren Tickets an der frierenden und nassen Warteschlange vorbeigehen und waren nach einer Sicherheitskontrolle schnell auf der Rolltreppe Richtung Untergrund. Den Audio-Guide gab es als App in vielen Sprachen. In den folgenden drei Stunden vergaßen wir sogar, dass wir nicht gefrühstückt hatten. Es war ergreifend und auf ein Neues erschütternd, die Ereignisse des Tages zu verfolgen. Das Museum war informativ und sachlich und behandelte viel mehr als nur den Einsturz der Tower. Einige Bilder, Video- oder Audioaufnahmen waren nichts für schwache Nerven...zum Beispiel echte Abschiedstelefonate von Passagieren aus dem letzten gekaperten Flugzeug, kurz bevor es von den Terroristen auf eine Wiese gestürzt wurde. Was bemerkenswert war: der Terror stand nicht im Vordergrund. Viel mehr wurde der Mut der Opfer und Helfer und der Zusammenhalt der Welt als Reaktion auf die schrecklichen Taten deutlich.

    Abends zündeten Phillip und ich nachdenklich unsere Hochzeitskerzen an. Kaum zu glauben, dass wir vor genau einem Jahr im strahlenden Sonnenschein den glücklichsten Tag unseres Lebens feierten. Diese Diskrepanz machte es sehr deutlich, dass das Blatt sich in einem Wimpernschlag wenden kann und wir jeden Tag wie unseren letzten lieben und leben müssen.
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  • Day72

    24h New York City

    May 11 in the United States ⋅ ☀️ 18 °C

    Der Weg nach New York City wird einem als Autofahrer mächtig unangenehm gemacht (knappe 30 $ Maut fielen schon auf dem Highway dorthin an). Am frühen Abend erreichten wir unser Airbnb in Jersey City. Die Unterkunft war sauber und ruhig, allerdings auch mit zwei weiteren Gruppen geteilt (zum Glück war die Wohnung nicht voll belegt und es gab drei Badezimmer). Einziges Manko: Parken war in dieser Nachbarschaft nicht möglich (—> günstigstes Parkhaus 30 $ für zwei Tage, plus zwei Uber-Fahrten um es ohne Auto zu erreichen).

    Da wir noch erstaunlich fit waren, brachen wir in der Dämmerung noch nach Manhattan auf. Auf der Jersey Seite konnten wir (dank illegalem Parken vor einem Hotel) einen atemberaubenden Blick auf die Skyline werfen. Danach fuhren wir durch den Holland Tunnel (15 $) in die Innenstadt. Wir wollten aus Spaß bis zum Times Square fahren. Kein Wunder, dass man in NYC eher auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreift! Sobald eine Ampel auf Grün springt wird provisorisch gehupt, aus 3 Spuren werden mindestens 5 kreiert, Spurwechsel scheint man aus Spaß zu machen und was sind bitte Tempolimits? Dazu kommt, dass Fußgänger sich nicht an ihre Ampeln halten. Wir haben es aber überlebt und erstaunlicherweise einen Parkplatz in einer Seitenstraße des Time Square gefunden (der mit seinen 4,5 $ die Stunde super billig war). Dass tiefste Dunkelheit herrschte, konnte man hier nicht mehr erkennen. Die gestochen scharfen, riesigen Bildschirme machten die Straßen taghell. Die Menschen tummelten sich, stinkende Hotdog-Buden, dreiste Straßenkünstler und andere komische Gestalten dachten auch nicht an Feierabend. Selbst Bauarbeiter nutzten die Nacht, was wir später am von ihnen zugeparkten Auto bemerkten.

