• Kathedrale von Évora

    26. september 2025, Portugal ⋅ ☀️ 28 °C

    Die Kathedrale von Évora, lokal bekannt als Sé Catedral de Évora, ist eine beeindruckende römisch-katholische Kirche und mit ihrem gotischem Grundriss ist die größte Kathedrale Portugals. Sie befindet sich auf dem höchsten Punkt der Stadt und wurde 1988 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

    Die Ursprünge der Kathedrale von Évora reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück, nach der christlichen Rückeroberung der Stadt von der maurischen Herrschaft im Jahr 1166. Der Bau der Kathedrale begann 1186 und wurde 1204 abgeschlossen. Diese frühe Struktur war jedoch im Vergleich zu dem heutigen beeindruckenden Bauwerk eher bescheiden.

    Das Äußere der Kathedrale von Évora ist ein beeindruckender Anblick. Die Hauptfassade, aus rosafarbenem Granit gebaut, ähnelt stark der Kathedrale von Lissabon. Flankiert von zwei massiven asymmetrische Türmen, die im 16. Jahrhundert fertiggestellt wurden, verfügt die Fassade über eine Eingangsgalerie, über der sich ein großes Fenster mit gotischem Maßwerk befindet, das das Innere der Kathedrale erhellt.

    Beim Betreten der Kathedrale von Évora wird man von einem grandiosen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes empfangen, mit einem höheren Hauptschiff, das von zwei Seitenschiffen, einem Querschiff und einer Apsis mit drei Kapellen flankiert wird.

    Eines der Highlights der Kathedrale ist die alte Orgel von 1544, welche die älteste noch aktive in Portugal ist.

    Im Mittelschiff befindet sich der Altar mit der "Madonna von O" aus polychromem Stein und eine hölzerne Figur des Hl. Gabriel. Den Hochchor schmücken ein sehr wertvolles, aus Eichenholz geschnitztes Renaissancegestühl.

    Die gotischen Kreuzgänge, die zwischen 1317 und 1340 erbaut wurden, spiegeln den Einfluss der Kreuzgänge der Kathedrale von Lissabon wider. Trotz ihres spätgotischen Maßwerks verleiht die Verwendung von Granit ihnen ein schweres, imposantes Aussehen. Jede Ecke der Kreuzganggalerie ist mit einer gotischen Marmorskulptur eines der vier Evangelisten geschmückt.
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