• Mary King’s Close

    30 Aralık 2025, İskoçya ⋅ ☀️ 2 °C

    Diesmal haben wir uns auch für eine Führung angemeldet.

    Mary King’s Close ist eine der faszinierendsten historischen Stätten in Edinburgh. Es handelt sich um eine Reihe von engen Gassen (so genannte „Closes“), die heute unter dem Royal Exchange (dem heutigen City Chambers) begraben liegen.

    Die Gasse wurde nach Mary King benannt, einer Geschäftsfrau und Textilhändlerin im 17. Jahrhundert. In einer Zeit, in der Frauen kaum Rechte hatten, besaß sie dort mehrere Grundstücke und hatte sogar ein Stimmrecht im Stadtrat – etwa 300 Jahre bevor das allgemeine Frauenwahlrecht eingeführt wurde.

    Im 18. Jahrhundert (ca. 1753) beschloss der Stadtrat, ein neues Handelsgebäude (Royal Exchange) zu bauen. Da Edinburgh sehr hügelig ist, nutzte man die bestehenden Häuser der Close als Fundament für das neue Gebäude. Die unteren Stockwerke blieben erhalten und wurden zu einer Art „unterirdischen Stadt“.

    Heute ist „The Real Mary King’s Close“ eine beliebte Touristenattraktion. Man kann die originalen Straßen und Räume aus dem 17. Jahrhundert bei geführten Touren besichtigen, da sie durch die Überbauung fast wie in einer Zeitkapsel konserviert wurden.

    Wir haben viel über das damalige Leben erfahren, teilweise erschreckend, aber sehr lebendig erzählt.

    In den bis zu 14 Stockwerke hohen Häusern lebten die Menschen extrem eng zusammen. Ohne Kanalisation wurde Abfall mit dem Ruf „Gardyloo“ einfach aus dem Fenster auf die Gasse gekippt.
    • Der Pest-Doktor: George Rae war der berühmte Pest-Doktor der Stadt. Er trug eine vogelähnliche Maske mit Kräutern in der „Nase“, um sich vor den vermeintlich ansteckenden Gerüchen (Miasmen) zu schützen. Tatsächlich half seine Lederkluft jedoch gegen Flohbisse.
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