    Unsere erste Nacht war abrupt zu Ende. Als unsere chinesischen Mitbewohner ihr glutamatreiches Frühstück in der Pfanne hatten, ließ der Feueralarm uns senkrecht im Bett sitzen. Immerhin hatten wir so mehr vom Tag. Diesmal ließen wir uns per Uber in die City bringen (30 $ hin, erschreckende 45 $ zurück). Wir hatten uns ein Big Bus Deluxe Paket gebucht, was sich mehr als gelohnt hat! Der kühle Morgen entwickelte sich zu einem T-Shirt-tauglichen Traumtag. Auf dem Doppeldeckerdach mit hervorragendem Live-Kommentar lag uns die Stadt zu Füßen (das ist natürlich gelogen, denn die enormen Hochhäuser bescherten uns trotzdem noch Nackenschmerzen vom Hochgucken). Die Architektur der Kolosse begeisterte sogar uns Laien! Ob Waffelstruktur, schlecht gestapelter Jenga-Turm oder frostiger Eisberglook, die Hochhäuser waren unglaublich abwechslungsreich. Zu unserem Paket gehörte auch eine Schiffs-Rundfahrt. Vom Boot aus hatten wir den besten Blick auf Lady Liberty und konnten, anders als die Touristen auf der Insel, nicht nur ihre Nasenlöcher fotografieren.

    Die grüne Lunge der Großstadt, Central Park, empfand keiner von uns als erholsam. Einige Straßen führen durch den Park, es ist voll und laut. Immerhin waren hier gute Musiker und Tänzer. Am witzigsten war die Central Park Dance Skaters Association. Auf einer abgesperrten Fläche legte ein DJ auf und es wurde auf Rollschuhen oder Inline-Skates getanzt.

    Nach Anbruch der Dunkelheit lösten wir unseren Big Bus Coupon fürs Empire State Building ein. Mit dem Aufzug ging es ohrenknackend auf Etage 80 und zu Fuß die letzten 6 Etagen zur Aussichtsplattform. Trotz Nieselregen war die Sicht super und wir genossen über eine Stunde den Rundumblick auf eine unglaubliche Stadt, die niemals schläft.

    Die Aufnahmen aus diesem Footprint stammen übrigens von Markus. Sind sie nicht toll?
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  • Day71

    Markus, Marlen und Philly in Philly

    May 10 in the United States ⋅ ☁️ 20 °C

    Der letzte Footprint liegt nun schon länger zurück. Dies liegt daran, dass uns Markus, einer von Phillips ehemaligen Kommilitonen aus dem Studium, eine Woche lang besucht hat. Die Zeit haben wir gut genutzt 😊 Aufgrund seines Jetlags war der erste Tag etwas ruhiger. Marlen besuchte mit ihm die Great Falls. Am Freitag starteten wir zu dritt einen Wochenendtrip.

    Erstes Ziel: Philadelphia. Die meiste Zeit verbrachten wir dort im Eastern State Penitentiary. Dies ist ein altes Gefängnis, von außen einer Burg nachempfunden. Es wurde von 1829-1971 genutzt und ist nun ein Museum. In der Festung sind die Zellentrakte vom Zentrum aus strahlenförmig angeordnet. Bis 1911 herrschte hier strenge Einzelhaft. Die Zellen waren für die Zeit sehr fortschrittlich - es gab eine Zentralheizung und eine Kanalisation. Jeder Häftling hatte hinter seiner Zelle einen Innenhof, wo er eine Stunde pro Tag raus konnte. Es gab drei Mahlzeiten am Tag und es wurde gearbeitet (zB geschustert). Das einzige erlaubte Buch war eine Bibel. Das Ziel der Einzelhaft war die intensive Beschäftigung mit seiner Straftat und die Erlangung von Reue...später merkte man aber, dass sie eher zu psychischen Schäden führte und hob das Konzept auf. Zu Spitzenzeiten hausten hier 1700 Häftlinge.

    Wir gingen mit einer hervorragenden Audiotour durch das Gefängnis und die vielen Ausstellungen auf dem Gelände und waren begeistert über die reichlichen Infos. Das Museum ist sehr zu empfehlen! Danach machten wir noch eine kleine Tour durch die Stadt und besuchten Philadelphias Münzprägeanstalt. Nach einer eher enttäuschenden Mahlzeit im Reading Terminal Market (statt traditionellem Philly Cheesesteak Sandwich ein labbriges und zu fettiges Pulled Pork Exemplar) ging unsere Reise weiter.
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  • Day65

    Assateague Island am Star Wars Tag

    May 4 in the United States ⋅ ⛅ 22 °C

    Das Wetter war hier die letzten Tage stürmisch und nass und so hatten wir einen Kurzurlaub nötig. Dafür sind wir 3 Stunden gefahren und am Atlantik gelandet. Assateague Island ist eine 60 km lange und ziemlich schmale Düneninsel. Der nördliche Teil der Insel gehört Maryland, der südliche Teil Virginia, aber beide Bundesstaaten haben die Natur hier durch Reservate und Parks unter Schutz gestellt. Wir sind von Nord nach Süd gefahren.

