Orang-Utans again
14. april 2025, Malaysia ⋅ ☁️ 30 °C
Der Tag begann mit einer unerwarteten Wendung: Ich hatte meine Schuhe draußen stehen lassen, und die neugierigen Affen haben sie angeknabbert! Zum Glück hat ein netter Fahrer meine Birkenstocks bei einem lokalen Reparaturdienst richten lassen – jetzt trage ich nicht nur eine reparierte Sandale, sondern auch eine besondere Erinnerung an diese Lektion. Meine Turnschuhe haben es mit leichten Blessuren auch überlebt.
Danach lief der Vormittag ähnlich ab wie an den anderen Tagen. Diesmal habe ich aber zuerst um 10 Uhr das Sunbear-Zentrum besucht. Dort habe ich eine österreichische Familie mit fünfjährigen Zwillingen getroffen – super sympathisch, wir haben uns nett unterhalten.
Pünktlich zur 10-Uhr-Fütterung war ich dann wieder bei den Orang-Utans, und diesmal gab es auch um 10:30 Uhr eine Outdoor-Fütterung mit ihnen. Es war faszinierend, sie zu beobachten, wie sie Kokosnüsse knackten und wie die Hierarchien und die Rangordnung zwischen den Affen deutlich wurden. Natürlich haben die Makaken wieder das Feld gestürmt. Eine Orang-Utan-Dame hatte eine schlimme Entzündung, die sicher schmerzhaft war – ein trauriger Anblick.
Mittagspause: Ich habe etwas gegessen, ein bisschen in mein Journal geschrieben und dann Elena wiedergetroffen. Wir haben geplaudert, und danach habe ich draußen im Freien einen Powernap gemacht – obwohl die Ameisen mich ordentlich geärgert haben (das passiert, wenn man im Bett snackt … Lektion gelernt!).
Nachmittags: Der Ablauf war ähnlich, aber ich hatte eine tolle Unterhaltung mit einem Volunteer-Ranger aus UK. Er hat mir spannende Geschichten über die Orang-Utans erzählt:
Eine Mutter mit ihrem Kind, die komplett wild sind, kommen nur, wenn die meisten Besucher weg sind.
Manche Menschen verstehen einfach nichts: Eine Touristin beschwerte sich, dass sie kein Selfie mit einem Orang-Utan machen durfte. Sie meinte, sie hätte in Bali sogar mit einem gefrühstückt! 😳
Der Ranger erzählte auch von der Arbeit des Zentrums:
70 % der Orang-Utans kehren nach ihrer Rehabilitierung nicht mehr zurück.
Ein Gesetz verbietet es, Orang-Utans zu Hause zu halten, und wer dagegen verstößt, muss ins Gefängnis. Dadurch bringen viele Leute ihre Orang-Utans ins Zentrum.
Indonesien plant, die Hauptstadt Jakarta nach Borneo zu verlegen, da der Meeresspiegel steigt. Dafür werden Tausende Hektar Regenwald gerodet – ein Herzschmerz-Thema, denn Malaysia setzt sich aktiv für den Umweltschutz ein, während Indonesien scheinbar wenig Rücksicht nimmt.
Nach diesem informationsreichen Nachmittag ging’s um 16 Uhr zurück ins Hostel. Dort habe ich endlich alle Flüge gebucht (eine Aufgabe, die ich immer aufschiebe). Für morgen ist mein Pick-up nach Sukau fixiert.
Den letzten Abend habe ich ganz ruhig unter dem Sternenhimmel und fast vollen Mond ausklingen lassen – ein schöner Abschluss eines ereignisreichen Tages. 🌌Læs mere









