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  • Day366

    Coming Home!

    March 21, 2020 in Germany ⋅ 🌧 5 °C

    Am 20.03. haben wir um 8 Uhr unser Hotel verlassen, um zum Flughafen zu fahren. Dort sah die Situation schon ganz anders aus. Bevor wir überhaupt zum Check-In durften wurde erstmal Fieber gemessen. Michaels 35°C lassen vermuten, dass die Thermometer nicht ganz richtig gehen ... am Check-In von Scoot war die Hölle los. Ganze 1,5 Stunden standen wir in der Schlange an, es ging endlos langsam vorwärts. Grund dafür waren die überall verschärften Einreise- und Transitregelungen. Sehr viele Leute wurden abgewiesen und durften nicht mitfliegen, überwiegend europäisch aussehende. Wahrscheinlich, weil man Singapur nicht mal zum Transit betreten darf, wenn man in den letzten 14 Tagen in Deutschland, Italien, Frankreich usw. war. Unsere Pässe wurden auch ganz genau unter die Lupe genommen und die Stempel genau angeschaut. Aber dann waren wir durch!

    Durch das ganze Prozedere ging der Flug natürlich mit deutlicher Verspätung. Nach knapp drei Stunden landeten wir in Singapur. Auch hier wurde mit Wärmebildkameras erstmal die Körpertemperatur gemessen. Zum Glück wurde unser Gepäck gleich bis Athen durchgecheckt. Wir schlenderten ein bisschen rum und suchten uns dann einen Platz um die nächsten 12 Stunden totzuschlagen. Wir lasen, telefonierten, aßen zu Abend und schliefen auch ein bisschen. Die Zeit ging langsam rum. Um 3 Uhr morgens ging endlich unser Flug nach Athen. Wieder 12 Stunden. Wie bereits beim ersten Flug war auch diesmal das Flugzeug ziemlich leer. Wir bekamen einige Stunden Schlaf ab.

    Um 9:30 Uhr landeten wir in Athen und konnten ohne zusätzliche Kontrollen problemlos in die EU einreisen. Nur ein Corona-Formular mussten wir im Flugzeug ausfüllen und abgeben. Diesmal mussten wir unser Gepäck abholen und neu einchecken. Hier hatten wir wieder 7 Stunden Aufenthalt. Beim Boarding wurden wieder sehr viele Leute abgewiesen und durften nicht mitfliegen, weil scheinbar nur noch deutsche Staatsangehörige einreisen dürfen. Erstens komisch dass das nicht schon beim Check-in bemerkt wurde, zweitens äußerst hart, da selbst ein polnisches Paar, das seit Jahren in Deutschland wohnt und arbeitete nicht mitdurfte. 😳 Wo sollen sie denn jetzt hin?! Unser Ryan Air Flug war wieder halb leer. Jetzt trennten uns nur noch drei Stunden Flug von Good old Germany! Wir sind uns mittlerweile absolut sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. An sämtlichen Flughäfen gehen nach und nach die Lichter aus.

    In Frankfurt wurden wir von meinen Eltern am Flughafen abgeholt und im Auto gleich mal bestens mit einem fränkischen Bier versorgt. 😀 Die nächsten zwei Monate werden wir abwechselnd bei ihnen und bei Michaels Mutter wohnen, denn unsere Wohnung ist ja noch bis Ende Mai zwischenvermietet. In Kauernhofen angekommen gab es erstmal eine gute Brotzeit mit leckerem Schwarzbrot - so gutes Brot gibt es einfach nur daheim! Müde sind wir ins Bett gefallen. In den nächsten Tagen heißt es erstmal einleben, auspacken und einige Sachen organisieren, zum Beispiel wieder beim Einwohnermeldeamt melden und Autos anmelden. Mal schauen ob das überhaupt möglich ist in der jetzigen Situation!
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  • Day364