    Die eine Seite der Insel hat einen feinen Sandstrand. Die andere Seite ist hauptsächlich Marschland. Das wohl berühmteste Merkmal der Insel sind ihre Wildpferde. Die erste Begegnung mit ihnen hatten wir direkt hinter der Nationalparkeinfahrt. Ganz unbeeindruckt von der immer länger werdenden Autoschlange tränkten ein paar Pferde neben der Straße im Sumpf ihren Durst (der ist durch ihre sehr salzige Ernährung riesig). Man soll immer mindestens 10 Meter Abstand halten, denn die temperamentvollen Wesen können beißen, treten oder auf einen losstürmen. Nach ihrem Bad trottete die Herde (samt Fohlen) nach und nach auf die andere Straßenseite und wir konnten weiter fahren. Interessanterweise schienen die Pferde gar nicht scheu zu sein. Auf einem Parkplatz sahen wir später zwei weitere. Da der Ort in unseren Augen nicht viel zu bieten hatte, kamen wir zu dem einzig sinnvollen Entschluss, dass sie entweder Autokino genossen oder für Americas-Next-Horsemodel die meisten Fotos abstauben wollten.

    Über zwei Stunden gingen wir barfuß am Strand spazieren. Wir mussten gut aufpassen, nicht in eine der unzähligen Angelschnüre zu laufen. Mit einer Over-Sand-Vehicle Genehmigung dürfen Trucks über den Sand bis ans Meer fahren. Da hier fast jeder ein Truck und anscheinend auch die Genehmigung hat, waren wir gefühlt die einzigen Fußgänger dort. Am Strand gab es viele interessante Hinterlassenschaften. Einen toten Kugelfisch, viele Pferdeäpfel, glattgelutschte Muschelstücke in schönen Farben, riesige Panzer von Horseshoe Crabs (die mit dem blauen Blut, welches in der Biomedizin zur Erkennung von bestimmten Bakterienstämmen genutzt wird), unzählige „Mäuselöcher“ und, was wir glaubten, Köpfe von toten Garnelen. Mit einem Angler haben wir lange gequatscht. Er wollte uns zum Abschied ein Geschenk mitgeben und griff in seine Kühlbox. Dies war einer der besagten Garnelenköpfe...er krabbelte aber wie verrückt rum. In Wahrheit werden sie Sand Fleas genannt, leben in den kleinen Mäuselöchern am Strand und werden gerne als Angelköder benutzt. Wir haben ihn aber bei seinem Besitzer gelassen und fortan „hello“ in jedes gesichtete Mäuseloch gerufen. Sie haben nicht geantwortet.

    Die Marsch-Seite war etwas unangenehmer. Zwar optisch schön anzusehen und wahrscheinlich voller interessanter Bewohner im flachen Wasser, aber keine Minute nach dem Aussteigen hatten wir jeder den ersten Mückenstich. Den Rest der Insel blieben wir also lieber im Auto oder machten nur noch kurze Abstecher im Laufschritt. In der kleinen Stadt Chincoteague stärkten wir uns mit Fisch und Meeresfrüchten und erkundeten dann weiter. Die südliche Insel war ein Paradies für Vögel und deren Beobachter. Die Pferde waren hier weiter weg, dafür wateten Rehe im Wasser. Bei Sonnenuntergang war es Zeit für die Heimfahrt. Dank der Highway-Leuchttafeln mit der Aufschrift: „Text you must not. May the 4th be with you“ sind wir sicher und mit vollem Seelentank wieder zuhause angekommen 😊
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  • Day61

    Billy Goat Trail A

    April 30 in the United States ⋅ ⛅ 20 °C

    Da wir bei der ersten Wanderung so viel Spaß auf dem Billy Goat Trail B hatten, fuhren wir nach Abklingen des Hochwassers erneut hin um den nicht mehr gesperrten Teil A zu bewandern.

