• Die unerwartete Rückreise

    July 13, 2024 in Tajikistan ⋅ ☁️ 17 °C

    Höhepunkte:
    - mehrere Rüfen
    - engagierter Guide

    Bei leichtem Regen haben wir um 13.30 Uhr den 7. See mit dem Jeep verlassen. Der Einheimische Guide ist im Tal aufgewachsen und kennt die Gegend in- und auswendig. Entspannt haben wir folglich die Rückreise angetreten, um kurze Zeit von einer Rüfe gestoppt zu werden. Der Fahrer hat die Lage analysiert und sich für Vollgas und durch entschieden. 🙄🤔🫢.

    Der Versuch scheiterte kläglich und wir steckten in einer total durchnässten Stein- und Schlammlawine fest. Es war unglaublich eindrücklich zu erfahren, wie viel Wasser in den Murgängen steckt. Weder der Bagger noch ein anderer Jeep konnte uns befreien. Unser Tour Anbieter war mit zwei Jeeps unterwegs und so sind wir irgendwann in den anderen Jeep umgestiegen und haben unseren Jeep mit Fahrer & Guide zurückgelassen.

    Am Vortag hatte es anscheinend bereits geregnet und am heutigen Tag noch ca. 3 Stunden. Zwischen 13.00 Uhr und 16.00 Uhr sind im ganzen Tal Rüfen mit Unmengen an Material ins Tal gekommen und haben alles überflutet. Tragisch dies in der Schweiz zu sehen und in Tadschikistan zu erleben. Mir geht es gut und so wie es aussah gab es keine Verletzten im Tal.

    Die vorhandenen drei Baggerfahrzeuge im Tal haben unglaubliches geleistet und nach und nach wieder eine Piste durch den Schlamm gezogen. Jedoch wollte jeder der Erste sein und allenfalls spielte noch eine Spur Selbstüberschätzung mit von der Partie, so dass bei fast jeder Rüfe wieder ein anderes Fahrzeug vorgedrängt hat und wieder im Schlamm stecken geblieben ist.

    Die Zeit verging und es wurde langsam dunkel. Die letzten beiden Rüfen waren derart gross und die einbrechende Dunkelheit erschwerte die Arbeiten. Unsere Gruppe entschloss sich nach langem hin und her den letzten Teil zu Fuss zu überqueren und der Guide organisierte auf der anderen Seite einen Minibus. Unsere beiden Jeeps blieben mit den Fahrern und vielen weiteren Fahrzeugen im Tal zurück.

    Für die ca. 30 km Tal auswärts haben wir 8 Stunden benötigt. Anschliessend ging es mit dem Minibus direkt weiter zur Grenze, zu Fuss recht speditiv über die Grenze und mit dem Taxi nach Samarkand.

    Das Drängeln und Kamikaze fahren bleiben negativ in Erinnerung. Auf der anderen Seite hat unser Guide hat mit seiner ruhigen Art und lokalen Kenntnissen entscheidend zur erfolgreichen Rückreise beigetragen.
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