    Letzter Stopp: Bali

    March 19, 2020 in Indonesia ⋅ ☀️ 31 °C

    Aus Neuseeland sind wir problemlos rausgekommen - auch am Flughafen hat man hier nicht viel von Corona gemerkt. In Sydney hatten wir einen langen Tag am Flughafen rumzukriegen, fast 12 Stunden warteten wir auf unseren Anschlussflug auf die indonesische Insel Bali. Der hatte auch noch Verspätung, aber dann klappte zum Glück alles. Auch die Einreise nach Indonesien war kein Problem, alles war wie immer. Mit dem Taxi fuhren wir in den Ort Canggu, wo wir ein Hotel gebucht hatten. Gegen Mitternacht kamen wir endlich dort an, müde von der langen Reise.

    Die Wärme und die Sonne taten uns richtig gut. Wir liefen eine Weile durch die Gegend und schafften es kaum die Straßen zu überqueren, diesen chaotischen und dichten Verkehr sind wir nicht mehr gewöhnt! 😀 Am Vormittag waren wir zunächst beim Arzt. Michael tat immer noch der Knöchel vom Joggen weh. Diagnose: Verstauchung. Zu Mittag aßen wir lecker indonesisch - die Preise hier sind im Vergleich zu Australien und Neuseeland einfach traumhaft. Den Nachmittag verbrachten wir am Pool unseres Hotels, wir wollten erstmal in Ruhe hier ankommen und uns überlegen, was wir die nächste Zeit auf Bali machen können.

    In der Nacht hatten wir unser zweites Erdbeben auf der Reise, mit einer Stärke von 6,4 nicht gerade schwach! Allerdings lief es für uns ähnlich wie in Quito, wo wir ein recht starkes Erdbeben einfach verpennt haben: Michael ist auch dieses Mal gar nicht erst aufgewacht, und ich hab zwar gemerkt dass es irgendwie wackelt, und draußen auf der Straße haben Menschen laut geredet. Allerdings war es dann auch so schnell wieder vorbei, dass ich dachte, ich hätte es nur geträumt. 😂 Die Nachrichten am nächsten Tag bewiesen das Gegenteil. Verletzte oder Schäden gab es aber zum Glück keine, und eine Seltenheit sind Erdbeben hier wohl auch nicht. Dass wir es schon wieder so mehr oder weniger verpennt haben spricht wohl für eine gute Schlafqualität. 😀

    Dann kam doch Alles anders als gedacht. Am nächsten Morgen waren wir uns nach langen Überlegungen einig, dass es Zeit ist heim zu gehen. Schon seit einer Woche verfolgt uns dieser Gedanke immer wieder und drückt uns auch auf die Stimmung. Die Entscheidung ist uns ganz und gar nicht leicht gefallen, aber da immer mehr Flüge gestrichen werden und niemand weiß, wie sich die Situation weiter entwickeln wird, kommen wir lieber heim solange es noch geht. Im Moment ist auf Bali zwar noch alles ruhig und ganz normal, aber falls es hier so richtig ausbricht wollen wir nicht hier festsitzen. Es wäre eh kaum möglich gewesen weiter zu reisen. Alle Länder, die wir in den restlichen zwei einhalb Monaten noch besuchen wollten, lassen uns eh nicht mehr rein. Bei allem Optimismus glauben wir auch nicht, dass die Grenzen so schnell wieder aufgemacht werden, und das ist wahrscheinlich auch gut so!