    Wir sahen wieder dicke Schnappschildkröten und einen wunderschönen weißen Reiher auf dem Weg dorthin. Der Trail überraschte uns aber ordentlich. Wir hatten ähnliches Gelände wie auf dem anderen Billy Goat Trail erwartet, aber anstatt gelegentlicher Stolperfallen war hier richtiges Klettern angesagt! Eine kleine Unaufmerksamkeit und da lag Marlen auch schon auf dem Boden...ist aber mit drei blauen Flecken davongekommen 😁
    Wir brachen die Wanderung beim Midway-Point ab, also haben wir noch mehr Wandermaterial fürs nächste Mal und wissen dann, was auf uns zukommt.
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  • Day59

    Geschichte in Gettysburg

    April 28 in the United States ⋅ ☁️ 13 °C

    Ein Vorteil von ortskundigen Arbeitskollegen ist, dass sie gute Ausflugstipps geben. Sonntag sind wir dank eines Tipps nach Gettysburg gefahren. 1863 war hier eine bedeutende dreitägige Schlacht im Rahmen des Amerikanischen Bürgerkriegs. Später wurde hier ein Museum zur Erinnerung an den Krieg errichtet.

    Kurze, vereinfachte Geschichtslektion:
    Hauptursache der Unzufriedenheit im Land im frühen 19. Jahrhundert war die Sklaverei. 11 Staaten im Südosten der USA waren dafür, denn sie brauchten die vielen Hände für ihre Landwirtschaft, was der wichtigste Wirtschaftsfaktor war. Ein paar angrenzende Staaten im Nordosten hatten zwar auch Sklaven, aber standen eher darauf, ihr Geld mit eigenem Körpereinsatz zu verdienen. Der Rest der USA hatte keine Sklaverei oder war neutral eingestellt. Ende 1860 wurde Abraham Lincoln, Sklavengegner, zum Präsident gewählt. Die genannten 11 Staaten wollten nicht mehr in der Union sein und nannten sich die Konföderierten Staaten von Amerika (CSA). Ein blutiger Bürgerkrieg begann, auch beflügelt durch Lincolns strategischer Abschaffung der Sklaverei in der CSA, aber nicht in der Union (hoffte auf Wiedervereinigung und mehr Wähler). Zuerst sah es für die Unionskämpfer schlecht aus, aber einige Schlachten, unter anderem die in Gettysburg, wendeten das Blatt. Bis 1870 wurde die Wiedervereinigung und 1865 die endgültige Abschaffung der Sklaverei erzielt, dafür mussten aber etwa 600.000 Menschen sterben (auch der liebe Lincoln) und fast 400.000 wurden verletzt.

    Das Museum hat es eindeutig geschafft, die Geschichte auf eine lebendige Art zu vermitteln. Zuerst schauten wir einen 45-minütigen Film über die Schlacht bei Gettysburg. Dann gingen wir ins „Cyclorama“. Hier befindet sich ein restauriertes Ölgemälde von Paul Philippoteaux aus den 1880ern, 13 Meter hoch und in einem Kreis mit 115 Metern Umfang angeordnet. Die Szene am unteren Rand wurde am Boden dreidimensional fortgesetzt. Durch Hintergrundbeleuchtung und einer Erzählung hatte man das gruselige Gefühl, in die Schlacht involviert zu sein.
    Nach der Show wurden die Anfänge und das Ende des Bürgerkriegs im Museum auf konventionelle Weise erklärt. Wem das noch nicht genug ist, kann noch eine 38 km Auto Tour durch das ganze Kriegsgebiet mit vielen Denkmälern machen. Wir haben nur die ersten paar Stopps besucht, waren dann aber erschöpft.
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  • Day58

    Wandern am Potomac River

    April 27 in the United States ⋅ ☀️ 18 °C

    Für unsere erste Wanderung an der Ostküste sind wir zum Chesapeake & Ohio (C&O) Canal National Historic Park gefahren. Der C&O Canal war früher ein wichtiger Handelsweg, bietet heute aber nur noch Lebensraum für Tiere und Erholung für Menschen. Er wird vom parallel fließenden Potomac River gespeist. Die beeindruckendste Stromschnelle des Flusses innerhalb des Parks heißt Great Falls. Sie sah selbst für erfahrene Rafter nicht bezwingbar aus. An anderen Stellen haben wir einige Kajakfahrer „spielen“ gesehen.

