Sukau Homestay
16.–20. apr. 2025, Malaysia ⋅ ☁️ 30 °C
Abenteuerliche Tage in Sukau – Natur, Tiere und Gastfreundschaft
Tag 1: Ankunft in Sukau
Der Morgen begann chaotisch, als mein Rucksack fast im Jungle verschwand – ein kurzer Schock, aber zum Glück nichts Schlimmes. Mittags wurde ich abgeholt, und in einem Anfall von Mitgefühl organisierte ich noch einem französischen Paar eine günstige Mitfahrgelegenheit mit meinem Pick-up. Hoffentlich ein Punkt auf meinem Karma-Konto! 😊
Die Fahrt war lang und wenig spannend, gesäumt von unzähligen Palmölplantagen, wo einst Regenwald stand – ein bedrückender Anblick.
In Sukau angekommen, ging es mit dem Boot zu meinem Homestay. Es war genau das, was ich gesucht hatte:
Kein fließendes Wasser, stattdessen Regenwasser zum Duschen.
Hausgemachtes Essen aus dem Garten oder Dorf.
Flussfahrten mit Adira und ihrem Vater.
Ein eigener Bungalow in ruhiger Umgebung.
Der erste Nachmittag war entspannt: Wir genossen den Sonnenuntergang am Fluss, ich plauderte mit Rodrigo aus Argentinien und einem polnischen Paar. Das Abendessen war köstlich, aber die Negativität der polnischen Frau war mir zu viel, also zog ich mich zurück, um die Ruhe zu genießen.
Tag 2: Wildlife-Erlebnisse pur
Um 6 Uhr morgens startete eine Flusstour, und innerhalb von Minuten sahen wir:
Elefanten
Hornbills in verschiedenen Arten
Nasenaffen, Langschwanz- und Schweinsmakaken
Sogar eine Orang-Utan-Mutter mit ihrem Kind
Es war einfach magisch, so viele Tiere in kurzer Zeit zu beobachten.
Am Nachmittag ging ich mit Rodrigo auf eine Wanderung. Wegen des Regens kamen wir nicht weit, aber wir fanden Elefantenspuren im Schlamm – so aufregend! Auf dem Rückweg kehrten wir in einem kleinen Café ein und genossen das Mittagessen. Später spielte ich zwei Stunden mit einem kleinen Jungen, Duplo und seiner Fantasie – fast wie im Kindergarten.
Die Nachmittags-Flusstour war nur zu viert, und wir sahen sogar ein Krokodil, wodurch wir die Borneo Big 5 schon am ersten Tag komplettiert hatten. Der Tag war unglaublich, aber ich fiel todmüde ins Bett.
Tag 3: Ein Tag voller Herzlichkeit
Der Morgen begann mit einer liebevollen und ehrlichen Notiz von Rodrigo, die meinen Tag verschönerte. Wegen Regens ließ ich die Morgentour ausfallen. Stattdessen kochte ich mit der Gastfamilie Mittagessen – eine schöne Erfahrung, trotz Kommunikation mit Händen und Füßen. Die Familie mochte mich, und wir lachten viel.
Am Nachmittag ging es wieder aufs Boot, diesmal mit dem französischen Paar. Es war wunderschön, einfach dazusitzen und die Natur zu genießen. Abends durfte ich wieder beim Kochen helfen – das Essen war wie immer ein Highlight.
Tag 4: Elefanten, Abenteuer und unvergessliche Momente
Der Tag begann mit einer privaten Morgentour – eine besondere Erfahrung. Danach fragte Adira, ob ich bei ihrer Suche nach Elefanten mitkommen wolle. Natürlich sagte ich ja! In Gummistiefeln stapften wir durch den Dschungel, folgten Elefantenspuren und rochen ihre Anwesenheit, sahen sie aber nicht. Stattdessen entdeckten wir eine Höhle voller Fledermäuse und eine von der Natur geformte Treppe.
Nachmittags hieß es erneut: Elefanten suchen! Nach langem Suchen hörten wir eine Herde von etwa 50 Elefanten – die Geräusche, das Stampfen, das Wasser, einfach unvergesslich. Doch wegen des dichten Dickichts sahen wir sie nicht. Schließlich kam der erlösende Anruf: Die Elefanten waren im Garten der Familie!
Im strömenden Regen standen wir da, komplett durchnässt, und beobachteten die Elefanten beim Fressen. Es war magisch, eine Stunde lang in ihrer Nähe zu sein. Doch irgendwann mussten wir respektvoll Abstand nehmen – es ist schließlich Wildnis.
Am Abend verabschiedete ich mich schweren Herzens. Die Familie war unglaublich herzlich, Adira und ich verstanden uns blendend, und die Erfahrungen waren einmalig. Ich hätte bleiben können, aber mein nächstes Abenteuer wartete bereits: Tauchen auf Mabul. Den letzten Abend genoss ich unter dem Sternenhimmel und fast vollem Mond – ein perfekter Abschluss dieser besonderen Zeit. 🌌Læs mere






