    Wir haben versucht den letzten Tag auf Bali so gut es geht zu genießen. Am Canggu Beach haben wir uns mit einem Trostbierchen in die Sonne gelegt und ich (Sophia) hab die letzte Gelegenheit genutzt nochmal Surfen zu gehen. Dabei habe ich die beste und längste Welle erwischt die ich je hatte, ein positiver Abschluss. Michael konnte leider wegen dem Knöchel nicht surfen und musste am Strand bleiben. Abends haben wir uns noch eine balinesische Massage gegönnt, denn Morgen steht uns die mehr als 30-stündige Heimreise mit zwei Zwischenlandungen in Singapur und Athen bevor. Bessere Verbindungen sind gecancelt, ausgebucht oder unbezahlbar. Wir haben uns das Ende unserer Reise sicherlich anders gewünscht und vorgestellt, aber jetzt werden wir eben das Beste daraus machen, und natürlich freuen wir uns auch auf daheim! 😊
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  • Day357

    Auckland

    March 12, 2020 in New Zealand ⋅ ☀️ 21 °C

    Von Rotorua fuhren wir direkt nach Auckland. Dass dies die größte Stadt Neuseelands ist zeigte sich wirklich auf den ersten Blick! Wir haben uns ein kleines Apartment mit Küche gemietet, in dem wir bis zum Ende unserer Zeit in Neuseeland bleiben werden. Wir brauchen einfach mal eine Pause von den ständigen Ortswechseln!

    Am Abend liefen wir in die nicht weit entfernte Innenstadt, wo heute der Auftakt des Auckland Art Festivals war. Dieser fand in Form eines kostenlosen Konzertes statt, bei dem verschiedene Bands und ein Chor auftraten. Der Chor war ein sogenannter Haka Chor und gehört zur Maori Kultur. Lustigerweise hatten wir genau diesen Chor schon im Fernsehen in der Neuseeland-Ausgabe der Serie “Grenzenlos die Welt entdecken“ gesehen. Berühmt geworden war er durch seine Version von “Bohemian Rhapsody“ auf Maori, und genau das führten sie auch heute auf. Hollie Smith sang “Bathe in the river“, der Song ging in die Top Songs Neuseelands ein. Nach dem Konzert gingen wir wieder zurück und verbrachten den Abend im Apartment. Die Kultur der Maori, also der ersten Einwohner Neuseelands, scheint hier gut integriert zu sein - wesentlich mehr zum Beispiel als die der Aborigines in Australien. Das Konzert war wieder ein gutes Beispiel dafür, aber auch im Alltag sieht man zum Beispiel sämtliche Straßenschilder und Ortsnamen immer zweisprachig - auf Englisch und auf Maori. Maori ist neben Englisch auch offizielle Amtssprache.

    Am zweiten Tag in Auckland liefen wir ein bisschen durch die Stadt und schauten uns um. Das ist mit Abstand der lebendigste Ort den wir in Neuseeland gesehen haben, überall sonst war es eher ruhig, manchmal regelrecht verlassen und leer. Hier waren viele Leute auf den Straßen, es gibt viele cool aussehende Restaurant und Kneipen und hier und da auch ein bisschen Street Art. Es gibt auch einige versteckte kleine Gassen, die mit Cafés zum verweilen einladen.

    Am Freitag sind wir ins Auto gestiegen und aus der Stadt rausgefahren. Zuerst waren wir am Piha Beach, wo sich viele Surfer auf einen am Wochenende anstehenden Wettbewerb vorbereiteten. Wir stiegen auf den Lion Rock, einen hohen Felsen, und genossen von oben die Aussicht auf den Strand. Dann fuhren wir weiter zum Bethells Beach, der deutlich ruhiger war. Am Abend sind wir noch ins Kino gegangen, bevor wir zurück in die Stadt gefahren sind.

    Am Samstag fand in Auckland eine Parade zum St. Patrick's Day statt. Wir liefen in die Innenstadt und schauten dem bunten Treiben zu. Vom Coronavirus ist noch nichts zu spüren, aber wir bekommen natürlich mit was in Europa los ist.

    Am Sonntag mussten wir raus in Richtung Flughafen fahren um unseren Mietwagen abzugeben. Zurück in der Stadt liefen wir zum Apartment und genossen die Sonne. Den restlichen Tag haben wir mit der Umplanung unserer Reise verbracht. Corona läßt grüßen. Und mittlerweile hat Neuseeland auch auf Corona reagiert und ab Mitternacht die Einreise gestoppt.