    Die Wanderung war sehr abwechslungsreich. Der derzeit hohe Wasserstand sorgte zwar für ein paar abgesperrte Wanderwege, dafür waren Tümpel gefüllt und die Vegetation satt grün. Aufgrund des schönen Wetters sonnten sich Schildkröten auf Steinen im Kanal und Gänseeltern präsentierten ihren Nachwuchs. Auf halbem Weg suchten wir wegen zu viel Obstsalat zum Frühstück ein WC und fanden daneben ein bezauberndes Restaurant, das Old Angler‘s Inn. Klingt rustikal, aber das spontane Mittagessen dort war eine Gourmet-Erfahrung in idyllischer Szenerie. Phillip hatte einen Crab Cake vom Feinsten und Marlen den besten Lachs, den sie je gegessen hat. Nach der Stärkung kletterten wir (wie zwei alte Ziegen) über den steinigen Billy Goat Trail. Das unwegsame Gelände führt durch den Wald und zu ruhigeren Stellen des Flusses und hat zudem viel Spaß gemacht. Es gibt noch Teile A und C, die wir hoffentlich beim nächsten Mal bewandern 😊
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  • Day52

    Spaziergang in Washington DC

    April 21 in the United States ⋅ ⛅ 17 °C

    Den ersten Tag in unserer neuen Stadt haben wir ruhig verbracht. Auspacken, Einrichten, Wäsche waschen und Einkaufen standen auf der Liste, für mehr waren wir zu kaputt. Den zweiten Tag nutzten wir aber besser. 40 Autominuten entfernt liegt Washington DC. Weil der Regen vorbei und die Sonne draußen war, entschieden wir uns für einen Übersichtsspaziergang dort.

    Die erste Hürde: Parken. Es gibt ein paar der üblichen Parkhäuser für 20+ Dollar am Tag. An der Straße ist die Parkdauer meist auf 2-3h begrenzt und ebenfalls kostenpflichtig, zum Glück aber nicht Sonntags. Beim Spionagemuseum (was leider erst Mitte Mai öffnet) fanden wir einen der heiß begehrten Plätze. Unser Rundweg war etwas mehr als 10 km lang.
    Start: Thomas Jefferson Memorial (Einer der Gründerväter und Präsident Nr. 3).
    Dann: Franklin Delano Roosevelt Memorial (Präsident im 2. Weltkrieg),
    Martin Luther King, Jr. Memorial (Friedensnobelpreisträger, maßgeblich für die Aufhebung der Rassentrennung verantwortlich), Lincoln Memorial (Präsident Nr. 16, setzte sich gegen Sklaverei ein),
    Vietnam Veterans Memorial (Statuen und Granitmauer mit Namen der knapp 60.000 getöteten/vermissten US-Amerikaner),
    World War II Memorial (Ehrung der über 16 Mio. beteiligten und mehr als 400.000 toten Amerikaner),
    (George) Washington Monument (ebenfalls Gründervater und erster Präsident),
    White House (Heimat des 45., orangenen Präsidenten. Wegen Vorbereitungen für die alljährliche Easter Egg Roll nicht sehr fotogen),
    National Mall und die dort ansässigen Smithsonian Museums (wollten eigentlich ins Natural History Museum, die Schlange reichte aber bis auf die Straße),
    Botanischer Garten (toll, aber voll)
    United States Capitol (Haus der Legislative).

    Mit leichtem Sonnenbrand (aber wirklich nur leicht) und platten Füßen war das genug für einen Tag und wir haben nun viele Ideen, wie weitere Trips aussehen können. Beim nächsten Mal parken wir aber irgendwo außerhalb und nehmen einen Uber ins Zentrum 😁
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  • Day50

    Bye California, hello Maryland!

    April 19 in the United States ⋅ ☁️ 22 °C

    Kaum zu glauben, aber an Marlens Geburstag waren die 7 Wochen Kalifornien vorbei und der Flug nach Washington DC stand an. Am Vorabend verließen wir widerwillig unser geliebtes geliehenes Zuhause in Newcastle und fuhren nach San Francisco. Wir hatten dort ein Hotelzimmer gebucht, damit wir am Vorabend den Mietwagen abgeben und am nächsten morgen erfrischt und stressfrei in den Flieger steigen konnten.

