1. Welcome to India | Dehli
21 novembre 2025, India ⋅ ☀️ 21 °C
20.30 Indien-Zeit! 17.10 Kairo-Zeit, 16.10 Föhrental-Zeit
Sitze im Hotel in Neu Dehli und bin eigentlich kaputt. Nicht weil mich das Program stresst, sondern der gestrige Flug von Kairo nach Dehli war kein Flug von dem ich sagen mag, dass er mit gutem Schlaf verbunden war. Die Air Egypt Maschine war o. k. -sieh hat uns immerhin heil hierher gebraucht- aber Schlafen/Ausstrecken war in anderen Fliegern schon angenehmer. Ausserdem waren es nur rd. 5.40 h Flug. Das ist nix. Das reicht nicht mal für einen richten Romantiktraum. So mit Vorspann, Haupteil und Happy End. Sozusagen lies die Flugzeit nur einen Kurzfilm zu. Der war wiederum sehr kurz, da das mit dem Schlafen nicht so klappte.
Heute morgen 9.40 h Ortszeit Dehli glandet. Wie nichts anders zu erwarten im bevölkerungsreichsten Land der Welt, ein bevölkerungsreicher Flughafen. Trotz diesem Gewusel und Gewimmel ging' recht zügig. Die Inder machen einen ganz schönen Aufriß für ankommenden Fluggäste. Zuerst muss man ja mal ein Visa im Vorfeld beantragt und genehmigt bekommen haben. Bedingung 1. Bedingung 2 ist eine sogenannte e-Pre-Arravial-Registration, die losgelöst vom Visa frühestens 6 Tage vor dem Eintreffen in Indien online erstellt werden muss. Kommt man dann an, heisst es für alle Neulinge (das erste Mal in Indien) an einem Schalter noch vor Immigration die persönlichen Daten biometrisch erfassen zu lassen. Pass wird gescannt etc.. Dann geht's zur Immigration. Da ich als braver Schwarzwälder gut vorbereitet war, hatte ich Visa und Pre-Arravial parat. Das reichte aber nicht. Die wollten noch von allen meinen Fingern einen digitalen Scan! Also, wenn sich bei uns in Deutschland mal wieder jemand über die Datenkrake Staat beschweren sollte, der darf gern mal in andere Länder reisen (wie z.B. Indien). Ausser der Farbe meiner Unterhosen wissen die nun alles. Es ging alles gut und mit Freundlichkeit kommt eh immer schneller weiter, so dass ich in relativ gemäßigter Zeit in Richtung Ausgang schlendern konnte.
Wie gewohnt stand da in der Reihe der sehnsüchtig auf die Ankommenden wartenden Menschen ein Mann, der ein Schild mit der Aufschrift "Meinrad Steger" vor der Brust hielt. "Mein Mann!" sagte ich und hielt schnurstracks auf ihn zu.
Somit war ich in Indien wohlbehalten angekommen und schon den betreuenden Händen des hiesigen Reiseveranstalters gelandet. Also das muss ich jetzt nach bisher 3 Stationen sagen, die Organisation klappt hervorragend. Alles hat bis dato perfekt geklappt.
Das indische Englisch stellt sich als schwierig verständlich dar. Irgendwie machen die Inder den Mund nicht so weit auf, dass für mich verständliches Englisch rauskommt. Oder die reden so durch die Nase, die näseln. Was genau, da bin ich mir noch nicht im klaren, auf jeden Fall muss ich meine Lauscher spitzen, damit ich das mir mit englischen Worten gefüllte Lächeln verstehe.
Ach ja, noch was: Während bei den Arabern alles "Inshallah" war ist es bei den Indern "Namaste". Beide Hände vor der Brust falten, leicht nach vorne beugen und "Namaste" sagen und schon ist das Herz der Inder und Inderinnen gewonnen. Namaste heiß wörtlich übersetzt "ich verbeuge mich vor Dir" und ist die freundliche und höfliche Begrüßungsformel. Die Formel für's "Servus und Hallo" heisst "Rama, Rama". Nein nicht unsere wohlbekannte Margarine meinend, sondern dem Gott Rama zu ehren. Crashkurs "Indien für Einfänger" :-)
Was ich heute so alles erlebt habe ist in den Fotos festgehalten.
Ich bin Dehli jedenfalls toll. Im Gegensatz zu Jordanien und Ägypten sind die Menschen viel freundlicher. Es wird überall gelacht und gelächelt. Alles ist etwas lockerer. Größter Unterschied ist die Kleidung der Frauen. Während in Jordanien / Ägypten, die Damen eher mausgrau oder ganz verschleiert rumliefen, feiern hier die Farben und Fröhlichkeit im Kleidungsstil ein Fest.
Als ich in Ägypten den Abend auf dem Schiff im Nil war, war auch ein Tisch mit ägyptischen Frauen (mit Kindern ohne Männer) da. Alle Frauen trugen Burka, d.h. von oben bis unten schwarz gekleidet mit Sehschlitz. Das Essen wurde unter dem Gesichtstuch in den Mund geschoben. Diese Kleidung und die Art des Ausgehens ist dort normal und ich selbst gewöhnte mich auch daran laufend verschleierte Frauen zu sehen. Zur Hebung der Stimmung trägt so eine Vollverschleierung nicht bei -für mich jedenfalls-. Hier in Dehli tragen die Frauen Kleidung in strahlenden Farben. Die Gesichter sind frei. Das macht einfach -für mich- einen lebensfrohere Stimmung.
Ja, ich weiß, das hat mit Religion zu tun und für die Burka tragenden Frauen, ist die Burka ein Schutz vor den Augen der Männer und die Frauen wollen das auch.
Ich kann nur sagen, dass Frauen in farbigen Gewändern und mit offenem Gesicht ein deutlich freundlicheres Stadtbild vermitteln.
Die Menschen in Dehli wirken auch irgendwie entspannter wie in Kairo.
Der Verkehr! Bei Stadt haben über 20 Mio. Einwohner. Der Verkehr ist eine riesige Lawine, die sich 24 Stunden unentwegt durch die Stadt wälzt. Verkehrsregeln, wie wir sie kennen, gibt es nicht, oder sind nur Richtlinien. Das wichtigste Utensil am Auto ist in Kairo wie auch in Dehli die Hupe. Es wird gehupt auf Teufel-komm-raus. Ohne Hupe ist man verloren! Bei Städte sind in dieser Hinsicht gleich. Trotzdem wirkt Dehli im gleichen Chaos entspannter als Kairo. Vielleicht liegt es auch daran, dass in Kairo alles braun und staubig ist. Kein Grün. Das ist in Dehli anders. Schon auch Staub, aber auch viel Grün links und rechts der Straßen. Als Kind des Schwarzwaldes ist mir Grün hat lieber wie Braun (Grau).
Sodele, soweit ein kleiner Bericht über meine Lebenslage. Sozusagen ein Lagebericht.
Morgen früh um 8 Uhr geht's weiter nach Agra. Dort steht das Taj Mahal. Das eigentlich Ziel. Taj Mahal ist eines der 7 Weltwunder der Neuzeit und steht somit bei mir auf Liste .Leggi altro
























ViaggiatoreWieder nett zu lesen und schön von Dir zu hören. Hier friert‘s grad, wir haben frische neue Polarluft und da kommen die sonnigen Delhi-Bilder grad gut rüber. Weiter so!