    So früh sind wir schon länger nicht mehr aufgestanden, aber es hat sich gelohnt: für Montag Morgen hatten wir uns für “Yoga in the Sky“ angemeldet, das im Sky Tower von Auckland in 186 Metern Höhe stattfindet. Bereits als wir um 6:45 Uhr dort oben ankamen fing die Sonne an aufzugehen und der Himmel färbte sich rot. Ein tolles Spektakel, und auch das Yoga an sich tat gut. Eigentlich wollten wir nicht mehr raus, aber da wir dringend klären mussten ob wir nach Australien zum Transit noch reinkommen oder dann sofort in die 2 Wochen Selbst Quarantäne müssen, beschlossen wir noch zum australischen Konsulat zu gehen, denn ans Telefon ging niemand. Eine klare Auskunft bekamen wir zwar nicht, aber wir sollen uns da nicht zu viele Sorgen machen. Na gut!

    An unserem letzten Abend in Auckland trafen wir uns noch mit Anthony und seiner Freundin Michelle in einer Bar auf ein Bierchen. Anthony haben wir letztes Jahr im April auf dem Lost City Trek in Kolumbien kennen gelernt. Er kommt aus den USA, ist jetzt aber für ein Jahr in Neuseeland. Die Welt ist ein Dorf!

    Unsere Weiterreise ist vom Coronavirus natürlich ziemlich stark betroffen. Eigentlich wollten wir am Dienstag über Sydney auf die Philippinen nach Manila fliegen, aber da kommen wir nicht mehr rein. Gleiches gilt für Nepal, Indien und Sri Lanka, wo wir im Anschluß hin wollten. Wir hoffen, dass wir noch aus Neuseeland und Australien rauskommen, denn auf Dauer wäre es hier recht teuer und wir wollen ja noch etwas anderes sehen. Unser Plan B ist jetzt nach Indonesien zu fliegen, genauer gesagt nach Bali. Das sollte laut dem indonesischen Konsulat auch kein Problem sein, auch dort haben wir angerufen. Aber es kann sich ja alles ständig ändern, also können wir nur hoffen. Unsere Expedition in Nepal auf den Mera Peak kann leider auch nicht stattfinden. Deshalb wissen wir jetzt noch nicht wirklich wie es dann für uns weitergeht, aber wir werden erstmal so lange wie möglich in Indonesien bleiben, bis sich die Situation beruhigt. Falls wir dort noch reinkommen zumindest.
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  • Day355

    Von Wellington nach Auckland

    March 10, 2020 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Nach dem Mount Victoria in Wellington brachen wir auf um noch bis National Park Village die 4 Stunden zu fahren. Die Ortschaft liegt ziemlich zentral auf der Nordinsel und ist vom Tongariro Nationalpark umgeben. Der ist der älteste Nationalpark in Neuseeland und wurde von einem Maori Häuptling den Engländern geschenkt, mit der Auflage das Gebiet zu schützen. Dieses liegt in einer Ebene, aber mitten drin erheben sich drei Vulkanberge, darunter auch der Ruapehu, der mit seinen 2.797 Metern zugleich der höchste Berg der Nordinsel ist. Neben vielen Trekking- und anderen Aktivitäten ist vor allem das Tongariro Alpin Crossing, eine Ganztageswanderung über den Berg Tongariro, sehr beliebt. Das wollten wir tags darauf dann auch in Angriff nehmen. Nur spielte leider das Wetter nicht mit. Es zogen dicke Wolken auf und der zum Teil heftige Regen ließ auch nicht lange auf sich warten. Wir entschieden uns gegen die Wanderung, bei dem Wetter wäre die Aussicht eh nicht gut gewesen, und so macht es ja keinen Spaß. Zudem wurde auch der Busverkehr in den Nationalpark rein wegen der Wetterlage eingestellt. Das Wetter soll sich in den nächsten Tagen auch nicht ändern, also packten wir notgedrungen zusammen und machten uns weiter auf den Weg Richtung Rotorua, unserem nächsten Ziel.

