• Kloster von Alcobaça

    28. september 2025, Portugal ⋅ ☁️ 20 °C

    Das ehemalige Zisterzienserkloster der Heiligen Maria von Alcobaça (O Mosteiro de Santa Maria de Alcobaça) gehört zu den größten Klosteranlagen in Portugal. Es ist eines der schönsten und eindrucksvollsten Beispiele der zisterziensischen Baukunst. Obwohl es schon vor 900 Jahren erbaut wurde, ist die mittelalterliche Architektur fast vollständig erhalten. Die beeindruckende Klosteranlage besteht aus einem Refektorium, Dormitorium, Kapitelsaal, Königssaal, einem Kreuzgang und einer sehr sehenswerten Kirche. Den Grundstein des Klosters wurde 1178 von Afonso Henriques gelegt. Nach dem Sieg über die Mauren stiftete er den Zisterziensern das Kloster und das Gotteshaus zum Dank. Schnell entwickelte sich das Ordenshaus von Alcobaça zu einem der mächtigsten und reichsten Klöster in Portugal.

    Im Königssaal kann die Geschichte der Stiftung des Klosters durch König Alfonso I. auf den typischen blauen Azulejos aus dem 18. Jahrhundert betrachtet werden.

    Die Kirche ist der größte frühgotische Sakralbau aus dem Mittelalter. Von der originalen Fassade ist heute leider nur noch das gotische Portal erhalten. Die beiden Glockentürme wurden erst im 18. Jahrhundert angefügt.

    In den beiden Flügeln des Querschiffes stehen zwei Meisterwerke der mittelalterlichen Steinmetzkunst: die Grabmäler von König Pedro I. und seiner Gemahlin Inês de Castro. Die Grabmäler sind so angeordnet, dass sich die beiden Liebenden am Tag der Auferstehung direkt gegenüberstehen.
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