    Zwar sollten wir uns jetzt, heil in Gaithersburg angekommen, nicht über die Reise beschweren, der Tag wird es aber nicht auf die Bestenliste unserer Erlebnisse schaffen. Hier unser Ortswechsel im Schnellformat:
    - Hotelzimmer gemütlich und sauber, leider mit kiffendem Nachbar, der direkt vor unserer Tür bis 3 Uhr morgens gut gelaunt Musik gehört und dazu gesungen hat (zweites Mal Security rufen führte endlich zum Platzverweis) und mit halbstündigem Zugverkehr samt lautem Signalton
    - Nach 3 Stunden Schlaf, ohne Frühstück und ohne Erfolg bei Frage nach Kostenerlass mit Shuttle zum Flughafen
    - Check-In und Sicherheitskontrolle ohne Probleme
    - Kleines Frühstück am Flughafen für großen Preis
    - Pünktliches Boarding, aber Unwetterwarnung für Zielflughafen
    - An Board kein Essen, dafür enge Sitze (wieder letzte Reihe) und Uringeruch aus benachbarter Toilette
    - zweite Hälfte des Fluges turbulent, Landung durch Wolkendickicht ebenfalls unangenehm
    - nach ewigem Shuttletransfer und langer Wartezeit Mietwagen bekommen. Gleiches Modell wie vorher, nur weniger Kilometer (den in Kalifornien haben wir um ganze 7500 km altern lassen) und diesmal in weiß
    - Weg zum Hotel und ins Zimmer kein Problem. Leider kein Fenster zu öffnen und riecht als ob letzter Bewohner nie geduscht hat. Haben Duftkerze gekauft und warten ab
    - Klimaanlage geht nicht ganz aus, trotz Rauschen aber endlich eine volle Nacht Schlaf
    - Bei allen Strapazen auf Geburtstagsfeier verzichtet. Nächstes Jahr dann wieder.
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  • Day45

    Yosemite National Park

    April 14 in the United States ⋅ ☀️ 7 °C

    Die Nacht in unserer Unterkunft war ziemlich kalt und wir hatten morgens kurz die Idee, einfach direkt nach Hause zu fahren, anstatt dem Yosemite Nationalpark eine Chance zu geben. Wir waren am Ende eines Tages noch nie so froh, uns doch gegen unseren Schweinehund durchgesetzt zu haben!

    Kurz vorm Nationalparkeingang entdeckten wir die Sugar Pine Railroad und entschieden uns für eine Zugfahrt durch den Wald. Die ölbetriebene Dampflok „The Logger“ hat früher Baumstämme gezogen. Mit unserem Gewicht hatte sie jedenfalls keine Schwierigkeiten 😊 wir fanden die Zugfahrt leider nicht sonderlich aufregend...ein großer Teil des Waldes war noch geschädigt von den Waldbränden in 2017, der Audiokommentar war beim lauten Gerappel der Bahn kaum zu hören und eine Viertelstunde der einstündigen Fahrt wurde Pause gemacht (an einer Stelle, wo es unserer Meinung nach nichts zu erkunden gab). Das spannendste an dem Erlebnis war die Suche nach einem Rucksack, den eine Passagierin während der Fahrt verloren hatte (wurde auf dem Rückweg wiedergefunden).

    Das Tageshighlight waren die „Bridalveil falls“. Aus einer Entfernung sieht dieser Wasserfall wirklich so zart und schön wie ein Brautschleier aus. Man kann aber bis in seine Nähe laufen und bemerkt dann die rohe Gewalt von Wind und Wasser. In kürzester Zeit waren unsere Klamotten nass, aber unser Lächeln nicht mehr wegzuwaschen 😊

    Das meiste des Parks sahen wir auf der Durchfahrt. Natürlich waren die paar Stunden viel zu kurz um seine volle Schönheit zu würdigen...aber lieber viele Nationalparks im Schnellformat als diese Naturwunder komplett zu verpassen!! Auf der Rückfahrt nach dem Park begegneten uns wieder die zarten Farben der Wildblumenwiesen, für die wir noch oft Pause gemacht haben. Ein traumhaftes Wochenende - leider unser letztes in Kalifornien ☹️
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