    Der Weg dorthin führte uns am Lake Taupo, dem größten Binnensee Neuseelands vorbei. Der Regen machte gerade Pause und wir hielten kurz an. Dann ging es weiter und wir kamen so langsam im Thermalgebiet der Nordinsel an. Das ist das Gebiet um den Lake Rotorua und den Lake Tarawera herum, wo es viele Geysire, brodelnde Schlammlöcher und hochsteigenden Dampf aus Erdspalten gibt. Ständig liegt hier ein Schwefelgeruch in der Luft, an den man sich gewöhnen muss. Wir hielten am Wirakei Geothermal Power Lookout an, genossen die Aussicht und machten kurz Brotzeit. Hier wird durch ein Geothermiekraftwerk Energie gewonnen. Nach der Ankunft in unserer Unterkunft gingen wir dann noch gemütlich in die Sauna und das Schwimmbad. Das tat gut. Wir brauchen mal die Pause.

    So verbrachten wir auch den nächsten Tag dann ziemlich chillig bzw. verbrachten einen Großteil damit abzuklären, ob es Länder auf unserer Weiterreise gibt, die aufgrund Corona-Virus neue bzw. zusätzliche Einreiseanforderungen haben. Ein Land ist dann auch dabei, das u.a. von deutschen Staatsbürgern ein Gesundheitszeugnis und zuvoriges Visum will. Na ja, irgendwann gingen wir dann los in die Stadt in den Kuira Park, wo es dampfende Schlammlöcher gibt. Aber auch Becken, um die Füße ins Thermalwasser zu stecken. Dann noch kurz zum See und wieder zurück in die Unterkunft und wieder ab in die Sauna und Schwimmbad. Uns tat der eher ruhige Tag richtig gut. Wir beschlossen dann auch die restliche Zeit in Neuseeland ausschließlich in Auckland zu verbringen. Wir freuen uns darauf mal 6 Tage am Stück in einer Unterkunft zu bleiben.
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  • Day353

    Wellington

    March 8, 2020 in New Zealand ⋅ ⛅ 17 °C

    In Picton gingen wir mitsamt Mietwagen an Board einer großen Fähre, die uns in knapp vier Stunden auf die Nordinsel von Neuseeland brachte. Wir kamen in Wellington an, der Hauptstadt Neuseelands. Da wir hier keine bezahlbare Unterkunft gefunden hatten fuhren wir aber direkt aus der Stadt raus und waren schnell in einer sehr ländlichen Gegend. In Makara Beach hatten wir ein Airbnb gefunden, das sich als Glücksgriff herausstellte. Unser Zimmer war bei den Gastgebern Annette und Geoff mit im Haus, und mit den beiden verstanden wir uns sehr gut. Nur 20 Kilometer von der Hauptstadt entfernt waren wir jetzt in einem winzigen Dorf, umgeben von Natur: Berge, ein Fluss und das Meer. Herrlich!

    Eigentlich wollten wir am nächsten Tag früh aufbrechen und tagsüber Wellington anschauen. Unsere Gastgeber boten uns aber an, dass wir ihre Kanus nehmen können - da konnten wir nicht nein sagen. Geoff fuhr uns mitsamt Kanus ein paar Kilometer flussaufwärts, von dort aus paddelten wir auf dem Makara Stream wieder zurück zum Haus, wo der Fluss ins Meer mündet. Ein schöner Ausflug mit vielen Schafen und Enten.

    Mittags brachen wir dann doch auf und suchten uns in Wellington erstmal was zum Mittagessen. Danach schauten wir die Stadt im Schnellverfahren an. Wellington hat ca. 210 000 Einwohner und ist damit die drittgrößte Stadt von Neuseeland, nach Auckland und Christchurch. Sie gilt auch als kulturelles Zentrum Neuseelands. Wir schauten uns das “Bienenstock“ genannte Regierungsgebäude mit Parlament, Bibliothek und Park nebendran an. Dann saugten wir bei einem Eis die belebte Stimmung an der Waterfront auf und fuhren schließlich noch auf den Mount Victoria, von dem aus man einen 360-Grad Blick auf die Stadt hat. Alles ganz nett, und Wellington hat bestimmt noch einiges mehr zu bieten. Aber nach Neuseeland kommt ja niemand um einen Städtetrip zu machen, denken wir zumindest. 😀 Also wieder raus aus der Stadt und ab in die Natur!
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  • Day350

    Marlborough

    March 5, 2020 in New Zealand ⋅ ☀️ 16 °C

    Nach einer weiteren Nacht im Hostel in Motueka brachen wir dann nach Nelson auf. Dort kamen wir Mittags an und verbrachten den Tag im gemütlichen Hostel mit allem, was beim Reisen so anfällt und liegen bleibt: Planung, Tagebuch schreiben, Fotos sortieren und und und. Hier in Neuseeland kochen wir auch fast immer selber - Essen gehen ist ähnlich wie in Australien sehr teuer und macht auf Dauer auch keinen Spaß. Die Hostels sind darauf auch eingestellt und haben meistens gut ausgestattete Küchen.

    Tagsdarauf ging es weiter in die Marlborough Weingegend, wo wir uns bei vier verschiedenen Weingütern durch gute Weine probierten - besonders der für Neuseeland typische Sauvignon Blanc hat es uns angetan! Die Weinregion liegt im Wairau Tal und ist die bekannteste in Neuseeland. Der Wein von Cloudy Bay ist überall auf der Welt in den Regalen zu finden. Aber auch die kleinen Weingüter haben viel zu bieten! Da wir bis zum nächsten Flug noch einige Tage Zeit haben, haben wir auch das ein oder andere feine Fläschchen gekauft. Wenn man schonmal hier ist! 😊 So ging der Tag schnell vorbei, wir blieben in einem Airbnb gleich neben einem Weinberg über Nacht.

    Auch die Marlborough Sounds liegen hier in der Gegend. So wird der Küstenabschnitt genannt, der aus vielen Buchten und Landzungen besteht. Wir statteten zunächst der verschlafenen Hafenstadt Picton einen Besuch ab, von wo aus die großen Fähren nach Wellington zur Nordinsel fahren. In Picton an sich gab es aber nicht allzu viel zu sehen. Mit dem Auto fuhren wir den Queen Charlotte Drive entlang, eine schöne Küstenstraße, die viele Aussichtspunkte auf die Marlborough Sounds bietet. Wir hielten immer mal wieder an, setzten uns auf eine Bank und genossen die Aussicht.

    Eigentlich wollten wir dann zurück in die Richtung unserer Unterkunft fahren und noch ein weiteres Weingut ansteuern, aber die Straße war aufgrund eines größeren Unfalls gesperrt. Umfahren hätte lange gedauert, deshalb machten wir es uns lieber in Picton auf Liegestühlen an der Promenade bequem. Bei Sonnenschein war das eine gute Alternative. Nach einer weiteren Nacht im Weinanbaugebiet war es Zeit, die Südinsel mit der Fähre zu verlassen.
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  • Day348

    Abel Tasman Nationalpark

    March 3, 2020 in New Zealand ⋅ 🌧 17 °C

    Von Greymouth fuhren wir weiter an der Nordwestküste entlang Richtung Motueka, südlich gelegen vom Nationalpark Abel Tasman und idealer Ausgangspunkt für Ausflüge. Es ging wieder durch herrliche Landschaften aus gemäßigtem Regenwald und an menschenleeren, wilden Stränden vorbei. Bei den Pancake Rocks machten wir einen Zwischenstopp. Diese sind Felsformationen an der Küste und sehen optisch wie übereinander gestapelte Pfannkuchen aus. Ein kleiner, gut ausgebauter Rundweg führt zu den verschiedenen Aussichtspunkten mit Blick auf die Formationen und Brandungslöcher.

    Am nächsten Tag hatten wir uns für eine Wanderung entlang der Küste im Nationalpark entschieden. Da man mit PKWs nicht reinfahren kann, muss man sich in Kaiteriteri ein Taxiboot nehmen. Mit diesem sind wir zur Ausgangsstelle (Medlands Beach) gefahren und die ca. 11 km zurück bis in die Bucht (Anchorage), wo uns das Taxiboot wieder abholen sollte, gewandert. Leider regnete es die erste Hälfte ziemlich stark und so entschieden wir ziemlich schnell zu laufen. Es ging ständig an der Küste entlang durch den Regenwald, manchmal bergauf und bergab, aber sehr gemütlich. Auf halber Strecke ließ der Regen dann nach und wir machten kurz Brotzeit in einer Bucht. Das Ganze wurde interessiert von einheimischen Vögeln beobachtet. Dann liefen wir etwas gemütlicher den Rest des Weges. Wir kamen immer wieder an kleineren Wasserfällen und Hängebrücken vorbei. Einfach nur schön.
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  • Day346

    Franz Josef

    March 1, 2020 in New Zealand ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach einer langen Autofahrt durch reizvolle Landschaften, vorbei an vielen Seen, Bergen und Wasserfällen, kamen wir Abends im Ort Franz Josef an; ein kleiner, verschlafener Ort mit gut 400 Einwohnern. Am nächsten Tag wollten wir eine Wanderung am Fuße des Franz Josef Gletschers machen. Dieser wurde von einem deutschen Forscher nach dem Kaiser Franz Josef benannt. Er hat eine Länge von 10 km und endet auf einer Höhe von 400 Metern über dem Meeresspiegel. Damit ist er einer der niedrigst gelegenen Gletscher und für die breite Masse leicht zugänglich. Leider mussten wir nach einem kurzen Fußmarsch feststellen, dass der Weg aufgrund von Flutschäden gesperrt ist. Die Alternative hatten wir schnell gefunden, eine kleine Wanderung beim nicht weit entfernten Mount Fox. Doch auch hier erwartete uns eine Wegsperrung, bereits die Zufahrtstraße zum Startpunkt der Wanderung war durch eine Flut weggespült worden. Hier machten wir erstmal Mittagspause. Dann starteten wir einen letzten Anlauf: am Lake Matheson soll es Wege mit Blick auf die Berge geben, die nicht gesperrt sind. Hier hatten wir Glück und konnten uns endlich die Beine vertreten. Die Aussicht auf Mount Tasman und Mount Cook (diesmal von der anderen Seite) war wirklich schön, das hat sich gelohnt. Wir machten uns auf den Weg nach Greymouth, einer Küstenstadt, in der wir über Nacht blieben.Read more

  • Day345

    Mount Cook

    February 29, 2020 in New Zealand ⋅ ☀️ 3 °C

    Nach dem Abstieg vom Roys Peak fuhren wir direkt weiter nach Twizel, einer Ortschaft im Mackenzie District und guter Ausgangspunkt für das Gebirge um den Mount Cook ca. 50 km weiter nordwestlich. Twizel selbst ist ein verschlafener Ort mit ca. 1.000 Einwohnern, der seine Blütezeit mit dem Bau des Lake Ruataniwha, einem Stausee zur Stromerzeugung, weit hinter sich hat.

    Am nächsten Tag machten wir uns also Richtung Mount Cook auf. Der Berg ist mit seinen 3.724 Metern der höchste in Neuseeland und gehört zu den neuseeländischen Alpen. Auf dem Weg dorthin ging es am Lake Pukaki, einem azurblauem Gletschersee ca. 35 km vom Mount Cook entfernt, vorbei. Leider wurde das Wetter im Laufe unserer einstündigen Anfahrt immer schlechter, der Himmel war wolkenverhangen und es begann stark zu regnen. Wir entschieden umzudrehen und da auch in Twizel mittlerweile der Regen Einzug gehalten hatte, verbrachten wir den restlichten Tag mit weiteren Reiseplanungen etc.

    Für den nächsten Tag war Kaiserwetter vorhergesagt und so kam es dann auch.😀 Daher fuhren wir nochmal in das Gebirge, obwohl wir ursprünglich geplant hatten weiter zu fahren. Wir wurden nicht enttäuscht. Ein traumhafter, erhabener Anblick. Wir liefen dann den Hooker Valley Track, der mit seinen 5 km Länge einfach und mit kaum Höhenmetern für jedermann zugänglich und dementsprechend beliebt ist. Gleich zu Beginn hat man einen wunderschönen Blick auf den Mueller Gletscher. Man läuft ständig an Büschen und Gräsern über einen gut ausgebauten Weg am Fluß entlang. 3 Hängebrücken müssen überquert werden. Das Gebirgspanorama drumherm ist ein wahrhafter Traum und Bilderbuchneuseeland pur. Am Ende kommt man an einem See an und hat einen Ausblick auf den Hooker Gletscher sowie dem Mount Cook, den man fast den ganzen Weg lang sieht. Eine schöne Wanderung durch eine traumhafte Gegend. Wir mussten dann leider aufbrechen, da wir noch 6 Stunden Fahrt zum Franz Josef Gletscher (und gleichnamigen Ort) vor uns hatten. Und das, obwohl er nur knapp 40 Kilometer Luftlinie hinter dem Mount Cook liegt. Aber man muss an die 500 km außen rum fahren.😂
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  • Day343

    Roys Peak

    February 27, 2020 in New Zealand ⋅ ⛅ 13 °C

    Heute standen wir etwas früher auf, da wir den Roys Peak besteigen wollten und von Queenstown aus ca. 1 1/2 Stunden Anfahrt hatten. Zudem steht der Wandersmann bekanntermaßen früh auf. 😂 Der Gipfel des Roys Peak liegt auf knapp 1.600 Metern Höhe und der Berg wie auch das umliegende Gebirge sind vor allem mit Tusdockgräsern bewachsen. Man hat während des Auf- und Abstiegs ständig einen wunderschönen Ausblick auf den Wanaka See und die umherliegenden Berge. Ein Traum und daher auch sehr beliebt. Der Ausgangspunkt ist auf einem Parkplatz auf Seehöhe (280 Meter), der Anstieg ist damit knapp 1.300 Höhenmeter und es geht ständig auf einem gut ausgebauten Wanderweg steil nach oben.

    Wir hatten Glück mit dem Wetter, es war mit guten 20° Celsius nicht zu warm und nicht zu kalt, perfekt zum Wandern. Unsere Rucksäcke waren mit ausreichend Wasser und Brotzeit voll und wir freuten uns auf den Anstieg und die Aussichten. Schnell fanden wir unseren Rythmus und genossen das Laufen. Hin und wieder machten wir kurz Halt, hielten uns aber nicht zu lange auf, da wir nicht auskühlen wollten. Der Wind pfiff mitunter sehr stark und wehte einem den Sand vom Weg ins Gesicht. So nach 2 Stunden kamen wir an einem Aussichtspunkt an und machten, wie jeder hier, ein paar Fotos. 30 Minuten später standen wir dann auf dem Gipfel. Die Aussicht war auch hier, wie überall auf dem Anstieg, einfach umwerfend. Leider konnten wir nicht lange bleiben, da es durch den starken Wind sehr kühl war. Wir stiegen dann wieder zum unteren Aussichtspunkt ab und machten erstmal ordentlich Brotzeit. Es begann dann leider zu regnen und wir beschlossen in Windeseile zum Auto zurück zu laufen. Eine tolle Wanderung und absolut zu empfehlen.
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